Produktbild: Trag das Feuer weiter
Band 3 - 60%

Trag das Feuer weiter Roman - Der neue große Roman der SPIEGEL-Bestsellerautorin - 'Was für ein schönes, großes, reiches Buch.' Volker Weidermann, DIE ZEIT

Aus der Reihe Das Land der Anderen
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Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

476

Erscheinungsdatum

14.01.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

4416 KB

Originaltitel

J'EMPORTERAI LE FEU

Übersetzt von

Amelie Thoma

Sprache

Deutsch

EAN

9783641264086

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ePUB

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14.01.2026

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Penguin Random House

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448 (Printausgabe)

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Originaltitel

J'EMPORTERAI LE FEU

Übersetzt von

Amelie Thoma

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Deutsch

EAN

9783641264086

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  • Boockpicker

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    14.05.2026

    eBook (ePUB)

    Zerrissene Identitäten

    «Was soll es bringen, herauszufinden wollen, wo mein Platz ist, welches mein Land ist, wenn ich nicht einmal weiss, wer ich bin»? (440) Mit diesem Satz bring Mia, die Erzählerin es auf den Punkt: In Marokko aufgewachsen, in Paris lebend, die Grossmutter aus dem Elsass, und die Erkenntnis, dass sie als homosexuelle in Marokko sicher keinen Platz hat. Die ganze Familie ist zerrissen zwischen den marokkanischen Sitten und ihrem westlichen Lebensstil und ihren Ansichten. Der Roman ist der dritte der Trilogie, in der Slimani die Geschichte ihrer Familie beschreibt: Grossmutter Mathilde zieht mit Amine, einem marokkanischen Soldaten nach dem Krieg nach Marokko. Ihre Tochter Aïcha heiratet Mehdi, und zusammen haben sie zwei Töchter, Mia und die jüngere Inès. Hier beginnt die Geschichte mit den Zweifeln von Mia an sich selbst, mit ihrem Anderssein und Suchen nach sich selbst. Sie leben in Marokko, sind aber nach Frankreich ausgerichtet, gehen in die französische Schule, sind keine Muslime, trinken Alkohol und müssen sich alle Mühe geben, mit dem traditionellen Marokko nicht in Konflikt zu geraten. Aïcha ist Gynäkologin am Spital, Mehdi bringt mit seiner Hartnäckigkeit ein verkommenes Geldinstitut hoch zu einer angesehenen Bank, wird aber aus undurchsichtigen Gründen entlassen, vegetiert vor sich hin und wird schliesslich ins Gefängnis gesteckt. Mia wandert nach Paris und dann London aus, Inès folgt ihr nach Paris, wo beide einerseits die Freiheit geniessen, sich anderseits auch nicht zuhause fühlen. Ja, und wenn ich nicht weiss, wo mein Platz ist, wo ich hingehöre, wie kann ich dann herausfinden, wer ich bin? Slimani beschreibt eindrücklich die inneren Konflikte ihrer Figur Mia, ihr Suchen nach Identität und Zugehörigkeit, nach einer Rolle in dieser (welcher?) Welt, nach einer äusseren und inneren Heimat. Man erfährt viel auch über die innere Zerrissenheit von Marokko zwischen arabischer und westlich-französischer Identität. Slimani gelingt ein eindrückliches Zeitdokument des ungewissen Wandels eines Landes und seiner Bewohner*innen zwischen Tradition und Moderne – mit ungewissem Ausgang. Absolut lesenswert. «Inès nahm bei ihrer Tante eine aussergewöhnliche Stärke wahr – sie lebte allein und ungebunden – und eine hoffnungslose Traurigkeit» (130). «Naiv glaubten ihre Eltern, die Bücher wären ein Tarnumhang, der jegliche Übel und Gefahren von ihrer Tochter fernhielt. Sie hatten nicht begriffen, dass Mia darin etwas anderes suchte und dass die Romane in ihr ein grenzenloses Verlangen nach Freiheit genährt hatten, einen Groll auf ihr trübes, ereignisloses Leben am Rand der Welt» (142). «Ihre Eltern hatten akzeptiert, in dieser moralischen Verwirrung zu leben, sie hatten sie an ihre Kinder weitergegeben, und Mia wusste jetzt, dass sie ihr niemals helfen könnten, die Frage «Wer bin ich» zu beantworten». (223f) «Und Aicha hatte gesagt: ’Der Arme, Leute wie er (der schwule Friseur) sind niemals glücklich’. Diesen Satz würde Mia niemals vergessen (224) «Mia hatte das Gefühl, nackt zu sein und von der ganzen Welt belauert zu werden. Sie würde ohne schützende Rüstung leben, verletzlich, ausgeliefert. (…) Sie würde den Monstern allein begegnen müssen» (225f). Wenn sie unterwegs war, beobachtete sie heimlich die andern, (…) die andern, die lebten. Es kam ihr so vor, als würden selbst die Häuser von Paris sie verachten und verspotten». (245f) «Man tut so, als hätte man keinen Hunger und isst ein bisschen Salat, obwohl man von Pommes frites und Sahne träumt. Es ist eines der ersten Dinge, die eine Frau lernt. So zu tun, als ob» (315). «Diese Sache mit den Wurzeln dient nur dazu, dich am Boden festzunageln, während die Vergangenheit, das Haus, die Dinge, die Erinnerungen unwichtig sind. Entfache einen großen Brand und trag das Feuer weiter». (237)

