Lässt sich aus den Trümmern eine Zukunft bauen? Der berührende neue Roman der Bestsellerautorin über die Suche nach Liebe und Zusammenhalt in einer Welt, die sich neu erfinden muss.
Hamburg, 1946: In den Trümmern der zerbombten Stadt treffen Gert und Gisela aufeinander. Zwei junge Menschen, die ihre Familien im Krieg verloren haben und die nun in diesem harten Nachkriegswinter nach Hoffnung suchen. Sie finden sie im Keller eines Hauses, das der einstigen Schauspielerin Friede Wahrlich gehört. Eine ungewöhnliche Frau, die in ihrer eigenen Vergangenheit gefangen ist und doch fest daran glaubt, dass sich aus dem Chaos eine hellere Zukunft formen lässt. In ihrer Küche wächst eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig Halt gibt. Aber die Schatten der Vergangenheit sind lang: Was geschah mit Giselas Familie? Lebt Gerts kleine Schwester noch? Und was wurde aus den beiden Männern, die Friede einst liebte?
Drei wunderbare Figuren finden im Hamburg der Nachkriegszeit zusammen. Ein Roman, der Hoffnung spendet und einen eintauchen lässt in eine Zeit der Scherben. Und des Lichts.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
aus Quickborn
5/5
16.11.2025
eBook (ePUB 3)
Die Herberge der verlorenen Herzen
Obwohl ich noch nie ein Buch von Carmen Korn gelesen habe, griff ich nach dem Lesen des Klappentextes sofort zu. Ich habe die unmittelbare Nachkriegszeit nicht erlebt, bin geboren, als das Schlimmste überstanden war in den deutschen zerbombten Großstädten, aber ich habe noch Ruinen, Lebensmittelmarken und Mangel kennengelernt. Ich habe mich in den letzten Jahren vielen Büchern über den Nationalsozialismus und den Holocaust, Krieg, Flucht und Vertreibung gewidmet. Die Nachkriegszeit ist etwas zu kurz gekommen. Mit diesem Roman habe ich für mich diese Lücke etwas schließen können.
Die Geschichte, die Protagonisten, deren Lebenswege haben mich sehr bewegt. Hamburg, in dessen Speckgürtel ich lebe, ist mir ein wenig nähergekommen, manches betrachte ich beim nächsten Besuch vielleicht mit anderen Augen. Carmen Korn hat ein lebendiges, authentisches Kaleidoskop erschaffen, mit ihrem Roman schaut man als Leser in die Abgründe, die der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg hinterlassen haben. Bombentrichter in den Städten und in den Seelen der Deutschen, die Täter und Opfer, Mitläufer oder Wegschauer waren. „Wir sind noch einmal davongekommen.“, hört man allenthalben.
Carmen Korn stellt uns, den Lesern, einige dieser Deutschen vor: im Mittelpunkt des Romangeschehens steht Friede Wahrlich, die ehemalige Volksschauspielerin, die zu Kriegsende kaum mehr besitzt als ihr halbzerbombtes Haus, die nicht verbrannten Wintersachen und ein sehr schlechtes Gewissen. Ihr Leben vor dem Hamburger Feuersturm war gut und manchmal etwas ausschweifend, sie hatte Chancen bei den Männern, allen voran Viktor Franke, der jüdische Theaterkritiker, aber auch Palutke, der sich vom Rivalen auf schäbige Weise befreite. Friede wähnt Franke unter den Ermordeten des Ghettos Litzmannstadt. Den Palutke gibt es auch nach Kriegsende noch, einer von denen, der immer auf die Füße fällt. Nur bei Friede kann er nicht mehr landen. Dafür landen bei ihr andere, der 16-jährige Gert, Kriegsteilnehmer der letzten Stunde, nun Kriegswaise und obdachlos. Er kann bei Friede im Keller wohnen, in den ihm nach einem halben Jahr das Mädchen Gisela durchs Fenster hereinfällt. Und bleibt. Wie hart diese ersten Nachkriegsjahre, besonders die Winter, waren, erfährt man hier bei Carmen Korn sehr eindrücklich. Immer wieder frage ich mich, wie würde ich das heute aushalten? Würde ich das überhaupt aushalten? Heutige Berichte über Frauen und Kinder in der bombardierten Ukraine stehen mir vor Augen. Woher kommt immer wieder die Hoffnung, damals wie heute?
