Produktbild: Der Totengräber und der Orden des Teufels
Band 5

Der Totengräber und der Orden des Teufels Ein neuer Fall für Leopold von Herzfeldt | Grabschändung und ein bestialischer Mord zwingen den Totengräber zu ermitteln

Aus der Reihe Totengräber
6

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

236

Erscheinungsdatum

25.06.2026

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

480 (Printausgabe)

Dateigröße

4012 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783843737838

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ePUB

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236

Erscheinungsdatum

25.06.2026

Verlag

Ullstein Ebooks

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480 (Printausgabe)

Dateigröße

4012 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783843737838

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  • hasirasi2

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    24.07.2026

    eBook (ePUB)

    Das Auge der Vorsehung

    Wien 1896: „Inspektor Herzfeld, glauben Sie an den Teufel? Es sieht nämlich so aus, als wäre Satan persönlich in Wien aufgetaucht.“ (S. 31) Im Haus der ehemaligen Schauspielerin Sophia von Tatten soll ihr Sohn Ferdinand eine Teufelsanbetung durchgeführt haben, bei der ein rituelles Menschenopfer dargebracht wurde. Das Opfer ist Pauline Bellheimer, die Tochter der Nachbarn. Ihr wurde die Kehle durchgeschnitten, Zunge und Herz wurden entfernt und ihr Körper mit satanischen Symbolen verunstaltet. Ferdinand wird nackt, blutverschmiert und schlafend vor dem Haus aufgefunden. Verhören kann man ihn jedoch nicht – entweder ist er dem Wahnsinn verfallen oder er spielt seine Rolle erschreckend überzeugend. Dank seiner einflussreichen Mutter landet er nicht im Wiener Landgericht, sondern in einem privaten Sanatorium.   Als Leo seiner Verlobten Julia von dem Fall erzählt, denkt die Journalistin sofort an Sigmund Freud, über den sie gerade ein Porträt schreibt. Der junge Nervenarzt sorgt mit seinen Hypnose-Experimenten für Aufsehen. („Ich bin ein Archäologe, der verschüttet Erinnerungen ausgräbt.“ (S. 57) Vielleicht könnte ausgerechnet Freud Ferdinand dazu bringen, über die grausamen Ereignisse zu sprechen.   