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Neu

ALMANCI-Mädchen Wie ich mir Deutschsein beigebracht habe | Tülin Sezgin (aka »Conny from the Block«) über Missverständnisse, kulturelle Erwartungen und die große Frage der Zugehörigkeit

6

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

621

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/2,2 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Magenta

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-26465-5

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

621

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/2,2 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Magenta

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-26465-5

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bewertung

    5/5

    07.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Von gequetschen Füßen und der Stärke, sich sein Label zurück zu holen

    Tülin hat schon fast jeden Job mitgemacht: Von Flugbegleiterin bis hin zur Hotelfachfrau nimmt sie die Leser*innen auf eine Reise durch ihr Leben. Sie erzählt uns von ihrem Alltag, aber auch ihrem rassistischen Alltag in der Schule, Behandlungen von wildfremden Personen und der Liebe zu Schrebergärten. Ich brauche etwas um mit dem Buch warm zu werden. Es sprach mich sofort an, doch an einigen Stellen im Buch dachte ich "hmm, das kenn ich aber anders" - obwohl ich mit einem Türken verheiratet bin und vieles von der Almanci-Kultur schon mitbekommen habe. Aber fliegende Schlappen? Von solcher Ausgrenzung hat Servet mir nie erzählt. Ich las weiter. In der Hälfte des Buchs wurde mir klar: Das hätte auch genauso gut meine Kindheit sein können, wenn ich nicht als Kind super langweiliger deutschen Eltern hier in Berlin Charlottenburg geboren worden wäre. Ich habe Ebrus und Selinas Kennengelernt, war mit ihnen auf die Schule gegangen und im Grunde unterschied uns nur, wie die Eltern (und Tanten, und Cousins, etc) unser Leben beeinflusst haben, welche Freunde wir uns suchten und was wir als Schulbrot mitbekamen. Naja, und vielleicht ein klein bisschen mehr, aber das spielt keine Rolle. Tülin schafft es hier in ihrem Buch mit Alltagssprache und wortgewandten Passagen ihr bisheriges Leben zu beschreiben. Dabei fokussiert sie sich auf einzelne Aspekte, die sie in diesem Lebensabschnitt gelernt hat. Beschissene und schlimme Situationen werden humorvoll beschrieben. Natürlich werden Klischees dabei nicht ausgelassen, aber die gehören irgendwie auch etwas dazu. Ihre Selbstreflektierte Art machte mir als Leserin klar, dass sie Klischees durchschaut und das man sich alles zurück erobern kann, wenn man nur daran arbeitet und immer das beste aus der schlechten Situation macht. Das Buch ist female Rage ohne zu brutal zu sein, enpowering / stärkend und sehr sehr Mut machend. Lest es!

  • Bewertung

    5/5

    25.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Absolute Leseempfehlung!

    Danke Tülin, nicht nur für ein weiteres tolles Buch, sondern für das Teilen deiner Geschichte! Almanci-Mädchen vermittelt extrem kurzweilig wie der Alltag vieler von großen und vor allem von kleinen Dingen beeinflusst wird. Eine absolute Leseempfehlung!

  • SusanK

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Leben mit Migrationshintergrund

    Tülin wurde in Berlin-Neukölln geboren, hatte aber von Geburt an den türkischen Pass. In Deutschland ist und bleibt sie Berlinerin mit Migrationshintergrund, doch auch in der Türkei ist sie nicht einfach eine Türkin, sondern ihre Abstammung wird ebenfalls negativ goutiert. Ein Leben im ständigen Spagat zwischen Anpassung und dem Finden eigener Identität, was in der Verbeamtung Tülins gipfelte – so ziemlich das Deutscheste, was es gibt. In den einzelnen Kapiteln erzählt Tülin Sezgin ihre eigene Lebensgeschichte, immer mit dem Fokus auf einen bestimmten Aspekt, den sie gelernt hat oder bei dem der Kulturclash besonders deutlich wurde. Dabei werden selbst schlimme Erfahrungen humorvoll beschrieben. Klischees auf beiden Seiten werden aufgezeigt, aber auch deren Hintergründe. Labels sind in der heutigen Zeit allgegenwärtig und Tülin Sezgin zeigt, wie man sich das eigene Label zurückerobern kann und das Beste daraus macht – eine sehr ermutigende Aussage, nachdem man sie fast 241 Seiten bei der Suche nach ihrer Herkunft und Zugehörigkeit erleben durfte. Auch wenn es bei weitem nicht die schlimmste Situation im Buch war, hat es mich wirklich schockiert, wie Tülin im Kindergarten über die Fleischsorte beim Mittagessen angelogen wurde. Ein berührendes Buch, was absolut empfehlenswert ist für jeden! - und viele Probleme, aber auch Lösungen aufzeigt.

