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Nochmal von vorne Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2024

16

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,9/12,5/1,9 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00923-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,9/12,5/1,9 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00923-1

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • Bewertung

    5/5

    09.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein toll geschriebener Familienroman

    Als ihr Vater nach an Krebs stirbt, versucht Rosa Jerucher ihre ältere Schwester Nadja, mit der sie seit Jahren nicht mehr gesprochen hat, ausfindig zu machen. Dabei kommen immer mehr Erinnerungen hoch – Erinnerungen an Streitigkeiten, an ihre vom Leben enttäuschte Eltern und ihre Kindheit zwischen München und Israel. Vor allem aber an ihre Schwester, um deren Zuneigung Rosa lange vergeblich gekämpft hat und die die Familie so schnell es ging verlassen hat. Genauso fließend und flüchtig, wie Rosa durch ihre Familienerinnerungen streift, wirkt auch der einzigartige Stil der Autorin. Dana von Suffrin erzählt die Geschichte der Familie Jerucher und springt dabei zwischen Ort und Zeit und reiht Erinnerungen an Erinnerungen. So spiegelt ihre Sprache auch die Zerrissenheit einer ganzen Familie auf eindringlich Art und Weise wieder. Vor allem die besondere Beziehung zwischen den Schwestern zwischen Rosa und Nadja, und das Spiel zwischen „gut“ und „böse“ hat mich fasziniert und berührt. Die Autorin zeigt sowohl Rosas tiefen Wunsch nach Harmonie und Verbundenheit mit ihrer „rebellischen“ Schwester als auch die tiefen Verletzungen und das Misstrauen, die Jahre der Vernachlässigung und Funkstille hinterlassen haben. „Nochmal von vorne“ ist keine leichte Kost für nebenbei, der Roman steigt tief hinein in komplexe Familienbeziehungen, die von unterschiedlichen Erwartungen und Wünschen genauso geprägt sind wie von über Generationen vererbte Traumata. Neben dem immer allgegenwärtigen Schmerz, den Hoffnungen und der Zerrissenheit dieser deutsch-jüdischen Familie schwingt immer auch eine besondere Prise Humor durch die Zeilen Fazit: Ein toll geschriebener Familienroman, bei dem es sich lohnt zwischen den Zeilen zu lesen und der neben all der Tragik auch ganz viel schwarzen Humor, Komik und Hoffnung mitbringt.

  • meerblick

    4/5

    02.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familienverhältnisse

    Rosa erzählt in 'Nochmal von vorne', dem Roman von Dana von Suffrin, die komplizierte Geschichte ihrer deutsch-jüdischen Familie, die mit dem Tod ihres Vaters ihren Anfang findet. Die Protagonistin lässt ihre Gedanken von der Jetztzeit bis in die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, in die Zeit ihrer Jugend und Kindheit schweifen. Einen Zusammenhalt in der vierköpfigen Familie scheint es nicht gegeben zu haben. Jeder trachtete auf seine Weise danach, dem Verbund zu entfliehen, Vater, Mutter, Rosa und auch ihre ältere Schwester Nadja. Hier spielen vor allem Themen wie stetige Streitigkeiten und Unzufriedenheit eine wichtige Rolle. Auch intellektuelle Unzufriedenheit im Berufsleben führte zu Verdruss, zu extremen Zerwürfnissen zwischen den Eltern. Der Kontakt zwischen den Schwestern ist abgebrochen und so kümmert sich Rosa allein um den Nachlass des Vaters in Rumänien. Der Buchtitel suggeriert einen Neubeginn zur Korrektur begangener Fehlhandlungen. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern eher um das Verstehen, um das Heilen gekränkter Gefühle und einer Versöhnung mit den Geschehnissen.

