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Frauen im Sanatorium Roman | «Drei Frauen, die zusammenhalten und einander aufrichten. Ganz frisch und ohne Kopf-hoch-Kitsch.» Die Zeit

11

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.07.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/2,9 cm

Gewicht

364 g

Farbe

Grau / Altweiß

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00732-4

Beschreibung

Rezension

"Erzählen als Therapie, als Täuschung, als Überleben: Anna Prizkau erkundet mit ihrem eleganten Debütroman die Geschichten seelischer Krisen." ("Welt am Sonntag")
"Statt sie als Kranke zu zeichnen, zeigt Prizkau ihre Figuren in präziser Sprache als ernst zu nehmende und komplexe Individuen." ("Die ZEIT - Sonderausgabe Die 100 besten Bücher des Jahres")
"Anna Prizkaus Debütroman spielt virtuos mit vielstimmigen Versionen von Lebensentwürfen und ihrem Scheitern." ("titel-kulturmagazin.net")
"Ein Erstling, der im Echoraum der Bücher von Sylvia Plath und Tove Ditlevsen angesiedelt ist. Ein literarisches Versprechen." ("Der Tagesspiegel")
"Eine Geschichte über 4 Frauen, viele Leben, Freundschaft und das Scheitern." ("SWR 2 "Lesenswert"")
"Prizkau komponiert einen Roman, dessen Sogkraft daraus erwächst, dass hier alle Figuren unzuverlässige Erzähler sind. Sukzessive entzieht Prizkau ihren Lesern den Boden in diesem Roman." ("Deutschlandfunk "Büchermarkt"")
"Der Roman erzählt von einer fernen Welt – und kommt uns doch so nah." ("Berliner Morgenpost")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.07.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/2,9 cm

Gewicht

364 g

Farbe

Grau / Altweiß

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00732-4

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Jürg K.

    5/5

    21.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrückliche Geschichte mit Tiefgang

    Die Protagonistin Anna hatte einen psychischen Zusammenbruch und befindet sich nun in einem Sanatorium. Hier begegnet sie einigen komisch wirkenden Mitpatientinnen. Marija, die ständig Monologe mit ihrer Mutter hält. Elfi die für jeden Tag ein anderes Märchen ausdenkt. Die Bundeswehrsoldatin Katharina die Nacht für Nacht Rotwein mit Wodka trinkt. Da ist noch Pepik, der blasse Flamingo aus dem Kurpark. Mit ihm spricht Anna täglich über die Liebe. Anna Prizkau erzählt eine Geschichte ohne Schnörkel die poetisch, aber auch schmerzhaft und sehr direkt ist. Die Erzählerin verarbeitet ihre Kindheit in Russland und das Fremdsein in Deutschland auf sehr eindrückliche Art. Das Lesen dieses sehr gut geschriebenen Buches ist nicht ganz einfach aber sehr eindrücklich und sachlich. Dies hat mir sehr gefallen. In der Geschichte wird das Sanatorium wird zum Spiegelbild innerer Zerrissenheit. Die einzelnen Schilderungen der Protagonistinnen sind manchmal zerstörend, aber sehr tiefgründig. Diesen anspruchsvollen Roman kann ich sehr empfehlen.

  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    4/5

    29.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leise, einfühlsam und nachdenklich

    **** Mein Eindruck ****
 Ein durchdachtes, zartes Buch, das leise Töne voller Menschlichkeit, Scham, Schmerz, Bedürftigkeit, Ehrlichkeit und Selbstreflexion anschlägt – und diese auf berührende Weise miteinander verbindet. Die Geschichte ist gut geschrieben und sehr nachvollziehbar. Besonders das Miteinander der Figuren und ihr Aufeinandertreffen an einem besonderen Ort habe ich mit großer Freude verfolgt. Das Gefühl von Abgrund und zerbrechlichem Glück wird intensiv, aber niemals überzogen oder gar triggernd behandelt. Stattdessen bleibt der Ton ernst, respektvoll und einfühlsam – genau das hat dieses Buch für mich besonders gemacht. Für ein ganz großes Highlight fehlte mir an einigen Stellen etwas mehr Raffinesse und Feinschliff. Trotzdem lässt mich die Geschichte nachdenklich zurück. Gerade das Ende empfand ich als starkes Highlight und als gelungene Idee, die sicher viele Leserinnen und Leser auf ganz unterschiedliche Weise ansprechen wird. **** Empfehlung ****
 Wer Lust auf eine feinfühlige Auseinandersetzung mit Themen wie Verletzlichkeit, Hoffnung und Begegnungen auf Augenhöhe hat, wird hier eine bewegende und nachwirkende Lektüre finden.