  • Bewertung

    5/5

    18.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Identifizierung

    Schon nach den ersten Seiten hat mich das Buch direkt zurück in meine Kindheit versetzt. Nostalgie pur! Ich habe gelacht, aber auch geweint. Tülin Sezgin schafft es, Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, die mir unglaublich vertraut vorkamen. Humorvoll, emotional und gleichzeitig tiefgründig geschrieben, man liest einfach gerne weiter. Ein facettenreiches Buch, das mich wirklich begeistert hat. Absolute Empfehlung!

  • Bewertung

    5/5

    14.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Einfach nur grandios! ⭐⭐⭐⭐⭐

    Wenn ich Tülin Sezgins Buch mit nur einem Wort beschreiben müsste, wäre es definitiv: grandios! Tülin Sezgin erzählt ihre eigene Lebensgeschichte – ehrlich, authentisch und unglaublich berührend. Ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, und ihre Geschichte hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Ich konnte mich an vielen Stellen sehr gut in sie hineinversetzen, weil vieles von dem, was sie erlebt und gefühlt hat, auch Erfahrungen widerspiegelt, die wir als Deutschtürken kennen. Sie hat diese Gefühle und Erlebnisse so treffend beschrieben und einfach auf den Punkt gebracht. Gerade weil sie ihre eigene Geschichte erzählt, hat mich das Buch besonders berührt. Man spürt die Ehrlichkeit und die Emotionen auf jeder Seite. Einfach ein grandioses Buch und für mich eine absolute Leseempfehlung! ❤️

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Bewertungen (6)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Gizem Maranki

    Gizem Maranki

    Thalia Mayersche Köln-Deutz

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    That's me !

    Tülins Buch hat mich an vielen Stellen tief berührt, weil ich mich in den kleinen, scheinbar unscheinbaren Momenten sehr gesehen und verstanden gefühlt habe. Sie erzählt mit viel Humor, aber auch mit feinem Gespür für Frust, kleine Formen von Rassismus und das Gefühl, zwischen zwei Kulturen zu stehen: dazugehören zu wollen, ohne dabei die eigene Identität zu verlieren. Ein Buch, das einen dazu bringt, sich selbst zu fragen: Wie viel Deutsch und wie viel Türkisch steckt eigentlich in mir und was davon möchte ich behalten ?
  • Zum Bewerterprofil von E. Doğruyol

    E. Doğruyol

    Thalia Augsburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    28.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen "entweder" und "oder" liegt manchmal die eigene Identität

    Mit „Almanci-Mädchen“ gibt Tülin Sezgin einen persönlichen Einblick in Migration, Identität und das Aufwachsen zwischen verschiedenen kulturellen Einflüssen. Dabei setzt sie viel Humor ein und lockert damit ein eigentlich großes und ernstes Problem auf, welches oft gar nicht als solches auffällt, weil es in kurzen, beiläufigen Gesprächen im Alltag passiert. Ich denke, viele Menschen mit einem Migrationshintergrund werden sich in der Geschichte auf eine Art und Weise wiederfinden können – besonders, wenn die Frage nach der eigenen Zugehörigkeit nicht einfach mit „entweder oder“ zu beantworten ist. Manchen Menschen ist außerdem gar nicht bewusst, wie verletzend ihr Umgang mit ausländischen Namen eigentlich sein kann. Die Scherze, das bewusste Falsch-Aussprechen oder die ignorante Vermeidung. Das führt dazu, dass wir selbst anfangen, unsere Namen falsch auszusprechen, anstatt andere zu korrigieren. Ich habe meinen Namen jahrelang verdeutscht, dass er mir irgendwann selbst fremd vorkam. Viele Menschen empfinden Scham und Angst, den Namen falsch auszusprechen und versuchen es deshalb gar nicht erst. Dabei ist der Versuch ein Zeichen von Stärke. Man fühlt sich durch den Versuch wirklich gesehen und wahrgenommen – nicht dadurch, dass jemand den Namen perfekt ausspricht. „Ich denke also deutsch, spreche deukisch, fühle türkisch. Eine unbeschreibliche Sehnsucht nach einem Land, dessen Sprache ich nicht mal vollumfänglich beherrschte, plagt mich schon mein ganzes Leben.“ „Meine Heimat liegt im Dazwischen. Ich werde für immer zerrissen sein und das ist okay so. […] Ich bin und werde immer ein Almanci-Mädchen bleiben und das Deutschsein habe ich mir ziemlich gut beigebracht.“

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