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Eine liebe Frau Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.06.2024

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,5/12,8/2,1 cm

Gewicht

260 g

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

EAN

2710000328025

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Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

»Ein vielschichtiger, fast allgemeingültiger Roman über gesellschaftliche Erwartungen, verpasste Chancen und späte weibliche Selbstermächtigung. Ergreifend!« ("Flow")
»Eine Fülle klug ausgewählter Details veranschaulicht dieses Frauenleben. Von einem einzigen Tag aus erschließt das Buch eine Biografie, stellt sie wieder und wieder auf den Prüfstand, ohne vorschnell zu urteilen.« Gutenbergs Welt ("WDR3")
»Bewegend!« TV Hören & Sehen ("TV Hören & Sehen")
»Ein starkes Debüt.« Freundin, August 2024 ("Freundin")
»Laetitia Lenel ist ein ausgesprochen souveränes literarisches Debüt gelungen.« Hannah Lühmann, Literarische WELT, 07. Juli 2024 ("Literarische WELT")
»Eine einfühlsame Studie eines Frauenlebens. Alles bleibt in kluger Schwebe, Lenel fällt kein Urteil über ihre Figuren. Dieses Buch ist, obgleich historisch, hochaktuell: Es zeigt, wie sich Menschen unter dem Druck von Ideologie verändern.« ("Literarische WELT")
»An keiner Stelle zur moralischen Botschaft verengt. Den Sprung aus dem wissenschaftlich-essayistischen Schreiben in die Literatur meistert Laetitia Lenel mit einer erstaunlichen Form- und Stilsicherheit. Die poetische Verdichtung des Stoffes gelingt ihr ebenso wie der schnelle Wechsel der Zeitebenen. Vor allem aber verleiht sie der vermeintlich unauffälligen und konformen Marianne die Statur eines individuellen Charakters.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Der Debütroman hebt sich von der gegenwärtig oft allzu thesenhaften feministischen Literatur mit einer mit großen erstaunlichen Form- und Stilsicherheit ab.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Späte Selbsterkenntnis, die sich gerade durch die bedächtige Erzählweise eindringlich festhakt.« Claudia Hubmann ("Maxima")
»Ein sehr, sehr schönes Buch.« ("hr2 kultur")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.06.2024

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,5/12,8/2,1 cm

Gewicht

260 g

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

EAN

2710000328025

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  • Jürg K.

    5/5

    10.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr Gefühlsvolle Geschichte

    Im Jahr 1963 lässt Marianne in London ihr Leben und ihre Entscheidungen Revue passieren. Sie wollte in jungen Jahren Pianistin werden. Zusammen mit ihrer Freundin Lotte hatte sie grosse Pläne. Lotte hat es geschafft, für Marianne kam alles anders. Man liest ist eine ergreifende Auseinandersetzung mit dem Leben einer Frau und den gesellschaftlichen Erwartungen, die an sie gestellt werden. In diesem Buch werden Themen wie Selbstermächtigung, der transformativen Kraft von Kunst und Literatur und den gesellschaftlichen Rollen, die Frauen vorgeschrieben werden behandelt. Für mich einen wunderbar verdichteten und sprach mächtigen Roman. Dieses Buch hat mich gut unterhalten und ich habe einiges gelernt daraus. Ein Buch das ich empfehlen kann.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    27.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Erwartung der Gesellschaft an die Frau, eingepackt in einen gefühlvollen Roman.