Zu Friedes Kreis gehörte und gehört auch Marta, noch nicht ganz 60, also ein paar Jahre jünger als Friede, aber ausgebufft genug, sind bei dieser immer wieder lieb Kind zu machen, sie ist vom „Stamme Nimm“, wie Friede passend sagt. Und sät Zwietracht, wo es nur geht. Zwischenzeitlich bewohnt Marta dann eines der, man glaubt es kaum, im oberen Stock von Friedes Haus neu hergerichteten Zimmer. Ein Künstlerpension sollte es werden, aber es wird eher ein Mehrgenerationenhaus, wie man das heute nennen würde, und die Herz- und Schmerzgeschichten der Bewohner können einen tatsächlich zu Tränen rühren.
Gisela und Gert, die mittlerweile von Freunden zum Liebespaar geworden sind, finden Arbeit und es geht ein bisschen aufwärts. Wenn da nicht die schwelenden Gedanken um das Schicksal der Angehörigen wäre. Dass die Mütter der beiden tot sind, damit finden sie sich ab, aber Gisela sucht ihren Vater, der als Fotograf einer Propagandakompanie an der Front war und Gert hofft noch immer darauf, seine kleine Schwester wiederzufinden. Gisela arbeitet für einen Professor Nast, recherchiert für dessen neues Buch und dieser erweist sich als ein neuer guter Freund der beiden. Dass er sich zufällig auch mit Viktor Franke befreundet, bringt eine besondere Ebene ins Geschehen.
Viktor Franke wiederum hat eine rothaarige Freundin, Marianne, die jahrelang fern von Hamburg an den Münchener Kammerspielen schauspielert. Sie ist nach Friede sein neues „Leitlicht“, aber er wird lange brauchen, um sein angeschlagenes Selbstbewusstsein dieser Frau entgegenstellen zu können. Nast ist ihm auch dabei eine moralische Stütze.
Das Kaleidoskop ist hier noch längst nicht ausgeschöpft, aber ich möchte niemandem durch zu viele Spoiler die Lust am Lesen nehmen. Es lohnt sich wirklich jede Seite bis zum Schluss. Es geschieht Trauriges und Lustiges und Unerwartetes, die Rollen sind gut verteilt.
Carmen Korn wird für diesen Roman viele Recherchen unternommen haben, mir fehlte nach dem Ende des Romans aber doch ein Nachwort der Autorin. Mich würde sehr interessieren, was sie zu diesem Thema Nachkriegszeit geführt hat, ob es vielleicht Tagebücher oder Berichte von Menschen gegeben hat, die dann für den Roman fiktionalisiert wurden. Ich bin gespannt, ob und wie dieser Roman im Feuilleton besprochen oder ob es irgendwo ein Interview mit der Autorin geben wird.
Die Detailgenauigkeit und die emphatische Charakterisierung jedes Protagonisten haben dazu beigetragen, dass ich zeitweise völlig aus meinem wohl behüteten Alltag hinauskatapultiert wurde, mit Gert und Gisela im Keller stand oder am Familienküchentisch bei Frieda saß. Jeder findet ja beim Lesen auch eine Lieblingsfigur, deren Schicksal besonders nahe geht. Für mich ist das Victor Franke, der entrechtete und deportierte Jude, totgeglaubt, in den Gedanken von Friede aber immer wieder auftauchend. Dass er sich nach dem Krieg in Hamburg doch wieder einlebte, arbeitete, verliebt war, nie rachsüchtig, nie auftrumpfend, manchmal melancholisch, fast depressiv, immer am Ende standhaft, das hat mir sehr gefallen. Es erinnert mich sehr an meine Eltern, die zwar vollkommen andere Schicksale erlitten hatten, aber gerade in der Nachkriegszeit die Nazizeit nur mit der gleichen Stärke überstehen konnten.
