Produktbild: Die Lebensentscheidung

Die Lebensentscheidung Novelle | »Das ist große und klare Prosa - ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus« FAZ

7

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

7930

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

158 (Printausgabe)

Dateigröße

1895 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518786352

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Verkaufsrang

7930

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

158 (Printausgabe)

Dateigröße

1895 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518786352

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  • Bewertung

    aus Speyer

    5/5

    27.02.2026

    eBook (ePUB)

    Lebenswettlauf statt EU-Bürokratie

    Bereits die Lektüre des Klappentextes von Robert Menasses „Die Lebensentscheidung“ weckt unweigerlich Erinnerungen an Kafkas Texte. Kommt es so? Franz Fiala ist Beamter – mit Haut und Haar. Sein Sujet: Entwicklung des Programms zum Green-Deal der EU-Kommission. Doch davon ist er inzwischen ziemlich genervt, nicht wegen des Themas an sich, sondern wegen der von seiner Arbeit gezeitigten Ergebnissen (quasi keine), und kündigt. In dieser ohnehin „krawallig-tristen“ Stimmung fährt er zu seiner Mutter, die Geburtstag hat (es könnte der letzte sein), ist über ihren Zustand geschockt und entscheidet, ihr seine Zeit zu schenken. Doch während er noch glaubt, seine größte Sorge sei es, seine Mutter über seine Kündigung zu täuschen, wird bei ihm Krebs mit kurzer Lebensprognose diagnostiziert. Wird es ihm gelingen, seine Mutter zu überleben, um ihr das Leid zu ersparen? Wo beginnt man bei diesem Buch mit seiner Meinung? Vielleicht am einfachsten beim Genre: Ist es eine Novelle? Jain, zumindest nicht im „klassischen“ Sinne: Ja, in Franz‘ Kündigung könnte man zwar als das überraschende Moment sehen, aber letztlich kann das in der Gesamtanlage und von der Tragweiter her ja nur die Krebsdiagnose sein. Die kommt aber recht spät in der Handlung. Figuren bzw. Handlung: Franz und sein Dasein weisen definitiv kafkaeske Elemente auf (seine Resignation wegen der überbordenden Bürokratie, deren Teil er ist; die Gesamtanlage mit dem „Lebenswettlauf“ zwischen Mutter und Sohn; irgendwie auch Franz‘ Motive bzw. Kampf, zu überleben), aber wieder auch nicht, denn Menasse schreibt weniger deprimierend, sondern eher tragikomisch mit trockenem Humor. Womit wir beim Schreibstil wären: Die Geschichte liest sich nicht nur ihrer Kürze, sondern auch des lockeren Schreibstils wegen sehr schnell. Allerdings war mir der Stil streckenweise doch zu einfach (zahlreiche sehr kurze bis Ein-Wort-„Sätze“). Gesamterlebnis: Menasse bzw. „Die Lebensentscheidung“ konfrontiert seine Leserschaft auf erstaunlich leichtfüßige Art mit unangenehmen Themen: Was ist wichtig, entscheidet man wirklich selbst darüber, welches Leben man führt? Existentielle Fragen … 4,5 Sterne, die trotz des Schreibstils aufgerundet werden, weil der Text mich überraschen konnte (Wer hätte gedacht, dass man EU-Politik und den Sinn des Lebens in einem so schmalen Büchlein verquicken könnte?).

  • Maren A.

    aus Zürich

    5/5

    18.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kluges Buch

    Eine kluge, präzise und angenehm unaufdringliche Novelle. Robert Menasse verbindet eine persönliche Lebenskrise mit grundsätzlichen Fragen nach Freiheit, Verantwortung und der Unmöglichkeit, im entscheidenden Moment wirklich zu wissen, was die richtige Wahl ist. Besonders gelungen ist die intellektuelle Dichte des Textes: Menasse erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern legt ihre moralischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen gleich mit offen. Seine Sprache ist pointiert, ironisch und gedanklich beweglich, ohne sich in bloßer Gelehrsamkeit zu verlieren. Nicht alles wirkt dabei gleichermaßen leichtfüßig, und manche Reflexion hätte für meinen Geschmack etwas kürzer ausfallen dürfen. Dennoch bleibt eine interessante, nachdenkliche und sprachlich sehr souveräne Lektüre, die vor allem durch ihre Ambivalenz überzeugt. Ein kluges Buch über Entscheidungen, deren Konsequenzen wir kennen, deren Bedeutung wir aber immer erst im Nachhinein zu verstehen versuchen.

