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St. Pauli, 1960: Ein Sehnsuchtsort für Gegenkultur, Kunst, Drogen und freie Sexualität. Als es Wolli Köhler nach Hamburg verschlägt, ist die Welt der Nachkriegsjahre eng und spießig. Der junge Mann aus dem Nirgendwo sucht nach Abenteuer und Freiheit. Und steigt auf zur außergewöhnlichsten Kiezlegende in der Geschichte St. Paulis. Im Lichtermeer des Hamburger Viertels treiben Nacht für Nacht Huren, Freier, Transvestiten, Schläger und Künstler wie die noch völlig unbekannte Band "The Beatles", aufgeputscht von Drogen und Alkohol, durch die heruntergekommenen Straßen. Sie alle treibt die Sehnsucht nach einem grenzenlosen Leben. Kultautor Rocko Schamoni ist zurück und erzählt die frühen Jahre von Wolfgang "Wolli" Köhler als Entwicklungsroman eines Antihelden.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Rocko Schamoni,der ewige Dorfpunk!
Auch in diesem Roman bewegt sich der Protagonist am Rande der Gesellschaft und doch mitten im Leben!
Bewertung
5/5
12.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf der Suche nach der großen Freiheit
Hamburg, 60er Jahre, eine Menge zwielichtiger Gestalten, komischer Käuze und Außenseiter und mittendrin Wolfgang Köhler, eine sehr ungewöhnliche Rotlichtgröße der damaligen Zeit, der seine eigene große Freiheit sucht. Glänzte Rocko Schamoni in seinen früheren Werken noch vor allem mit seinem uvergleichlichen Humor, so liegt hiermit der Beweis vor, dass er sich vom Dorfpunk zu einem guten Erzähler und Autoren entwickelt hat.
Bewertung
aus Datteln
5/5
12.01.2021
eBook (ePUB)
Swinging 60s
Ein Dorfpunk trifft auf die Glitzerwelt in Hamburg. Ungeschminkt werden die aufstrebenden Charaktere der Schattenwelt beschrieben. Egal ob Zuhälter und Nutten, Musikmanager und Beatgruppen alle haben ihren Anteil an dem Leben auf St. Pauli. Und Hubert Fichte sitzt in der Ecke und macht Notizen für die Nachwelt.
Eva Fl.
aus Franken
5/5
18.04.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf der Großen Freiheit ist…
Auf der Großen Freiheit ist (fast) alles möglich. Wolfgang Köhler, genannt Wolli, kommt Ende der 50er Jahre nach Hamburg, genauer gesagt nach „Sankt Liederlich“, wie der Stadtteil St. Pauli auch genannt wird. Dort vertickt er Drogen, arbeitet als Koberer, hinter dem Tresen und schließlich als Wirtschafter auf der Großen Freiheit. Die Geschichte ist zum Teil fiktiv, basiert aber auch auf wahren Begebenheiten. Die Geschichte des Buches hat mich echt interessiert, da ich St. Pauli doch auch immer wieder spannend finde – und auch die Menschen, die dort leben und arbeiten. Von Rocko Schamoni hab ich bislang noch kein Buch gelesen, muss ich ja ehrlicherweise auch mal zugeben. Der Name sagte mir natürlich was, aber gelesen habe ich bislang eben auch noch nichts von ihm. Der Schreibstil des Buches hat mir unheimlich gut gefallen, es liest sich sehr angenehm und flüssig. Es ist gut verständlich geschrieben, keine großartigen Fremdwörter. Begrifflichkeiten werden immer mal wieder erläutert (vom Koberer bis hin zu „Geldeinheiten“), was ich auch ganz spannend fand. Vom Stil her habe ich durchaus schnell ins Buch gefunden – und auch die Geschichte hat mich nicht enttäuscht. Es ist interessant zu lesen, wie Wolli seinen Weg geht, der natürlich nicht immer so erfolgreich ist, wie man es ihm vielleicht insgeheim wünscht. Er fällt hie und da mal „auf die Schnauze“, rappelt sich aber immer wieder auf, nimmt die Dinge an wie sie kommen. Und ist dennoch auch schockiert von Gewalttaten, die auf St. Pauli so passieren. Denn damit kann er sich einfach nicht anfreunden. Insofern ist er wohl ein Anti-Held, wie es auf dem Buchumschlag auch heißt. In gewisser Weise ist es eben auch ein Entwicklungsroman, denn man darf ja im Lesen erfahren, wie sich das Leben von Wolli immer wieder weiter entwickelt. Ebenso spannend ist es, wenn man liest, welchen Personen er so begegnet ist, mit wem er zu tun hatte. Hier habe ich unheimlich viel nachgelesen, da es mich selbst sehr interessiert hat, ob das alles so wahr ist – was immer wieder der Fall war. Auch bei Musikstücken war es für mich interessant, diese nach oder gar beim Lesen mit anzuhören, damit man einen besseren Einblick in die Szenerie kriegt. So tanzt die Cartacala, ein Wesen mit Federkleid, zum Bolero, ein anderes Mal ertönt die Götterdämmerung von Richard Wagner. Ich glaube auch daran kann man die Zerrissenheit von Wolli sehen – wie er einerseits doch die liederliche Seite von St. Pauli kennenlernen und lieben lernt, andererseits immer noch für die große Kunst offen ist. Für manch einen mag das nicht zusammenpassen, ich kann mir schon vorstellen, dass jemand, der in einer so heftigen Branche arbeitet, einfach noch einen Ausgleich braucht. Und für mich hat es im Buch auch gepasst, dass oftmals entsprechende Szenerien geschildert wurden, natürlich geht’s auf der Reeperbahn und drumherum auch um Sex (aiaiai!), wo Wolli im Grunde genommen ja auch Geld mit verdient hat. Für mich war das alles stimmig. Amüsiert habe ich mich beim Lesen auch sehr, die Meinung von Wolli beispielsweise zu den Beatles ist die, dass die sicher nicht so erfolgreich werden. In einem Jahr kennt die niemand mehr, so ungefähr. Lustig, wie sich all das nicht als zutreffend ereignet hat und sie eine der größten Bands wurden. In ein, zwei anderen Einschätzungen liegt er ebenso daneben – was für uns heute, die wir wissen, wie die Dinge inzwischen abgelaufen sind, beim Lesen natürlich schon lustig ist. Für mich war es ein spannender, interessanter und lustiger Roman. Ich habe für mich hier eine kleine Hamburg-Reise beim Lesen gemacht, habe immer wieder den Orten nachgespürt, die im Buch so auftauchen. Manchmal hätte ich vielleicht noch gerne mehr über den Mensch Wolli erfahren, aber es ist für mich auch in Ordnung, dass dem in diesem Buch nicht so ist. Von mir gibt es für dieses absolut lesenswerte Buch 5 von 5 Sternen und natürlich eine Empfehlung.
