In diesem scharfsinnigen und provokanten Essay entlarvt Ulf Poschardt einen neuen Sozialcharakter, der unsere Gesellschaft prägt und lähmt: den „Shitbürger“. Mit einer unheilvollen Mischung aus Anmaßung und Untertanengeist inszeniert sich der Shitbürger als moralisch überlegener Retter der Welt – verteidigt dabei jedoch vor allem seine eigenen Privilegien und Interessen.Poschardt, einer der renommiertesten Journalisten Deutschlands, zeigt auf, wie der Shitbürger in den liberalen, saturierten Gesellschaften des Westens eine beispiellose „Hegemonie“ errichtet hat. Diese habe nicht nur Institutionen wie Kultur, Medien und Wissenschaft durchdrungen, sondern Deutschland in eine tiefe Krise geführt – eine Krise, die nur durch radikale Selbstkritik und eine Rückbesinnung auf republikanische Tugenden überwunden werden kann.Ein unverzichtbares Buch für alle, die den gesellschaftlichen Wandel unserer Zeit verstehen und die Mechanismen des Shitbürgertums durchschauen wollen. Provokant, analytisch und ein Weckruf zur Selbstreflexion.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Ich liebe dieses Buch und habe es bereits 2 mal gelesen. Es ist extrem relevant und zeitgeistbeschreibend !
Ich danke Ulf für dieses Buch und kann das Folgewerk kaum abwarten
Für jedem Fan
Poschardt was Right about everything
Bewertung
5/5
21.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Definitiv kein Mist
Wer einmal wirklich eine neue Perspektive kennen lernen möchte ist hier richtig. Sprachlich geschliffen und mit wundervoller Polemik zieht der Autor über die Politiklandschaft des Landes und gibt ihr einen neuen Anstrich. Nicht Links und auch nicht Rechts ist das neue Rebellentum wider der Masse, sondern der Libertäre. Ein bereicherndes Buch
Bewertung
5/5
07.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Rezension: „Shitbürgertum“ von Ulf Poschardt
Kernthese & Bewertung
Ulf Poschardt diagnostiziert in „Shitbürgertum“ eine neue moralische Elite – das eponyme „Shitbürgertum“ – das sich zwischen Weltrettung und Machtspiel bewegt: opportunistisch, moralisch überheblich und zivilgesellschaftlich dominant. Er beschreibt es als eine hybride Figur: selbstgerechter Moralisierer, staatstreuer Opportunist, bequem in der öffentlich-rechtlichen Komfortzone, aber rücksichtslos in seiner kulturellen Exklusion.
Stil & Ausdruck
Das Buch ist kein nüchternes Essay, sondern ein provokativer, oft polemischer Angriff: vulgär, pointiert, absichtlich überspitzt – der Titel fungiert dabei ebenso als Provokation wie sein Schimpfwort-Kosmos.So kündigt Poschardt gleich zu Beginn eine „umfassende Zerstörung“ des Milieus an (nicht physisch, aber diskursiv) – mit Nietzsche und Schumpeter als theoretischer Unterfütterung . Dieser Stilzorn wirkt befreiend sprichwörtlich, aber gelegentlich auch redundant und inflationär in der Bildsprache.
⚙️ Beispiele für moralische Ausgrenzung
• Feinsinnige Moralreihenfolge: Poschardt beschreibt, wie Begriffe wie „toxische Männlichkeit“ oder „Patriarchat“ zu Platzhaltern einer neuen Sittenkontrolle werden – ähnlich wie fehlgeleitete Triggerwarnungen oder vegane Bowl-Bar-Rituale.
• Lauch-Bourgeoisie: In diesem Kapitel schildert er pointiert eine Bourgeoisie, die sich moralisch inszeniert: weiße Sneaker, bunte Kostüme, aber nur Angst vor Diskurs. Er nennt es „Pädagogik der Angst“: Anpassung zur obersten Tugend.
