Produktbild: Der Tod in Venedig
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Der Tod in Venedig Die wichtigsten Werke Thomas Manns aus dem Originalverlag

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

16871

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.1992

Abbildungen

1 schwarzweisse -Abbildung (Faksimile)

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

18,7/12,2/1,1 cm

Gewicht

122 g

Auflage

30. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001308774

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

16871

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.1992

Abbildungen

1 schwarzweisse -Abbildung (Faksimile)

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

18,7/12,2/1,1 cm

Gewicht

122 g

Auflage

30. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001308774

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Eine eindrückliche Novelle in schöner Geschenkausgabe

Bewertung am 17.01.2024

Bewertungsnummer: 2111111

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Inhalt von Thomas Manns „Mario und der Zauberer – Ein tragisches Reiseerlebnis“ ist schnell erzählt: Der namenlos bleibende Ich-Erzähler verbringt – irgendwann in den 1920er Jahren – mit seiner Familie den Spätsommer am Tyrrhenischen Meer. Die Stimmung dort ist sichtlich aufgeheizt (was nicht nur an den sommerlichen Temperaturen liegt): Der Faschismus herrscht bereits in Italien; die Menschen sind nationalistisch gesinnt – ein Umstand, den auch die Familie des Ich-Erzählers zu spüren bekommt. Kernstück der Novelle ist eine Vorstellung des Zauberers Cavaliere Cipolla, die der Ich-Erzähler mit seiner Familie besucht – und diese hat es in sich. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Thematisiert werden hier auf eine eindrückliche Art und Weise die hypnotischen Verführungskünste Cipollas, der immer wieder den Willen der Zuschauenden bricht (daher kann man „Mario und der Zauberer“ auch als Parabel für den (italienischen) Faschismus (und daran anschließend aus der Retrospektive: als Parabel für den Nationalsozialismus) lesen). Wer Mann kennt, weiß, dass er gerne verschachtelte Sätze nutzt. Dies ist auch in „Mario und der Zaubrer“ der Fall. Man braucht ein, zwei Seiten, um sich an diesen Schreibstil (neu) zu gewöhnen – danach ist er aber äußerst reizvoll und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Auch optisch hat mir die Geschenkausgabe des Fischer-Verlags sehr gut gefallen: Sie ist gebunden in Leinen, ausgestattet mit einer stimmigen Umschlaggestaltung und gedruckt mit kompakter, aber angenehm zu lesender Schrifttype (Die Aufmachung reiht sich perfekt in die bereits erschienenen Mann-Schmuckausgaben ein). Abgerundet wird die Neuausgabe außerdem durch eine Zeitleiste zu Leben und Werk von Thomas Mann und ein Nachwort des Germanisten Hans Rudolf Vaget, in dem dieser der Entstehungsgeschichte der Novelle nachspürt. Insgesamt ist „Mario und der Zauberer“ eine sprachgewaltige Novelle mit einer eindrücklichen politischen Botschaft, die auch heute noch eine Relevanz besitzt – gerade jetzt.

Eine eindrückliche Novelle in schöner Geschenkausgabe

Bewertung am 17.01.2024
Bewertungsnummer: 2111111
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Inhalt von Thomas Manns „Mario und der Zauberer – Ein tragisches Reiseerlebnis“ ist schnell erzählt: Der namenlos bleibende Ich-Erzähler verbringt – irgendwann in den 1920er Jahren – mit seiner Familie den Spätsommer am Tyrrhenischen Meer. Die Stimmung dort ist sichtlich aufgeheizt (was nicht nur an den sommerlichen Temperaturen liegt): Der Faschismus herrscht bereits in Italien; die Menschen sind nationalistisch gesinnt – ein Umstand, den auch die Familie des Ich-Erzählers zu spüren bekommt. Kernstück der Novelle ist eine Vorstellung des Zauberers Cavaliere Cipolla, die der Ich-Erzähler mit seiner Familie besucht – und diese hat es in sich. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Thematisiert werden hier auf eine eindrückliche Art und Weise die hypnotischen Verführungskünste Cipollas, der immer wieder den Willen der Zuschauenden bricht (daher kann man „Mario und der Zauberer“ auch als Parabel für den (italienischen) Faschismus (und daran anschließend aus der Retrospektive: als Parabel für den Nationalsozialismus) lesen). Wer Mann kennt, weiß, dass er gerne verschachtelte Sätze nutzt. Dies ist auch in „Mario und der Zaubrer“ der Fall. Man braucht ein, zwei Seiten, um sich an diesen Schreibstil (neu) zu gewöhnen – danach ist er aber äußerst reizvoll und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Auch optisch hat mir die Geschenkausgabe des Fischer-Verlags sehr gut gefallen: Sie ist gebunden in Leinen, ausgestattet mit einer stimmigen Umschlaggestaltung und gedruckt mit kompakter, aber angenehm zu lesender Schrifttype (Die Aufmachung reiht sich perfekt in die bereits erschienenen Mann-Schmuckausgaben ein). Abgerundet wird die Neuausgabe außerdem durch eine Zeitleiste zu Leben und Werk von Thomas Mann und ein Nachwort des Germanisten Hans Rudolf Vaget, in dem dieser der Entstehungsgeschichte der Novelle nachspürt. Insgesamt ist „Mario und der Zauberer“ eine sprachgewaltige Novelle mit einer eindrücklichen politischen Botschaft, die auch heute noch eine Relevanz besitzt – gerade jetzt.