    Sprachlich brillant, einfühlsam und dennoch manchmal sehr direkt, verpackt hier Laetitia Lenel die Geschichte von Generationen, die Sehnsüchte von Frauen und die Macht der Kunst in nicht mal 160 Seiten. S.128: „Was uns erstickt, ist das, was wir nicht tun dürfen. Nicht denken, nicht studieren, nicht reisen, nicht träumen. Nicht frei sein.“ Mariannes einziger Lebenssinn schien darin zu bestehen, zu funktionieren. Als Frau. Für ihren Mann, ihre Familien, Gesellschaft, Vaterland. Sie hatte Pflichten, eigene Bedürfnisse mussten zurückgestellt werden. Das war für sie immer schon so. Wie gerne hätte sie als Mädchen mehr am Flügel geübt, ihr Klavierspiel, für das sie großes Talent hatte, zu intensivieren. Aber das Leben bestand nur aus Kompromissen. Ihre Freundin Lotte war da anders, sie lebte ihre Kunst als Malerin aus. S.37: „Und wehe, man wage es, Gefühle und Ambitionen zu entwickeln, die nicht von den Eltern vorgesehen seien!“ S.38: „Wir haben so gut gelernt, unsere eigenen Gefühle zu unterdrücken! Aber ob nicht auch Frauen das Recht hätten, zu leben und das Leben in der Kunst noch einmal zu schöpfen, intensiver, lebendiger vielleicht als zuvor.“ S. 39: „Lotte ließ nichts davon gelten. Ehe und Kunst schlössen einander aus, das wisse Marianne so gut wie sie.“ Während Marianne im Alter durch London schlendert, auf der Flucht vor unliebsamen Konversationen und auf der Suche nach sich selbst, erzählt die Autorin Mariannes Leben in Rückblicken. Sie streift ihre Kindheit, erzählt ausdrücklich von ihrer Ehe mit Paul. Paul ging in den Ersten Weltkrieg voller Überzeugung. Es entwickelte sich ein Briefverkehr zwischen den beiden, der, je länger der Krieg dauerte, keinen Hehl daran ließ, welche Prioritäten Paul setzte. Der Kampf ums deutsche Vaterland war im wichtiger als alles andere. Er fiel, kurz bevor der Wahnsinn sein Ende hatte. Marianne durchtauchte die Zeit. Die Nationalsozialisten erstarkten, als Halbjüdin hatte sie es schwer. Aber sie überlebte auch diesen zweiten großen Wahnsinn, kümmerte sich um ihre Mutter und den Vater ihres verstorbenen Ehemanns. Sie samt ihren Wünschen und Begehren bleibt auf der Strecke. Erst im Alter entdeckt sie noch einen Anflug zum Mut der eigenen Selbstermächtigung. Laetitia Lenel zeichnet mit ihrem Debütroman ein starkes Bild der Erwartungen an Frauen über einen großen Zeitraum. Als Basis für diesen wirklich sehr eindringlichen Roman dienten ihr der Briefwechsel ihrer Urgroßeltern. Sehr gekonnt setzt sie ihre Protagonistin in den Strudel der Zeit. Politische Details dürfen da genauso wenig fehlen wie der Blick auf die Kunst. Sie beschäftigt sich mit dem Thema der sogenannten Entnazifizierung, die nie wirklich stattfand. Plausible Erklärungen, warum nie darüber gesprochen wurde, sind nur ein kleines Detail dieses Buches, aber man merkt, dass es der Autorin ein Bedürfnis war, dies einzuflechten. Zu recht, wie ich anmerken möchte. Dennoch, im Mittelpunkt steht das Thema Frau und ihre erwartete, zugedachte Rolle in der Gesellschaft. Marianne und Lotte bilden hier die beiden Pole. S.125: „Sie [Anm.:Marianne] war eine liebe Frau. Das würde man sagen. Eine liebe Frau. Mehr würde von alldem nicht bleiben.“ Ich bin sehr begeistert von diesem Buch, dem ich sehr viele LeserInnen wünsche. Ganz große Leseempfehlung und ich hoffe, in Zukunft noch viele Bücher der Autorin lesen zu dürfen.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    27.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Erwartung der Gesellschaft…