• Öffentlich-rechtliche Hegemonie: Medien, NGOs, Wissenschaft – oft öffentlich finanziert – zementieren diese Moralelite, die abweichende Stimmen strukturell ausschließt ().
Reflexion & Kritik
• Stärken: Stimulierend, irritierend, rhetorisch virtuos. Die Kritik an Identitätspolitik, moralisch aufgeladenen Debattenformen und Triggerwarnungs-Haltung trifft den Nerv der Zeit. Das Kapitel zur „Lauch-Bourgeoisie“ ist präzise und ironisch (z. B. „Umarmungsrituale in veganen Bowl-Bars“).
• Schwächen: Der polemische Stil wiederholt sich, wirkt stellenweise oberflächlich. Der Vorwurf der Selbstwidersprüchlichkeit – z. B. Poschardt als selbstgerechter Emanzipator – wird in Rezensionen geschärft, dies kann man aber auch als Stärke ansehen, da er mit seiner intelligenten Punk-Positionierung eine wirklich positive Ausnahmeerscheinung in der deutschsprachigen Medienszene darstellt.
Ansatz zur Selbstkritik
Erfrischend ist das Kapitel „Selbsttherapie“: Hier schlägt Poschardt vor, dass das moralische Milieu lernen müsse, mit Ambivalenzen zu leben – statt sich hinter moralischem Überlegenheitsdenken zu verschanzen. Damit öffnet er eine versöhnliche Perspektive, die er im Rest des Buches bewusst zurücknimmt, um die Kritik radikal zu halten.
Fazit
„Shitbürgertum“ ist keine analytische Studie, sondern ein rhetorisches Schlachtfeld – kulturkritisch, streitbar und spektakulär. Wer sich auf Poschardts Stil einlässt, erhält eine schneidende Diagnose vor allem dütscher Debatten-Unkultur: moralische Ausschlussmechanismen, öffentlich-rechtliche Bevormundung und digitale Konformitätsrituale. Die Wiederholung seiner Thesen kann ermüden, aber genau dieser Ungeduld verleiht das Buch seine provokative Kraft. Es ist ein Impulsgeber, kein Lehrbuch – und damit ein wesentlicher Beitrag zur Debatte über Diskursfreiheit / ÖRR Mediendominanz und moralische Selbstkontrolle in unserer Zeit.
Empfehlung: Für alle, die mehr wollen als das intellektuelle Weichspülprogramm zwischen Lanz, Böhmermann und Tagesthemen – und bereit sind, sich mit echten Gedanken zu konfrontieren, statt sich von Haltungssimulationen den Kopf föhnen zu lassen. Spoiler & Gefahr: man könnte anfangen dadurch wieder selbst (oder noch schärfer) zu denken.
Bewertung
5/5
04.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wokness in wenigen Seiten für Tod erklärt!
Unverblümte Wahrheiten des Alltags und wieso der Links-Grüne Mob endlich einpacken kann.. nur Fakten auf Fakten.. unglaublich lesenswert. Bin begeistert. Als neutraler Bürger muss man das gelesen haben.
Bewertung
5/5
31.05.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein kritisches Werk das den Zeitgeist anklagt
Im Werk von Ulf Poschardt spiegelt sich wieder, wogegen sich die beschriebenen „Shitbürger“ so vehement wehren: Es ist einer der eigentlich auf Ihrer Seite stehen müsste, der die Entwicklung hin zu Korridoren des Sprach- und Diskursraumes und vielen weiteren kritisch betrachtet und schonungslos abrechnet mit dem damit verbundenen Zeitgeist. Macht kaputt was euch kaputt macht! - dieses Buch strotzt nur so vor Elementen die genau dieses Publikum auch erreicht, in den Augen von Poschardt jedoch zu falschen Schlussfolgerungen führt. Es ist, bedenkt man auch den medialen Gegenwind, fast schon gewagt zur aktuellen Zeit ein Buch mit so viel Meinung zu veröffentlichen und dennoch: Es ist angenehm. Kritischer Zeitgeist - egal ob man es Poschardt gleich tut oder anderer Meinung ist - wird gebraucht und gibt unserer Meinungsfreiheit erst den Charme und den Raum, den diese Institution unserer freien Gesellschaft braucht.
