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Ein fliehendes Pferd Novelle

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Verkaufsrang

84790

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.05.1980

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

17,7/10,6/1,2 cm

Gewicht

102 g

Auflage

42. Auflage 2023

Sprache

Deutsch

EAN

2710002078157

Beschreibung

Rezension

»Walser zeigt sich in diesem unterhaltsamen Klassiker als brillianter Differenzierungskünstler, als virtuoser Beobachter und sprachmächtiger Ironiker.« ("rbb kultur")
»Der Film führt uns den Stoff als Komödie der Sitten und Gesinnungen vor. Aber so böse sie dabei wird, so lustvoll die Darsteller ihre Figuren überspitzen, so konsequent bleiben die im privaten Urlaubskampf gefangenen Menschen mit sympathischen Zügen, mit einer spürbaren Verletzlichkeit, mit Ähnlichkeiten zu dem Typ, in dessen Haut wir jeden Morgen aufwachen.« ("Stuttgarter Zeitung")

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Verkaufsrang

84790

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.05.1980

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

17,7/10,6/1,2 cm

Gewicht

102 g

Auflage

42. Auflage 2023

Sprache

Deutsch

EAN

2710002078157

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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farbenreiche Novelle

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 01.01.2024

Bewertungsnummer: 2099145

Bewertet: eBook (ePUB)

Und siehe da: er kann doch noch schreiben, der Martin Walser: diese Novelle ist ganz ausgezeichnet, humorvoll und behandelt mit viel Rhythmus die Probleme von älter werdenden Leuten. Die Novelle bietet viele Möglichkeiten zur Spiegelung der eigenen Gefühle und Stimmungen. Man erkennt sich in vielen Gedankengängen und Schilderungen wieder. Bravo!

farbenreiche Novelle

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 01.01.2024
Bewertungsnummer: 2099145
Bewertet: eBook (ePUB)

Und siehe da: er kann doch noch schreiben, der Martin Walser: diese Novelle ist ganz ausgezeichnet, humorvoll und behandelt mit viel Rhythmus die Probleme von älter werdenden Leuten. Die Novelle bietet viele Möglichkeiten zur Spiegelung der eigenen Gefühle und Stimmungen. Man erkennt sich in vielen Gedankengängen und Schilderungen wieder. Bravo!

Ein ehemaliger DDR- Klassiker…

Inge E. aus Beilngries am 29.04.2009

Bewertungsnummer: 2701448

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein ehemaliger DDR- Klassiker - jetzt 2009 als Neuauflage. Ausserdem gibt es das Buch "Ein fliehendes Pferd" von Martin Walser selbst gelesen auch als Hörbuch (3 Cd´s) . 2007 wurde es bereits verfilmt (Katja Riemann als Sabine in der Hauptrolle - siehe neues Titelbild -) Besonders beeindruckend und hervorzuheben ist diese bedeutungsvolle Szene: Der unverhoffte Moment der Übereinkunft zwischen den Beiden, denn nur dieses einzige Mal bewundert Helmut seinen Jugendfreund Klaus ohne Vorbehalt: Von einer Wanderung zurückkehrend, stürmt ihnen ein Pferd entgegen. Der Bauer konnte es nicht zurückhalten. Doch als das Pferd schließlich am Wiesenrand stehenbleibt, nähert sich ihm Klaus von der Seite und springt auf, noch ehe es davongaloppiert ist. Klaus erklärt es mit den Worten: "Einem fliehenden Pferd kannst du dich nicht in den Weg stellen. Es muß das Gefühl haben, sein Weg bleibt frei. Und: ein fliehendes Pferd läßt nicht mit sich reden."

Ein ehemaliger DDR- Klassiker…

Inge E. aus Beilngries am 29.04.2009
Bewertungsnummer: 2701448
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein ehemaliger DDR- Klassiker - jetzt 2009 als Neuauflage. Ausserdem gibt es das Buch "Ein fliehendes Pferd" von Martin Walser selbst gelesen auch als Hörbuch (3 Cd´s) . 2007 wurde es bereits verfilmt (Katja Riemann als Sabine in der Hauptrolle - siehe neues Titelbild -) Besonders beeindruckend und hervorzuheben ist diese bedeutungsvolle Szene: Der unverhoffte Moment der Übereinkunft zwischen den Beiden, denn nur dieses einzige Mal bewundert Helmut seinen Jugendfreund Klaus ohne Vorbehalt: Von einer Wanderung zurückkehrend, stürmt ihnen ein Pferd entgegen. Der Bauer konnte es nicht zurückhalten. Doch als das Pferd schließlich am Wiesenrand stehenbleibt, nähert sich ihm Klaus von der Seite und springt auf, noch ehe es davongaloppiert ist. Klaus erklärt es mit den Worten: "Einem fliehenden Pferd kannst du dich nicht in den Weg stellen. Es muß das Gefühl haben, sein Weg bleibt frei. Und: ein fliehendes Pferd läßt nicht mit sich reden."