Fazit: Dieses Buch empfehle ich gern weiter, es liest sich gut, auch wenn es sich vielleicht nicht zur hohen Literatur aufschwingt und keine „Gespräche wie die von Naphta und Settembrini“ (Zitat) hervorbringt, so hat es mich doch von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und tief berührt.
Juma
5/5
16.11.2025
eBook (ePUB 3)
Die Herberge der verlorenen…
Die Herberge der verlorenen Herzen Obwohl ich noch nie ein Buch von Carmen Korn gelesen habe, griff ich nach dem Lesen des Klappentextes sofort zu. Ich habe die unmittelbare Nachkriegszeit nicht erlebt, bin geboren, als das Schlimmste überstanden war in den deutschen zerbombten Großstädten, aber ich habe noch Ruinen, Lebensmittelmarken und Mangel kennengelernt. (gekürzt) Die Geschichte, die Protagonisten, deren Lebenswege haben mich sehr bewegt. Hamburg, in dessen Speckgürtel ich lebe, ist mir ein wenig nähergekommen, manches betrachte ich beim nächsten Besuch vielleicht mit anderen Augen. Carmen Korn hat ein lebendiges, authentisches Kaleidoskop erschaffen, mit ihrem Roman schaut man als Leser in die Abgründe, die der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg hinterlassen haben. Bombentrichter in den Städten und in den Seelen der Deutschen, die Täter und Opfer, Mitläufer oder Wegschauer waren. „Wir sind noch einmal davongekommen.“, hört man allenthalben. Carmen Korn stellt uns, den Lesern, einige dieser Deutschen vor: im Mittelpunkt des Romangeschehens steht Friede Wahrlich, die ehemalige Volksschauspielerin, die zu Kriegsende kaum mehr besitzt als ihr halbzerbombtes Haus, die nicht verbrannten Wintersachen und ein sehr schlechtes Gewissen. Ihr Leben vor dem Hamburger Feuersturm war gut und manchmal etwas ausschweifend, sie hatte Chancen bei den Männern, allen voran Viktor Franke, der jüdische Theaterkritiker, aber auch Palutke, der sich vom Rivalen auf schäbige Weise befreite. Friede wähnt Franke unter den Ermordeten des Ghettos Litzmannstadt. Den Palutke gibt es auch nach Kriegsende noch, einer von denen, der immer auf die Füße fällt. Nur bei Friede kann er nicht mehr landen. Dafür landen bei ihr andere, der 16-jährige Gert, Kriegsteilnehmer der letzten Stunde, nun Kriegswaise und obdachlos. Er kann bei Friede im Keller wohnen, in den ihm nach einem halben Jahr das Mädchen Gisela durchs Fenster hereinfällt. Und bleibt. Wie hart diese ersten Nachkriegsjahre, besonders die Winter, waren, erfährt man hier bei Carmen Korn sehr eindrücklich. Immer wieder frage ich mich, wie würde ich das heute aushalten? Würde ich das überhaupt aushalten? Heutige Berichte über Frauen und Kinder in der bombardierten Ukraine stehen mir vor Augen. Woher kommt immer wieder die Hoffnung, damals wie heute? Zu Friedes Kreis gehörte und gehört auch Marta, noch nicht ganz 60, also ein paar Jahre jünger als Friede, aber ausgebufft genug, sind bei dieser immer wieder lieb Kind zu machen, sie ist vom „Stamme Nimm“, wie Friede passend sagt. Und sät Zwietracht, wo es nur geht. Zwischenzeitlich bewohnt Marta dann eines der, man glaubt es kaum, im oberen Stock von Friedes Haus neu hergerichteten Zimmer. Ein Künstlerpension sollte es werden, aber es wird eher ein Mehrgenerationenhaus, wie man das heute nennen würde, und die Herz- und Schmerzgeschichten der Bewohner können einen