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Die verborgenen Bilder

12

16,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

10 - 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

12.02.2026

Verlag

Verlag Friedrich Oetinger GmbH

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,1/15/3 cm

Gewicht

472 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7512-0748-5

Beschreibung

Rezension

"Nicht nur für Kinder! Clever, tiefsinnig, "mit bewegender Wucht" - durch die zeitlose Relevanz perfekt für den Unterricht." (Yvonne Höft, BÜCHER magazin, Nr. 3 - April/Mai 2026)

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

10 - 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

12.02.2026

Verlag

Verlag Friedrich Oetinger GmbH

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,1/15/3 cm

Gewicht

472 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7512-0748-5

Herstelleradresse

Oetinger
Max-Brauer-Allee 34
22765 Hamburg
DE

Email: GPSR Kontakt

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Eindringliche Zeitreise mit viel queerem Einschlag

miamina (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 24.03.2026

Bewertungsnummer: 3087046

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frieke hat es gerade nicht leicht Ihre Eltern haben sich getrennt und sie muss aus der gewohnten Umgebung in eine neue Wohnung ziehen. Ihre Schwester Henri und ihre Mama scheinen damit gut klar zu kommen, doch für Frieke hat der Vater einen Verrat begangen, den sie einfach nicht verzeihen kann. Doch bald schon ziehen Zeichnungen, die sie in ihrem Zimmer an der Wand finden Friekes Aufmerksamkeit auf sich, denn wenn Frieke sie berührt, kann sie in die Vergangenheit reisen. Dort lernt sie Ilsabeth, die Urheberin der Bilder kennen, die vor etwa 100 Jahren gelebt hat. Bei ihrer neuen Freundin findet sie den Familienzusammenhalt, den sie in ihrer Zeit vermisst. Doch mit der Zeit hört sie auch Dinge, die sie schmerzlich daran erinnern, dass die 1930er nicht nur Positives hervorgebracht haben und die Nachwirkungen noch heute zu spüren sind. Mich hat sowohl das Zeitreisethema, als auch Friekes Umgang mit der Vergangenheit interessiert, doch es dauert etwas, bis das Buch sich diesen Themen zuwendet. Anfangs hat mich das verwundert, doch nun weiß ich, dass die Autorin auf diese Weise einen tollen Bogen in dieser Geschichte schlägt. Frieke lernt man als äußerst frustriertes, wütendes aber auch trauriges Mädchen kennen, das den Verrat ihres Vaters an sich selbst, aber auch an ihrer Mama nicht verwinden kann. Er hat einen neuen Partner und niemand außer ihr scheint sich daran zu stören. So bricht sie den Kontakt zu ihm größtenteils ab, leidet jedoch sehr. Diese ganzen Gefühle transportiert die Erzählweise der Autorin sehr gut. Man kann Friekes Schmerz spüren und nachvollziehen. Da kommt die Möglichkeit, dem in die Vergangenheit zu entfliehen gerade recht. Was zunächst wie eine schöne Abwechslung wirkt, wird bald kompliziert, denn obwohl Ilsabeths Familie sie immer gern begrüßt, schleichen sich immer mehr judenfeindliche Aussagen in die Gespräche ein und damit ist Frieke, die weiß, was passieren wird, natürlich alles andere als einverstanden. Doch sie will auch ihre einzige Freundin nicht verlieren. Wie Maja Ilisch mit dieser Zwickmühle spielt, hat mich etwas an die Entwicklungen in “Die Welle” erinnert. Auch hier kommt am Ende ein abrupter Bruch, denn was einmal war, hat leider das Denken mancher Menschen immer noch nicht verändert. Für Leser*innen ab 10 Jahren kann diese Entwicklung ganz schön aufrüttelnd sein. Doch meiner Meinung nach, sollte die Erkenntnis besser früher als später stattfinden. Gerade in der heutigen Zeit, wo es wieder “schick” wird, Minderheiten als Sündenböcke zu benutzen und Gruppierungen auszugrenzen, die nicht ins eigenen Weltbild passen, ist das wichtiger denn je. Gerade, dass das Buch queere Menschen mit in den Fokus stellt, hat mich sehr angesprochen. Ein interessantes Buch, das Familienprobleme und die nationalsozialistische Vergangenheit und Gegenwart zu einer lesenswerten Geschichte vereint.

