Produktbild: Die Schrecken der anderen
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Die Schrecken der anderen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2025

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

333

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/3,1 cm

Gewicht

413 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001089796

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2025

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

333

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/3,1 cm

Gewicht

413 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001089796

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    5/5

    10.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, dass Ausdauer fordert

    »Da ist die Welt, da sind die Gesellschaften, unterjocht von Politik und Religion und alle voran der Wirtschaft — dieses ganze Zusammenspiel aus Macht und Ohnmacht, Geben und vor allem Nehmen. […] Die Frage ist nun: Wie zeigt man etwas, das längst alle sehen?« (S. 127). Ein mysteriöser Klappentext und ein schrecklich-schönes Cover ziehen mich in den Bann. Was ist gemeint, mit der Duldung, die als scheinheiligste Form des Verbrechens definiert wird? Wie hängen die einzelnen Charaktere des Buches damit zusammen? Wir gehen rein, in »Die Schrecken der Anderen«: Es geht um einen Jungen, der durch Zufall eine Leiche entdeckt. Als die Polizei anrückt, wird Rosa, die im Buch oft nur als »die Alte« bezeichnet wird, auf den Tatort und somit auf das Verbrechen aufmerksam. Sie ermittelt zusammen mit Arnold Schibig. Einem einsamen, mit Angststörung lebendem Archivaren, auf eigene Faust. Und dann wäre da noch Erbanwärter Kern, mit seiner Frau Hanna. Die beiden stehen massiv unter Druck, da Mutter Kern, eine Hundertjährige, die auf Pflege angewiesen ist, die Fäden in der Hand hält. Dieses Buch gab mir Rätsel auf und ich war kurz davor nicht am Ball zu bleiben, frustriert abzubrechen. Doch ein Satz hat mich bei Laune gehalten: »Bei undurchsichtigen Geschichten geht es oft um Ausdauer« (S. 55). Die geforderte Ausdauer wollte ich zeigen, mich durchringen. Selbst die Geschichten innerhalb der Geschichte haben mich irgendwann nicht mehr abgehalten, dieses Buch beenden zu wollen und gegen Ende kam das Aha-Erlebnis. Welches so dringlich, wichtig und erleuchtend ist, dass ich mich für meine vorangegangene Unlust fast schon schämte. Sprachlich geht Martina Clavadetscher äußerst detailliert vor. Überzeugen konnten mich vor allem die düsteren Sequenzen in der Villa. Im Dachgeschoss, in dem Kerns Mutter den Rest ihres Lebens verbringt ist die Luft zum Schneiden. Emotionen, Macht und Geheimnisse erschweren das Atmen. Eindrücklich schildert die Autorin die Beziehung zwischen Kern und seiner Mutter. Unwissentlich stehen die Beteiligten alle in Beziehung zueinander — es entsteht ein einzigartiges Beziehungsgeflecht durch die Figuren. »Die Schrecken der Anderen« von Martina Clavadetscher bildet eine zarte Geschichte ab, die mit höchster Genauigkeit gelesen werden sollte, damit sie sich vollkommen entfalten kann und verstanden wird. Dranbleiben hat sich bei diesem Buch definitiv gelohnt.

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    03.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Zylinderherren tanzen und Tote im Eis liegen

    Manchmal stolpert man über ein Buch und denkt: Was zur Hölle passiert hier eigentlich – und warum macht es trotzdem so süchtig? Genau so ging’s mir bei Die Schrecken der anderen. Martina Clavadetscher hat wieder mal tief in die Trickkiste gegriffen und ein literarisches Labyrinth gezimmert, das gleichzeitig verstört, fasziniert und zum Lachen bringt (ja, sogar das!). Da ist dieser Tote im Eis – klingt nach Krimi, ist aber mehr so ein Türöffner in eine Geschichte, die permanent aus den Angeln springt. Plötzlich hängt man zwischen Zylinderherren, schrägen Archivaren, einer alten Frau im Wohnwagen und einem Mahnmal, das fast lebendiger wirkt als die Leute drumherum. Und mittendrin Kern, der schwerreiche Typ, dessen Augen nicht mehr mitmachen wollen. Klare Sicht? Fehlanzeige! Aber genau das macht’s genial: Der Leser sieht mehr als die Figuren, während man gleichzeitig spürt, dass man selbst auch nicht durchblickt. Mindfuck deluxe. Was mich komplett weggeblasen hat, ist diese Mischung aus realer Geschichte, Mythos und feiner Ironie. Clavadetscher zieht die Schichten ab wie eine Zwiebel – nur dass einem dabei nicht die Augen tränen, sondern der Kopf glüht. Und sie haut einem so nebenbei die unbequeme Wahrheit um die Ohren: Dulden ist auch ein Verbrechen. Zack, sitzt. Trotz aller Düsternis steckt in dem Buch ein wilder Funken Humor, so schräg und unerwartet, dass man ständig grinst, obwohl man eigentlich Gänsehaut haben sollte. Das ist kein Roman zum Wegsnacken vorm Einschlafen. Das ist ein Erlebnis. Ein literarischer Trip, der dich auf der Couch fesselt und nachts im Traum noch Zylinderherren vor dir tanzen lässt. Ich sag’s mal so: Wer mutig ist, liest das. Wer feige ist, verpasst das Abenteuer seines Lebens.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    27.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Etwas ganz besonderes

    Ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Schwierig in Worte zu fassen, weil es eigentlich mehr einem Gefühl entspricht. Irgendwo zwischen Neugier und Beklemmung. Die Handlungsstränge verwirren, die Charaktere sind merkwürdig und trotzdem geht alles nahtlos ineinander über. Für jede Situation findet Martina Clavadetscher die exakte Beschreibung und verschwendet dabei kein einziges Wort. Genau so viel, um zu verstehen, und wenig genug, um selber zu denken. So kann man, obwohl es kein Krimi ist, mitraten und sich ganz herrlich von allen Hinweisen in die Irre führen lassen. Ein Buch, das auf ganz vielen Ebenen funktioniert und das verschiedenen Leser:innen wohl ganz unterschiedliche Geschichten erzählen wird. Den einen vielleicht eine von Freundschaft, den anderen von vergangenen Verbrechen und wieder anderen eine von Drachen.

  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    16.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    «Wie zeigt man etwas, das längst alle sehen?»

    Eine gefrorene Leiche im See, ein lichtscheuer Archivar, eine alte Camperin, eine jugendliche Bande, ein Herrenhaus, darin eine bettlägerige resolute Hundertjährige, ihr nicht sehen wollender Sohn, eine Oligarchenvereinigung – aus diesen Zutaten schmiedet Clavadetscher gekonnt einen Krimi mit einer klaren Botschaft: auch wenn man wegsieht, die Vergangenheit und ihre Gräuel holen uns ein, weil niemand genau hinschauen will, niemand etwas unternehmen, sich die Finger verbrennen will mit den rechtsextremen Machenschaften. Nicht nur in Ödwil, wo der Roman spielt, nicht nur damals, sondern heute, immer wieder, spannen Mächtige ihre Fäden und Fallen, raffen zusammen, was zu kriegen ist, kehren unter den Teppich, was nicht sein dürfte und weitergärt, bis es explodiert. Ein gelungener, wachrüttelnder Roman oder Krimi, der nachdenklich macht und manches offenlässt, gekonnt geschrieben in pointierter Sprache, Mythen, Fakten und Phantasie verbindend. Erst allmählich lässt sich erkennen, wohin die Figuren und Erzählstränge laufen, wie alles mit allem verbunden ist. Ein grandioser Pageturner!

  • Nicole von buchtatzen

    5/5

    13.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Komplex und genial

    Die Auflösung war unglaublich!
Wir starten mit einer Leiche und zu was sich die Geschichte dann entwickelt ist einfach wahnsinnig gut gemacht und durchdacht. Ich hab das Buch verschlungen und fand es sehr interessant die verschiedenen Charaktere zu begleiten und nach und nach Teile vom Puzzle zu bekommen. Das Gesamtbild habe ich definitiv nicht kommen sehen! Ein toller Roman mit vielen Hintergründen, spannenden Charakteren und der ordentlich zum Nachdenken anregt! Achtung: Ich glaube es ist nicht für jedermann gemacht. Der Schreibstil ist schon etwas „schwerer“, was zwar perfekt zur Story passt, aber sicher nicht für jeden was ist. Ich finde es ist vergleichbar mit zB. Sasa Stanisic

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.09.2025

    eBook (ePUB)

    Mal was ganz anderes!

    Dieser Roman hat mich mit seiner zupackenden Sprache, den eigenwilligen, markanten Charakteren und dem Thema der schweizerischen Verbindungen zum Deutschen Nationalsozialismus absolut überzeugt. Die Hörbuchversion kann ich wärmstens empfehlen!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gut gehütete Schweizer Abgründe

    Aus einem zugefrorenen See in der Schweiz wird eine Leiche geborgen - ein dunkles Geheimnis, das die Stille des Winters durchbricht. Schibig, eigentlich als Archivar im Polizeipräsidium tätig, wird in diese frostige Szenerie gerufen und begegnet Rosa, einer eigenwilligen Frau, die in einem Wohnwagen lebt und ihm bei der Aufklärung des Falls mit klugem Gespür zur Seite steht. Im Folgenden erweitert sich das Figurenrepertoire um Kern und seine Mutter, eine bösartige, neugierige Alte, die im Bett liegend das Umfeld mit ihrer unerbittlichen Präsenz durchdringt. Die Autorin webt geschickt Legenden in die Erzählung, die zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart pendelt. Die Handlung entfaltet sich in komplexen Schachtelsätzen, der weit gezirkelte Radius offenbart die Zusammenhänge erst nach und nach und nimmt die Lesenden auf eine emotionale und gedankliche Reise mit. Die Geschichte gipfelt in Paukenschlägen am Ende. Ein literarischer Kriminalroman für experimentierfreudige Lesende, der dunkle Kapitel der Schweizer Geschichte beleuchtet, zugleich unterhält und zum Nachdenken anregt. Eine Empfehlung für jene, die das Ungewöhnliche suchen.
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    3/5

    03.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Komplex

    Gegenwart und Vergangenheit werden mit Fabeln vermischt und die Protagonisten bewegen sich irgendwo dazwischen. Es dauert etwas bis klar wird, was das alles soll, aber in dem Fall hat sich das Durchhalten gelohnt.

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