tatsächlich zu Tränen rühren. Gisela und Gert, die mittlerweile von Freunden zum Liebespaar geworden sind, finden Arbeit und es geht ein bisschen aufwärts. Wenn da nicht die schwelenden Gedanken um das Schicksal der Angehörigen wäre. Dass die Mütter der beiden tot sind, damit finden sie sich ab, aber Gisela sucht ihren Vater, der als Fotograf einer Propagandakompanie an der Front war und Gert hofft noch immer darauf, seine kleine Schwester wiederzufinden. Gisela arbeitet für einen Professor Nast, recherchiert für dessen neues Buch und dieser erweist sich als ein neuer guter Freund der beiden. Dass er sich zufällig auch mit Viktor Franke befreundet, bringt eine besondere Ebene ins Geschehen. Viktor Franke wiederum hat eine rothaarige Freundin, Marianne, die jahrelang fern von Hamburg an den Münchener Kammerspielen schauspielert. Sie ist nach Friede sein neues „Leitlicht“, aber er wird lange brauchen, um sein angeschlagenes Selbstbewusstsein dieser Frau entgegenstellen zu können. Nast ist ihm auch dabei eine moralische Stütze. (gekürzt) Die Detailgenauigkeit und die emphatische Charakterisierung jedes Protagonisten haben dazu beigetragen, dass ich zeitweise völlig aus meinem wohl behüteten Alltag hinauskatapultiert wurde, mit Gert und Gisela im Keller stand oder am Familienküchentisch bei Frieda saß. Jeder findet ja beim Lesen auch eine Lieblingsfigur, deren Schicksal besonders nahe geht. Für mich ist das Victor Franke, der entrechtete und deportierte Jude, totgeglaubt, in den Gedanken von Friede aber immer wieder auftauchend. Dass er sich nach dem Krieg in Hamburg doch wieder einlebte, arbeitete, verliebt war, nie rachsüchtig, nie auftrumpfend, manchmal melancholisch, fast depressiv, immer am Ende standhaft, das hat mir sehr gefallen. Fazit: Dieses Buch empfehle ich gern weiter, es liest sich gut, auch wenn es sich vielleicht nicht zur hohen Literatur aufschwingt und keine „Gespräche wie die von Naphta und Settembrini“ (Zitat) hervorbringt, so hat es mich doch von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und tief berührt.
Bewertung
5/5
15.11.2025
eBook (ePUB 3)
Hoffnung und Zuversicht
Mit ihrem Roman "In den Scherben das Licht", erschienen im Rowohlt Verlag, nimmt uns Carmen Korn mit in das Hamburg der Nachkriegszeit, auf eine Zeitreise vom Herbst 1946 bis Silvester 1955.
Es ist eine illustre Gesellschaft, die sich in der Küche der ehemaligen Schauspielerin Friede Wahrlich versammelt, nachdem sie sich entschlossen hat, Zimmer an Künstler zu vermieten. Vor diesem Entschluss hatte sie bereits Gert und kurze Zeit später Gisela bei sich im Keller aufgenommen. Die beiden haben im Krieg ihre Familien verloren und wissen nicht wohin. Nachdem der erste Stock des Hauses wieder bewohnbar ist, ziehen schließlich Robert und Ludwig ein. Robert ist Schauspieler und Bühnenbildner und wird allen ein guter Freund und Vertrauter. Ludwig, von allen Lulu genannt, ist homosexuell und wird deswegen von seinem Vater und seinen Brüdern verachtet. Daneben lernen wir noch weitere Personen kennen, die im Leben von Friede vor dem Krieg eine entscheidende Rolle gespielt haben. Alle haben mit den Auswirkungen des Krieges und ihren Dämonen zu kämpfen und obwohl es eine schwere und bittere Zeit ist, spürt man die Zuversicht und Hoffnung.
