Lässt sich aus den Trümmern eine Zukunft bauen? Das berührende neue Hörbuch der Bestsellerautorin über die Suche nach Liebe und Zusammenhalt in einer Welt, die sich neu erfinden muss.Hamburg, 1946: In den Trümmern der zerbombten Stadt treffen Gert und Gisela aufeinander. Zwei junge Menschen, die ihre Familien im Krieg verloren haben und die nun in diesem harten Nachkriegswinter nach Hoffnung suchen. Sie finden sie im Keller eines Hauses, das der einstigen Schauspielerin Friede Wahrlich gehört. Eine ungewöhnliche Frau, die in ihrer eigenen Vergangenheit gefangen ist und doch fest daran glaubt, dass sich aus dem Chaos eine hellere Zukunft formen lässt. In ihrer Küche wächst eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig Halt gibt. Aber die Schatten der Vergangenheit sind lang: Was geschah mit Giselas Familie? Lebt Gerts kleine Schwester noch? Und was wurde aus den beiden Männern, die Friede einst liebte?Drei wunderbare Figuren finden im Hamburg der Nachkriegszeit zusammen. Ein Hörbuch, das Hoffnung spendet und einen eintauchen lässt in eine Zeit der Scherben. Und des Lichts.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Island
aus Nürnberg
5/5
23.11.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Schicksalsverwandte
Der neueste Roman von Carmen Korn hat das zerbombte Nachkriegs-Hamburg im Jahr 1946 zum Schauplatz. Schon die Covergestaltung ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass die Handlung vor mehreren Jahrzehnten spielt.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen mehrere Hauptpersonen. Da sind einmal Gert und Gisela, beide noch Jugendliche, die im Krieg von ihren Familien getrennt wurden und auch enge Angehörige verloren haben und von den restlichen nicht wissen, ob sie noch leben. Sie lernen sich im Keller des Hauses von Friede, einer ehemaligen Schauspielerin, kennen, wo sie beide Unterschlupf suchen. Im Laufe der Zeit wachsen diese zufällig zusammengewürfelten "WG-Mitglieder" immer enger zusammen und es kommen auch noch weitere, vorübergehende und dauerhafte, Mitbewohner:innen dazu.
Der Roman fängt gut die Stimmung im Nachkriegsdeutschland mit aller Not, allen Sorgen und der Notwendigkeit von ganz viel Improvisation ein. Zugleich haben die Protagonist:innen aber auch die Hoffnung nie aufgegeben und der Krieg hat sie nicht zu Einzelkämpfer:innen werden lassen, sondern sie achten aufeinander. Somit handelt es sich nicht um ein düsteres, sondern hoffnungsvolles Buch über die Nachkriegszeit. Ich habe das Hörbuch gehört, dem man sehr gut folgen konnte. Dieses wurde von der Autorin selbst eingesprochen.
Lesenswert
aus Bielefeld
4/5
05.12.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Wahlfamilie im Hamburg ab 1946
Mit "In den Scherben das Licht" hat sich Carmen Korn wieder einmal mehr der deutschen Geschichte gewidmet, diesmal der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in Jahr 1955. Das Hörbuch liest die Autorin selbst. Ihre Jahrhunderttrilogie hatte mich begeistert, daher war ich sehr gespannt auf das Hörbuch.