Leo sucht Rat bei Totengräber Augustin Rothmayer. Dieser erkennt die Zeichen auf Paulines Körper als das „Auge der Vorsehung“, ein Symbol, das unter anderem den Freimaurern zugeschrieben wird. Um sie ranken sich düstere Gerüchte über Teufelsmessen und geheime Aufnahmerituale, bei denen Verrätern die Kehle durchgeschnitten sowie Herz und Zunge entfernt werden. Als weitere Opfer auftauchen, die nach demselben grausamen Muster ermordet wurden, ohne dass eine Verbindung zwischen ihnen erkennbar ist, verdichten sich die Rätsel. Schließlich wird auch noch Beethovens Grab auf dem Zentralfriedhof geschändet. Für Augustin gibt es nun kein Halten mehr: Er will Leo unbedingt bei den Ermittlungen unterstützen – und bringt sich damit selbst in höchste Gefahr.   Auch der fünfte Band der Reihe von Oliver Pötzsch ist wieder ungemein spannend und atmosphärisch dicht erzählt. Das Wien der Jahrhundertwende befindet sich im Umbruch: Die Welt wird moderner, schneller und komplexer, und viele Menschen fühlen sich von diesem Wandel überfordert. Genau dieses Phänomen untersucht Sigmund Freud mit seiner Forschung zur Neurasthenie – der nervlichen Erschöpfung durch die moderne Zeit.   Gleichzeitig brodelt die politische Stimmung. Rechtsnationale Kräfte und ihre Zeitungen instrumentalisieren die grausamen Morde, um gegen Juden, Freimaurer, Ausländer und Anarchisten zu hetzen. Auch Polizeirat Moritz Stukart und Leo geraten wegen ihrer jüdischen Abstammung zunehmend ins Visier. Als sich schließlich auch noch der Vizebürgermeister einmischt und den ehemaligen Polizeichef von Linz zum Leiter einer neuen politischen Polizeiabteilung ernennt, wird ihnen der Fall kurzerhand entzogen.   Doch nicht nur beruflich steht Leo unter Druck. Sein verstorbener Vater greift noch immer in sein Leben ein: Sollte Leo seine Verlobung mit Julia nicht lösen, wird er enterbt. Wie soll er ihr das nur erklären?   Auch Augustin Rothmayer hat mit privaten Sorgen zu kämpfen. Seine Adoptivtochter Anna steckt mitten in der Pubertät und verbringt immer mehr Zeit im gerichtsmedizinischen Institut bei Professor Hofmann. Dieser fördert ihr außergewöhnliches Talent und macht ihr Mut, vielleicht zu den ersten Studentinnen Wiens zu gehören – die Zeit des gesellschaftlichen Wandels könnte ihr diese Möglichkeit tatsächlich eröffnen.   Oliver Pötzsch verbindet historische Fakten, gesellschaftliche Entwicklungen und einen packenden Kriminalfall erneut zu einem fesselnden Pageturner. Die Vielzahl an Verdächtigen, immer neue Spuren und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man bis zum Schluss miträtselt. Besonders eindrucksvoll ist, wie der Autor den aufkommenden Antisemitismus und die politischen Strömungen jener Zeit einarbeitet – Entwicklungen, in denen sich bereits die Vorboten des Nationalsozialismus und sogar erste Hinweise auf das Hakenkreuz erkennen lassen. Hervorragend recherchiert, atmosphärisch dicht und bis zur letzten Seite spannend.