Carmen Korn hat eine besondere Art zu schreiben, wie man sie bereits aus ihren früheren Romanen kennt. Die Kapitel sind in lockerer chronologischer Reihenfolge und die einzelnen Absätze widmen sich den unterschiedlichen Protagonisten.
Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen und macht mich dankbar für die unbeschwerte Zeit, in der ich bisher leben durfte.
Strandmöwe
5/5
03.11.2025
eBook (ePUB 3)
Hoffnung, Liebe und Freundschaft
Carmen Korns neuer Roman entführt uns wieder mal nach Hamburg in die Nachkriegszeit. Zwischen Trümmern und Schwarzmarkt, Verlusten und Schuldgefühlen finden die Menschen voller Hoffnung ins Leben zurück. Gisela und Gert stranden auf der Suche nach ihren Familien bei Friede, einer alternden Diva, die ihrem Leben als umschwärmter Schauspielerin hinterhertrauert. Die drei wachsen zu einer Familie zusammen, zu der sich im Laufe der Geschichte noch einige Personen mehr gesellen. Geschickt verwebt Carmen Korn die unterschiedlichen Lebenswege miteinander. Licht und Schatten liegen immer dicht beieinander. In der zufällig zusammengewürfelten Gemeinschaft findet aber jeder seinen Platz, sogar die intrigante Marta, mit der Friede eine Art Hassliebe verbindet.
Besonders gut hat mir gefallen, wie unterschiedlich die einzelnen Personen mit der Vergangenheit umgehen. Friede, die voller Schuldgefühle ist, aber sich den Geistern der Vergangenheit nicht stellen will, Viktor, der am liebsten ein anderer Mensch wäre und nur vergessen möchte, Palutke, der sich bis zum Ende keiner Schuld bewusst ist - um nur einige zu nennen.
Gert und Gisela, die als Kinder das schlimmste erlebt haben, sehen hoffnungsvoll in die Zukunft und verlieren nie den Glauben daran, ihre Familien zu finden.
Auch in diesem Roman greift Carmen Korn auf reelle Schauplätze zurück. Ich mag es, wenn ich weiß, wo in Hamburg die Geschichten angesiedelt sind. Dabei hilft auch die Karte am Ende des Buches.
Eine absolute Leseempfehlung von mir.
Bewertung
4/5
14.11.2025
eBook (ePUB 3)
Zwischen Verlust und Neubeginn…
Zwischen Verlust und Neubeginn Die Nachkriegszeit in Hamburg wird auf eine Weise lebendig, die das Leben und die Menschen dieser Zeit spürbar macht. Gert und Gisela begegnen sich in einer Stadt voller Trümmer, beide auf der Suche nach Halt und Hoffnung. In Friede Wahrlich treffen sie auf eine Frau, die trotz eigener Verluste an die Möglichkeit eines Neubeginns glaubt. Der Roman zeigt, wie sich aus kleinen Gesten der Fürsorge und dem Zusammenhalt eine neue Gemeinschaft formt. Die Protagonisten entwickeln sich glaubwürdig, und ihre Begegnungen vermitteln, dass Hoffnung und Menschlichkeit selbst in schwierigen Zeiten wachsen können. Die Nachkriegszeit wird nicht überdramatisiert, sondern in stimmigen Szenen lebendig, die sowohl die Härte der Umgebung als auch die Wärme im zwischenmenschlichen Miteinander spürbar machen. Dieses Buch erzählt von Neubeginn, von Zusammenhalt und von dem Licht, das selbst in den schwierigsten Momenten aufscheinen kann. Es ist ein Roman, der das Leben nach dem Krieg authentisch und berührend einfängt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
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5/5
29.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Aus Freundschaft wird Liebe
Carmen Korn, In den Scherben das Licht,ist ein Roman über die Freundschaft und die Suche nach Liebe im Hamburg der Nachkriegszeit.
Im Oktober 1946 trifft Gert 16 Jahre im Keller eines Hauses auf Gisela 14 Jahre , beide ohne Familie.
