Produktbild: Haralds Mama

Haralds Mama Roman. 'Sarkastisch, messerscharf, entlarvend und so klug erzählt.' Welt am Sonntag

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

25.07.2025

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

462 KB

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

Haralds mamma

Übersetzt von

Susanne Dahmann

Sprache

Deutsch

EAN

9783751783880

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Erscheinungsdatum

25.07.2025

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

462 KB

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

Haralds mamma

Übersetzt von

Susanne Dahmann

Sprache

Deutsch

EAN

9783751783880

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  • MarieOn

    5/5

    04.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konfliktreiche Beziehungen

    Haralds Mama und seine Freundin treffen sich auf dem Flughafen in der Pampa, um Harald abzuholen. Noch scheint unklar, mit wem er gehen wird. Die Freundin hat im Anschluss an Haralds Reha einen kurzen, wenn möglich erholsamen Spa-Aufenthalt gebucht, die Mama findet das unnötig und teuer. Die Freundin sinnt darüber nach, ob sie ihr kleines Vermögen damit rechtfertigt, dass sie den Betrag zusammengehurt oder einen Blancokredit aufgenommen hat oder doch bei der letzten Steuererklärung begünstigt wurde. Die Mama wird mir Harald auf die „Insel“ fahren und dort werden sie es sich ein,- zwei oder auch drei Wochen gemütlich machen. Das wolle sie an dieser Stelle einmal sagen. Die Freundin habe ihre Zeit unnötig verschwendet. Ding Dong: „Der Flug aus Strömme verspätet sich wegen vereister Fahrbahn um eineinhalb Stunden“. Die Freundin empfindet unspezifisches Entsetzen bei der Vorstellung, sich noch länger von einer alten Vettel anstinken zu lassen. Sie späht nach einer Nische, wo sie sich verstecken und leise weinen kann. Es erstaunt sie selbst, dass sie sich in Harald verliebt hat. Wäre er ein Hund, dann ein Golden Retriever. So einer, der voller Lust auf das Agility Feld galoppiert, um dann ohne Vorwarnung von der Hindernisbahn abzubiegen, weil er einen Tennisball erspäht hat, wie blöd loszurasen, und stolz und überglücklich mit einem riesigen Stock wiederzukehren. S. 21 Zum Ende seines Jurastudiums wollte er für Gerechtigkeit kämpfen und dann das Amt des Richters besetzen. Sein Vater hatte in Nicaragua für Demokratie und sauberes Wasser gekämpft und war zehn Jahre zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er war Haralds Trauer. Seine Mutter war genau das Gegenteil, praktisch, bodenständig und furchtbar effizient, hatte Harald ihr zufrieden erklärt. Fazit: Johanna Frid hat ein effektives Kammerspiel geschaffen. Sie konzentriert sich auf drei Menschen, die innerhalb ihrer Beziehung konfliktreich aufeinandertreffen. Da ist zum einen Harald mit seinen psychischen Störungen und einer rasanten Talfahrt in die Psychopharmakaabhängigkeit. Die Hauptfigur, aus deren Sicht alles erzählt wird, die selbst psychisch labil und gesundheitlich angeschlagen ist und die kontrollierende, übergriffige Mutter, die sich nicht von ihrem Sohn lösen kann. Die Geschichte lebt von Momentaufnahmen, der Interaktion zwischen Mutter und Freundin und den Rückblicken der Freundin, die das ganze Drama ihrer Beziehung sichtbar machen. Die Sprache ist roh, die Gedanken der Protagonistin bissig und amüsant. Sie schluckt vieles runter, das augenscheinlich zu gemein ist und das Gewicht hätte den Konflikt richtig anzufachen. Die Autorin hat ein Händchen dafür, das ganze Drama einer Abhängigkeit mit allen Vertrauensbrüchen und Unzurechnungsfähigkeiten spürbar zu machen. Alle Beteiligten sind unsympathisch, wie im echten Leben und das befähigt mich als Leserin auf die Metaebene zu gehen und genüsslich von außen auf die Szenerie zu schauen. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin hat eine einzigartige Stimme und kluge Gedanken und ich freue mich schon jetzt auf ihr nächstes Buch.