    Die Erwartung der Gesellschaft an die Frau, eingepackt in einen gefühlvollen Roman. Sprachlich brillant, einfühlsam und dennoch manchmal sehr direkt, verpackt hier Laetitia Lenel die Geschichte von Generationen, die Sehnsüchte von Frauen und die Macht der Kunst in nicht mal 160 Seiten. S.128: „Was uns erstickt, ist das, was wir nicht tun dürfen. Nicht denken, nicht studieren, nicht reisen, nicht träumen. Nicht frei sein.“ Mariannes einziger Lebenssinn schien darin zu bestehen, zu funktionieren. Als Frau. Für ihren Mann, ihre Familien, Gesellschaft, Vaterland. Sie hatte Pflichten, eigene Bedürfnisse mussten zurückgestellt werden. Das war für sie immer schon so. Wie gerne hätte sie als Mädchen mehr am Flügel geübt, ihr Klavierspiel, für das sie großes Talent hatte, zu intensivieren. Aber das Leben bestand nur aus Kompromissen. Ihre Freundin Lotte war da anders, sie lebte ihre Kunst als Malerin aus. S.37: „Und wehe, man wage es, Gefühle und Ambitionen zu entwickeln, die nicht von den Eltern vorgesehen seien!“ S.38: „Wir haben so gut gelernt, unsere eigenen Gefühle zu unterdrücken! Aber ob nicht auch Frauen das Recht hätten, zu leben und das Leben in der Kunst noch einmal zu schöpfen, intensiver, lebendiger vielleicht als zuvor.“ S. 39: „Lotte ließ nichts davon gelten. Ehe und Kunst schlössen einander aus, das wisse Marianne so gut wie sie.“ Während Marianne im Alter durch London schlendert, auf der Flucht vor unliebsamen Konversationen und auf der Suche nach sich selbst, erzählt die Autorin Mariannes Leben in Rückblicken. Sie streift ihre Kindheit, erzählt ausdrücklich von ihrer Ehe mit Paul. Paul ging in den Ersten Weltkrieg voller Überzeugung. Es entwickelte sich ein Briefverkehr zwischen den beiden, der, je länger der Krieg dauerte, keinen Hehl daran ließ, welche Prioritäten Paul setzte. Der Kampf ums deutsche Vaterland war im wichtiger als alles andere. Er fiel, kurz bevor der Wahnsinn sein Ende hatte. Marianne durchtauchte die Zeit. Die Nationalsozialisten erstarkten, als Halbjüdin hatte sie es schwer. Aber sie überlebte auch diesen zweiten großen Wahnsinn, kümmerte sich um ihre Mutter und den Vater ihres verstorbenen Ehemanns. Sie samt ihren Wünschen und Begehren bleibt auf der Strecke. Erst im Alter entdeckt sie noch einen Anflug zum Mut der eigenen Selbstermächtigung. Laetitia Lenel zeichnet mit ihrem Debütroman ein starkes Bild der Erwartungen an Frauen über einen großen Zeitraum. Als Basis für diesen wirklich sehr eindringlichen Roman dienten ihr der Briefwechsel ihrer Urgroßeltern. Sehr gekonnt setzt sie ihre Protagonistin in den Strudel der Zeit. Politische Details dürfen da genauso wenig fehlen wie der Blick auf die Kunst. Sie beschäftigt sich mit dem Thema der sogenannten Entnazifizierung, die nie wirklich stattfand. Plausible Erklärungen, warum nie darüber gesprochen wurde, sind nur ein kleines Detail dieses Buches, aber man merkt, dass es der Autorin ein Bedürfnis war, dies einzuflechten. Zu recht, wie ich anmerken möchte. Dennoch, im Mittelpunkt steht das Thema Frau und ihre erwartete, zugedachte Rolle in der Gesellschaft. Marianne und Lotte bilden hier die beiden Pole. S.125: „Sie [Anm.:Marianne] war eine liebe Frau. Das würde man sagen. Eine liebe Frau. Mehr würde von alldem nicht bleiben.“ Ich bin sehr begeistert von diesem Buch, dem ich sehr viele LeserInnen wünsche. Ganz große Leseempfehlung und ich hoffe, in Zukunft noch viele Bücher der Autorin lesen zu dürfen.