  • nil_liest

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    31.05.2026

    eBook (ePUB)

    Würdiger Abschluss einer Trilogie

    Eine Schriftstellerin verliert nicht ihre Worte, sondern den Weg zu ihnen. Mia sitzt in Paris und merkt, wie etwas in ihrem Inneren verschwimmt. Namen, Bilder, Gefühle – als hätte jemand einen Schleier über ihr Gedächtnis gelegt. Der sogenannte Brain Fog raubt ihr nicht nur die Konzentration, sondern auch die Gewissheit darüber, wer sie eigentlich ist. Also reist sie zurück nach Meknès, auf die Farm ihrer Großeltern. Dorthin, wo ihre Familiengeschichte begann. Doch statt Heimkehr erwartet sie etwas anderes: die Erkenntnis, dass man selbst an den Orten seiner Kindheit zur Fremden werden kann. Mit Trag das Feuer weiter schließt Leïla Slimani ihre große Familiensaga ab – und macht aus dieser Rückkehr zugleich eine Suche nach Identität, Herkunft und Erinnerung. Während Mia versucht, die Fäden ihres eigenen Lebens wieder aufzunehmen, entfaltet sich vor den Leser:innen noch einmal das Panorama einer Familie über mehrere Generationen hinweg. Großmütter, Mütter, Töchter. Frauen, die sich immer wieder gegen die Grenzen ihrer Zeit stemmen. Frauen, die ihren eigenen Weg suchen, auch wenn sie dafür einen Preis zahlen müssen. Besonders berührt hat mich dabei die Figur der Mia. Sie lebt zwischen Welten, Sprachen und Identitäten. Als Französin in Marokko, als Marokkanerin in Frankreich, als homosexuelle Frau in einem gesellschaftlichen Umfeld, das zunehmend konservativer wird. Dieses Gefühl des Dazwischenseins zieht sich wie ein feiner Riss durch den gesamten Roman. Nirgends ganz anzukommen, überall ein wenig fremd zu bleiben – Slimani beschreibt diese Erfahrung mit großer Klarheit und ohne jede Sentimentalität. Dabei erzählt der Roman weit mehr als nur eine Familiengeschichte. Im Hintergrund verändert sich Marokko. Die Hoffnungen früherer Jahrzehnte verblassen, politische Repressionen nehmen zu, religiöse Strömungen gewinnen an Einfluss. Familienmitglieder geraten zwischen die Fronten gesellschaftlicher Entwicklungen, werden Opfer von Machtspielen oder verlieren sich in den Erwartungen ihrer Umgebung. Die große Geschichte dringt dabei immer wieder in die privaten Räume ein und macht deutlich, wie eng persönliches Leben und politische Realität miteinander verwoben sind. Leïla Slimanis Stil bleibt dabei unverkennbar. Sie schreibt mit einer bemerkenswerten Klarheit, fast kühl manchmal, und gerade deshalb entfalten viele Szenen eine enorme Wucht. Gefühle werden selten ausgestellt, sondern entstehen zwischen den Zeilen. Ein Blick, eine Erinnerung, ein unausgesprochener Konflikt reichen oft aus, um ganze Lebensgeschichten spürbar zu machen. Besonders gelungen fand ich, wie sie Erinnerungen behandelt: nicht als verlässliches Archiv, sondern als etwas Fragiles, Flüchtiges. Etwas, das sich verändert, verblasst oder plötzlich wieder auftaucht. Atmosphärisch lebt der Roman von seinen Kontrasten. Da ist das elegante, intellektuelle Paris. Da sind die