  • Silke - Buchgespür -

    4/5

    23.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Realistische Erzählung

    Anna will nicht mehr leben. Ihr Plan, sich mit dem Fahrrad von einem Auto erfassen zu lassen, misslingt und so landet sie in der Hans-Lewitt-Klinik, einem Sanatorium für psychisch Kranke. Dort begegnet sie anderen Frauen, die wie sie mit tiefen Verletzungen und Verlusten ringen. Da ist Elif, die ihre Trauer in immer neuen Märchenbildern erzählt. Marija hält lange Monologe über ihre verstorbene Mutter. Katharina, eine Soldatin, greift zum Alkohol, um Erinnerungen zu verdrängen. Zwischen Medikamenten, Therapiesitzungen und Routinen versucht Anna, sich in dieser Welt zurechtzufinden. Halt findet sie merkwürdigerweise bei einem Flamingo im Klinikpark, dem sie ihre Gedanken über ihre Kindheit, über das Auswandern und über ihre Sehnsucht nach Glück anvertraut. Doch die Grenzen zwischen Wirklichkeit, Erinnerung und Einbildung verschwimmen immer stärker. ___ Ich war besonders gespannt auf diesen Roman. Großen Respekt habe ich vor der Autorin, die das Leben in einer Klinik beschreibt, ohne die altbackenen Klischees einer Irrenanstalt zu bedienen, die Menschen nur abschrecken und Angst machen. Sehr eindrücklich fand ich, wie deutlich wird, woher die seelischen Wunden der Frauen kommen, das ist nachvollziehbar beschrieben. Auch der Tagesablauf und die Veranstaltungen sind realistisch geschildert. Die Geschichte der vier Frauen wird nacheinander erzählt. Niemand fragt direkt nach dem Grund, warum jemand in der Klinik ist, doch nach und nach erfährt man es indirekt. Besonders Anna selbst lässt dabei tief durchblicken. Sie setzt sich mit ihren Mitpatientinnen auseinander und gibt deren Geschichten so wieder, wie sie sie von ihnen hört, immer mit der Unsicherheit, ob alles wirklich so geschehen ist. Diese schriftstellerische Herangehensweise fand ich sehr interessant. Unterstützt wird das Ganze durch die Sprache, die die jeweilige Erkrankung widerspiegelt und die Stimmen der Frauen unverwechselbar macht. Eindrucksvoll ist zudem, wie Annas eigene Herkunft eingeflochten wird: ihre Kindheit in Russland, die Migration nach Deutschland und das Gefühl des Fremd-Seins, das sie bis heute begleitet. Und dennoch bleiben meine Gefühle für den Roman zweigeteilt. Anna war mir nicht wirklich nah. Ab und an fiel es mir schwer, die vier Frauen klar auseinanderzuhalten und die Geschichten nicht durcheinanderzubringen. Die Krankenschwester spricht und handelt für mich so unsensibel, dass es kaum vorstellbar ist, solches Personal dort anzutreffen. Vor allem aber habe ich mir mehr Gefühl versprochen. Vielleicht ist es jedoch besser, diese Themen mit Distanz und Klarheit zu beschreiben, sonst hätten sie einer deutlichen Triggerwarnung bedurft.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    4/5

    24.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Welches Leben leben wir?

    Welches Leben leben wir? Die Idee hinter dem Buch hat mich sehr angesprochen und daher wollte ich das Buch gern lesen. Denn Anna befindet sich in einem Sanatorium. Dort trifft sie auf ungewöhnliche Menschen. Zum Beispiel Elif mit ihren täglichen Märchen, Marija mit den Monologen über ihre Mutter und die Soldatin Katharina mit ihren nächtlichen Trinkritualen. Sie vertraut sich außerdem einem Flamingo an und spricht mit ihrem Vogel über die Liebe, die selbst an diesem merkwürdigen Ort spürbar bleibt. Es ist eine Geschichte über Suchende, Fremde und Verlorene sowie über die Kraft des Erzählens. Ich kann es gar nicht genau beschreiben, aber ich konnte mich in dieses Buch fallen lassen. Auch wenn ich selbst bisher “nur” auf einer Kur war, konnte ich so manches nachvollziehen. Man versucht irgendwie dem Alltag zu entkommen und doch ist er immer präsent. Man weiß selbst als Leser nicht so genau, was wahr ist und was nicht. Denn das Tagebuch, das Anna von ihrer Mitinsassen bekommt, enthält viele Geschichten - doch was davon ist Fiktion und was Wirklichkeit? Wir sind im Kopf von Anna und genauso fühlt es sich auch an. Gedanken, die springen. Erinnerungen und dann sind wir wieder in der Gegenwart. Aber das macht es zum Teil auch schwer zu verstehen und der Geschichte an sich gut folgen zu können. Es war ein Leseerlebnis, aber ein bisschen mehr Struktur hätte es meiner Meinung nach dennoch vertragen können. Und auch wenn ich Cover oft nicht beurteile, muss ich hier sagen, ich liebe es. Dadurch bin ich zuerst auf es aufmerksam geworden. ISBN: 978-3498007324 Autorin: Anna Prizkau Verlag: rowolth Veröffentlicht. 15.07.25 Umfang: 304 Seiten

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    4/5

    28.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr lesenswert!

