• Produktbild: Trauriger Tiger
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Trauriger Tiger »Ein erschütternd eindringliches und wichtiges Buch.« Elke Heidenreich | Die literarische Sensation aus Frankreich, ausgezeichnet mit sechs Literaturpreisen

17

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

13690

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.06.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/11,4/2,4 cm

Gewicht

236 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Triste Tigre

Übersetzt von

Michaela Messner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14963-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

13690

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.06.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/11,4/2,4 cm

Gewicht

236 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Triste Tigre

Übersetzt von

Michaela Messner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14963-1

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Lowin1000

    aus Heide

    5/5

    19.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schau nicht weg

    Rezension [ Genre: Biographie/ Erzählung] Ich bitte dich diesen Beitrag nur zu lesen ,wenn du das Thema Kindesmissbrauch/ Vergewaltigung ab kannst . Lesen auf eigene Verantwortung. Seit Tagen schiebe ich diese Rezension vor mich hin und zwar über das Buch von Neige Sinno ,,Trauriger Tiger” . Es fällt mir schwer, dieses Buch wie ein fiktionales Werk zu behandeln, das geht für mich nicht! Denn alles was diese Geschichte erzählt ist die grausame Realität bzw Vergangenheit der Autorin. Sie wurde von ihrem Stiefvater am Anfang sexuell missbraucht und später vergewaltigt das obere einen längeren Zeitraum. Im Alter von sieben fing es an bis 15 Jahre. Sie erzählt darüber sehr detailliert und es erfordert eine wahnsinnige Stärke das zu schildern und auch ihr ganzes Seelenleben offenzulegen. Zuallererst erfahren wir Informationen über den ehemaligen Stiefvater, da die Mutter sich sofort scheiden ließ, als sie es erfahren hat . Es wird hier über seine Leben erzählt und auch, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. An sich habe ich beim Lesen recht schnell eine Meinung zu diesem Kerl und da frage ich mich ,wie man mit einem Mann zusammen leben konnte der herrisch und narzisstisch ist. Dann auch noch zwei Kinder von ihm zu bekommen. Tatsächlich kann ich einiges nicht nachvollziehen, als Mutter ,aber das steht hier auch nicht zur Debatte. Sie erzählt hier auch ,warum sie es nicht gleich ihrer Mutter erzählen konnte und für mich ist das auch alles legitim und das kann man sich ,wenn man genauer nachdenkt, auch selbst erklären. Auch erzählt sie vom Prozess Und wie dieser verlief und ich bin sehr schockiert ,wie viele Menschen freiwillig für diesen Kerl sich stark gemacht haben ..freiwillig einen Kinderschä.....Wie nett er sei usw. Mir ist immer noch speiübel und das Ende von dieser ganzen Tortur,da fehlen mir echt die Worte .. und das was mich am meisten nervt, warum wird sein name nicht genannt …in jedem anderen Fall finde ich namen des Täters ,aber hier nichts. Warum kriegt er Anonymität?! Das verdient er nicht . Nicht nur geht es um ihn und das was Neige passiert ist sondern auch das das Lesen von Lektüre in dem Bereich ihr geholfen hat ,wie Lolita und andere Bücher. Aber auch Filme . Was sie auch betont das das Schreiben für sie nicht eine Therapie nutzt ,sondern weil sie es kann und will .Sie möchte nicht mehr schweigen. Auch erfährt man über Neiges Leben, wie sie ihr Leben nach den Ereignissen lebt und wie sie mit dem Thema mit ihrer Tochter redet. Aber sie nimmt das Thema auch allgemein dran wie es in der Gesellschaft angesehen wird und es macht mich wahnsinnig wütend und traurig, warum Personen die sowas schreckliches erlebt haben wie ein schandfleck angesehen werden und der Täter kriegt Liebesbriefe ins Gefängnis..Wie wunderschön krank. Und auch die Begründung von diesem Ekel warum er sich an sie vergangen hat ,da bin ich sprachlos … Für mich ist die Geschichte großer Schmerz, weil es wieder zeigt ,wie viel Kinder dem Gesetz wichtig sind und zwar .gar nicht. Und was sagt es aus das die meisten Täter männlich und aus familiären Umfeld stammen. Dieses Buch sollten Männer lesen ganz viele Männer. Mehr möchte ich auch nicht mehr dazu sagen . Außer das ich dankbar bin sowas nicht erlebt zu haben .Ich weiß nicht ,ob ich diese Kraft hätte..Wie Neige . An alle Menschen die einen Missbrauch/ Vergewaltigung überlebt haben ,ihr seid die Helden* innen. Und ich weiß das jeder Tag immer ein Stück mehr Qual ist .Denn niemals wird man sich erholen … Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an den Verlag! Es hat meinen Leben bereichert. Alles Gute und pass auf dich auf. Deine Jassy

  • Bewertung

    5/5

    28.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jeder Mensch dieser Erde sollte dieses Buch lesen.

