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Phon Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.08.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,3/13,5/3,2 cm

Gewicht

419 g

Auflage

1

Originaltitel

Foon

Übersetzt von

Bettina Bach

Sprache

Deutsch

EAN

2710002051150

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Sehr gut

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Erscheinungsdatum

23.08.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,3/13,5/3,2 cm

Gewicht

419 g

Auflage

1

Originaltitel

Foon

Übersetzt von

Bettina Bach

Sprache

Deutsch

EAN

2710002051150

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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Wie das Schälen einer Zwiebel

fromme Helene am 09.11.2021

Bewertungsnummer: 1603154

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch spielt in Russland und so kommt es auch entsprechend düster, schwermütig und von Märchenhaften durchdrungen daher. Nadja erzählt von ihrem Leben, ihrem Alltag, was es bedeutet Russin zu sein, den Menschen, die aus ihrem Leben verschwunden sind und denen, die geblieben sind. Und hinter all dem ist etwas versteckt, das sie nicht erzählen will. Ihr Blick ist wütend, oft depressiv, dann wieder verletzlich - ihre Sprache außergewöhnlich, voller eindrücklicher Bilder und einfach wunderbar. Doch für mich reicht die schöne Sprache nicht aus, um aus ihrer Geschichte einen Lesegenuss zu machen. Ich musste tief in Nadjas unstrukturierte Gedankenwelt eintauchen, suchte nach Hinweisen auf eine Geschichte, suchte den Kern ihrer Erzählung. Schale für Schale, Häutchen für Häutchen betrachtete ich Nadjas Gedanken, prüfte sie auf ihren Wahrheitsgehalt, suchte die Zwischenräume ab und musste mir meine eigene Wahrheit zusammenreimen, auf der Suche nach der Geschichte hinter all diesen Gedanken. Die Hinweise am Ende, die von außen gereicht werden, reichen nicht aus für all meine Fragen. Die Autorin hat sich die Mühe gemacht, die Verzweiflung eines Menschen in all seinen Facetten zu zeigen. Ich spüre diese Frau, die mit einem Trauma kämpft. Die daraus resultierende Verdrängung haben Nadja zu einem Menschen jenseits der Realität werden lassen. Manches Mal war ich fasziniert von ihrer Stärke, manchmal erschrocken vor ihrer Garstigkeit, dann wieder vor ihrer Einsamkeit. Mit aller Macht drängt Nadja Erinnerungen zur Seite, färbt sie ein, verzerrt sie und gibt sie als unscharfes Dia zurück. Es gab so viel zu interpretieren und kaum Hinweise, dass man in die richtige Richtung marschiert. Vielleicht gab es auch gar kein Richtig und Falsch. Sondern nur einen undefinierten Dschungel aus Worten, der immer wieder andere Facetten zeigte, je nachdem welchen Pfad man einschlägt. Am Ende blieb ein Haufen Gedanken mit dem Geschmack eines Unglücks. Es war Schwerstarbeit mit dem Gefühl, etwas Unbekannten ganz nah gekommen zu sein. Fazit: Viele interessant duftende Häppchen in einer dunklen Hülle werden in einer wunderbaren Sprache gereicht – doch satt bin ich am Ende nicht.

Wie das Schälen einer Zwiebel

fromme Helene am 09.11.2021
Bewertungsnummer: 1603154
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch spielt in Russland und so kommt es auch entsprechend düster, schwermütig und von Märchenhaften durchdrungen daher. Nadja erzählt von ihrem Leben, ihrem Alltag, was es bedeutet Russin zu sein, den Menschen, die aus ihrem Leben verschwunden sind und denen, die geblieben sind. Und hinter all dem ist etwas versteckt, das sie nicht erzählen will. Ihr Blick ist wütend, oft depressiv, dann wieder verletzlich - ihre Sprache außergewöhnlich, voller eindrücklicher Bilder und einfach wunderbar. Doch für mich reicht die schöne Sprache nicht aus, um aus ihrer Geschichte einen Lesegenuss zu machen. Ich musste tief in Nadjas unstrukturierte Gedankenwelt eintauchen, suchte nach Hinweisen auf eine Geschichte, suchte den Kern ihrer Erzählung. Schale für Schale, Häutchen für Häutchen betrachtete ich Nadjas Gedanken, prüfte sie auf ihren Wahrheitsgehalt, suchte die Zwischenräume ab und musste mir meine eigene Wahrheit zusammenreimen, auf der Suche nach der Geschichte hinter all diesen Gedanken. Die Hinweise am Ende, die von außen gereicht werden, reichen nicht aus für all meine Fragen. Die Autorin hat sich die Mühe gemacht, die Verzweiflung eines Menschen in all seinen Facetten zu zeigen. Ich spüre diese Frau, die mit einem Trauma kämpft. Die daraus resultierende Verdrängung haben Nadja zu einem Menschen jenseits der Realität werden lassen. Manches Mal war ich fasziniert von ihrer Stärke, manchmal erschrocken vor ihrer Garstigkeit, dann wieder vor ihrer Einsamkeit. Mit aller Macht drängt Nadja Erinnerungen zur Seite, färbt sie ein, verzerrt sie und gibt sie als unscharfes Dia zurück. Es gab so viel zu interpretieren und kaum Hinweise, dass man in die richtige Richtung marschiert. Vielleicht gab es auch gar kein Richtig und Falsch. Sondern nur einen undefinierten Dschungel aus Worten, der immer wieder andere Facetten zeigte, je nachdem welchen Pfad man einschlägt. Am Ende blieb ein Haufen Gedanken mit dem Geschmack eines Unglücks. Es war Schwerstarbeit mit dem Gefühl, etwas Unbekannten ganz nah gekommen zu sein. Fazit: Viele interessant duftende Häppchen in einer dunklen Hülle werden in einer wunderbaren Sprache gereicht – doch satt bin ich am Ende nicht.