  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    05.07.2026

    eBook (ePUB)

    Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

    In seinem 5. Fall für Inspektor Leo von Herzfeldt entführt uns Oliver Pötzsch in das Wien von 1896, in dem sich zahlreiche Verschwörungstheoriker zu okkulten Treffen verabreden. Allerdings bleibt es nicht immer beim lautstarken Geschwafel, sondern so manche Gruppe lässt den Theorien auch Taten folgen. So wird Leo von Herzfeldt, der aktuell mit seiner Verlobten Julia, beim Begräbnis seines Vaters in Graz weilt, zurück nach Wien beordert. Der Sohn einer adeligen Familie steht unter Verdacht, bei einer gruseligen Séance, eine junge Frau getötet zu haben. Dass er nun unverzüglich nach Wien reisen muss, um die Ermittlungen aufzunehmen, kommt ihm sogar gelegen, verlangt doch sein Bruder von ihm, die Verlobung mit Julia aufzulösen, ansonsten würde er enterbt. Das Verbrechen, das er nun aufklären soll, betrifft gleich zwei adelige Familien, nämlich jene des weiblichen Opfers und jene des augenscheinlichen Täters, die ihrerseits Verbindungen in höchste Kreise haben, sodass Moritz Stukart, Herzfeldts Vorgesetzter von mehreren Seite bedrängt wird, die Ermittlungen in die jeweils gewünschte Richtung zu lenken. Der mutmaßliche Täter kann nichts dazu sagen, denn er befindet sich in einer Art katatonischen Starre, weshalb man ihn in eine private Anstalt eingewiesen hat. Neben den Juden geraten auch die verbotenen Freimaurer ins Visier der Ermittler, denn der Leichnam der Frau ist mit obskuren Zeichen versehen, die man den Freimaurern zuordnet. Herzfeldt ist für den komplexen Kriminalfall fast dankbar, lenkt er ihn doch von seinen privaten Problemen ab, verschweigt er doch seiner Julia bislang das Ultimatum seines Bruders. Julia, nunmehr Journalistin, soll ein Porträt des noch jungen und unbekannten Sigmund Freud schreiben und überredet ihn, sich des vermeintlichen Mörders anzunehmen. Die angewendete Hypnose gerät zu einem Desaster. Zwischen all den Intrigen, die gegen Stukart und Herzfeldt geschmiedet werden und eine Abberufung beider zur Folge haben, echauffiert sich Totengräber Augustin Rothmayer über das geschändete Grab von Beethoven. Beinahe gleichzeitig erschüttert ein Anschlag auf Vize-Bürgermeister Karl Lueger, einem eingefleischten Antisemiten, der auch im Jahre 2026 wegen seines Denkmals am Lueger-Platz noch von sich reden macht, die Stadt. Lueger ist mit seinem Antisemitismus nicht allein, denn gegen Juden wird schon seit Jahrhunderten gehetzt. Dieses Attentat wird den diversen Anarchisten, die im Vielvölkerreich ihr Unwesen treiben, zugeschrieben, die, was noch verborgen bleibt, einen weitaus größeren Anschlag planen. Meine Meinung: Auch in diesem 5. historischen Krimi rund um Leopold von Herzfeldt, seine Verlobte Julia und Augustin Rothmayer spielt vor dem Hintergrund einer Stadt im Umbruch. Auf der einen Seite Adel und wohlhabendes Bürgertum und auf der anderen Abertausende von Arbeiterinnen und Arbeiter, die unter unvorstellbaren Umständen ihr Leben fristen, um, zum Beispiel für die Prachtbauten an der Ringstraße in den Ziegelwerken zum Hungerlohn schuften. Oliver Pötzsch schafft es durch seinen eindringlichen Schreibstil und seiner akribischen Recherche, diese Zeit des Widerspruchs und Aufbruchs lebendig und authentisch auferstehen zu lassen. Als Wienerin sind mir die Schauplätze und die historischen Persönlichkeiten wie eben Lueger (1844-1910) oder Freud (1856-1939) recht gut bekannt. Gut gefallen hat mir auch, dass der junge, noch unbekannte Sigmund Freud eine Rolle spielen darf. Kurz vor diesem historischen Krimi habe ich eine Biografie von Frank Tallis über Sigmund Freud gelesen, in der dessen Behandlungsmethoden aus den Tagebüchern bzw. den Patientenakten geschildert werden. Der Anschlag auf Lueger, der eine Ähnlichkeit mit jenem auf Trump aufweist, wird sofort jener Gruppe untergeschoben, die die Masse der Bevölkerung ohnehin alles zutraut: Juden und Freimaurern. Im Hintergrund ziehen jedoch ganz andere die Fäden, um die Monarchie zu erschüttern. Geschickt flicht Oliver Pötzsch die Macht der Zeitungen ein, deren unterschiedliche Ausrichtung, die politische Meinung der Eigentümer vertritt. Krawallblätter, die mit ihren reißerischen Schlagzeilen die Menschen manipulieren, sind keine Erfindung der Neuzeit. Ich freue mich schon auf Band Nr. 6 zumal der Cliffhanger, die eine oder andere Überraschung prophezeit. Fazit: Gerne gebe ich diesem vielschichtigen historischen Krimi, der allen Beteiligten einiges abfordert, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    4/5

    22.07.2026

    eBook (ePUB)