staubigen Landschaften rund um Meknès. Die liberalen Eliten, die französischen Schulen, die traditionellen Familienstrukturen, die politischen Spannungen eines Landes im Wandel. Slimani zeichnet diese Welten nicht schwarz-weiß, sondern voller Widersprüche und Zwischentöne. Genau darin liegt ihre Stärke. Allerdings hatte ich stellenweise das Gefühl, dass der Roman stärker an seinem historischen und gesellschaftlichen Panorama interessiert ist als an seinem erzählerischen Spannungsbogen. Manche Episoden wirken eher wie Mosaiksteine einer Epoche als wie notwendige Bestandteile von Mias persönlicher Geschichte. Dadurch entsteht gelegentlich eine gewisse Distanz. Auch erreicht dieser Abschlussband für mich nicht ganz die emotionale Kraft der vorherigen Teile der Trilogie. Dennoch bleibt Trag das Feuer weiter ein würdiger Schlusspunkt. Ein Roman über Frauen, die sich Freiräume erkämpfen. Über Herkunft als Last und Geschenk zugleich. Über Erinnerung als Heimat. Und über das Feuer, das von Generation zu Generation weitergegeben wird – manchmal als Mut, manchmal als Wut, manchmal einfach als die hartnäckige Weigerung, sich den Grenzen der eigenen Zeit zu beugen. Dieses Buch liest sich wie das Öffnen einer alten Familienkiste: Manche Gegenstände erkennt man sofort wieder, andere werfen neue Fragen auf. Doch am Ende versteht man besser, woher man kommt – und vielleicht auch ein wenig, wohin man geht.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    15.04.2026

    eBook (ePUB)

    Spannende Geschichte einer marokkanischen Familie

    Die Schriftstellerin Mia wohnt in Paris. Eine Reise in ihr Heimatland Marokko lässt Erinnerungen an ihre Kindheit wieder auftauchen. Damals wohnten ihre Eltern mit ihr in Rabat. Als Mia sechs Jahre alt ist, wird ihre Schwester Ines geboren. Ihre Mutter arbeitet als Gynäkologin, ihr Vater leitet eine Bank. Die beiden Schwestern sind sehr unterschiedlich. Als Mia zum Studium nach Paris zieht, ist es für sie ein Aufbruch in die Freiheit, denn erst dort kann sie ihre Homosexualität offen leben. Das Buch ist der Abschluss der Trilogie “Das Land der Anderen”, in der die Autorin Leila Slimani sich mit der Geschichte ihrer Familie auseinandersetzt. Ich kenne die vorherigen Bände nicht, man kann das vorliegende Buch auch ohne weitere Vorkenntnisse lesen. Die Familie von Mia und Ines genießt einige Privilegien in ihrem Leben. Dennoch fühlt sich Mia erst wirklich frei, als sie in Paris lebt. Die Geschichte Marokkos dient als Hintergrund für die Ereignisse in der Familie. Die Autorin kann den Leser gut in ihr Heimatland, in ihre eigene Geschichte entführen, man lernt das privilegierte Leben in Marokko kennen, den Kulturkreis, in dem sie aufgewachsen ist und der sie geprägt hat. Die verschiedenen Anekdoten reihen sich so aneinander, dass sie ein lebendiges Abbild einer Familie in Marokko darstellen. Das Buch erzählt auf spannende Weise aus dem Leben der marokkanischen Schriftstellerin Leila Slimani. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