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Ein fliehendes Pferd

von Martin Walser

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Jérôme Wiedenhaupt

Thalia Hildesheim

Zum Portrait

5/5

Wenn jemand von ihm noch nichts wusste, war noch alles möglich.

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Helmut Halm verlangt nichts mehr vom Leben und doch umgibt ihn dieses Leben noch und fordert Rituale und Gesten. Er simuliert das erforderte Quäntchen Leben, um zumindest den Anschein zu erwecken, dass noch Leben in ihm lebt. Er liebt das Inkognito, das Nicht-Erkanntsein. Sobald er für andere ein Objekt der Prädikation geworden ist, möchte er am liebsten fliehen. Er flieht vor jeglicher Feststellung seiner Person, denn er will keine Person sein. Martin Walser entwirft das Portrait eines Menschen, der im Grunde Theater spielt, der zu luzide ist, um sich von seinen charakterlichen Gewohnheiten durch die Verirrungen des Lebens automatisch tragen zu lassen. Helmut spürt jenen zutiefst paralysierenden Möglichkeitssinn, der bereits Ulrich in Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" das Handeln verunmöglichte. Im Urlaub mit seiner Frau sehnt er sich nach dem Inkognito, danach, für niemanden etwas darzustellen, dem Kampf um Anerkennung ausweichen zu können. Nur in der Fremde kann er seine Person in Sicherheit bringen und der Welt gegenüber unerreichbar bleiben. Man fragt sich unweigerlich woher diese Flucht in die Anonymität eigentlich kommt, warum zeigt uns Walser einen leidenden Helmut und darüber hinaus den modernen Menschen, der nicht mehr Ich zu sich sagen möchte? Helmut will vor den Blicken der Gesellschaft nicht nur unsichtbar bleiben, er will täuschen und erlebt besondere Freuden gerade dann, wenn er der Umwelt falsche Signale vermitteln konnte. Helmut möchte identitätslos sein, anders als Klaus Buch, jenem Antipoden, der das Ansinnen Helmuts, einmal in Ruhe die Tagebücher Kierkegaards im Urlaub zu lesen, gehörig durchkreuzt. Der exzentrische Klaus, ein alter Bekannter, liebt das Leben und animiert das Ehepaar Halm fortan gemeinsame Ausflüge zu unternehmen. Der eine flieht vor jeglichen Berührungen mit dem Leben, der andere lebt einzig in der Überholung des Lebens. Helmut wehrt sich gegen die Versuche seines Freundes, kategorisiert zu werden. Mit allen Mitteln möchte er seine Idiosynkrasie bewahren, sie nicht dem Freund zu liebe in Klischees und Anekdoten einordnen. Walser zeigt uns den modernen Menschen, wie er gerade wegen seiner vielen gesellschaftlichen Eigenschaften, das wirklich Besondere seiner selbst, sein Nichtidentisches wie Adorno sagen würde, nicht mehr auszuleben vermag. Walsers Novelle ist ein Meisterwerk deutscher Prosa.
  • Jérôme Wiedenhaupt
  • Buchhändler/-in

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5/5

Wenn jemand von ihm noch nichts wusste, war noch alles möglich.

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Helmut Halm verlangt nichts mehr vom Leben und doch umgibt ihn dieses Leben noch und fordert Rituale und Gesten. Er simuliert das erforderte Quäntchen Leben, um zumindest den Anschein zu erwecken, dass noch Leben in ihm lebt. Er liebt das Inkognito, das Nicht-Erkanntsein. Sobald er für andere ein Objekt der Prädikation geworden ist, möchte er am liebsten fliehen. Er flieht vor jeglicher Feststellung seiner Person, denn er will keine Person sein. Martin Walser entwirft das Portrait eines Menschen, der im Grunde Theater spielt, der zu luzide ist, um sich von seinen charakterlichen Gewohnheiten durch die Verirrungen des Lebens automatisch tragen zu lassen. Helmut spürt jenen zutiefst paralysierenden Möglichkeitssinn, der bereits Ulrich in Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" das Handeln verunmöglichte. Im Urlaub mit seiner Frau sehnt er sich nach dem Inkognito, danach, für niemanden etwas darzustellen, dem Kampf um Anerkennung ausweichen zu können. Nur in der Fremde kann er seine Person in Sicherheit bringen und der Welt gegenüber unerreichbar bleiben. Man fragt sich unweigerlich woher diese Flucht in die Anonymität eigentlich kommt, warum zeigt uns Walser einen leidenden Helmut und darüber hinaus den modernen Menschen, der nicht mehr Ich zu sich sagen möchte? Helmut will vor den Blicken der Gesellschaft nicht nur unsichtbar bleiben, er will täuschen und erlebt besondere Freuden gerade dann, wenn er der Umwelt falsche Signale vermitteln konnte. Helmut möchte identitätslos sein, anders als Klaus Buch, jenem Antipoden, der das Ansinnen Helmuts, einmal in Ruhe die Tagebücher Kierkegaards im Urlaub zu lesen, gehörig durchkreuzt. Der exzentrische Klaus, ein alter Bekannter, liebt das Leben und animiert das Ehepaar Halm fortan gemeinsame Ausflüge zu unternehmen. Der eine flieht vor jeglichen Berührungen mit dem Leben, der andere lebt einzig in der Überholung des Lebens. Helmut wehrt sich gegen die Versuche seines Freundes, kategorisiert zu werden. Mit allen Mitteln möchte er seine Idiosynkrasie bewahren, sie nicht dem Freund zu liebe in Klischees und Anekdoten einordnen. Walser zeigt uns den modernen Menschen, wie er gerade wegen seiner vielen gesellschaftlichen Eigenschaften, das wirklich Besondere seiner selbst, sein Nichtidentisches wie Adorno sagen würde, nicht mehr auszuleben vermag. Walsers Novelle ist ein Meisterwerk deutscher Prosa.