Eindringliche Zeitreise mit viel queerem Einschlag

miamina (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 24.03.2026
Bewertungsnummer: 3087046
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frieke hat es gerade nicht leicht Ihre Eltern haben sich getrennt und sie muss aus der gewohnten Umgebung in eine neue Wohnung ziehen. Ihre Schwester Henri und ihre Mama scheinen damit gut klar zu kommen, doch für Frieke hat der Vater einen Verrat begangen, den sie einfach nicht verzeihen kann. Doch bald schon ziehen Zeichnungen, die sie in ihrem Zimmer an der Wand finden Friekes Aufmerksamkeit auf sich, denn wenn Frieke sie berührt, kann sie in die Vergangenheit reisen. Dort lernt sie Ilsabeth, die Urheberin der Bilder kennen, die vor etwa 100 Jahren gelebt hat. Bei ihrer neuen Freundin findet sie den Familienzusammenhalt, den sie in ihrer Zeit vermisst. Doch mit der Zeit hört sie auch Dinge, die sie schmerzlich daran erinnern, dass die 1930er nicht nur Positives hervorgebracht haben und die Nachwirkungen noch heute zu spüren sind. Mich hat sowohl das Zeitreisethema, als auch Friekes Umgang mit der Vergangenheit interessiert, doch es dauert etwas, bis das Buch sich diesen Themen zuwendet. Anfangs hat mich das verwundert, doch nun weiß ich, dass die Autorin auf diese Weise einen tollen Bogen in dieser Geschichte schlägt. Frieke lernt man als äußerst frustriertes, wütendes aber auch trauriges Mädchen kennen, das den Verrat ihres Vaters an sich selbst, aber auch an ihrer Mama nicht verwinden kann. Er hat einen neuen Partner und niemand außer ihr scheint sich daran zu stören. So bricht sie den Kontakt zu ihm größtenteils ab, leidet jedoch sehr. Diese ganzen Gefühle transportiert die Erzählweise der Autorin sehr gut. Man kann Friekes Schmerz spüren und nachvollziehen. Da kommt die Möglichkeit, dem in die Vergangenheit zu entfliehen gerade recht. Was zunächst wie eine schöne Abwechslung wirkt, wird bald kompliziert, denn obwohl Ilsabeths Familie sie immer gern begrüßt, schleichen sich immer mehr judenfeindliche Aussagen in die Gespräche ein und damit ist Frieke, die weiß, was passieren wird, natürlich alles andere als einverstanden. Doch sie will auch ihre einzige Freundin nicht verlieren. Wie Maja Ilisch mit dieser Zwickmühle spielt, hat mich etwas an die Entwicklungen in “Die Welle” erinnert. Auch hier kommt am Ende ein abrupter Bruch, denn was einmal war, hat leider das Denken mancher Menschen immer noch nicht verändert. Für Leser*innen ab 10 Jahren kann diese Entwicklung ganz schön aufrüttelnd sein. Doch meiner Meinung nach, sollte die Erkenntnis besser früher als später stattfinden. Gerade in der heutigen Zeit, wo es wieder “schick” wird, Minderheiten als Sündenböcke zu benutzen und Gruppierungen auszugrenzen, die nicht ins eigenen Weltbild passen, ist das wichtiger denn je. Gerade, dass das Buch queere Menschen mit in den Fokus stellt, hat mich sehr angesprochen. Ein interessantes Buch, das Familienprobleme und die nationalsozialistische Vergangenheit und Gegenwart zu einer lesenswerten Geschichte vereint.

Regt zum Nachdenken an

Bewertung am 08.03.2026

Bewertungsnummer: 3070190

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Es ist durchweg sensibel und liebevoll geschrieben. Die Gefühle der jungen Protagonistin Frieke sind so authentisch geschildert, alles ist so detailreich beschrieben, die Atmosphäre der Szenen ist so greifbar, dass ich durchweg das Gefühl hatte mitten in der Geschichte zu sein. Es ist ein intensives Leseerlebnis, das mich manchmal zu Tränen gerührt hat. Die Worte sind perfekt gewählt, der Schreibstil ist ergreifend. Manche Szenen sind so bedrückend, dass sie mir die Luft zum Atmen genommen haben. Die Schilderungen der "netten" Familie Vossens erschüttert, macht traurig und wütend. Der Roman zeigt, wie aus Gedanken Worte werden und aus Worten Taten. Wie wichtig es ist, Zivilcourage zu zeigen. Den Mund auf zu machen, wenn andere falsche Dinge sagen. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber wir können die Gegenwart gestalten, damit wir uns in der Zukunft nicht schämen müssen. Ich fände es super, wenn das Buch in den Lehrplan aufgenommen wird. Die (jungen) Leser kommen im Laufe des Romans selbst darauf, wie wichtig es ist, jetzt auf zu stehen und sich klar gegen Rechtsextremismus zu stellen. Opfer sind nämlich nicht nur die anderen, sondern einfach alle, die irgendwie nicht in diese Ideologie passen. Diese Buch ist ebenso lesenswert für Erwachsene wie für Kinder/Jugendliche. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr gerne gelesen.