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1/5
29.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Shitbürgertum – Poschardt im Selbstgespräch
Ulf Poschardt hat ein Buch geschrieben, leider. Ein Buch, das sich selbst für wichtiger hält, als es ist. „Shitbürgertum" ist weniger eine Analyse als ein Rant, ein publizistischer Wutausbruch gegen ein diffuses Feindbild, das der Autor mit großer Geste attackiert, ohne es wirklich zu durchdringen.
Das Problem beginnt mit der Struktur: Statt einer klaren Argumentation serviert Poschardt eine Liste von Personen und Milieus, die ihm nicht passen. Der Ton ist ruppig, die Pointen sind scharf, aber dahinter steckt wenig Erkenntnisgewinn. Es wirkt, als verliere sich der Autor in seiner eigenen Zuspitzung, als gehe es weniger um Analyse als um Reizwirkung. Die Ironie: Poschardt wirft dem „Shitbürger" Überheblichkeit vor und praktiziert genau diese in seinem Urteil selbst.
Hinzu kommt ein Schreibstil, der sich selbst im Weg steht. Fremdwörter und Komplexität erschweren die Lektüre, ohne sie zu vertiefen. Wer eine differenzierte Gesellschaftskritik erwartet, wird enttäuscht. Wer einen Punkrock-Essay sucht, der sich selbst ernst nimmt, könnte seine Freude haben – aber auch nur, wenn man die Selbstinszenierung des Autors für Substanz hält. Oder mit ihr verwechselt.
Am Ende bleiben zwei Fragen: Wen überzeugt dieses Buch außerhalb der eigenen Echokammer wirklich? Und: Wer braucht das?
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1/5
24.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Laut gedacht, wenig gewonnen
Der Essay ist durchgehend provokant angelegt, fast bis zur Überzeichnung. Dabei wirkt es stellenweise so, als verliere sich Poschardt in seiner eigenen Zuspitzung und dem Hang zur pointierten Argumentation, ohne diese ausreichend zu strukturieren oder zu differenzieren. Statt klarer Analyse dominiert häufig ein Stil, der eher auf Reizwirkung als auf Erkenntnisgewinn zielt. Inhaltlich entsteht dadurch der Eindruck einer gewissen Einseitigkeit: Vieles ist stark zugespitzt, manches wirkt unterkomplex. Hinzu kommt eine Tendenz zur Selbstinszenierung, die den argumentativen Gehalt nicht immer stärkt, sondern gelegentlich überlagert. Am Ende bleibt daher die ernüchternde Frage nach dem Mehrwert des Buches und danach, wen diese Argumentation jenseits der eigenen Echokammer tatsächlich überzeugen soll.
Ulf Poschardt hat mit seinem Rant über eine versnobte, staatsgläubige Oberschicht einen medialen Volltreffer gelandet. Zunächst im Eigenverlag, dann bei Westend erschienen, landete der Titel auf Platz eins der "Spiegel"-Bestsellerliste. Ausgerechnet, denn Poschardt attackiert lustvoll das "Spiegel"-lesende Juste Milieu in den Altbauquartieren, das den Menschen vorschreibt, wie sie zu leben und zu denken haben. Er steht dabei für eine ruppige, kompromisslose Mitte, für die Ablehnung aller Ränder, für rheinischen Kapitalismus und den traditionellen Westen. Ganz allein ist er mit dieser Haltung offenbar noch nicht, anders lässt sich der Erfolg seines Buches nicht erklären. Der Text ist rasant geschrieben und lässt sich an einem rauschhaften Abend inhalieren. Publizistischer Punkrock!
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