  • meerblick

    4/5

    02.01.2025

    eBook (ePUB 3)

    Familienverhältnisse Rosa…

    Familienverhältnisse Rosa erzählt in 'Nochmal von vorne', dem Roman von Dana von Suffrin, die komplizierte Geschichte ihrer deutsch-jüdischen Familie, die mit dem Tod ihres Vaters ihren Anfang findet. Die Protagonistin lässt ihre Gedanken von der Jetztzeit bis in die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, in die Zeit ihrer Jugend und Kindheit schweifen. Einen Zusammenhalt in der vierköpfigen Familie scheint es nicht gegeben zu haben. Jeder trachtete auf seine Weise danach, dem Verbund zu entfliehen, Vater, Mutter, Rosa und auch ihre ältere Schwester Nadja. Hier spielen vor allem Themen wie stetige Streitigkeiten und Unzufriedenheit eine wichtige Rolle. Auch intellektuelle Unzufriedenheit im Berufsleben führte zu Verdruss, zu extremen Zerwürfnissen zwischen den Eltern. Der Kontakt zwischen den Schwestern ist abgebrochen und so kümmert sich Rosa allein um den Nachlass des Vaters in Rumänien. Der Buchtitel suggeriert einen Neubeginn zur Korrektur begangener Fehlhandlungen. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern eher um das Verstehen, um das Heilen gekränkter Gefühle und einer Versöhnung mit den Geschehnissen.

  • Forti

    4/5

    15.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte einer dysfunktionalen Familie

    Wie schon in ihrem Debut "Otto" widmet sich Dana von Suffrin auch in "Nochmal von vorne" einer dysfunktionalen, traumatisierten deutsch-(ost)jüdischen Familie. Das ist oft schwarz-humorig, bohrt in Abgründen ohne immer Antworten zu haben. Das Buch hat wenig Handlung, beleuchtet in Rückblenden das Familienleben mit all seinen Abgründen. Und obwohl das Buch durchaus Potential zu einer sehr dunklen Lektüre hat, wird es nicht dauerhaft düster. Die Ich-Erzählerin Rosa vermittelt immer die Hoffnung, zwar nicht auf eine strahlende Zukunft, aber darauf, irgendwie mit diesem Leben und all seinem Ballast zurecht zu kommen. Wem "Otto" gefallen hat, der wird auch das neue Buch von Dana von Suffrin mögen. Wer hingeben ein Problem mit Schachtelsätzen und/oder der Abwesenheit einer Handlung hat, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden.

  • Markus1708

    aus Krefeld

    4/5

    08.07.2024

    eBook (ePUB 3)

    Sprachgewaltiges Buch über jüdisches Leben, eine kaputte Familie und das Leben ansich.

    Rosas Vater ist gestorben, ihre Aufgabe ist es, die Wohnung leer zu räumen. Es ist die Wohnung ihrer Kindheit, das Arbeitszimmer war früher mal ihr Kinderzimmer, vieles ist immer noch so wie zu Zeiten als sie dort gelebt hat. Das lässt viele Erinnerungen wieder aufflammen. Erinnerungen einer Kindheit in München, aber auch in Tel Aviv. Denn die Jeruschers sind jüdischen Glaubens, kommen eigentlich von ganz woanders und sind durch die Umwälzungen des zweiten Weltkriegs hier und dort gestrandet, nicht unbedingt angekommen. Rosa hat eine Schwester, die man als „das schwarze Schaf“ der Familie bezeichnen könnte, der Kontakt ist abgebrochen, zweimal. Aber jetzt, wo der Vater tot ist und sonst ja niemand mehr so wirklich da ist? Sie hat Verwandte am Mittelmeer, und sie hat viele Erinnerungen an ihre Jugend zwischen verschiedenen Welten, von denen sie wohl keine so richtig als Heimat bezeichnen würde. Während sie durch die Wohnung streift, begleiten wir sie auch auf Streifzügen durch ihre Vergangenheit, auf Streifzüge durch Streitereien innerhalb der Familie, die schließlich in der Scheidung der Eltern gipfelt, durch eine Jugend in den 90ern, Sehnsüchte und Wünsche die nicht in Erfüllung gehen, scheitern. All das ist mit viel Wortwitz und sehr viel schwarzem Humor geschrieben und spiegelt die Zerrissenheit einer jungen Frau, die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Meine Meinung: Was für ein sprachgewaltiges Buch! Kunstvoll verschachtelte Endlossätze, die sich auch schon mal über eine ganze Buchseite erstrecken können, schwarzer Humor und eine Nahaufnahme in die Zerrissenheit einer jungen Frau auf der Suche nach sich und ihrem Platz. Das fängt sehr spannend an, das zieht einen förmlich ins Buch hinein. Leider trägt es nicht über das ganze Buch, denn irgendwann bin ich zumindest dem überdrüssig geworden. Und irgendwann ist mir verblüfft aufgefallen: es gibt nicht eine - so weit ich mich erinnere - Textstelle mit direkter Rede, alles ist indirekt. Und als es mir aufgefallen ist, hat es angefangen, mich zu stören. Das ist natürlich mein subjektiver Eindruck. Daher mein Fazit: ein tolles Buch, mit kleinen Schwächen, von mir gibt es vier von fünf Sterne.