    Gelungene Fortsetzung der Reihe

    Oliver Pötzsch hat mit "Der Totengräber und der Orden des Teufels" eine gelungene Fortsetzung der Reihe abgeliefert, die mir wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Wien im Jahr 1986: Bei einem wohl satanistischen Ritual wird eine Frau auf grausamste Weise ums Leben gebracht, Da der Toten die Kehle durchgeschnitten, das Herz und die Zunge herausgetrennt wurde, stellt Leopold von Herzfeldt einen Bezug zur Freimaurer-Loge her. Zur gleichen Zeit steht der Totengräber Augustin Rothmayer auf dem Zentralfriedhof ebenfalls vor einem Rätsel: Das Grab Beethovens wurde geschändet. Die Spuren führen in die bessere Gesellschaft Wiens. Von Herzfeldt und Rothmayer werden bei ihren Ermittlungen nicht nur von Leopolds Verlobter , der Reporterin Julia Wolf, sondern auch vom Nervenarzt Sigmund Freud unterstützt. Auch dieser Band der Totengräber-Reihe liest sich wieder gewohnt flüssig. Es ist spannend, die Ermittlungen im alten Wien zu verfolgen. Die Charaktere sind wie immer gut ausgearbeitet und sehr bildhaft beschrieben. Wir lesen von erschreckend zunehmenden Antisemitismus, die Ergebnisse sind leider bekannt. Die Handlung nimmt nach und nach Fahrt auf und ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles auflöst. Leopold hat auch privat einige Probleme und Augustin ebenfalls. Seine Ziehtochter Anna steckt mitten in der Pubertät, damit kennt sich Augustin nun mal überhaupt nicht aus. Also ist Julias Hilfe (von Frau zu Frau) gefragt. Diese so unterschiedlichen Charaktere muss man einfach mögen, abgesehen von Leopolds Kollegen Leinkirchner, dem Judenhasser. Die Einbindung von Sigmund Freud in diesen Fall fand ich besonders gelungen, dafür kommt der Totengräber Augustin für meinen Geschmack etwas zu kurz. Trotzdem freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung! Auch ohne Vorkenntnisse der Personen ist der Krimi gut zu verstehen, noch besser allerdings ist es, wenn man die Vorgänger bereits kennt. Mehr über die Person Augustin Rothmayer zu wissen, schadet nicht. Diesen Krimi kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen! Die Ermittlungen im historischen Wien machen einfach Spaß. Ein wenig mehr Augustin, der sonst überwiegend mit dem Schreiben von sehr lehrreichen Büchern beschäftigt ist, hätte dem Krimi nicht geschadet. Sehr gute 4 Sterne für diesen neuen Fall!