    FRAUEN IM SANATORIUM Anna Prizkau Darf ich heute mal anders beginnen – und zwar mit dem Fazit? Danke Fazit: Selten hat mich ein Buch so zwiegespalten fühlen lassen wie das Debüt von Anna Prizkau. Wie kann etwas so zart und schön daherkommen - das Cover, die Sprache – und gleichzeitig so brutal und schonungslos sein? Unsere Protagonistin war mir so unfassbar unsympathisch, und doch hing ich an ihren Worten wie eine Süchtige an der Nadel. Erzählte Märchen enden hier in Albträumen. Aber ist das Leben immer fair? Und tut es nicht auch mal gut, von denen zu lesen, deren Realität nicht aussieht wie ein Bilderbuch? Anna wird nach einem traumatischen Ereignis in ein Sanatorium eingewiesen. Dort trifft sie auf ganz unterschiedliche Menschen, die eines gemeinsam haben: Sie brauchen Hilfe. Wir begleiten Anna in den Kurpark, an den See, zu einem blassen Flamingo namens Pepik, und lauschen ihren Geschichten zwischen Therapiesitzungen und fadem Kantinenessen. Sie beobachtet, hört zu, erzählt – von Marija, die so stolz auf ihre Tochter ist, es ihr aber nie zeigen kann und sie diese ausschließlich kritisiert. Von Elif, die sich lieber Geschichten ausdenkt, als die Wahrheit zu erzählen. Und von Katharina, einer Soldatin, die ihre Wahrheiten in Wodka und Wein ertränkt. Kein Wohlfühlbuch – aber läuft das Leben immer nach Plan? Sehr lesenswert. 3½/5

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Bewertungen (11)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    17.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wo ist Glück zu finden

    Die Ich-Erzählerin Anna weilt im Sanatorium, freundet sich mit zwei Frauen an, trifft andere Gäste. Alle haben Geschichten im Gepäck, wandelbar nach Façon und Laune. Die Therapiesitzungen müssen streng eingehalten werden, ansonsten suchen die Gäste Kurzweil bei Alkohol, Sex und Zigaretten. Gemein ist ihnen die Suche nach Liebe und Glück, das Scheitern darin. Zum Erzählen ihrer Geschichte wählt Anna einen Flamingo im Park des Sanatoriums aus. Der Text ist bunt und kräftig, zuweilen skurril. Ein Debüt von großartiger Erzählkunst.
  • Zum Bewerterprofil von Alex Husnik

    Alex Husnik

    Thalia Mayersche Lüdinghausen

    Buchhändler*in

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    3/5

    30.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    Halligalli in der Klinik

    Dieser Roman, der in einer psychiatrischen Klinik spielt, in welche die Protagonistin Anna nach einem Suizidversuch eingeliefert wird, lässt mich zwiegespalten zurück. Das Setting ist spannend und gibt viel her, die Figuren sind bunt, skurril und interessant. Da sie alle ihre (psychischen) Probleme haben, kann man ihnen und ihren Aussagen oft nicht trauen, was für einige unerwartete Wendungen sorgt. Ich habe das Buch rasch durchgelesen, es ist flott geschrieben und langweilt nie. Trotzdem hat es mich nicht ganz überzeugt. Der beschriebene Klinikalltag ist unglaubwürdig, es gibt nur einen Arzt, die Patient:innen haben kaum Therapie und betrinken sich die ganze Zeit. Auch wird nie so richtig klar, woran die Figuren eigentlich genau leiden. Vor allem aber hatte ich meine Probleme mit dem Erzählstil. Die Geschichte wirkt zusammengestückelt, es gibt sehr viele Rückblenden und zusammenhangslos erscheinende Nebengeschichten. Wie die Protagonistin Anna beispielsweise den Background der anderen Figuren erfährt, fühlte sich darüber hinaus für mich oft sehr konstruiert an - so schenkt ihr eine Mitpatientin ihre Aufzeichnungen über die anderen Patient:innen, oder sie verschafft sich verbotenerweise Einblick in Patientenakten. Die Nebengeschichten werden dabei auch etwas lieblos runtergeleiert. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb ich keine richtige Bindung zu den Figuren aufbauen konnte, ich fand sie alle eher unsympathisch. Insgesamt hatte ich mir doch mehr von diesem Roman versprochen.

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