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Bewertungen (16)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    4/5

    14.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen

    Frau von Suffrin beschreibt eine deutsch-jüdische Familie. Eine Familie, die nicht länger als 1 Stunde gemeinsam am Tisch sitzen kann, ohne dass sie sich streiten. Diese geballte Ansammlung an Neurosen, Bindungsunfähigkeit, Traumata wäre für einen Familientherapeuten eine Herausforderung. Wie die Autorin dieses Thema umsetzt, fand ich sehr überzeugend. Ausgelöst durch den Tod ihres Vaters erinnert sich Rosa an ihr „gemeinsames“ Familienleben. Dieser Erinnerungsfluss, der nicht unbedingt einem chronologischen Ablauf folgt, gibt in kleinen Portionen Einblick in das Leben und die inneren Zusammenhänge der Familie Jeruscher. Es braucht also etwas Zeit, bis sich die gesamte Situation aus den Fragmenten ihrer Erinnerungen für den Leser erschließt. Was ich durchaus als eine Herausforderung empfand. Gepaart mit einer großen Portion schwarzen Humor kann ich dieses Werk nur empfehlen. Sich Zeit lassen und den Roman genießen! Sollten Ihnen Schachtelsätze nicht besonders liegen, würde ich ein bisschen zurückhaltender zu meiner Empfehlung raten.
  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    4/5

    04.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine großartig erzählte Familiengeschichte,...

    Eine großartig erzählte Familiengeschichte, die in kunstvollen Sätzen das Leben der Jeruschers nach dem Tod des Vaters beleuchtet. Wie schon in ihrem Debüt schafft es von Suffrin ihren Charakteren enorm viel Tiefe und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Zurecht auf der Longlist.
  • Zum Bewerterprofil von Kirsten Eden-Hitzschke

    Kirsten Eden-Hitzschke

    Thalia Leer – Emspark

    Buchhändler*in

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    4/5

    23.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieser Roman über eine dysfunktionale...

    Dieser Roman über eine dysfunktionale deutsch-israelische Familie weckt zum einen das Interesse, mehr über die jüngere israelische Geschichte zu erfahren. Zum anderen rätselt man bis zum Schluss, was diese Familie eigentlich zusammenhält. Kurzweilig zu lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    4/5

    18.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieser Roman ist absolut lesenswert!...

    Dieser Roman ist absolut lesenswert! Eine Familie, zwei Schwestern, die Last der Geschichte. Sie vertragen sich selten, sind aber letztendlich unzertrennlich. Suffrins eigenwillige, ausdrucksstarke Sprache zieht den Leser mitten ins Geschehen und läßt ihn unmittalbar Zeuge sein!
  • Zum Bewerterprofil von Buchhändler*in

    Buchhändler*in

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    3/5

    16.08.2025

    eBook (ePUB 3)

    Kein Roman für jederzeit.

    „Nochmal von vorne“ lässt sich etwas schwer greifen und der Einstieg fällt nicht ganz leicht. Die Geschichte verspricht Tiefe und Emotion. Obwohl die Figuren authentisch wirken und das Thema Neuanfang vielversprechend ist, fehlte mir der erzählerische Fluss. Den Roman habe ich insgesamt als eher zurückhaltend wahrgenommen und er konnte mich deshalb nicht voll überzeugen.

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Bewertungen (5)

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