Eine eindrückliche Novelle in…

Ste am 17.01.2024

Bewertungsnummer: 2836670

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine eindrückliche Novelle in schöner Geschenkausgabe Der Inhalt von Thomas Manns „Mario und der Zauberer – Ein tragisches Reiseerlebnis“ ist schnell erzählt: Der namenlos bleibende Ich-Erzähler verbringt – irgendwann in den 1920er Jahren – mit seiner Familie den Spätsommer am Tyrrhenischen Meer. Die Stimmung dort ist sichtlich aufgeheizt (was nicht nur an den sommerlichen Temperaturen liegt): Der Faschismus herrscht bereits in Italien; die Menschen sind nationalistisch gesinnt – ein Umstand, den auch die Familie des Ich-Erzählers zu spüren bekommt. Kernstück der Novelle ist eine Vorstellung des Zauberers Cavaliere Cipolla, die der Ich-Erzähler mit seiner Familie besucht – und diese hat es in sich. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Thematisiert werden hier auf eine eindrückliche Art und Weise die hypnotischen Verführungskünste Cipollas, der immer wieder den Willen der Zuschauenden bricht (daher kann man „Mario und der Zauberer“ auch als Parabel für den (italienischen) Faschismus (und daran anschließend aus der Retrospektive: als Parabel für den Nationalsozialismus) lesen). Wer Mann kennt, weiß, dass er gerne verschachtelte Sätze nutzt. Dies ist auch in „Mario und der Zaubrer“ der Fall. Man braucht ein, zwei Seiten, um sich an diesen Schreibstil (neu) zu gewöhnen – danach ist er aber äußerst reizvoll und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Auch optisch hat mir die Geschenkausgabe des Fischer-Verlags sehr gut gefallen: Sie ist gebunden in Leinen, ausgestattet mit einer stimmigen Umschlaggestaltung und gedruckt mit kompakter, aber angenehm zu lesender Schrifttype (Die Aufmachung reiht sich perfekt in die bereits erschienenen Mann-Schmuckausgaben ein). Abgerundet wird die Neuausgabe außerdem durch eine Zeitleiste zu Leben und Werk von Thomas Mann und ein Nachwort des Germanisten Hans Rudolf Vaget, in dem dieser der Entstehungsgeschichte der Novelle nachspürt. Insgesamt ist „Mario und der Zauberer“ eine sprachgewaltige Novelle mit einer eindrücklichen politischen Botschaft, die auch heute noch eine Relevanz besitzt – gerade jetzt.

Eine eindrückliche Novelle in…

Ste am 17.01.2024
Bewertungsnummer: 2836670
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine eindrückliche Novelle in schöner Geschenkausgabe Der Inhalt von Thomas Manns „Mario und der Zauberer – Ein tragisches Reiseerlebnis“ ist schnell erzählt: Der namenlos bleibende Ich-Erzähler verbringt – irgendwann in den 1920er Jahren – mit seiner Familie den Spätsommer am Tyrrhenischen Meer. Die Stimmung dort ist sichtlich aufgeheizt (was nicht nur an den sommerlichen Temperaturen liegt): Der Faschismus herrscht bereits in Italien; die Menschen sind nationalistisch gesinnt – ein Umstand, den auch die Familie des Ich-Erzählers zu spüren bekommt. Kernstück der Novelle ist eine Vorstellung des Zauberers Cavaliere Cipolla, die der Ich-Erzähler mit seiner Familie besucht – und diese hat es in sich. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Thematisiert werden hier auf eine eindrückliche Art und Weise die hypnotischen Verführungskünste Cipollas, der immer wieder den Willen der Zuschauenden bricht (daher kann man „Mario und der Zauberer“ auch als Parabel für den (italienischen) Faschismus (und daran anschließend aus der Retrospektive: als Parabel für den Nationalsozialismus) lesen). Wer Mann kennt, weiß, dass er gerne verschachtelte Sätze nutzt. Dies ist auch in „Mario und der Zaubrer“ der Fall. Man braucht ein, zwei Seiten, um sich an diesen Schreibstil (neu) zu gewöhnen – danach ist er aber äußerst reizvoll und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Auch optisch hat mir die Geschenkausgabe des Fischer-Verlags sehr gut gefallen: Sie ist gebunden in Leinen, ausgestattet mit einer stimmigen Umschlaggestaltung und gedruckt mit kompakter, aber angenehm zu lesender Schrifttype (Die Aufmachung reiht sich perfekt in die bereits erschienenen Mann-Schmuckausgaben ein). Abgerundet wird die Neuausgabe außerdem durch eine Zeitleiste zu Leben und Werk von Thomas Mann und ein Nachwort des Germanisten Hans Rudolf Vaget, in dem dieser der Entstehungsgeschichte der Novelle nachspürt. Insgesamt ist „Mario und der Zauberer“ eine sprachgewaltige Novelle mit einer eindrücklichen politischen Botschaft, die auch heute noch eine Relevanz besitzt – gerade jetzt.