  • Bewertung

    5/5

    28.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Generationenkonflikt der besonderen Art

    Trostlose Winterstimmung im Wartesaal eines Flughafens im Nirgendwo Schwedens. Zwei Frauen, zwei Generationen, ein Kampf, dessen Quelle: Harald, Sohn und Lebenspartner. In vielen Rückblenden erfahren wir die ganze Tragödie dieses sich ständige aufbauenden Konflikts um die Frage: Wem gehört Harald? Es lässt sich schwerlich sagen, wem von beiden ( oder von allen Dreien? ) unsere Sympatie gilt. Bissig, oft gnadenlos sarkastisch, manchmal auch erschütternd und - witzig !

  • Bewertung

    aus Leipzig

    4/5

    31.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wer liebt mehr?

    Wer liebt mehr? Wenn zwei Frauen den gleichen Mann lieben, dann kommt es eigentlich immer zu Komplikationen. Allerdings geht es in diesem Buch nicht um zwei Liebhaberinnen, sondern um Freundin und Mutter. Jede der beiden Frauen denkt, es besser zu wissen und das Beste zu wollen. Doch was, wenn beide gegen Wände rennen? Wenn beide Angst haben, jemanden zu verlieren? Wir befinden uns in einem kleinen Flughafen im Norden Schwedens. Mutter und Freundin warten auf Harald. Dieser war wegen eines Vorfalls und seiner Tablettensucht in einer Klinik und soll nun zurückkommen. Beide wollen ihn abholen und dann kommt es, wie es kommen muss. Sein Flieger hat Verspätung und beide müssen warten. Im beengten Raum und mit vielen Vorurteilen und Unverständnis der anderen gegenüber. Beim Lesen dieses Buches musste ich sofort daran denken, dass ich hoffentlich nicht mal so werde. Ich möchte nicht die “böse” Schwiegermutter sein, sondern für meinen Sohn da sein. Aber auf eine gute Art. Denn die Angst, den eigenen Sohn zu verlieren, zieht sich wie ein roter Faden durch die Seiten. Auch wenn seine Mutter nach außen schnippisch und egozentrisch wirkt, hat sie Angst, die Bindung zu ihm zu verlieren. Doch muss sie es irgendwie schaffen, ihm den Freiraum zu geben und zu akzeptieren, dass nun eine andere Frau seine Nummer eins ist. Dass er sich ein Leben mit ihr aufbauen möchte. Zwischen der erdrückenden Liebe, die manchmal kaum Luft zum Atmen lässt, und der verzweifelten Suche nach dem richtigen Maß an Nähe und Freiheit entfaltet sich eine sehr intensive Stimmung zwischen der Mutter und der Freundin von Harald. Zwischen Gegenwart und Rückblicke auf das bisherige Leben kann man viel von der Dynamik zwischen den einzelnen Protagonisten mitbekommen. Und die ist nicht gerade herzlich. Der Schreibstil ist dabei sehr deutlich und ungeschönt. Gedanken werden frei herausgelassen und lassen keinen Raum für Interpretation. ISBN: 978-3847902188 Autorin: Johanna Frid Verlag: Eichborn Veröffentlicht. 25.07.25 Umfang: 320 Seiten

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    3/5

    31.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leider nicht mein Fall

    Harald war aufgrund seiner Medikamentenabhängigkeit in einer Klinik, heute nun soll er endlich entlassen werden und nach Hause fahren dürfen. In einem kleinen Flughafen sitzen in der Wartehalle zwei Frauen und warten auf ihn. Beide sind fest entschlossen, den Wartebereich zusammen mit Harald zu verlassen, und so entspinnt sich ein zuweilen skurriler Dialog darüber, wer aus dem Schlagabtausch als Siegerin hervorgehen wird. Währenddessen kommt ein Schneesturm auf und die Ankunft von Harald verzögert sich beträchtlich. Auf diese Geschichte hatte ich mich sehr gefreut, der Klappentext versprach ein amüsantes und böses Stück, in dem die Dialoge niederträchtig und unterhaltsam sein würden. Leider wurde ich mit der Art und Weise der Erzählung überhaupt nicht warm, konnte der Ironie und dem Sarkasmus nichts abgewinnen und lustig fand ich es auch nur so ein bisschen. Anscheinend haben die Autorin und ich nicht den gleichen Humor. Die Treffen zwischen Lebensgefährtin und Schwiegermutter in spe hätten durchaus humorvoll sein können, waren es vielleicht auch, allerdings erschlossen sich mir die Andeutungen kaum, verstand ich die Metaphern nicht. Mit diesem speziellen Humor wird das Buch aber sicherlich die richtigen Leserinnen und Leser finden.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.12.2025

    eBook (ePUB)