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Vreni Haider

Thalia Bad Reichenhall

Zum Portrait

5/5

Traurig verneige ich mich vor dem grand seigneur der deutschen Literatur

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zwei Männer, bekannt aus Studiumszeiten, begegnen sich zufällig im Urlaub. Der eine von blutiger Trägheit, am liebsten mit Zigarre und Rotwein in den Sessel beschwert, der andere ein hyperaktiver Aktionist, stets auf der Suche nach der ultimativen Herausforderung, gänzlich dem Wahn der Selbstoptimierung verfallen. Unterschiedlicher könnten sie nicht sein und doch beginnen sie die Freizeit gemeinsam zu gestalten. Von den eigenen Ehefrauen teils subtil angestachelt, versuchen sie bald sich gegenseitig zu übertreffen. Ein skurriler Machtkampf entbrennt - ein sprichwörtlicher "Penisvergleich". Den krönenden Höhepunkt erleben die Leser*innen in einem gemeinsam unternommenen Segeltörn. Walsers Spezialität war es, seine Figuren regelrecht zu sezieren, Schicht um Schicht abzutragen, den Kern des Inneren freizulegen und die Unzulänglichkeiten seiner Protagonisten nach außen zu stülpen. Und das mit einer Leichtigkeit, die Satz um Satz mühelos ineinander fließen lässt. Mit geradezu seismographischer Präzision duchleuchtete er seine Figuren, bestimmte Gefühlslagen konkret und beförderte dabei schambehaftete Teile unser aller Befindlichkeiten ans Tageslicht, um sie dem Leser wie gefundene Beute vor die Füße zu legen. Man fühlt sich streckenweise von ihm ertappt. Und genau das macht seine Werke greif- und nahbar. Der Autor, der meist dem Durchschnittsmenschen oder auch gerne mal dem Versager die Bühne überlies und uns den Antihelden mit all seinen Ängsten und Nöten damit zum Helden macht. Dem neugierig gewordenen Walser-Einsteiger lege ich dieses Buch ans Herz. Kurz, prägnant, absolut genial. Vielen Dank Martin Walser für all die großartigen Vermächtnisse, die Sie uns hinterlassen haben!
  • Vreni Haider
  • Buchhändler/-in

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Traurig verneige ich mich vor dem grand seigneur der deutschen Literatur

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zwei Männer, bekannt aus Studiumszeiten, begegnen sich zufällig im Urlaub. Der eine von blutiger Trägheit, am liebsten mit Zigarre und Rotwein in den Sessel beschwert, der andere ein hyperaktiver Aktionist, stets auf der Suche nach der ultimativen Herausforderung, gänzlich dem Wahn der Selbstoptimierung verfallen. Unterschiedlicher könnten sie nicht sein und doch beginnen sie die Freizeit gemeinsam zu gestalten. Von den eigenen Ehefrauen teils subtil angestachelt, versuchen sie bald sich gegenseitig zu übertreffen. Ein skurriler Machtkampf entbrennt - ein sprichwörtlicher "Penisvergleich". Den krönenden Höhepunkt erleben die Leser*innen in einem gemeinsam unternommenen Segeltörn. Walsers Spezialität war es, seine Figuren regelrecht zu sezieren, Schicht um Schicht abzutragen, den Kern des Inneren freizulegen und die Unzulänglichkeiten seiner Protagonisten nach außen zu stülpen. Und das mit einer Leichtigkeit, die Satz um Satz mühelos ineinander fließen lässt. Mit geradezu seismographischer Präzision duchleuchtete er seine Figuren, bestimmte Gefühlslagen konkret und beförderte dabei schambehaftete Teile unser aller Befindlichkeiten ans Tageslicht, um sie dem Leser wie gefundene Beute vor die Füße zu legen. Man fühlt sich streckenweise von ihm ertappt. Und genau das macht seine Werke greif- und nahbar. Der Autor, der meist dem Durchschnittsmenschen oder auch gerne mal dem Versager die Bühne überlies und uns den Antihelden mit all seinen Ängsten und Nöten damit zum Helden macht. Dem neugierig gewordenen Walser-Einsteiger lege ich dieses Buch ans Herz. Kurz, prägnant, absolut genial. Vielen Dank Martin Walser für all die großartigen Vermächtnisse, die Sie uns hinterlassen haben!

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Ein fliehendes Pferd

von Martin Walser

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