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Mario und der Zauberer

von Thomas Mann

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Vreni Haider

Thalia Bad Reichenhall

Zum Portrait

5/5

Ein Plädoyer zur Verteidigung dieses Klassikers!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Thomas Mann verdient es, nicht in Vergessenheit zu geraten. Zweifelsohne war er einer der bedeutendsten Epiker des 20. Jahrhunderts. Oft unverstanden, oft polarisierend, aber nie zögerlich, schwierige Themen und unerlaubte Gefühle anzupacken. Er selbst begründete diese Novelle mit der Leidenschaft, die zur Verwirrung gelangt und ursprünglich nicht von homoerotischem Inhalt sein sollte, sondern eher angelehnt an Goethes Marienbader Elegie zu verstehen sei. Für mich ist er einer der Schriftsteller, die Gefühle durch die Tinte der Feder, mikroskopisch zerlegt und detailliert, auszudrücken im Stande ist. Der alternde Schriftsteller und Dichter Gustav von Aschenbach reist nach Venedig. Verweilt in einem vornehmen Hotel. Unzufrieden und eigentlich schon mit Abreisevorbereitungen beschäftigt, zwingt ihn der Umstand, seinen Aufenthalt zu verlängern. Als er unter den anderen Gästen des jungen Knabens Tadzio ansichtig wird, verändert sich seine Gefühlslage schlagartig und er entwickelt ein obsessives Verlangen, diesen gottgleichen, hellenisch anmutenden Jungen, dessen liebliches Gesicht von honigblonden Locken umrahmt ist, durch stete Beobachtung zu huldigen. Angstvoll folgt er heimlich dem vollkommenen, zur Wohlgelungenheit gereiften Kind und hadert, angesichts seines fortschreitenden Alters, mit dem eigenen körperlichen Verfall. Die Vielseitigkeit des Wortschatzes muss man würdigen, unabhängig davon, ob man den Inhalt mag oder nicht. Und hier breche ich auch gleich die Lanze für Mann - man liest und genießt ihn genau deshalb, weil er ein Wortakrobat war. Einer, der verschachtelte Sätze kultiviert und (seiner Zeit gemäß) zur Hochblüte der Literatur stilisiert hat. Wir befinden uns in einem schnelllebigen, digitalen Zeitalter, in dem sich Abkürzungen, Emojis und grammatikalisch ungeprüfte Sätze wie selbstverständlich etabliert haben. Wer Mann liest, inhaliert Poesie. Eine kurze Novelle, die man sich erarbeiten muss, doch wer durchhält, wird feststellen, dass die ellenlangen Beschreibungen ihren Reichtum an Inhalt schon bald in voller Klarheit präsentieren. Der Tod in Venedig ist das ideale Einfallstor zur Eroberung weitere Werke dieses großartigen Schriftstellers und ein Klassiker, der die deutsche Sprache in all ihrer Kompliziertheit und Vielfalt aufs Beste würdigt!
  • Vreni Haider
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein Plädoyer zur Verteidigung dieses Klassikers!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Thomas Mann verdient es, nicht in Vergessenheit zu geraten. Zweifelsohne war er einer der bedeutendsten Epiker des 20. Jahrhunderts. Oft unverstanden, oft polarisierend, aber nie zögerlich, schwierige Themen und unerlaubte Gefühle anzupacken. Er selbst begründete diese Novelle mit der Leidenschaft, die zur Verwirrung gelangt und ursprünglich nicht von homoerotischem Inhalt sein sollte, sondern eher angelehnt an Goethes Marienbader Elegie zu verstehen sei. Für mich ist er einer der Schriftsteller, die Gefühle durch die Tinte der Feder, mikroskopisch zerlegt und detailliert, auszudrücken im Stande ist. Der alternde Schriftsteller und Dichter Gustav von Aschenbach reist nach Venedig. Verweilt in einem vornehmen Hotel. Unzufrieden und eigentlich schon mit Abreisevorbereitungen beschäftigt, zwingt ihn der Umstand, seinen Aufenthalt zu verlängern. Als er unter den anderen Gästen des jungen Knabens Tadzio ansichtig wird, verändert sich seine Gefühlslage schlagartig und er entwickelt ein obsessives Verlangen, diesen gottgleichen, hellenisch anmutenden Jungen, dessen liebliches Gesicht von honigblonden Locken umrahmt ist, durch stete Beobachtung zu huldigen. Angstvoll folgt er heimlich dem vollkommenen, zur Wohlgelungenheit gereiften Kind und hadert, angesichts seines fortschreitenden Alters, mit dem eigenen körperlichen Verfall. Die Vielseitigkeit des Wortschatzes muss man würdigen, unabhängig davon, ob man den Inhalt mag oder nicht. Und hier breche ich auch gleich die Lanze für Mann - man liest und genießt ihn genau deshalb, weil er ein Wortakrobat war. Einer, der verschachtelte Sätze kultiviert und (seiner Zeit gemäß) zur Hochblüte der Literatur stilisiert hat. Wir befinden uns in einem schnelllebigen, digitalen Zeitalter, in dem sich Abkürzungen, Emojis und grammatikalisch ungeprüfte Sätze wie selbstverständlich etabliert haben. Wer Mann liest, inhaliert Poesie. Eine kurze Novelle, die man sich erarbeiten muss, doch wer durchhält, wird feststellen, dass die ellenlangen Beschreibungen ihren Reichtum an Inhalt schon bald in voller Klarheit präsentieren. Der Tod in Venedig ist das ideale Einfallstor zur Eroberung weitere Werke dieses großartigen Schriftstellers und ein Klassiker, der die deutsche Sprache in all ihrer Kompliziertheit und Vielfalt aufs Beste würdigt!