  • Rezensionen-Wichmann

    aus Speckgürtel Berlins

    5/5

    12.08.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Wunderbar anzuhören und zum Nachdenken gemacht

    Rezensiert wird das Hörbuch "Die Lebensentscheidung" Um es vorwegzunehmen, lautet mein Fazit: 5 Sterne, weil es so gut, so ruhig vorgetragen wird und einen gefangen nimmt, ohne dass man es merkt. Vorteil: Die Daten liegen als mp3-Datei vor. Zielgruppe: Das Produkt ist aus meiner Sicht geeignet für Erwachsene, Senioren aber nicht für Kinder oder Jugendliche. Ausführliche Rezension: Das Hörbuch wird in sehr ruhiger aber nicht in zu langsamer Geschwindigkeit vorgetragen. Das ist sehr angenehm zu hören. Bei der Geschichte habe ich mich anfangs gefragt, wo der Spannungsbogen bleibt und doch konnte ich nicht aufhören das Buch anzuhören. Ich musste einfach dranbleiben an der Story und war längst gefangen wie eine Fliege im Spinnennetz. Ich war längst im Spannungsbogen drin, ohne es zu.merken. Das ist so geschickt vom Autor, dass ich die Schreibkunst nur bewundern kann. Und so ist die Lebensentscheidung die der Protagonist trifft nicht mit diesem Fakt der Kündigung erschöpft. Es folgen lauter Lebensentscheidungen. Je nach eigener Definition, wobei ich eine Lebensentscheidung als grundlegende Entscheidung verstehe, die eine Kehrtwende bedeutet. Dies kann schon bedeuten ob und was man zu welcher Zeit sagt, zugibt, verschweigt oder ob man eine Aktion macht, die man sich im Leben nicht hätte vorstellen können. Das Ende ist dermaßen überraschend und brutal, dass man noch lange darüber nachdenken kann. Fazit: Raffiniert umgesetzt trifft wohl den Nagel auf den Kopf. --- Redaktionelle Hinweise: Dieses Produkt wurde mir kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Ich bringe gerne Hintergrundinformationen ein, um meine Produktbewertung besser nachvollziehbar zu machen. Anbei mein Bewertungsmaßstab: ★★★★★ | 5x - eine klare Empfehlung von meiner Seite aus, weil es gut nutzbar und lesbar ist ★★★★☆ | 4x - es hat meiner Meinung nach ein kleines Manko. Dennoch ist es gut und interessant. ★★★☆☆ | 3x - meiner Meinung nach kann man es gebrauchen, fand den Preis zu hoch oder war von der Qualität nicht überzeugt. ★★☆☆☆ | 2x - leider keine Empfehlung von mir. ★☆☆☆☆ |1x - meiner Meinung nach ist es unbrauchbar bzw. langweilig.

  • Clara

    5/5

    01.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Lebensentscheidung als Todeserklärung

    Der dritte Teil, den Robert Menasse über die Existenz der Europäischen Union schreibt, ist leider ein trister, dunkler Teil. So, wie der Protagonist der Novelle, Herr Franz Fiala, hätten sich auch viele EU-Bürger*innen gewünscht, dass das Projekt eines gemeinsamen Europa ein konstruktives Miteinander der vielen so unterschiedlichen Staaten werden würde. Herr Fiala und auch sein Leidensgenosse Herr Schimmelpfennig, sind frustriert vom Vorgehen in den EU-Gremien und von ihrem Arbeitsleben. Sie wollen beide kein Karriereobjekt mit zwei, drei, vier, fünf oder mehr Fenstern in ihrem Arbeitsraum (was den Aufstieg in der Hierarchie entspricht) sein. Herr Fiala entscheidet sich, den Dienst zu quittieren und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Doch wo soll er dann bleiben? Wo und wie soll er leben? (Herrn Fiala geht es da wohl wie vielen, die in die Pension, also in den Rückzug gehen oder gehen müssen). Seine Zerrissenheit, möglicherweise Oberflächligkeit und Glücklosigkeit werden deutlich sichtbar. Von seiner Erkrankung ahnt er da noch nichts. Die Beziehung zur Jugendfreundin in Wien, die mit dem 2CV durch die Gegend fährt, ist für ihn am ehesten hilfreich, vertrauensvoll und unterstützend. Das enge Band zu Mutter ist nach wie vor aufrecht. Ihre Erwartungen sind in ihm noch immer tief verankert. Franz Fiala konnte sich trotz Studium und Aufstieg persönlich nicht wirklich ent-wickeln. Als er mit der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung konfrontiert wird, gilt sein Denken nur noch der Mutter. Er versucht, seine Krankheit und den nahen Tod vor ihr zu verheimlichen. Dies ist natürlich ein aussichtsloses Unterfangen. Eine vielschichtige und sehr berührende Lektüre.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    22.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    gefällig