    Treudoof

    Harald, der von seiner Freundin als treudoofer golden Retriever charakterisiert wird, wird von ihr und seiner Mutter geliebt. Warum auch immer, denn glücklich wird keine von ihnen mit ihm. Erzählt aus der Perspektive der Freundin. Rückblicke erzählen das Leben der "Familie", denn das sind sie am Ende. Wir lieben, wen wir lieben, ob es Sinn ergibt oder nicht. Es ist vielleicht leichter sich selbst zu lieben, wenn wir es schaffen uns mit den skurrilen Menschen um uns herum zu arrangieren.
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Manches nervt …

    Ich weiß nicht, welcher von den Protagonisten mich bei der Lektüre mehr auf die Palme gebracht hat! Aber irgendwie hat der Roman was, sodass ich bis zum Ende durchgehalten habe … Die Erzählerin, die Lebensgefährtin, erzählt in einem sarkastischen Ton diese tragische-komische Geschichte. Langsam entfalten sich für den Leser die Lebensgeschichten dieser drei Protagonisten, deren Leben durch gesellschaftliche Zwänge, familiäre Trauma und übermäßigen Drogenkonsum gezeichnet sind. Erstaunlich, wie die Autorin diese Dramen in eine lockere, teilweise belustigende Form versteckt hat.
  • Zum Bewerterprofil von L. Biebersdorf

    L. Biebersdorf

    Thalia Berlin – Schultheiss Quartier

    Buchhändler*in

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    4/5

    01.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Böses Drama

    Bitte nicht missverstehen: Ich habe dieses Buch GELIEBT, obwohl es wirklich sehr böse ist. 320 Seiten, die direkt aus einer Drama-Serie namens “Schlimmer geht immer” sein könnten, dabei bleibt es aber immer gruselig lebensnah. Weder Schwiegermutter noch Ich-Erzählerin sind Sympathiebomben und würden mich im realen Leben in den Wahnsinn treiben – aber als fiktionale Charaktere wirklich Entertainment pur.
  • Zum Bewerterprofil von Sandra Nonnenmacher

    Sandra Nonnenmacher

    Thalia Essen – Limbecker Platz

    Buchhändler*in

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    3/5

    03.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anders als erwartet

    Schwierig, wenn keine der drei Hauptpersonen sympathisch erscheint. Der Klappentext ließ vermuten, dass es sich um eine lustige Freundin-Schwiegermutter-Verhältnis-Geschichte handelte. Das war nur ein Aspekt des Buches. Mit den Schwierigkeiten der oft hilflosen, sarkastischen Erzählerin hatte ich nicht gerechnet. Für Schwiegermütter, die es nicht nur seicht mögen!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    3/5

    01.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beine in die Hand nehmen

    Die Rehabilitationsmaßnahme ist beendet und Harald kehrt heim. In der Ankunftshalle des Flughafens prallen seine Mama und seine Lebensgefährtin aufeinander, jede will ihn in Empfang nehmen. Bisher waren die Besuche in den jeweiligen Lebenswelten geduldet und verliefen leidlich harmonisch. Doch nun entlädt sich eine Spannung, die wie ein aufziehendes Gewitter zwischen ihnen tobt. Bevor Harald möglicherweise den Raum betritt, entbrennt ein leidenschaftlicher Streit, bei dem Worte wie Blitze durch die Luft zucken. Sie zanken und keifen, machen sich gegenseitig heftige Vorwürfe und schieben die Verantwortung für Haralds Zustand hin und her. Dabei entsteht vor meinen Augen das Bild eines ungehobelten und verwahrlosten Chaoten, dessen Verhalten durch Diagnosen erklärt werden kann. Nein, eine Nabelschau ist keine sympathische Lektüre, derbe Ausdrücke kommen mir in die Quere und Humor, wie ich ihn schätze, findet sich hier nicht - doch die Szenerie trägt eine gewisse Dramatik, Skurrilität und Tiefe in sich, entziehen fällt schwer, was ja manchmal auch schon reicht.

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