Paris im 19. Jahrhundert, glamouröse Bälle und Champagner: Die Kurtisane Marguerite, die als einzige Blumen Kamelien entgegennimmt, verliebt sich in den jungen Edelmann Armand Duval. Für ihn ist sie bereit, ihr altes Leben aufzugeben, doch Armands einflussreicher Vater stellt sich gegen das junge Glück - eine ergreifende Geschichte über eine selbstlose Liebe, die das Wohl des anderen über sich selbst stellt.Mit seinem zeitlosen Liebesroman trat Alexandre Dumas der Jüngere endlich aus dem Schatten seines Vaters. Diese schlicht-elegante Schmuckausgabe erweckt den französischen Klassiker in neuem Gewand zum Leben.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Der Roman "Die Kameliendame" von Alexandre Dumas (der Jüngere) gehört zu der klassischen Weltliteratur.
Eine ältere gebrauchte Ausgabe hatte mich vor einigen Jahren selbst gefunden. Den Titel des Buches "Die Kameliendame" fand ich damals sehr geheimnisvoll. Ich denke, dass die Bücher oder Geschichten, die uns selbst finden, die schönsten in unserem Leben sein können. Sie hinterlassen einen großen Eindruck in uns, lösen Emotionen aus, regen zum Nachdenken an...
Der Roman erzählt die tragische Geschichte einer Kurtisane aus dem 19. Jahrhundert. Man weiß direkt am Anfang, dass sie früh aus dem Leben gerissen wird. Rückwirkend wird über sie und einen jungen Mann erzählt. Es geht um Liebe und Missverständnisse, die entstehen können, wenn andere Menschen sich, im Glauben etwas gutes zu tun, einmischen. Zum Schluss konnte ich einfach nicht aufhören zu weinen. Auch beim wiederholten Lesen. Dieser Roman hat mich sehr berührt und ich habe etwas Zeit gebraucht, bis ich ein anderes Buch lesen konnte.
Die Thematik ist meiner Meinung nach immer noch aktuell. Es werden immer noch Menschen wegen ihrer Nationalität, Kultur, Hautfarbe, Aussehen, Religion, sexuellen Orientierung, oder wie in diesem Roman, gesellschaftlichen Standes oder Berufsausübung benachteiligt oder diskriminiert... Wenn Außenstehende der Meinung sind, dass Liebende eben aus diesen Gründen nicht zusammen sein können und dürfen...
Wenn ihr das große Glück habt, eure andere Hälfte gefunden zu haben, schätzt es. Sowas ist niemals selbstverständlich. Genießt die gemeinsame Zeit miteinander, denn man weiß nie, was das Leben für einen bereit hält. Folgt eurem Herzen, lacht, liebt und werdet wiedergeliebt und seid einfach unendlich glücklich miteinander.
Von Herzen, eure EGo
Anna Erhardt
aus Münster
5/5
10.08.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die neue Übersetzung macht die...
Die neue Übersetzung macht die Kameliendame zu einem wirklich tollen Leseerlebnis!
Bewertung
5/5
16.03.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schöne Hommage an Paris im 19.Jahrhundert,...
Schöne Hommage an Paris im 19.Jahrhundert, an die zwielichtige Welt in der sich die Buergerlichkeit so wohl fühlte und natürlich auch eine Huldigung an die Liebe.
Bewertung
aus Berlin
5/5
31.03.2015
Buch (Taschenbuch)
Ein sehr tolles und bewegendes Buch!
Es ist mein Lieblingsbuch geworden! Das Buch gibt einen Einblick in die frühere Gesellschaft Frankreichs. Und ich als großer Fan von Paris, und Frankreich allgemein, habe das Buch verschlungen! Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der schönen und unfassbar starken Liebe zwischen den beiden Hauptcharakteren.
Wer eine tolle Liebesgeschichte lesen möchte, sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen; auch wenn sie ein trauriges Ende hat.
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5/5
27.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Im Schatten einer unmöglichen Liebe.
...Noch ehe die Geschichte ihren ersten wirklichen Atemzug tut, liegt etwas in der Luft, das sich jeder Eile widersetzt: der Duft verwelkender Blüten, das gedämpfte Rascheln von Briefen, die zu spät gelesen werden, das leise Wissen, dass manche Begegnungen ihren Abschied bereits in sich tragen. Alexandre Dumas schreibt nicht bloß von einer Liebe, sondern von einer Zeit, in der die Liebe stets vor Gericht stand – vor der Moral, vor dem Geld, vor dem Namen, vor den Blicken der anderen. Und dennoch bleibt hinter allen historischen Kulissen eine Frage zurück, die mit jeder Generation neu gestellt werden muss: Kann eine Liebe wahr sein, wenn die Welt sie für unmöglich erklärt?