  • Bewertung

    4/5

    02.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feinfühliger Roman

    In dem Roman von Laetitia Lenel begleiten wir die Protagonistin Marianne, die in den 1960er Jahren auf ihr Leben zurückblickt und zeitgleich die gesellschaftlichen Erwartungen und Zwänge reflektiert, mit denen Frauen zur damaligen Zeit konfrontiert waren. Marianne und ihre Kindheitsfreundin Lotte hatten einst von einem freien Leben fernab der damaligen Rollenbilder geträumt. Doch während Lotte ein selbstbestimmtes Leben als Künstlerin lebte, tauschte Marianne ihren Traum, Pianistin zu werden, für ein Leben als Ehefrau, baldige Kriegswitwe und Mutter von zwei Kindern ein. Marianne fragt sich, was bleibt. War sie bloß "eine liebe Frau", die es allen recht machte? Es ist ein feministisches Buch, das die Frage aufwirft, welchen Lebensweg Frauen gehen können und wie stark sie letztlich von gesellschaftlichen Erwartungen geprägt und beeinflusst sind. Trotz der Tatsache, dass das Buch in den 60er Jahren spielt, haben die feministischen Kernthemen wenig an Aktualität eingebüßt. Es handelt sich um einen ruhigen und feinfühligen Roman, aus dem ich inhaltlich trotz seiner Kürze viel mitnehmen konnte und der mich an vielen Stellen nachdenklich stimmte. Auch sprachlich überzeugte Laetitia Lenel auf ganzer Linie. Ich empfehle das Buch gerne weiter!

  • Lesemanege

    4/5

    02.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wollen oder wollen sollen?

    1963: Marianne ist zu Besuch in London und Lotte ist gestorben. Zeit für Marianne, sich dem eigenen Leben zu stellen und sich zu fragen, war das alles so richtig? Habe ich das wirklich so gewollt? Lenels Debüt ist kein lauter Roman, eher ein ruhiges Resümee des Lebens der Hauptprotagonistin. Die Autorin erzählt von Hoffnungen und Träumen und der Illusion, als Frau alles haben zu können: die Karriere und die Familie. Sie spricht von einem Frauenbild, das die Verantwortung für Kinder und Familie voll und ganz den Frauen zuschreibt, dass es ihnen von klein auf eingetrichtert wird und so Frauen daran hindert oder es zumindest erschwert, selbst (kreativ) zu wirken, das eigene Potential auszuschöpfen. Aktueller könnte die Autorin mit ihrem Thema wohl kaum sein. Lenel ist sprachmächtig und schaffte ein einfühlsames Buch in dem mitgetrauert werden kann um das nicht Erreichte und sich ebenso gefreut werden kann über das, was es stattdessen gab. Dennoch zeigt die vor allem bei Frauen sozialisierte Zurückhaltung, dass sich das Zufriedengeben, sich den Umständen beugen, nicht aufbegehren, nichts für sich selbst fordern einen Menschen klein werden lassen, ein Teil von ihm verschütt geht, sodass eben irgendwann nicht mehr klar ist, ob man denn dieses Leben wirklich gewollt hat oder es wollen sollte.

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    Henrike Irmscher

    Thalia Halle

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    5/5

    10.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feinfühlige & feministische Lektüre für jedes Alter

    Ein Tag in den Sechzigern in London, eine Frau die ihr Leben Revue passieren lässt. Und schnell wird klar, dass sie so viel mehr war als nur "eine liebe Frau". Zwischen Karriere, Krieg und Kindern versuchte sie ihren Weg zu finden und sich dabei selbst treu zu bleiben. Ein schmales Buch, in dem trotzdem wahnsinnig viel steckt - feinfühlig und feministisch. Das perfekte Geschenk an Frauen (und Männer) jeden Alters!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    21.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Blick zurück

    In ihrem Debütroman „Eine liebe Frau“ erzählt Laetitia Lenel von Marianne, die 1963 durch die Stadt London streift, Sehenswürdigkeiten besucht und währenddessen ihr Leben durchdenkt, Entscheidungen resümiert. Gerne folgte ich diesen Erinnerungspfaden, was hat sich erfüllt, was ist geblieben, auch von der einst engen Freundschaft mit Lotte, die eine erfolgreiche Malerin war. Ein schlanker Band, randvoll mit Gefühl, fein und feministisch.

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