    Jeder Mensch dieser Erde sollte dieses Buch lesen. Höchst empfehlenswert. Höchst real. .......................................................................................................................

  • Literatursprechstunde

    aus Göttingen

    5/5

    08.12.2024

    eBook (ePUB 3)

    Harter Tobak - exzellent aufgearbeitet!

    Zuerst einmal möchte ich eine deutliche Triggerwarnung aussprechen für dieses Werk für sexuelle Gewalt, Vergewaltigung, Misshandlung und Kindesmissbrauch. Bitte überlegt Euch genau, ob ihr über diese Themen lesen möchtet und solltet ihr erst beim Lesen merken, dass es Euch psychische Probleme bereitet: Sprecht mit Freund*innen, Familie oder auch mit der Telefonseelsorge: 0800-1110111 Aber um was für eine Art Buch handelt es sich nun, für das ich eine extra Triggerwarnung ausspreche? Die Französin Neige Sinno hat mit „Trauriger Tiger“ ein radikal ehrliches, autobiografisches Werk über den sexuellen Missbrauch ihres Stiefvaters an ihr selbst verfasst. Dafür wurden ihr zahlreiche Preise verliehen, wie der Prix Femina, Prix littéraire Le Monde, Prix Goncourt des lycéens, Prix Jean-Marc Roberts, Prix littéraire Les Inrockuptibles, sowie der Premio Strega Europeo 2024 - dadurch bin ich u.a. auf das Buch aufmerksam geworden und ich kann Euch sagen, absolut verdient, denn sie setzt sich auf eine neue Weise mit ihren Erlebnissen auseinander. Sinno reflektiert ihre persönlichen Missbrauchserfahrungen in philosophischer Weise, schafft Verbindungen zu Autorinnen wie Annie Ernaux, Virginia Woolf oder Toni Morrison (die ähnliche Erfahrungen machen mussten) und setzt sich auch sprachkritisch mit der Thematik auseinander. Denn lange sträubte sie sich dagegen, das was ihr Stiefvater ihr angetan hatte, als Vergewaltigung zu bezeichnen. Sie hadert im Laufe des Buches mit ihren eigenen Erinnerungen - ist ihr das alles wirklich passiert? Was ist wahr, was falsch? Täuscht sie ihr eigenes Gedächtnis?! Als Medizinerin kann ich dazu sagen, dass der Körper Schutzmechanismen entwickelt, um das Ganze durchzustehen bzw. die Psyche schottet sich mithilfe von Dissoziationen vom Geschehenen ab, daher ist es für Opfer oft nicht einfach ihre Erlebnisse en Detail zu schildern. Vor Gericht gibt Sinno daher an, ihr Missbrauch hätte im Alter von neun Jahren begonnen - ihre aufploppenden Erinnerungen an gewisse Situationen und Räume, in denen die Vergewaltigungen begannen, lassen doch später den sicheren Rückschluss auf ein Alter von sechs Jahren zu, der andauerte bis sie 15 Jahre alt war. Doch nun mal von vorne - was war das für eine Familie, in der ein kleines Mädchen Opfer von solch ekelerregenden Taten wurde? Neige Sinno