Vielleicht ist genau dies das eigentliche Maß eines Klassikers. Nicht, dass er seine Zeit überlebt, sondern dass er sich gegen jede neue Zeit behaupten muss, ohne seine Wahrheit zu verlieren. "Eine Kameliendame" ist in einer Gesellschaft entstanden, deren Konventionen uns fremd erscheinen mögen. Die Stellung der Frau, die moralische Doppeldeutigkeit einer Welt, die Begehren konsumiert und Reinheit predigt, die Vorstellung von Ehre als gesellschaftlicher Währung – all dies trägt sichtbar den Staub des neunzehnten Jahrhunderts. Manches wirkt beinahe museal, manches fordert Widerspruch heraus. Und doch wäre es voreilig, darin lediglich Alter zu erkennen. Denn Literatur altert nicht zuerst an ihren Kleidern, sondern an ihrem Herzen. Ein Roman wird nicht dadurch überholt, dass Kutschen durch Automobile ersetzt werden, sondern dann, wenn seine Menschen nichts mehr über die unseren zu sagen haben.
Gerade hier überrascht Dumas. Seine Figuren sprechen zwar mit der Stimme ihrer Epoche, doch ihre Sehnsüchte besitzen eine eigentümliche Gegenwart. Marguerite Gautier ist weit mehr als jene berühmte Kurtisane, zu der sie im kulturellen Gedächtnis geworden ist. Sie ist ein Mensch, der verzweifelt versucht, sich einen Ort zu verdienen, an dem sie nicht gekauft, sondern erkannt wird. Darin liegt ihre eigentliche Tragik. Sie verkauft niemals nur ihre Zeit oder ihre Schönheit; sie verliert Stück für Stück die Möglichkeit, dass irgendjemand zwischen ihrem öffentlichen Gesicht und ihrem inneren Wesen unterscheiden möchte. Armand hingegen liebt mit jener glühenden Ausschließlichkeit, die ebenso schön wie gefährlich ist. Seine Hingabe besitzt Reinheit, aber auch Besitzanspruch. Er will retten, wo vielleicht zuerst verstanden werden müsste. Gerade darin bleibt der Roman erstaunlich modern. Er verwechselt Liebe nicht mit Erlösung. Wer einen anderen retten will, läuft Gefahr, ihn dabei nicht mehr wirklich zu sehen.
Ist das Buch also gut gealtert? Die ehrlichste Antwort lautet wohl: nicht vollständig – und gerade deshalb außergewöhnlich. Es gibt Passagen, deren Pathos heute schwerer auf den Schultern ruht als zur Zeit ihrer Entstehung. Es gibt Entscheidungen, deren moralische Voraussetzungen wir nicht mehr teilen. Manche Opfer erscheinen beinahe unerträglich, weil wir gelernt haben, Selbstbestimmung höher zu achten als gesellschaftliche Anerkennung. Doch genau an diesen Stellen beginnt das Werk interessant zu werden. Es verlangt keine Zustimmung. Es fordert Erinnerung. Es erinnert daran, wie viel Gewalt von Vorstellungen ausgehen kann, die niemand mehr hinterfragt. Nicht der Tod vernichtet Marguerite zuerst. Es sind die Urteile der Lebenden.
Vielleicht gehört zu den schönsten Eigenschaften großer Literatur, dass sie ihre eigenen Grenzen sichtbar macht. Ein schlechter Roman altert lautlos; ein großer trägt sein Alter wie eine ehrliche Falte. Man erkennt daran nicht seinen Verfall, sondern sein gelebtes Leben. Eine Kameliendame versucht nicht, moderner zu erscheinen, als sie ist. Sie bleibt in ihrer Sprache, in ihrer Empfindsamkeit, in ihrer Welt. Und gerade deshalb wird sichtbar, welche Gefühle jede Epoche aufs Neue verkleidet. Denn mögen sich die Regeln ändern – Scham findet immer neue Namen, gesellschaftliche Erwartungen neue Gesichter, und das Bedürfnis, aus Liebe auf etwas zu verzichten, wird vermutlich nie ganz verschwinden.
