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Die Lebensentscheidung Novelle | »Das ist große und klare Prosa – ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus« FAZ | Nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2026

9

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

32803

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

158

Maße (L/B/H)

20,2/12,9/2,3 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Tabak / Seidengrau

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43274-7

Beschreibung

Rezension

»Robert Menasse hält die europäische Idee auf literarische Weisewach, so gibt sie wenigstens nochbrillanten Erzählstoff her.« ("Berliner Zeitung")
»[Die Lebensentscheidung] ist ein radikales Buch, gerade weil es im Ton lässig gehalten ist und das beschriebene Szenario ohne Exzentrik, Abenteuer oder sonstige dramaturgische Volten auskommt. ... [G]roße Literatur.« ("DIE ZEIT")
»Die Schulden mögen noch so erdrückend, eine Erkrankung noch so fatal, das Leben noch so verkorkst sein – den Eltern, in Sonderheit der Mutter zuzumuten, den Leichnam des eigenen Sohnes in Empfang zu nehmen, ist vielleicht das größte intergenerationale Tabu ... Robert Menasse nun konfrontiert die Hauptfigur seiner neuen Novelle Die Lebensentscheidung mit diesem Gedankengang. Dass und wie er es tut, zeugt von einer schriftstellerischen und intellektuellen Größe ...« ("DIE WELT")
»Robert Menasse, der grosse schreibende Europäer, hat sich mit dieser witzigen, sanften, tollkühnen Novelle selbst übertroffen.« ("NZZ am Sonntag")
»Robert Menasse erzählt in Die Lebensentscheidung eine brillant verknappte Geschichte über Abschied und Tod, Familie und die EU.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Das ist eine kluge, ebenso zarte wie gnadenlose Novelle über eine Lebensentscheidung, die man gar nicht treffen kann – die tritt sozusagen das Leben letztlich selbst.« ("Bunte")
»... meisterhaft erzählte menschliche und politische Einblicke in den Brüsseler EU-Politikbetrieb.« ("WDR")
»Es ist ein bitterer Wettkampf um das Überleben zwischen Mutter und Sohn ... Diesen beschreibt Menasse mit sehr viel Wärme, Empathie, Melancholie und Genauigkeit. Er lädt die Leser dazu ein, mitzuleiden und auch die Todesgedanken an sich heranzulassen. Hier werden die letzten Dinge verhandelt, und dies kann keinen kalt lassen.« ("Oberhessische Presse")
»Menasse treibt ein virtuoses Spiel mit der Gattung Novelle ...« ("Republik")

Produktdetails

Verkaufsrang

32803

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

158

Maße (L/B/H)

20,2/12,9/2,3 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Tabak / Seidengrau

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43274-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Maren A.

    aus Zürich

    5/5

    18.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kluges Buch

    Eine kluge, präzise und angenehm unaufdringliche Novelle. Robert Menasse verbindet eine persönliche Lebenskrise mit grundsätzlichen Fragen nach Freiheit, Verantwortung und der Unmöglichkeit, im entscheidenden Moment wirklich zu wissen, was die richtige Wahl ist. Besonders gelungen ist die intellektuelle Dichte des Textes: Menasse erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern legt ihre moralischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen gleich mit offen. Seine Sprache ist pointiert, ironisch und gedanklich beweglich, ohne sich in bloßer Gelehrsamkeit zu verlieren. Nicht alles wirkt dabei gleichermaßen leichtfüßig, und manche Reflexion hätte für meinen Geschmack etwas kürzer ausfallen dürfen. Dennoch bleibt eine interessante, nachdenkliche und sprachlich sehr souveräne Lektüre, die vor allem durch ihre Ambivalenz überzeugt. Ein kluges Buch über Entscheidungen, deren Konsequenzen wir kennen, deren Bedeutung wir aber immer erst im Nachhinein zu verstehen versuchen.

  • Clara

    5/5

    01.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Lebensentscheidung als Todeserklärung

    Der dritte Teil, den Robert Menasse über die Existenz der Europäischen Union schreibt, ist leider ein trister, dunkler Teil. So, wie der Protagonist der Novelle, Herr Franz Fiala, hätten sich auch viele EU-Bürger*innen gewünscht, dass das Projekt eines gemeinsamen Europa ein konstruktives Miteinander der vielen so unterschiedlichen Staaten werden würde. Herr Fiala und auch sein Leidensgenosse Herr Schimmelpfennig, sind frustriert vom Vorgehen in den EU-Gremien und von ihrem Arbeitsleben. Sie wollen beide kein Karriereobjekt mit zwei, drei, vier, fünf oder mehr Fenstern in ihrem Arbeitsraum (was den Aufstieg in der Hierarchie entspricht) sein. Herr Fiala entscheidet sich, den Dienst zu quittieren und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Doch wo soll er dann bleiben? Wo und wie soll er leben? (Herrn Fiala geht es da wohl wie vielen, die in die Pension, also in den Rückzug gehen oder gehen müssen). Seine Zerrissenheit, möglicherweise Oberflächligkeit und Glücklosigkeit werden deutlich sichtbar. Von seiner Erkrankung ahnt er da noch nichts. Die Beziehung zur Jugendfreundin in Wien, die mit dem 2CV durch die Gegend fährt, ist für ihn am ehesten hilfreich, vertrauensvoll und unterstützend. Das enge Band zu Mutter ist nach wie vor aufrecht. Ihre Erwartungen sind in ihm noch immer tief verankert. Franz Fiala konnte sich trotz Studium und Aufstieg persönlich nicht wirklich ent-wickeln. Als er mit der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung konfrontiert wird, gilt sein Denken nur noch der Mutter. Er versucht, seine Krankheit und den nahen Tod vor ihr zu verheimlichen. Dies ist natürlich ein aussichtsloses Unterfangen. Eine vielschichtige und sehr berührende Lektüre.