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J. Wagner

Thalia Bad Salzuflen

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4/5

Der Tod in Venedig

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Novelle, die auf wenigen Seiten viel Tiefgang aufweist. Es ist mein erstes Buch von Thomas Mann (passend zum 150. Geburtstag 2025) und es konnte mich inhaltlich, aber vor allem sprachlich überzeugen. Er bedient sich einer sehr detailreichen, metaphorischen und gefühlvollen Sprache und findet dabei immer wieder Bezüge zur griechischen Mythologie. Die Motive (die z.T. auch autobiographisch gedeutet werden) sind sehr interessant und bieten heute noch Diskussionsstoff. An der Stelle möchte ich sagen, dass ich es keineswegs als "queeren Klassiker" einstufen möchte, so wie es oftmals verkauft wird, da es sich nunmal um eine Liebe zu einem 14-jährigen Jungen handelt und somit m.M.n. nicht viel mit homosexueller Liebe zutun hat. Aber abgesehen davon, wie man diesen Aspekt nun interpretieren mag, hat das Buch noch viele weitere Themen zu bieten: Kunst, Ästhetik, moralischer Verfall, Tod, Leidenschaft, Jugend,...
  • J. Wagner
  • Buchhändler/-in

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4/5

Der Tod in Venedig

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Novelle, die auf wenigen Seiten viel Tiefgang aufweist. Es ist mein erstes Buch von Thomas Mann (passend zum 150. Geburtstag 2025) und es konnte mich inhaltlich, aber vor allem sprachlich überzeugen. Er bedient sich einer sehr detailreichen, metaphorischen und gefühlvollen Sprache und findet dabei immer wieder Bezüge zur griechischen Mythologie. Die Motive (die z.T. auch autobiographisch gedeutet werden) sind sehr interessant und bieten heute noch Diskussionsstoff. An der Stelle möchte ich sagen, dass ich es keineswegs als "queeren Klassiker" einstufen möchte, so wie es oftmals verkauft wird, da es sich nunmal um eine Liebe zu einem 14-jährigen Jungen handelt und somit m.M.n. nicht viel mit homosexueller Liebe zutun hat. Aber abgesehen davon, wie man diesen Aspekt nun interpretieren mag, hat das Buch noch viele weitere Themen zu bieten: Kunst, Ästhetik, moralischer Verfall, Tod, Leidenschaft, Jugend,...

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Der Tod in Venedig

von Thomas Mann

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