Der Tod schwebt von Anfang an über diesem Roman wie Winterlicht über einem Garten. Er tritt nicht plötzlich ein. Er wartet. Jede Seite scheint bereits zu wissen, was den Figuren selbst noch verborgen bleibt. Darin liegt eine eigentümliche Schönheit. Der Tod erscheint hier nicht bloß als Ende eines Lebens, sondern als letzter Spiegel einer Liebe. Erst wenn nichts mehr zurückgenommen werden kann, beginnen Wahrheit und Reue dieselbe Sprache zu sprechen. Es gibt Romane, in denen der Tod das Geschehen beendet. Hier vollendet er es. Nicht, weil Sterben Erlösung wäre, sondern weil das Leben oft zu spät begreift, was es besessen hat. Vielleicht lesen wir solche Geschichten gerade deshalb immer wieder. Sie schenken uns keine Hoffnung auf ein anderes Ende. Sie lehren uns vielmehr, den gegenwärtigen Augenblick ernster zu nehmen.
Und vielleicht ist dies überhaupt die bleibende Kraft dieses Romans. Er handelt nicht nur von einer unmöglichen Liebe. Er handelt davon, dass jede große Liebe irgendwann unmöglich wird – sei es durch Zeit, Krankheit, Entfernung, Stolz oder Vergänglichkeit. Keine Liebe bleibt unberührt von der Endlichkeit. Manche verlieren sich im Alltag, andere an gesellschaftlichen Mauern. Wieder andere überleben alles, nur nicht die Stunden, die ihnen zugemessen waren. Darin liegt eine schmerzliche Würde. Liebe misst sich nicht immer an ihrer Dauer. Manchmal genügt ein einziger Mensch, um ein ganzes Leben nachträglich umzuschreiben.
Während der Lektüre geschah etwas Seltsames. Immer wieder hatte ich das Gefühl, der Roman richte seinen Blick weniger auf seine Figuren als auf jene, die ihn lesen. Als frage er leise, ob wir heute mutiger lieben würden als damals. Ob wir jemanden gegen die Welt verteidigen könnten, dessen Vergangenheit nicht unseren Vorstellungen entspricht. Ob wir bereit wären, den Preis einer Liebe zu tragen, deren Ausgang längst feststeht. Es sind unbequeme Fragen. Vielleicht gerade deshalb verstummen sie nicht. Manche Bücher möchten bewundert werden. Dieses möchte erkannt werden.
Und irgendwo zwischen den welken Kamelien, den Briefen, die zu spät ankommen, und den Blicken, die länger verweilen, als Worte es vermögen, gibt es jene eigentümlichen Augenblicke, in denen Literatur aufhört, bloß Literatur zu sein. Dann wird sie Erinnerung an etwas, das vielleicht nie geschehen ist und dennoch vertraut wirkt. Es gibt Menschen, an die man denkt, ohne ihren Namen auszusprechen. Menschen, die sich wie eine leise Randbemerkung durch jede gelesene Seite bewegen. Sie erscheinen nicht ausdrücklich im Text, und doch verändern sie jeden Satz. Vielleicht erkennen sie sich gerade daran, dass bestimmte Bilder heller leuchten als andere: an einem Fenster, das trotz Regens geöffnet bleibt; an einer Blüte, die erst im Verwelken ihren ganzen Duft entfaltet; an einem Stern, der nicht Orientierung verspricht, sondern bloß beweist, dass Entfernung keine Gleichgültigkeit bedeutet. Wer aufmerksam liest, wird wissen, dass manche Widmungen keine Namen benötigen. Es genügt bisweilen, wenn ein Gedanke immer wieder denselben Weg nimmt, wie ein Vogel, der Abend für Abend zu demselben Ast zurückkehrt, obwohl ihn niemand ruft.
So bleibt am Ende nicht die Frage, ob Eine Kameliendame ein fehlerloses Meisterwerk ist. Kein großer Roman ist das. Die entscheidendere Frage lautet, ob er aufgehört hat, das zu sagen, was Klassiker niemals aufhören sollten sagen zu müssen. Ich glaube nicht. Er spricht noch immer von der Würde eines Menschen, die sich nicht nach seinem Ruf bemisst. Er spricht von der Grausamkeit gesellschaftlicher Gewissheiten, die sich für Moral ausgeben. Er spricht von der Liebe als einer Kraft, die weder Besitz noch Erlösung bedeutet, sondern das seltene Vermögen, einen anderen in seiner ganzen Zerbrechlichkeit zu sehen. Und er spricht vom Tod, nicht als Gegner der Liebe, sondern als ihrem unerbittlichsten Erinnerer. Denn alles, was endlich ist, verlangt nach Aufmerksamkeit.
Das Werk von Dumas fängt einen auch heutzutage noch ein. Tiefe Liebe , Pflichtgefühl und gesellschaftliche Stellungen und Klassen sind unvergängliche Thematiken in unserer Gesellschaft und daher auch in der literarischen Verarbeitung. Es ist ein angenehmer Schreibstil, mit dem man durch die Geschichte fliegen und sich fesseln lassen kann.
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