Bewertung
5/5
14.03.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Leben auf St. Pauli
Wolli Köhler schafft einen beispiellosen Aufstieg von einem Kleinkriminellen zu einer schillernden Kiezgröße im St. Pauli der 60-er Jahre. Für ihn bedeutet dieses Leben die wirkliche Große Freiheit. Aufstehen und Enschlafen, wann er will und das alles mit soviel Geld wie nur irgend möglich. Rocko Schamoni hat eine spannende und lehrreiche Geschichte rund um die Person des Wolfgang Köhler geschrieben, die gleichzeitig eine spannende Zeitreise ist. Die Beatles sind noch relativ unbekannt und treten jeden Abend auf. Als Leser ist man live dabei und spürt förmlich den hellen Lichterglanz den das alte Hamburg umgab. Ein wunderbares, spannendes Buch mit vielen Einblicken in das vergangene St. Pauli.
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5/5
06.02.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Von einem, dem die Welt zu klein war...
Eine "Coming-of-Age-Geschichte" der etwas anderen Art:
1950, gerade einmal 18 Jahre alt, verlässt Wolfgang "Wolli" Köhler den kleinen Ort Waldheim, Heimat des größten Knasts Sachsens in Richtung Chemnitz. Zurück bleibt die elterliche Schlosserei, seine Lehre dort, seine Familie. Drei Jahre schlägt er sich irgendwie, u.a. als Polizist, in der sog. Sowjetischen Besatzungszone durch, bevor er die DDR Richtung Ruhrgebiet verlässt. Arbeit in einem Chemiewerk und bei einem Wanderzirkus folgen, Köhler liest viel, u.a. Genet, Sartre, Brecht, bevor er nach Hamburg zieht, weil er hofft, hier wirklich die "Große Freiheit" zu finden. Er wird eine der seltsamsten und bekanntesten Kiez-Größen, einer der auffällt, weil er sich um seine "Mädchen" kümmert, er ist kein Schläger, statt dessen malt er. Er hat Geschäftsideen ohne Ende, z.B. führt er das erste, natürlich damals noch illegale Porno-Kino in seiner Privatwohnung. Er erlebt die Anfänge der Beatles, die große Zeit des Star-Club, er führt Privatfehden mit Amtsmännern, die die Freiheit auf St. Pauli beschneiden wollen, er wird zur Legende...
Rocko Schamoni, der mit Köhler in dessen letzten Lebensjahren befreundet war, hat ein großes Buch über ihn und die erste Hälfte der 60er Jahre in Deutschland geschrieben. Knallharte Sprache, und doch so einfühlsam, einfach genial!
Egal, ob Sie sich für Hamburg & St. Pauli allgemein interessieren, ob für die Musik der sechziger Jahre,oder nur den Kiez und seine Halbwelt, oder aber für die Existenzialisten: Ich verspreche Ihnen eine Lektüre, die Sie von der ersten Seite an gefangen nehmen wird, die Sie begeistern wird und die lange nachklingt !
Sichern Sie sich jetzt schon die Erstauflage, das Buch erscheint am 18.2.2019!
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4/5
13.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nur Schlaglichter erhellen Momente...
Nur Schlaglichter erhellen Momente in Kindheit&Jugend, bis Schamoni mit seiner Erzählung in die Breite geht und uns en détail an der Entstehungsgeschichte der Kiezgröße "Wolli" Köhler teilhaben lässt. Coming of Age im Hamburger Rotlichtmillieu. Drastisch,realistisch, interessant!
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4/5
24.02.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Begleiten Sie Wolli Köhler ins Milieu
Rocko Schamoni schreibt über seinen Freund Wolli Köhler, der als einer der größten und außergewöhnlichsten Puffbosse gilt. Ein Mann, der gerne Goethe, Schiller, Camus und Novalis liest, gleichzeitig das erste Pornokino eröffnet und schließlich zum ersten großen Puffboss wird.
Eine etwas zu nette aber sehr gelungene - auch etwas andere - Roman-Biografie über die frühen Jahre eines Antihelden.
Mir hat dieser Roman gut gefallen und ich empfehle ihn gerne weiter!
Nach diesem Kiez Roman, werde ich bei meiner nächsten Reise nach Hamburg die Stadt nochmal anders sehen. Schamonis Roman nimmt einen auch mit auf einen aufregenden Trip durch das kultige Hamburg der 60er Jahre. Nicht nur mit den Beatles und Rotlicht, sondern auch mit einer Karriere, die seines gleichen sucht. Viel Spaß mit der großen "Lesefreiheit"!
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