Zunächst einmal: ich bin…

TochterAlice aus Köln am 03.11.2021

Bewertungsnummer: 2753733

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zunächst einmal: ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben. Einen wahrhaft russischen Roman, einen, der die russische Seele aufleben lässt, wenn nicht sogar feiert. Einen, der die Atmosphäre des nachsowjetischen Russland in seiner Tiefe ergründet, von Beginn an. Es geht um ein Paar, das im westrussischen Wald lebt, bereits seit drei Jahrzehnten, Nadja und Lew. Sie sind Zoologen, beziehungsweise ist es Lew. Nadja war seine Studentin, sie hat das Studium nie abgeschlossen, sondern sich dem deutlich älteren akademischen Lehrer in die Arme geworfen - mir Erfolg. Denn er verließ sofort seine langjährige Ehefrau und zog mit ihr in die Wälder zwecks Führung eines idealistischen Lebens, das die Organisation praktischer zoologischer Sommerkurse beinhaltete. Berichtet wird aus Nadjas Sicht - es ist eine ausgesprochen subjektive Wahrnehmung, eine sprunghafte noch dazu. Wie es eben so ist, wenn man seine eigene Geschichte erinnert - man springt vom Hölzchen aufs Stöckchen und kann sich nicht immer auf sich selbst verlassen. Dies hat die Autorin Marente de Moor - eine Niederländerin wohlgemerkt - aus meiner Sicht sehr gelungen dargestellt, wenngleich es das Lesen mitunter durchaus erschwert. Allerdings bleibt der Leser desöfteren auf der Strecke - so erging es mir zumindest: ich konnte weder den Entwicklungen noch den Emotionen der Erzählerin folgen, fühlte mich von ihr wieder und wieder allein gelassen, wenn sie bestimmte Erzählstränge - und zwar nicht wenige - ins Nichts verlaufen ließ. Zudem kam mir es mir zum Ende hin mehr und mehr vor, als würden doch so einige Klischees aufgefahren. Dennoch: wer gerne Romane über Russland liest, in denen es auch ein wenig schräg zugeht, könnte hier an der richtigen Adresse sein!

Zunächst einmal: ich bin…

TochterAlice aus Köln am 03.11.2021
Bewertungsnummer: 2753733
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zunächst einmal: ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben. Einen wahrhaft russischen Roman, einen, der die russische Seele aufleben lässt, wenn nicht sogar feiert. Einen, der die Atmosphäre des nachsowjetischen Russland in seiner Tiefe ergründet, von Beginn an. Es geht um ein Paar, das im westrussischen Wald lebt, bereits seit drei Jahrzehnten, Nadja und Lew. Sie sind Zoologen, beziehungsweise ist es Lew. Nadja war seine Studentin, sie hat das Studium nie abgeschlossen, sondern sich dem deutlich älteren akademischen Lehrer in die Arme geworfen - mir Erfolg. Denn er verließ sofort seine langjährige Ehefrau und zog mit ihr in die Wälder zwecks Führung eines idealistischen Lebens, das die Organisation praktischer zoologischer Sommerkurse beinhaltete. Berichtet wird aus Nadjas Sicht - es ist eine ausgesprochen subjektive Wahrnehmung, eine sprunghafte noch dazu. Wie es eben so ist, wenn man seine eigene Geschichte erinnert - man springt vom Hölzchen aufs Stöckchen und kann sich nicht immer auf sich selbst verlassen. Dies hat die Autorin Marente de Moor - eine Niederländerin wohlgemerkt - aus meiner Sicht sehr gelungen dargestellt, wenngleich es das Lesen mitunter durchaus erschwert. Allerdings bleibt der Leser desöfteren auf der Strecke - so erging es mir zumindest: ich konnte weder den Entwicklungen noch den Emotionen der Erzählerin folgen, fühlte mich von ihr wieder und wieder allein gelassen, wenn sie bestimmte Erzählstränge - und zwar nicht wenige - ins Nichts verlaufen ließ. Zudem kam mir es mir zum Ende hin mehr und mehr vor, als würden doch so einige Klischees aufgefahren. Dennoch: wer gerne Romane über Russland liest, in denen es auch ein wenig schräg zugeht, könnte hier an der richtigen Adresse sein!