Aus dieser Überlebensgemeinschaft wird Liebe in einer Welt die sich neu erfinden muß.
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5/5
24.01.2026
eBook (ePUB 3)
Zeit der Hoffnung
1946, ein in Trümmern liegendes Hamburg, ein teilzerstörtes Haus mit Potential zur Wiederherstellung und eine Hausgemeinschaft, der schnell die Leserherzen zufliegen.
Friede, eine ehemalige Volksschauspielerin, gehört das Haus. Der 16jährige Gert und die zwei Jahre jüngere Gisela dürfen in der Gartenlaube wohnen. Beide haben ihre Familie in den Wirren des Krieges verloren und nehmen Friedes Gastfreundschaft gerne an. Aber auch diese ist auf die beiden angewiesen.
Neuer Lebenswille und Mut zum Wiederaufbau und Neuanfang ist in allen Vierteln der Stadt zu spüren. Auch in den verrauchten Redaktionsräumen der ZEIT, die Gert als Praktikant kennenlernen darf. Hoffnung und Sehnsucht nach einem würdigen Leben im Frieden und ein unbändiger Willen, sein Leben, allen widrigen Umständen zum Trotz, in die Hand zu nehmen, ist allen Figuren gemeinsam.
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Mit großem Feingefühl und wunderbaren Figuren schreibt Carmen Korn über eine Zeit, in der die Menschen über sich hinauswachsen müssen, um Kraft für ein neues Leben zu finden. Wenn dies eine Hausgemeinschaft leisten kann, gibt das Hoffnung!
Eine ganz große Leseempfehlung, auch für junge Menschen!
Das Hörbuch ist sehr anhörenswert von Carmen Korn gesprochen!
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5/5
11.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vom Überleben zum neuen Leben
Dieses Buch fängt genau den Moment ein, in dem die Welt nach einer großen Katastrophe wieder Atem holt.
Die Autorin verwebt die Lebenswege verschiedener Menschen so feinfühlig, dass man das Gefühl hat, selbst durch die staubigen Straßen der Nachkriegsjahre zu gehen. Es geht um Verlust und Schmerz, aber viel mehr noch um Freundschaft, Zusammenhalt und die kleinen Glücksmomente, die in der Dunkelheit am hellsten leuchten.
Ein Muss für alle, die Romane mit viel Herz und authentischen Figuren lieben.
Es ist ein Buch, das einen trotz der Schwere des Themas mit einem warmen Gefühl zurücklässt.
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5/5
16.11.2025
eBook (ePUB 3)
Hamburg in Trümmern
Endlich eine neue Carmen Korn, und was für eine! Mit großer Erzählkraft zeichnet sie am Beispiel einer Handvoll Figuren das zerstörte Nachkriegs-Hamburg. Die Härten des Überlebens werden besonders deutlich am Beispiel der Teenager Gert (16) und Gisela (14), die das Leben allein zurückgelassen hat, die in der Hansestadt aufeinander treffen und die einander Halt und Stütze sind. Ein wirklich großartiges Buch, unbedingt lesen!
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4/5
12.02.2026
eBook (ePUB 3)
Überlebensgemeinschaft
Carmen Korn erzählt von der Zeit, als Hamburg in Trümmern lag. Obwohl ich mittlerweile sehr viel über Kriegs- und Nachkriegsjahre gelesen habe, eröffnete sich hier für mich wieder ein anderer Aspekt der Zeitgeschichte. Sprachlich der Situation angepasst, in kurzen prägnanten Sätzen, berichtet die Autorin, wie sich Menschen in ihrer Not zusammengefunden haben und zunächst eine Zweckgemeinschaft gebildet haben, um gemeinsam die schlimmen Zeiten zu überstehen. Schön war es, mit anzusehen, wie aus dieser Gemeinschaft Freundschaft und Familie wurde und die Menschen gemeinsam und voller Hoffnung der Zukunft und dem Licht entgegenblickten.
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