wächst in einem kleinen Dorf in den französischen Alpen mit ihrer Familie auf (sie hat noch eine zwei Jahre jüngere Schwester, Rose) - ihre Mutter ist geschieden und lernt den äußerst charismatischen zukünftigen Stiefvater von Neige kennen, mit dem sie zwei weitere Kinder bekommt. Der Kontakt zum leiblichen Vater findet ab dem Zeitpunkt nur noch sporadisch statt, bis er ganz ausbleibt. Die anderen Kinder verschont der Stiefvater, droht Neige an, wenn sie darüber sprechen würde, kämen alle Kinder ins Heim und er ins Gefängnis. Daher vertraut sie sich niemandem an und fasst erst als Erwachsene den Entschluss, ihn anzuzeigen, als ihre beiden Stiefgeschwister in ein Alter kamen, in dem sie „interessant“ für ihn hätten werden können - um sie zu schützen. Als erstes vertraute sie sich ihrem Freund, dann der Mutter an, die aber (schwerlich nachvollziehbar) ein ganzes Jahr brauchte, um sich von ihrem Mann, dem Vergewaltiger, zu trennen. Letztlich steht sie ihr aber bei und der Stiefvater ist im Prozess geständig - er wird zu neun Jahren Haft verurteilt. Für mich als Leserin war es eine außergewöhnliche Leseerfahrung, sowohl die Gedanken einer erwachsenen Frau, als Opfer dargelegt zu bekommen, als auch die Introspektion des Täters. Warum sollte man sich denn nun die Zeit nehmen, um ein Buch zu lesen, dass sich mit solch hartem, nervenaufreibenden Tobak beschäftigt?! Natürlich kann Literatur nicht gegen den Missbrauch an sich helfen - sie ist aber in der Lage dazu, zu helfen, um mit Missbrauchserfahrungen besser umgehen zu können, sie kann Sensibilisieren für Anzeichen von Vergewaltigung, diese zu erkennen und ernst zu nehmen. Außerdem kann ein ein solches Buch andere Opfer animieren, ihr Schweigen zu brechen und ebenfalls Täter anzuzeigen und öffentlich anzuprangern. Inzwischen ist Sinno eine promovierte Literaturwisenschaftlerin und lebt mit ihrer Familie in Mexiko. Sie klärt mit „Trauriger Tiger“ über die gesellschaftlichen Folgen von Vergewaltigungstaten auf und lässt die Debatte rund um die Entkriminalisierung von Pädophillie wieder aufleben. Mich hat Neige Sinno mit „Trauriger Tiger“ ebenso beeindruckt, wie erschüttert - daher möchte ich keine generelle Leseempfehlung aussprechen, aber es allen Leser*innen ans Herz legen, die sich mehr mit der Thematik auseinandersetzen wollen und die psychischen Kapazitäten dafür haben. Ich habe dadurch einen neuen Einblick, sowohl in die Opfer- als auch (durch Sinnos exzellente Rückblenden) Täterperspektive bekommen und fühle mich (auch und gerade als angehende Ärztin) ein Stück weit mehr sensibilisiert für diese Thematik - danke Neige Sinno, für mich ist dieses Buch eine absolut heldenhafte Leistung!