In einem Haus, von dem nur noch der untere Teil steht, treffen viele unterschiedliche Charaktere aufeinander. Da ist die Hausbesitzerin Friede, die Seele des Hauses, ehemalige Schauspielerin, gutmütig und immer für alle da. Im Keller leben Gert und Gisela, zwei Jugendliche. Beide haben im Krieg ihre Familien verloren und finden bei Friede eine Wahlfamilie. Im Verlauf des Romans lernen wir die Sorgen und Nöte der vielen Protagonist*innen kennen, erleben die Kälte des Nachkriegswinters in Hamburg, den Schwarzhandel, aber auch den positiven Blick Friedes und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die Charaktere sympathisch geschildert. Friedes Reaktionen konnte ich aus der heutigen Sicht nicht immer ganz nachvollziehen, aber Zusammenhalt war in dieser Zeit nicht nur wichtig, sondern eben auch überlebenswichtig. Der Roman ist kapitelweise chronologisch geordnet und auch datiert. Bei den einzelnen Kapiteln hatte ich allerdings zum Teil Schwierigkeiten. Es brauchte immer ein paar Sätze, um nachvollziehen zu können, wer gerade erzählt. Im Buch gibt es wohl auch einen Stadtplan, der sich natürlich im Hörbuch nicht unterbringen lässt. Mir hat er auch nicht gefehlt. Ich kenne Hamburg recht gut und konnte die Protagonist*innen auch so auf ihren Wegen begleiten. Etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt war mir die politische Lage im Nachkriegsdeutschland. Hat das die Menschen damals nicht interessiert? Oder waren sie zu sehr mit Überleben beschäftigt? Hier hätte ein Nachwort Klarheit bringen können. Dagegen hat Korn das Bangen der Menschen um das Schicksal ihrer Angehörigen gut herausgearbeitet, Gert sucht verzweifelt nach seiner Schwester, während Gisela am liebsten nichts von allem mehr wissen will und auch keine Nachforschungen betreibt. Auch Friede will nichts mehr von ihrer Liebe zu zwei so unterschiedlichen Männern wissen.
Carmen Korn lässt in ihren Roman auch Teile ihrer Biografie als Redakteurin bei Stern und Die Zeit unauffällig mit einfließen. Journalismus in der damaligen Zeit war noch anders als heute! Carmen Korn liest gut, ich bin (bis auf eine Ausnahme) sowieso Fan von Autorenlesungen.
Ich habe den Roman gerne gehört, wenn er für mich auch etwas schwächer war als die Jahrhunderttrilogie. Trotzdem eine Leseempfehlung für Liebhaber historischer Romane aus der Nachkriegszeit und 4 Sterne!
brauneye29
aus Wachtendonk
4/5
20.11.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Hat mir gefallen
Zum Inhalt:
Der Krieg ist erst ein Jahr vorbei, die Stadt zerstört und das Leben hart. In einem Keller des Hauses von Friede Wahrlich begegnen sich der sechzehnjährige Gert und die vierzehnjährige Gisela. Beide haben ihre Familie verloren und kämpfen ums Überleben. Während Gert die Suche nach den Eltern weiter betreibt, will Gisela nicht suchen. Ist sie doch überzeugt, dass sie Eltern nicht mehr leben können.
Meine Meinung:
Ich mag Geschichten, die in der Nachkriegszeit spielen. Hier dann auch mal aus der Sicht von doch recht jungen Protagonisten, aber die hat es nun mal auch gegeben, das hat mir schon mal gut gefallen. Wen ich als Charakter sehr interessant fand, war aber auch Friede. Diese Frau hat etwas Besonderes, was mich durchaus in den Bann gezogen hat. Ich fand die Beschreibungen, wie schwer das Leben war, wie mit der Vergangenheit umgegangen wurde, aber auch wie hoffnungsvoll die Protagonisten sich daran machen, etwas positives zu erreichen. Ich hatte die Hörbuchversion, die ich gut gelesen fand.
Fazit:
Hat mir gefallen
elenanett
aus Ruhrgebiet
3/5
25.11.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Spannungslos
Der Roman von Carmen Korn In den Scherben das Licht hat mich leider nicht erreicht. Ich habe mir beim Lesen mehr Spannung und mehr Tiefe gewünscht. Das fehlte mir jedoch. Die Figuren wirkten auf mich eher farblos. Außerdem gibt es viele große Zeitsprünge und ständig wechselnde Charaktere. Das hat meinen Lesefluss immer wieder gestört. Durch die vielen Personen fiel es mir schwer, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. In manchen Kapiteln erfährt man erst nach mehreren Sätzen, um welche Figur es geht. Dadurch war ich oft verwirrt und musste zurück, um den Zusammenhang wieder zu verstehen. Das hat mich jedes Mal aus der Geschichte herausgerissen. Die Handlung bewegt sich an einigen Stellen nur sehr langsam voran. Ich hätte mir gewünscht, dass manche Passagen straffer erzählt werden, damit die Spannung besser gehalten wird.