  • Bewertung

    aus St.Margarethen a.d.Sierning

    4/5

    20.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Tod

    Der EU-Beamte Franz überdenkt sein Leben, als er bei einem Besuch in Wien das Altern seiner Mutter beobachtet. Er stellt fest, dass die Werte seines Lebens bezüglich Arbeiten und die Einstellungen seiner Mitmenschen nicht die seinen sind und hinterfragt das ganze System. Er nimmt auch sein eigenes Leben stark in die Pflicht. Er hadert noch mit möglichen Veränderungen als die Krebsdiagnose sein Leben aus der Bahn wirft. Ein Buch über Selbstzweifel und das Überdenken der Einstellungen. Ein Buch über den Tod, da er plötzlich allgegenwärtig wird, obwohl die Hauptfigur diesen zu verdrängen versucht hat. Ein Buch über das Hinterfragen der eigenen Einstellungen und der eigenen Prioritäten.

  • Bewertung

    aus Buchen

    4/5

    13.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben und das Sterben des Franz Fiala

    Es ist keine Überraschung, dass Robert Menasses vielgelobte Novelle für den Österreichischen Buchpreis nominiert wurde. Der 58jährige Franz Fiala arbeitet bei der Europäischen Kommission in Brüssel. Dann will er alles hinwerfen, da es keine Fortschritte gibt und alles sinnlos erscheint. Er fliegt nach Wien, wo seine Mutter bald 89 Jahre alt wird. Noch während er über die Änderung seines Lebens nachdenkt, trifft ihn eine schwere Krankheit. Viele Kritiker sehen darin eine Metapher für Europa. Das Buch lässt sich auf verschiedenen Ebenen lesen. Es ist eine konzentriert gemachte Novelle. Beeindruckend!

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    22.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    gefällig

    Das ist ein schönes Buch, das ich mit grossem Interesse und ohne den Hauch von Langeweile gelesen habe. Dem Lebensweg des alternden Protagonisten und seinen Gedanken zu folgen - was für ein Vergnügen, besonders wenn der Leser ungefähr im selben Alter steckt. Da lassen sich viele Aspekte der Geschichte spiegeln und auf die eigene Existenz übertragen. Dadurch gewinnt das Buch an Spannung und Interesse. Aber zwei Schwachpunkte meine ich trotz allen Lobes entdeckt zu haben: Zum einen ist das Buch thematisch ein Potpourri aus verschiedenen Themen, die nicht unbedingt zusammenspielen. Zum anderen fehlen im Thema des Todes Fragen zur Existenz, Fragen zur Bedeutung des Todes, Fragen zur Religion oder zum Weiterleben nach dem Tod usw. Der Autor behandelt das Thema Tod als wäre es ein Stück bürokratisches Bewältigungs-Problem. Damit will er vielleicht etwas zum Ausdruck bringen, Aber ich bezweifle, dass es möglich ist, beim bevorstehenden Tot „Existentielles“ derart auszuklammern, wie es in dieser Geschichte geschieht.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Monika Randermann

    Monika Randermann

    Thalia Sankt Augustin

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    5/5

    11.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Menasse wie wir ihn lieben

    Erneut streift der österreichische Autor das Thema EU. Dieses Mal hat sein Held, Franz Fiala, allerdings die Nase gestrichen voll von den Machenschaften und der ewigen Pendelei zwischen Wien und Brüssel. Er will aussteigen, was natürlich auch Konsequenzen für seine lose Liebesbeziehung mit der charmanten Nathalie hat. Soll er sie fragen, ob sie sich vorstellen kann, mit ihm in Wien zu leben? Oder soll er tatsächlich seinen Dauerwohnsitz nach Brüssel verlegen? Eine üble Diagnose stellt sein Leben auf den Kopf und auch die Beziehung zu seiner Mutter ist heikel... Ein kluger Roman über Lebensentscheidungen und eine herrliche Hommage an die Stadt Wien mit all ihren Facetten!
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wettlauf mit der Zeit

    In seiner Novelle „Lebensentscheidung“ schildert Menasse die Geschichte von Franz Fiala, einem EU-müden Mitarbeiter der Europäischen Kommission in Brüssel. Franz empfindet seine Arbeit zunehmend als sinnlos und hegt den Wunsch, vorzeitig in den Ruhestand zu treten. Bevor er jedoch eine endgültige Entscheidung treffen kann, wie es in seinem Leben konkret weitergehen soll, erhält er die niederschmetternde Diagnose: unheilbarer Bauchspeicheldrüsenkrebs. Von nun an steht für Franz nur noch eines im Vordergrund: seine betagte und in seinen Augen sterbenskranke Mutter in Wien zu überleben. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Neben der Tragik seiner Figur des Franz Fiala findet sich in Menasses Novelle, wie gewohnt, ein feiner Humor. Obwohl mir diese Novelle außerordentlich gut gefallen hat, die zudem mit einem verblüffenden Ende aufwartet, freue ich mich schon sehr auf seinen dritten EU-Roman. Ich hoffe, dass Menasse, anders als sein Protagonist, der EU gegenüber nicht die Lust verloren hat.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Schmid

    Simone Schmid

    OSIANDER Stuttgart

    Buchhändler*in

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    4/5

    14.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Diese brillant verknappte Geschichte hat mich schnell in Bann gezogen

    Ohne über das Buch etwas zu wissen, tauchte ich schnell in die sehr gut geschriebene, ehrliche und interessante Lebensentscheidung des Juristen Franz Fiala beim Europarat in Brüssel ein...und staunte über die Veränderungen ! Gerne gelesen ...

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