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Monster wie wir Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2020

Verlag

Schöffling

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/2,5 cm

Gewicht

380 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002194727

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Zustand

Sehr gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2020

Verlag

Schöffling

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/2,5 cm

Gewicht

380 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002194727

Herstelleradresse

Schoeffling + Co.
Kaiserstr. 79
60329 Frankfurt
DE

Email: info@schoeffling.de

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  • Bewertung

    4/5

    30.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, dass mich auch noch...

    Ein Buch, dass mich auch noch nach Jahren beschäftigt. Gewaltige Wortmacht trifft kindliche Emotionen. Einfach nur wow. Ich habe selten eine so gezielte, literarische Tiefe an Gefühlen, die Gewalt auslöst, erlebt.

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Bewertungen (1)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verraten

    So dünn dieses Buch ist, so schwer wiegt der Inhalt. Ein Thema, das einen mit dem Zuschlagen des fertig gelesenen Romans nicht verlässt. Es geht um Kinder in verschiedenen Familien und zu verschiedenen Zeiten. Sie alle sind Schutzbefohlene, sie alle werden missbraucht. Menschen die ihnen nahe sind schauen weg, helfen nicht, beenden nicht und bringen nicht zur Sprache, was vorfällt. Sie alle tragen Schuld und diese jungen durch Missbrauch verwüsteten Seelen müssen für sich einen Weg finden. Den Weg in ein hoffentlich lebenswertes und harmloses Leben. Keine leichte Kost, dennoch unbedingt lesenswert. Die Autorin erspart uns grausige Details und bewertet nicht. Sie vermittelt mit poetischer Sprache das Grauen, das viele Kinder und junge Menschen überall auf der Welt trifft.
  • Zum Bewerterprofil von Sophie Weigand

    Sophie Weigand

    Thalia Lübeck – Citti Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gewalt und das Schweigen darüber

    Ruth und Viktor wachsen in einer ostdeutschen Kleinstadt auf, die Mauer ist noch nicht gefallen, die staatliche Gewalt alltäglich, wenn auch für jeden in unterschiedlicher Weise spürbar. Aber auch eine andere Gewalt ist alltäglich: der sexuelle Missbrauch in den Familien. Ulrike Almut Sandig, beschlagen schon im Lyrischen, beschreibt das langsame Einsickern dieser Gewalt in zunächst fast uneindeutigen, aber beklemmenden Szenen, später wird sie dann explizit und es ist wie ein Faustschlag: „Das wievielte Kind er wohl war, das vom Freund der eigenen Schwester gefickt wurde?“ Sowohl Ruth als auch Viktor erleben Übergriffe, aber sie reden nicht darüber. Ebensowenig reden sie mit ihren Eltern. Die Sprachlosigkeit allerorten ist immens, aber nicht unrealistisch. Viktor wendet sich im Erwachsenenalter selbst der Gewalt zu, indem er in der rechten Szene eine Heimat findet. Und er wird bei einem Aufenthalt in Frankreich plötzlich in ganz anderer Position als in seiner Kindheit mit sexueller Gewalt konfrontiert sein. „Monster wie wir“ ist ein intensiver und aufwühlender Roman, vor allem, wenn er das Schweigen der anderen thematisiert. Sie könnten sehen, sie könnten etwas tun, aber sie ziehen es vor, die Wirklichkeit auszublenden. „Monster wie wir“ ist an dieser Stelle nah an der Realität, wie sie tagtäglich für viele Kinder aussieht. Kann man sich irgendwie retten aus Spiralen von Gewalt? Vielleicht. Vielleicht ist es ein Anfang, sie zu sehen und auch sehen zu wollen.
  • Zum Bewerterprofil von Henrike Irmscher

    Henrike Irmscher

    Thalia Halle

    Buchhändler*in

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    4/5

    07.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegen das Wegsehen

    // Triggerwarnung: sexueller Missbrauch // Es fiel mir anfangs schwer, in Sandigs Roman hineinzufinden, doch als ich es geschafft habe, hat er mich nicht mehr losgelassen. Ich wurde hineingesogen in eine verdrehte Geschichte von Freundschaft und Gewalt, Schmerz und Trost. „Monster wie wir“ wird in Rückblenden erzählt: Ruth und Viktor wachsen beide in Ostdeutschland irgendwann in den grauen 80er Jahren auf, und beide haben einen dunklen Dämonen, der sie bedroht, ein Dämon namens Missbrauch, der kategorisch totgeschwiegen wird von Verwandten und ihnen selbst. Sie erleben das Schlimmste, was man Kindern antun kann, und finden Trost beieinander, während alle anderen wegschauen. Als Erwachsene wird Ruth Geigerin, und Viktor macht sich auf den Weg als Au Pair nach Frankreich, wo er erneut mit der schrecklichsten Form von Gewalt konfrontiert wird. Dieser Roman ist beileibe keine leichte Kost, und trotzdem ein einzigartiges Stück Literatur, so fabelhaft und poetisch geschrieben. Es ist kein Buch, das glücklich macht aber es ist wichtig, dass in der Literatur auch schwierige Themen wie diese behandelt und nicht ignoriert werden.

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