Bewertung
5/5
20.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Immer wieder gerne
Ich lese sie einfach immer wieder gerne, die zuletzt erschienen Bücher von Carmen Korn. Auch wenn die Bücher viel gemeinsam haben, immer wieder jüngste deutsche Vergangenheit, immer wieder ein Kreis unterschiedlichster Menschen, der sich zusammenfindet, immer wieder Hamburger Lokalkolorit, wird es mir nie langweilig mit ihren historischen Romanen.
So habe ich auch „In den Scherben das Licht“ mit viel Freude gelesen. Im Mittelpunkt ein halb von Bomben zerstörtes Haus, ein Keller als Zufluchtsort für zwei durch den Krieg heimatlos gewordene junge Menschen, die niemanden mehr haben und einen neuen Anfang suchen, ein Erdgeschoss, in der die alternde ehemalige Schauspielerin wohnt, die die Vergangenheit einholt in Form der beiden Männer, die einst um ihre Gunst buhlten: einen Kriegsgewinnler und ein jüdischer Kunstkritiker, der nur mit Mühe und Not Deportation und Lager überlebt hat.
Carmen Korn schreibt immer kleine feine Geschichten, die sich durch die Personenkonstellationen zusammenzufügen. Sie verleiht ihnen viel Charme durch das liebevoll gezeichnete Hamburg und viel Lebendigkeit durch die eingewobenen historischen Begebenheiten, mal die ganz großen Themen, wie die Judenverfolgung und die Frage nach Schuld und Vergebung, bisweilen die kleinen, reizvollen Details, wie ein ein Pepita-Kleid à la Lauren Bacall. Und schon hat man ein Bild vor Augen, ein Lied im Kopf, eine Stimmung im Gefühl.
Die Autorin entwirft viele Figuren, die man lieben kann, wie Viktor Francke, den jüdischen Intellektuellen, der nicht hadert mit seinem Los und seinen Verlusten, sondern nach einer Möglichkeit des Überlebens sucht, bei der die Kunst und die Kultur eine Rolle spielt, wie auch Professor Nast, für den Gisela arbeitet. Leute, mit denen man mitfühlen kann, wie Gisela und Gert, die Hoffnung zu haben wagen oder auch nicht, mit Hilfe des Suchdienstes verschollene Familie zu finden. Oder über die man sich aufregen kann, wie Marthe, die selbstbezogene Schnorrerin, die versucht, sich den Schwarzmarkt zu nutze zu machen und Pallutke, den Kriegsgewinnler, der immer Oberwasser zu haben scheint. Aber auch die eher unsympathischen Figuren haben immer einen Zug an sich, der den Leser versöhnlicher oder mitfühlender werden lässt. Und auch die Guten haben die ein oder andere Anfechtung zu durchleiden, damit nicht zu sehr in Schwarz und Weiß gedacht werden kann.
Geschrieben ist dies alles in einem leisen, feinen, unaufgeregten, unpathetischen Ton, der Raum lässt für eigene Gedanken und Gefühle und der sich einfach gut lesen lässt. Und den die Autorin selbst so wunderbar passend und mit einer sehr angenehmen Stimme auch eingelesen hat. Denn so lesenswert ihre Romane, so hörenswert sind diese auch als Hörbuch.
Nach der Jahrhundertrilogie und der Zwei-Städte-Saga ist das nun ein Einbänder, wenn man so will, angekündigt als der Abschluss sozusagen. Das wäre allerdings sehr schade, gäbe es keine kleinen, feinen Geschichten mehr aus dem Hamburg der jüngeren Vergangenheit mit den vielen liebgewonnen Figuren, die bisweilen sogar auch in einem der anderen Romane vorsichtig um die Ecke lugen.
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5/5
29.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Aus Freundschaft wird Liebe
Carmen Korn, In den Scherben das Licht,ist ein Roman über die Freundschaft und die Suche nach Liebe im Hamburg der Nachkriegszeit.