  • brauneye29

    aus Wachtendonk

    3/5

    19.01.2026

    eBook (ePUB)

    Zum Inhalt: Als Mia mit einer…

    Zum Inhalt: Als Mia mit einer Schreibblockade, bedingt durch sogenannten "brain fog", kämpft, reist sie auf Anraten ihres Arztes in das Land ihrer Kindheit Marokko. Dort fühlt sie sich jedoch wie eine Fremde und fragt sich, wie sie eigentlich wäre ohne die Kindheitserinnerungen. Meine Meinung: Wenn man den Klappentext liest, hat man eine völlig andere Erwartungshaltung an das Buch als das was man dann wirklich zu lesen bekommt, Für mich spielte die Mia der Gegenwart nur wenig eine Rolle, es ging vielmehr im Wesentlichen um die Mia der Vergangenheit und wie die unterschiedlichen Familienmitglieder gelebt und gefühlt haben. Für mich war es eher eine Annäherung an das Marokko von vor vielen Jahren in gesellschaftlicher Hinsicht. Zwar nicht schlecht gemacht, aber nicht was ich so erwartet hatte. Mir war auch nicht bewusst, dass es sich schon um das dritte Buch handelt, das an die Geschichte der Autorin angelehnt war, aber man konnte es schon unabhängig von den anderen lesen. Fazit: Anders als erwartet

  • Bewertung

    5/5

    02.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannender Einblick in eine andere Gesellschaft

    Fesselnd geschriebener Einblick in die patriarchalische Gesellschaftschicht. Die Nöte der einzelnen Charaktere sehr anschaulich beschrieben. Auch wie stark die Normen auch in der Fremde weiter einen grossen Einfluss auf die einzelnen Protagonist-innen haben.

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  • Zum Bewerterprofil von E. Denk

    E. Denk

    Thalia Kaufbeuren

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.04.2026

    eBook (ePUB)

    Trag das Feuer weiter

    Dies ist der Abschluss der Trilogie einer hervorragenden Autorin,deren Wurzeln sowohl in Frankreich als auch in Marokko sind. Rückblickend auf ihre eigene Familiengeschichte über drei Generationen wird den Lesenden eindrucksvoll ein kultureller, wie auch politischer Einblick in beide Länder vermittelt. Mia und Ines, zwei sehr unterschiedliche Schwestern, spüren die Fremdheit im eigenen Land und kämpfen gegen gesellschaftliche Grenzen auf der Suche nach Freiheit. Mit " Trag das Feuer weiter" erreicht Leila Slimani den Höhepunkt ihrer Familientrilogie.
  • Zum Bewerterprofil von Philipp Buschatz

    Philipp Buschatz

    Thalia Mayersche Köln-Mülheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein grandioser Familienroman!

    Spannungsreiche Familien gibt es sicherlich viele. Aber die Familie, von der Leila Slimani erzählt, ist wirklich explosiv. Es geht um die Zerrissenheit zwischen Tradition und Moderne innerhalb der Familie und in Marokko. Wie lebt es sich in dem autoritär regierten Land mit seinen harten sozialen Konflikten? Slimani erzählt von Selbstfindung und aufgegebenen Träumen. Von Mut und Ohnmacht. Dabei führt das Buch auch raus aus Marokko nach Paris und London. „Trag das Feuer weiter“ ist der Abschluss einer Romantrilogie, in der Leila Slimani die Geschichte ihrer eigenen Familie verarbeitet hat. Man kann problemlos – so wie ich – mit dem dritten Band starten. Dankenswerterweise gibt es auch ein Figurenglossar, in dem man wichtige Dinge aus den vorherigen Büchern nachlesen kann.
  • Zum Bewerterprofil von Monika Föckeler