  • MarieOn

    5/5

    05.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein so erschütterndes wie wichtiges Buch

    Neige Sinno porträtiert sich selbst. Sie war sieben, acht oder neun Jahre alt, als es anfing, ganz sicher kann sie sich nicht sein, die Geschichte ihrer Vergewaltigung. Andere würden es Missbrauch nennen, aber die Autorin möchte es konkretisieren, es so nennen, wie sie es empfunden hat und wie es sich angefühlt hat. Ihr Stiefvater hat sich ihr kindliches Vertrauen erschlichen, denn obwohl Neige Scham empfand und spürte, dass etwas geschah, das nicht richtig war, dass er zu weit ging, hatte sie keine Worte gefunden. Er war der Erwachsene, der Verantwortliche für eine Schutzbefohlene. Sie sollte ihm sagen, dass sie ihn liebte und nett zu ihm sein, denn dann ließe er ihre Geschwister in Ruhe. Neige Sinno tastet sich an ihren Täter heran. Wie war er? Geachtet in der Nachbarschaft unter Freunden, hilfsbereit, handwerklich begabt. Gut aussehend, sagen die Frauen. Charismatisch und jovial war er, konnte anpacken, hatte Führungsqualitäten und das gefiel der Mutter, die zuvor an Neiges Vater gescheitert war. Neige war schnell klar, dass sie in der Falle saß. Wäre er verhaftet worden, hätte das Geld, das ihre Mutter mit Putzstellen dazuverdiente niemals gereicht um vier Kinder zu versorgen. Er war der Hauptverdiener. Neige war das älteste Kind und musste ihre Geschwister schützen. Sie lehnte ihren Stiefvater im Familienverbund weiterhin ab, war nicht nett zu ihm. Durch ihre Zurückweisung und Nichtakzeptanz verursachte sie ihm eine tiefe narzisstische Kränkung, die er mit immer heftigeren Praktiken quittierte. Neige hat sich wegdissoziiert, wann immer es ihr möglich war, in den Momenten, in denen sie nicht kurz vor dem Ersticken war. Fazit: Neige Sinno hat ein Martyrium öffentlich gemacht, das nicht selten, aber ohne jeden Zweifel erschütternd ist. Mit kluger analytischer Erzählstimme nähert sie sich ihrem Täter und sich selbst. Frei von Pathos schildert sie die abartigen Ereignisse, die sie erleiden musste, die sie zutiefst geprägt haben. Sie nähert sich auch ihrer Mutter, die von den Perversionen ihres Mannes und Vertrauten nichts gewusst haben will und findet Erklärungen. Auch über die mangelnde Bereitschaft der Gesellschaft den Fakten in die Augen zu sehen, der Ignoranz spricht sie. Von Männern, die in Kriegszeiten metzeln und vergewaltigen, um den Gegner bewusst bis in die nächsten Generationen zu traumatisieren und zu zerstören. Warum sie das machen? Weil sie es können. Ebenso nimmt sie Anstoß an der gesellschaftlichen Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen am Beispiel Nabokovs Lolita. Die in den 50ern und lange danach als verführerische, provokante Jugendliche verherrlicht wurde, sodass sogar fähige Literaturkritikerinnen das Buch für eine Liebesgeschichte hielten. Die Autorin spricht darüber, dass der Vertrauensbruch, die Manipulation, die Akte an sich, sich so tief in ihre Seele gebrannt haben, dass kein Tag in ihrem Leben ein normaler Tag ist. Wie Albträume, Flashbacks, Depression und Selbstsabotage sie immer begleiten. Während ihr Stiefvater sich von seinem humanen Freiheitsentzug (halboffener Vollzug) wieder auf der Sonnenseite des Lebens befindet, bleibt seine Stieftochter eine „Damage Person“. Als ebenfalls von Missbrauch betroffene Frau hat mir das Buch einiges abverlangt. Ich möchte nicht verheimlichen, dass ich viele Passagen mit Herzrasen, Atemnot und Flashbacks gelesen habe. Eine weitreichende Erkenntnis, die mich nachhaltig zutiefst traurig macht, ist die, dass es da draußen so viele Männer gibt, die bereit sind anderen zu schaden, um einen Mangel zu kompensieren und sich ein gutes oder berauschendes Gefühl zu verschaffen. Machtmissbrauch scheint ein probates Mittel der Wahl zu sein, seine miesen Gefühle in einen Rausch zu verwandeln, ganz ohne Reue oder Beklemmungen und das stimmt mich nachdenklich.

  • Bewertung

    5/5

    16.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ma vie comme film d‘horreur

    „Trauriger Tiger“ ist, bis jetzt, der erste Roman von Neige Sinno, der ins Deutsche übersetzt wurde. „Triste Tigre“ wurde in Frankreich mit sechs verschiedenen Preisen ausgezeichnet unter anderem mit dem Prix Femina und ist ein Werk welches tief berührt und erschüttert. Das zum Teil biografisch geprägte Werk handelt von Missbrauch. Die Autorin gibt sich selbst eine Stimme und fragt sich, ob es richtig ist, die Geschehnisse in literarischer Form aufzuarbeiten. Ist Literatur dazu überhaupt in der Lage und wird sie jemals alleine durch Selbstanalyse verstehen können, was in einem Menschen vorgeht, der andere missbraucht und das gekonnt vor der Öffentlichkeit verstecken kann? Dieses Buch ist definitiv lesenswert, aber auch verstörend und macht Angst, vielleicht ist es aber genau das, was es braucht um sich mit diesen schwierigen Themen auseinander zu setzen.

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Bewertungen (17)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Elena Sluyterman

    Elena Sluyterman

    Thalia Köln – Rhein-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.05.2025

    eBook (ePUB 3)

    Eine eindrucksvolle Geschichte!!