    Das ist ein schönes Buch, das ich mit grossem Interesse und ohne den Hauch von Langeweile gelesen habe. Dem Lebensweg des alternden Protagonisten und seinen Gedanken zu folgen - was für ein Vergnügen, besonders wenn der Leser ungefähr im selben Alter steckt. Da lassen sich viele Aspekte der Geschichte spiegeln und auf die eigene Existenz übertragen. Dadurch gewinnt das Buch an Spannung und Interesse. Aber zwei Schwachpunkte meine ich trotz allen Lobes entdeckt zu haben: Zum einen ist das Buch thematisch ein Potpourri aus verschiedenen Themen, die nicht unbedingt zusammenspielen. Zum anderen fehlen im Thema des Todes Fragen zur Existenz, Fragen zur Bedeutung des Todes, Fragen zur Religion oder zum Weiterleben nach dem Tod usw. Der Autor behandelt das Thema Tod als wäre es ein Stück bürokratisches Bewältigungs-Problem. Damit will er vielleicht etwas zum Ausdruck bringen, Aber ich bezweifle, dass es möglich ist, beim bevorstehenden Tot „Existentielles“ derart auszuklammern, wie es in dieser Geschichte geschieht.

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Bewertungen (7)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Monika Randermann

    Monika Randermann

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Menasse wie wir ihn lieben

    Erneut streift der österreichische Autor das Thema EU. Dieses Mal hat sein Held, Franz Fiala, allerdings die Nase gestrichen voll von den Machenschaften und der ewigen Pendelei zwischen Wien und Brüssel. Er will aussteigen, was natürlich auch Konsequenzen für seine lose Liebesbeziehung mit der charmanten Nathalie hat. Soll er sie fragen, ob sie sich vorstellen kann, mit ihm in Wien zu leben? Oder soll er tatsächlich seinen Dauerwohnsitz nach Brüssel verlegen? Eine üble Diagnose stellt sein Leben auf den Kopf und auch die Beziehung zu seiner Mutter ist heikel... Ein kluger Roman über Lebensentscheidungen und eine herrliche Hommage an die Stadt Wien mit all ihren Facetten!
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wettlauf mit der Zeit

    In seiner Novelle „Lebensentscheidung“ schildert Menasse die Geschichte von Franz Fiala, einem EU-müden Mitarbeiter der Europäischen Kommission in Brüssel. Franz empfindet seine Arbeit zunehmend als sinnlos und hegt den Wunsch, vorzeitig in den Ruhestand zu treten. Bevor er jedoch eine endgültige Entscheidung treffen kann, wie es in seinem Leben konkret weitergehen soll, erhält er die niederschmetternde Diagnose: unheilbarer Bauchspeicheldrüsenkrebs. Von nun an steht für Franz nur noch eines im Vordergrund: seine betagte und in seinen Augen sterbenskranke Mutter in Wien zu überleben. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Neben der Tragik seiner Figur des Franz Fiala findet sich in Menasses Novelle, wie gewohnt, ein feiner Humor. Obwohl mir diese Novelle außerordentlich gut gefallen hat, die zudem mit einem verblüffenden Ende aufwartet, freue ich mich schon sehr auf seinen dritten EU-Roman. Ich hoffe, dass Menasse, anders als sein Protagonist, der EU gegenüber nicht die Lust verloren hat.

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