Regt zum Nachdenken an

Bewertung am 08.03.2026
Bewertungsnummer: 3070190
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Es ist durchweg sensibel und liebevoll geschrieben. Die Gefühle der jungen Protagonistin Frieke sind so authentisch geschildert, alles ist so detailreich beschrieben, die Atmosphäre der Szenen ist so greifbar, dass ich durchweg das Gefühl hatte mitten in der Geschichte zu sein. Es ist ein intensives Leseerlebnis, das mich manchmal zu Tränen gerührt hat. Die Worte sind perfekt gewählt, der Schreibstil ist ergreifend. Manche Szenen sind so bedrückend, dass sie mir die Luft zum Atmen genommen haben. Die Schilderungen der "netten" Familie Vossens erschüttert, macht traurig und wütend. Der Roman zeigt, wie aus Gedanken Worte werden und aus Worten Taten. Wie wichtig es ist, Zivilcourage zu zeigen. Den Mund auf zu machen, wenn andere falsche Dinge sagen. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber wir können die Gegenwart gestalten, damit wir uns in der Zukunft nicht schämen müssen. Ich fände es super, wenn das Buch in den Lehrplan aufgenommen wird. Die (jungen) Leser kommen im Laufe des Romans selbst darauf, wie wichtig es ist, jetzt auf zu stehen und sich klar gegen Rechtsextremismus zu stellen. Opfer sind nämlich nicht nur die anderen, sondern einfach alle, die irgendwie nicht in diese Ideologie passen. Diese Buch ist ebenso lesenswert für Erwachsene wie für Kinder/Jugendliche. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr gerne gelesen.

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Rita Berhausen

Thalia Siegburg

Zum Portrait

5/5

Dieses Buch hat mich zum Weinen gebracht

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frieke musste umziehe, weil der Vater sich von der Familie getrennt hat. Im neuen, sehr alten Haus kann sie in die Zeit vor 100 Jahren zurückreisen und freundet sich da mit Ilsabeth an. Schon bald wird Frieke klar, dass die Familie ihrer Freundin, die sie selbst als herzlich und warmherzig empfindet, Anhänger Hitlers sind. Was das mit ihr in der Vergangenheit und in der Gegenwart macht, erzählt dieses Buch plausibel. Mich hat es zu Tränen gerührt.
  • Rita Berhausen
  • Buchhändler/-in

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5/5

Dieses Buch hat mich zum Weinen gebracht

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frieke musste umziehe, weil der Vater sich von der Familie getrennt hat. Im neuen, sehr alten Haus kann sie in die Zeit vor 100 Jahren zurückreisen und freundet sich da mit Ilsabeth an. Schon bald wird Frieke klar, dass die Familie ihrer Freundin, die sie selbst als herzlich und warmherzig empfindet, Anhänger Hitlers sind. Was das mit ihr in der Vergangenheit und in der Gegenwart macht, erzählt dieses Buch plausibel. Mich hat es zu Tränen gerührt.

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Kerstin Hahne

Thalia Zentrale

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4/5

Friekes Flucht in die Vergangenheit

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses flüssig geschriebene Jugendbuch ab ca. 11 J.aufwärts von Maja Ilisch hat mehrere Themen wie Familie, Freundschaft, Querness, Zeitreisen und aufkeimender(Neo-)Nationalsozialismus, die sich stimmig in einander verschränken. Protagonistin Frieke ist tief enttäuscht und verletzt: ihre Eltern trennen sich - der Vater hat anscheinend schon länger einen gleichgeschlechtlichen Partner und er und die Mutter sind nur wegen der gemeinsamen Töchter noch zusammen geblieben. Nun aber werden Frieke, Henri und Mama in eine große Altbauwohnung ziehen und Papa mit seinem Partner zusammen sein. Frieke ist zornig auf die ganze Welt: auf Schwester Henri, (die sich auch vor einiger Zeit als lesbisch geoutet hat), auf Papa, der seinen Andreas lieber hat und auf Mama, die das alles wußte - warum kann nicht einfach alles so bleiben, wie es war...?? Dann aber findet sie unter der Tapete in ihrem neuen Zimmer alte Zeichnungen aus dem Jahr 1928 und stellt fest, das sie bei Berührung selbiger, zu deren Schöpferin (zurück)zeitreisen kann. Schnell fühlt sie sich bei dem Mädchen Ilsabeth und deren (heiler?)Familie angekommen, immer häufiger verschwindet sie nach der Schule in die damalige Zeit und versucht, antisemitische Meinungen, die Ilsabeths Familie äußert, zu ignorieren - trotz miesen Bauchgefühls. Ganz allmählich übernimmt sie die damals vorherrschenden politischen Auffassungen zu Hitler, den Juden-Anfeindungen und Verboten gleichgeschlechtlicher Liebe und riskiert eine heftige Entzweiung mit Henri, die als einzige Bescheid über ihre Zeitreisen weiß. Erst als ihr Vater + dessen Partner von Neo-Nazis krankenhausreif geschlagen werden, zieht Frieke die Konsequenzen und kehrt ein letztes Mal zu Ilsabeth zurück, um ihr von der Zukunft und Hitlers Kriegspolitik zu erzählen - was scheitert. Die Autorin hat es geschafft, Friekes Geschichte, emotional wie zeitreisentechnisch, nachvollziehbar darzustellen. Ihre Teenie-Protagonistin hat es nicht leicht, frustriert und angeschlagen teilt sie daheim auch selber aus und muss lernen/entdecken, wie unbedarft sie die die Vorstellungen der 1928er Gesellschaft übernommen hat - nur durch ihre persönliche Betroffenheit ihres Vaters wegen stellt sie sich dann ihren Problemen und beginnt, einiges in ihrem Leben wieder gerade zu rücken. Am Ende sind alle zusammen auf einer großen LGBTQIA+ Demo und das Mädchen merkt, das seine Familie nicht kaputt, sondern gewachsen ist. Gleichzeitig kann man das Buch auch als ersten Einstieg zum Thema Nationalsozialismus nutzen, da er historische Ereignisse in eine persönliche Geschichte einfügt und Anlass zu Gesprächen bieten kann.
  • Kerstin Hahne
  • Buchhändler/-in