Im Oktober 1946 trifft Gert 16 Jahre im Keller eines Hauses auf Gisela 14 Jahre , beide ohne Familie.
Aus dieser Überlebensgemeinschaft wird Liebe in einer Welt die sich neu erfinden muß.
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5/5
24.01.2026
eBook (ePUB 3)
Zeit der Hoffnung
1946, ein in Trümmern liegendes Hamburg, ein teilzerstörtes Haus mit Potential zur Wiederherstellung und eine Hausgemeinschaft, der schnell die Leserherzen zufliegen.
Friede, eine ehemalige Volksschauspielerin, gehört das Haus. Der 16jährige Gert und die zwei Jahre jüngere Gisela dürfen in der Gartenlaube wohnen. Beide haben ihre Familie in den Wirren des Krieges verloren und nehmen Friedes Gastfreundschaft gerne an. Aber auch diese ist auf die beiden angewiesen.
Neuer Lebenswille und Mut zum Wiederaufbau und Neuanfang ist in allen Vierteln der Stadt zu spüren. Auch in den verrauchten Redaktionsräumen der ZEIT, die Gert als Praktikant kennenlernen darf. Hoffnung und Sehnsucht nach einem würdigen Leben im Frieden und ein unbändiger Willen, sein Leben, allen widrigen Umständen zum Trotz, in die Hand zu nehmen, ist allen Figuren gemeinsam.
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Mit großem Feingefühl und wunderbaren Figuren schreibt Carmen Korn über eine Zeit, in der die Menschen über sich hinauswachsen müssen, um Kraft für ein neues Leben zu finden. Wenn dies eine Hausgemeinschaft leisten kann, gibt das Hoffnung!
Eine ganz große Leseempfehlung, auch für junge Menschen!
Das Hörbuch ist sehr anhörenswert von Carmen Korn gesprochen!
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5/5
11.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vom Überleben zum neuen Leben
Dieses Buch fängt genau den Moment ein, in dem die Welt nach einer großen Katastrophe wieder Atem holt.
Die Autorin verwebt die Lebenswege verschiedener Menschen so feinfühlig, dass man das Gefühl hat, selbst durch die staubigen Straßen der Nachkriegsjahre zu gehen. Es geht um Verlust und Schmerz, aber viel mehr noch um Freundschaft, Zusammenhalt und die kleinen Glücksmomente, die in der Dunkelheit am hellsten leuchten.
Ein Muss für alle, die Romane mit viel Herz und authentischen Figuren lieben.
Es ist ein Buch, das einen trotz der Schwere des Themas mit einem warmen Gefühl zurücklässt.
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5/5
16.11.2025
eBook (ePUB 3)
Hamburg in Trümmern
Endlich eine neue Carmen Korn, und was für eine! Mit großer Erzählkraft zeichnet sie am Beispiel einer Handvoll Figuren das zerstörte Nachkriegs-Hamburg. Die Härten des Überlebens werden besonders deutlich am Beispiel der Teenager Gert (16) und Gisela (14), die das Leben allein zurückgelassen hat, die in der Hansestadt aufeinander treffen und die einander Halt und Stütze sind. Ein wirklich großartiges Buch, unbedingt lesen!
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4/5
12.02.2026
eBook (ePUB 3)
Überlebensgemeinschaft
Carmen Korn erzählt von der Zeit, als Hamburg in Trümmern lag. Obwohl ich mittlerweile sehr viel über Kriegs- und Nachkriegsjahre gelesen habe, eröffnete sich hier für mich wieder ein anderer Aspekt der Zeitgeschichte. Sprachlich der Situation angepasst, in kurzen prägnanten Sätzen, berichtet die Autorin, wie sich Menschen in ihrer Not zusammengefunden haben und zunächst eine Zweckgemeinschaft gebildet haben, um gemeinsam die schlimmen Zeiten zu überstehen. Schön war es, mit anzusehen, wie aus dieser Gemeinschaft Freundschaft und Familie wurde und die Menschen gemeinsam und voller Hoffnung der Zukunft und dem Licht entgegenblickten.
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