    Es ist eine unglaublich mutige Geschichte über Missbrauch und seine Folgen. Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch lesen möchte, da die Themen wirklich nichts für schwache Nerven sind. Es wird explizit der Missbrauch an Kindern und Jugendlichen behandelt, und das Ganze ist sehr persönlich geschrieben. Die Autorin hat hier eine Art Tagebuch veröffentlicht, das tiefe Einblicke in die Geschehnisse und ihre Gedankenwelt gewährt. Ich bin froh, dass ich mich letztendlich doch dazu entschieden habe, es zu lesen. Dabei stehen vor allem der Mut, die Reflexion und die Ehrlichkeit der Autorin im Vordergrund, viel mehr noch als die schlimmen Taten. Es ist bewundernswert, eine so starke Geschichte zu lesen.
  • Zum Bewerterprofil von Jolina Merkle

    Jolina Merkle

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ,,In unserer Kultur ist nicht so sehr die Vergewaltigung selbst mit einem Tabu belegt, denn sie findet überall statt, aber darüber zu sprechen, sie genauer anzuschauen, zu analysieren, das bleibt ein Tabu.”

    Als Kind wurde Neige Sinno jahrelang von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht. Die Literatur und das Schreiben wurden ihre Rettung. “Trauriger Tiger” ist aber kein schonungsloser Erfahrungsbericht mit all seinen schmutzigen Details, vielmehr ist es ein kluger Text über Schuld, Sühne und die Möglichkeit des Überlebens. Durch die Generalisierung des Themas als gesamtgesellschaftlicher Missstand und Überlegungen auf theoretischer Ebene sowie intertextuellen Bezügen innerhalb des Literaturkanons, gelingt es Sinno über ihre grausamen Erfahrungen zu schreiben und sie ermöglicht es den Lesenden sich vom Text und seinen Grausamkeiten zu distanzieren und motiviert gleichzeitig weiterzulesen. Ich kann dieses Buch nicht uneingeschränkt empfehlen, Vergewaltigung und Missbrauch sind harte Themen… Ich möchte dieses Buch aber jedem ans Herzen legen, der sich dem gewachsen fühlt.
  • Zum Bewerterprofil von Alexander Manthey

    Alexander Manthey

    Thalia Berlin – Eastgate

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nichts ist entsetzlicher als die...

    Nichts ist entsetzlicher als die Realität und das Verbrechen, die in ihr stattfinden. Ich bin dankbar, dass die Autorin uns einen Einblick in ihr Schicksal gewähren lässt. Die Transparenz in diesem Buch ist so eindringlich, dass ich die Gefühle des Opfer gespürt habe.
  • Zum Bewerterprofil von M. Mischok

    M. Mischok

    Thalia Universitätsbuchhandlung

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.11.2024

    eBook (ePUB 3)

    unfassbar!

    Tief berührt und komplett fassungslos hat mich dieses Buch zurückgelassen! Neige Sinner macht in ihrem Roman „Trauriger Tiger“ deutlich, dass sie ihre eigene Geschichte erzählt, die sie sich aber nicht ausgesucht hat. Sie schreibt für das Schreiben, wollte aber nie diese Geschichte erleben, die sie nun aber schreiben möchte. Sie versucht es nicht damit zu verarbeiten oder gar damit abzuschließen, denn sie weiß, dass es für immer ein Teil ihres Lebens sein wird. Trotzdem möchte sie über dieses Trauma, welches sie durch den jahrelangen Missbrauch durch ihren Stiefvater erlebt, aufklären. Ich habe noch nie eine Geschichte gelesen, welche so tiefdringend und ehrlich mit Kindesmissbrauch umgeht. Es ist wie ein Memoire und gleichzeitig wie ein Roman geschrieben, eine Kombination solcher Art, welche ich vorher noch nicht entdeckt hatte. Am Ende muss man tief schlucken, um das Gelesen verarbeiten zu können.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.10.2024

    eBook (ePUB 3)

    Realität

    Das theoretische Wissen und die Ahnung was hinter geschlossenen Türen um Missbrauch von Kindern geschieht rückt durch diese detaillierte Schilderung ad absurdum. Nichts wird ausgelassen, alles benannt. In aller deutlichen Schrecklichkeit, mit neutralen Worten, es entsteht der Eindruck eines Berichtes. Schilderungen wie die Mutter ihn erlebt haben mag und er im Alltag war ergänzen das Bild, ein normales Leben neben dem verbotenen und unnormalen. Unglaublich wie Täter sich zu Gunsten ihrer Befriedigung über das Wohlergehen von Schutzbefohlenen hinwegsetzen. Dieses Buch kann mensch nicht vergessen.

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