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4/5

Friekes Flucht in die Vergangenheit

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses flüssig geschriebene Jugendbuch ab ca. 11 J.aufwärts von Maja Ilisch hat mehrere Themen wie Familie, Freundschaft, Querness, Zeitreisen und aufkeimender(Neo-)Nationalsozialismus, die sich stimmig in einander verschränken. Protagonistin Frieke ist tief enttäuscht und verletzt: ihre Eltern trennen sich - der Vater hat anscheinend schon länger einen gleichgeschlechtlichen Partner und er und die Mutter sind nur wegen der gemeinsamen Töchter noch zusammen geblieben. Nun aber werden Frieke, Henri und Mama in eine große Altbauwohnung ziehen und Papa mit seinem Partner zusammen sein. Frieke ist zornig auf die ganze Welt: auf Schwester Henri, (die sich auch vor einiger Zeit als lesbisch geoutet hat), auf Papa, der seinen Andreas lieber hat und auf Mama, die das alles wußte - warum kann nicht einfach alles so bleiben, wie es war...?? Dann aber findet sie unter der Tapete in ihrem neuen Zimmer alte Zeichnungen aus dem Jahr 1928 und stellt fest, das sie bei Berührung selbiger, zu deren Schöpferin (zurück)zeitreisen kann. Schnell fühlt sie sich bei dem Mädchen Ilsabeth und deren (heiler?)Familie angekommen, immer häufiger verschwindet sie nach der Schule in die damalige Zeit und versucht, antisemitische Meinungen, die Ilsabeths Familie äußert, zu ignorieren - trotz miesen Bauchgefühls. Ganz allmählich übernimmt sie die damals vorherrschenden politischen Auffassungen zu Hitler, den Juden-Anfeindungen und Verboten gleichgeschlechtlicher Liebe und riskiert eine heftige Entzweiung mit Henri, die als einzige Bescheid über ihre Zeitreisen weiß. Erst als ihr Vater + dessen Partner von Neo-Nazis krankenhausreif geschlagen werden, zieht Frieke die Konsequenzen und kehrt ein letztes Mal zu Ilsabeth zurück, um ihr von der Zukunft und Hitlers Kriegspolitik zu erzählen - was scheitert. Die Autorin hat es geschafft, Friekes Geschichte, emotional wie zeitreisentechnisch, nachvollziehbar darzustellen. Ihre Teenie-Protagonistin hat es nicht leicht, frustriert und angeschlagen teilt sie daheim auch selber aus und muss lernen/entdecken, wie unbedarft sie die die Vorstellungen der 1928er Gesellschaft übernommen hat - nur durch ihre persönliche Betroffenheit ihres Vaters wegen stellt sie sich dann ihren Problemen und beginnt, einiges in ihrem Leben wieder gerade zu rücken. Am Ende sind alle zusammen auf einer großen LGBTQIA+ Demo und das Mädchen merkt, das seine Familie nicht kaputt, sondern gewachsen ist. Gleichzeitig kann man das Buch auch als ersten Einstieg zum Thema Nationalsozialismus nutzen, da er historische Ereignisse in eine persönliche Geschichte einfügt und Anlass zu Gesprächen bieten kann.

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