    Monika Föckeler

    Thalia Mayersche Castrop-Rauxel

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.02.2026

    eBook (ePUB)

    Eine großartige Familiengeschichte

    "Trag das Feuer weiter" ist der Abschlussband der Trilogie, in der die französisch-marokkanische Autorin über mehrere Generationen ihrer Familie schreibt. Es hilft, die beiden Vorgängerbände gelesen zu haben, ist aber nicht zwingend notwendig. Zum Verständnis der komplexen Familienkonstellationen findet man am Anfang des Romans eine Personenauflistung. Ich mag Slimanis Sprache und ihr Können, die Leserschaft sofort in ihren Bann zu ziehen. Hier erzählt sie von Mia, die in Marokko aufgewachsen ist, aber erst in Frankreich zu ihrem wahren Leben und ihrer Homosexualität stehen kann. Mia blickt zurück auf ihr Leben und ihre Familie in Marokko, ihren Zwiespalt zwischen den Kulturen, ihre Zugehörigkeit und ihren Mut, ihre Eigenständigkeit zu leben.
  • Zum Bewerterprofil von Anja Söllner

    Anja Söllner

    Thalia Hof

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.02.2026

    eBook (ePUB)

    Suche nach Identität

    Kürzlich ist der dritte Teil der besonderen Familie-Saga von Leila Slimani erschienen. Allerdings kann man die Romane auch unabhängig von der Reihenfolge lesen, somit auch mit dem letzten Band beginnen, wenn man möchte. Mia lebt in Frankreich, studierte dort und schreibt Bücher, wie die Autorin Slimani selbst. Nach einer Corona Infektion erfährt sie „Brain-Fog“, eine Art Gedankennebel, der ihr Zugang zu ihren Gefühlen verwehrt und sie nicht mehr in der Lage ist, zu schreiben. Ihr Arzt rät ihr, in die Heimat der Eltern, nach Marokko, zu fahren, um ihre Emotionen wieder zu wecken und zu sich selbst zu finden. Einst führten ihre Eltern dort ein privilegiertes Leben, wie in einer Blase, viel Freiraum nach westlichem Vorbild und Offenheit, allerdings nur innerhalb der eigenen vier Wände. Mias Mutter ist Gynäkologin, ihr Vater war Bankdirektor. Modern? Als gegen den Vater intrigiert wird und er ins Gefängnis kommt, wird zunehmend sichtbarer, wie engmaschig das Leben unter Marokkos Regime ist… „Das Feuer weiter tragen“, wird Mia geraten - doch im Grunde weiß sie, für was sie brennt, sie hat es nur vergessen, erinnert sie sich. Bereits als Mädchen, wird ihr klar, dass sie sich einen Mann nicht als Partner wünscht, sondern sich zu Frauen hingezogen fühlt, ein ganz besonderer Affront in der patriarchalen arabischen Welt. Ich erzähle nur den Anfang und lege Ihnen gerne dieses wunderbare faszinierende Buch nahe, zusammen mit seinen Geschichten der Eltern und Großeltern zu entdecken. Sie sind zusammen ein tolles Porträt der Identitätsfindung unter dem Mantel der Deutsch-Französischen Herkunft. Ich wünsche Ihnen schöne bereichernde Lesestunden, über eine fremde Welt. „Mut der Frauen & Verletzbarkeit der Männer!“ Tiefsinnig & wunderschön geschrieben!
  • Zum Bewerterprofil von Haike Zimmer

    Haike Zimmer

    Thalia Dresden – Elbe Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.02.2026

    eBook (ePUB)

    Zwischen zwei Welten

    Auch der Abschluß der Trilogie ist wieder absolut lesenswert. Es ist die Fortschreibung der Familiengeschichte der Belhajs. Aber ebenso die Geschichte des Landes Marokko und seine Beziehung zu Frankreich, der einstigen Kolonialmacht. Die Frauen stehen im Mittelpunkt und ihr Streben nach Glück, Anerkennung und der Suche nach Identität, hin und hergerissen zwischen zwei Welten. Wunderbar, überzeugend und mitreißend.

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