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von Marente de Moor

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Sabine Schmidt

Thalia Korbach

Zum Portrait

5/5

Eine Geschichte voller Poesie und starker Bilder

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Marente De Moor ist die Tochter der berühmten niederländischen Schriftstellerin Margriet De Moor. Schon ihre Großmutter väterlicherseits war Schriftstellerin und gewiss ist es nicht ganz leicht mit diesem 'Erbe' selbst schriftstellerisch tätig zu sein. Doch Marente De Moor beweist in ihren Romanen, dass sie einen ganz eigenen Ton, einen eigenen literarischen Stil gefunden hat, mit dem sie mich in ihrem neuen Roman 'Phon' restlos begeistert hat. Lange habe ich nichts mehr gelesen, das mich sprachlich und atmosphärisch so begeistert hat. Dabei wirkt die Geswchichte um Lew und Nadja düster, ist bisweilen etwas sperrig und überlässt sehr viel der Phantasie der Leser*innen. Doch genau darin liegt auch der besondere Reiz dieses aussergewöhnlicheh Romans.
  • Sabine Schmidt
  • Buchhändler/-in

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Eine Geschichte voller Poesie und starker Bilder

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Marente De Moor ist die Tochter der berühmten niederländischen Schriftstellerin Margriet De Moor. Schon ihre Großmutter väterlicherseits war Schriftstellerin und gewiss ist es nicht ganz leicht mit diesem 'Erbe' selbst schriftstellerisch tätig zu sein. Doch Marente De Moor beweist in ihren Romanen, dass sie einen ganz eigenen Ton, einen eigenen literarischen Stil gefunden hat, mit dem sie mich in ihrem neuen Roman 'Phon' restlos begeistert hat. Lange habe ich nichts mehr gelesen, das mich sprachlich und atmosphärisch so begeistert hat. Dabei wirkt die Geswchichte um Lew und Nadja düster, ist bisweilen etwas sperrig und überlässt sehr viel der Phantasie der Leser*innen. Doch genau darin liegt auch der besondere Reiz dieses aussergewöhnlicheh Romans.

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Simone Büchner

Thalia Coburg

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4/5

'Das Hintergrundrauschen des Lebens'

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

'Phon' ist ein schwer zu durchdringendes und teilweise schwer zu verstehendes, aber sprachlich großartiges, ganz besonders eindrücklich erzähltes Buch. Es geht um das Zoologenpaar Nadja & Lew, das seit fast dreißig Jahren in den Wäldern der russischen Provinz lebt, jetzt zurückgezogen und isoliert. Lew scheint abzugleiten in die Demenz und manchmal ist ein merkwürdiges Himmelsgeräusch „Phon“ zu hören. Nadja erinnert sich, wie aus ihnen einst ein Paar, dann eine Familie wurde und wie es damals zu dem tödlichen Unfall mit einem Bären kam. Manchmal verlor ich mich in Nadjas schwermütigen Erinnerungen und manchmal verloren mich ihre Erinnerungen, die keiner Chronologie folgten. Doch was geschah damals wirklich?
  • Simone Büchner
  • Buchhändler/-in

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4/5

'Das Hintergrundrauschen des Lebens'

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

'Phon' ist ein schwer zu durchdringendes und teilweise schwer zu verstehendes, aber sprachlich großartiges, ganz besonders eindrücklich erzähltes Buch. Es geht um das Zoologenpaar Nadja & Lew, das seit fast dreißig Jahren in den Wäldern der russischen Provinz lebt, jetzt zurückgezogen und isoliert. Lew scheint abzugleiten in die Demenz und manchmal ist ein merkwürdiges Himmelsgeräusch „Phon“ zu hören. Nadja erinnert sich, wie aus ihnen einst ein Paar, dann eine Familie wurde und wie es damals zu dem tödlichen Unfall mit einem Bären kam. Manchmal verlor ich mich in Nadjas schwermütigen Erinnerungen und manchmal verloren mich ihre Erinnerungen, die keiner Chronologie folgten. Doch was geschah damals wirklich?

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