  • hasirasi2

    aus Dresden

    5/5

    24.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Das Auge der Vorsehung

    Wien 1896: „Inspektor Herzfeld, glauben Sie an den Teufel? Es sieht nämlich so aus, als wäre Satan persönlich in Wien aufgetaucht.“ (S. 31) Im Haus der ehemaligen Schauspielerin Sophia von Tatten soll ihr Sohn Ferdinand eine Teufelsanbetung durchgeführt haben, bei der ein rituelles Menschenopfer dargebracht wurde. Das Opfer ist Pauline Bellheimer, die Tochter der Nachbarn. Ihr wurde die Kehle durchgeschnitten, Zunge und Herz wurden entfernt und ihr Körper mit satanischen Symbolen verunstaltet. Ferdinand wird nackt, blutverschmiert und schlafend vor dem Haus aufgefunden. Verhören kann man ihn jedoch nicht – entweder ist er dem Wahnsinn verfallen oder er spielt seine Rolle erschreckend überzeugend. Dank seiner einflussreichen Mutter landet er nicht im Wiener Landgericht, sondern in einem privaten Sanatorium. Als Leo seiner Verlobten Julia von dem Fall erzählt, denkt die Journalistin sofort an Sigmund Freud, über den sie gerade ein Porträt schreibt. Der junge Nervenarzt sorgt mit seinen Hypnose-Experimenten für Aufsehen. („Ich bin ein Archäologe, der verschüttet Erinnerungen ausgräbt.“ (S. 57) Vielleicht könnte ausgerechnet Freud Ferdinand dazu bringen, über die grausamen Ereignisse zu sprechen. Leo sucht Rat bei Totengräber Augustin Rothmayer. Dieser erkennt die Zeichen auf Paulines Körper als das „Auge der Vorsehung“, ein Symbol, das unter anderem den Freimaurern zugeschrieben wird. Um sie ranken sich düstere Gerüchte über Teufelsmessen und geheime Aufnahmerituale, bei denen Verrätern die Kehle durchgeschnitten sowie Herz und Zunge entfernt werden. Als weitere Opfer auftauchen, die nach demselben grausamen Muster ermordet wurden, ohne dass eine Verbindung zwischen ihnen erkennbar ist, verdichten sich die Rätsel. Schließlich wird auch noch Beethovens Grab auf dem Zentralfriedhof geschändet. Für Augustin gibt es nun kein Halten mehr: Er will Leo unbedingt bei den Ermittlungen unterstützen – und bringt sich damit selbst in höchste Gefahr. Auch der fünfte Band der Reihe von Oliver Pötzsch ist wieder ungemein spannend und atmosphärisch dicht erzählt. Das Wien der Jahrhundertwende befindet sich im Umbruch: Die Welt wird moderner, schneller und komplexer, und viele Menschen fühlen sich von diesem Wandel überfordert. Genau dieses Phänomen untersucht Sigmund Freud mit seiner Forschung zur Neurasthenie – der nervlichen Erschöpfung durch die moderne Zeit. Gleichzeitig brodelt die politische Stimmung. Rechtsnationale Kräfte und ihre Zeitungen instrumentalisieren die grausamen Morde, um gegen Juden, Freimaurer, Ausländer und Anarchisten zu hetzen. Auch Polizeirat Moritz Stukart und Leo geraten wegen ihrer jüdischen Abstammung zunehmend ins Visier. Als sich schließlich auch noch der Vizebürgermeister einmischt und den ehemaligen Polizeichef von Linz zum Leiter einer neuen politischen Polizeiabteilung ernennt, wird ihnen der Fall kurzerhand entzogen. Doch nicht nur beruflich steht Leo unter Druck. Sein verstorbener Vater greift noch immer in sein Leben ein: Sollte Leo seine Verlobung mit Julia nicht lösen, wird er enterbt. Wie soll er ihr das nur erklären? Auch Augustin Rothmayer hat mit privaten Sorgen zu kämpfen. Seine Adoptivtochter Anna steckt mitten in der Pubertät und verbringt immer mehr Zeit im gerichtsmedizinischen Institut bei Professor Hofmann. Dieser fördert ihr außergewöhnliches Talent und macht ihr Mut, vielleicht zu den ersten Studentinnen Wiens zu gehören – die Zeit des gesellschaftlichen Wandels könnte ihr diese Möglichkeit tatsächlich eröffnen. Oliver Pötzsch verbindet historische Fakten, gesellschaftliche Entwicklungen und einen packenden Kriminalfall erneut zu einem fesselnden Pageturner. Die Vielzahl an Verdächtigen, immer neue Spuren und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man bis zum Schluss miträtselt. Besonders eindrucksvoll ist, wie der Autor den aufkommenden Antisemitismus und die politischen Strömungen jener Zeit einarbeitet – Entwicklungen, in denen sich bereits die Vorboten des Nationalsozialismus und sogar erste Hinweise auf das Hakenkreuz erkennen lassen. Hervorragend recherchiert, atmosphärisch dicht und bis zur letzten Seite spannend.

  • Bewertung

    5/5

    19.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Fesselnde und spannende Unterhaltung

    Meine Meinung: Wien 1896, es ist erschreckend, was der Totengräber Augustin Rothmayer, der Inspektor Leopold von Herzfeldt und seine Verlobte Julia Wolf alles erleben müssen. Nicht nur die Morde sind beunruhigend, auch die politische Entwicklung und Hetzerei über bestimmte Bevölkerungsgruppen. Aber auch die Familie von Leo mischt sich in die Beziehung zu Julia ein. Es ist für alle eine riesengroße Herausforderung, der sie sich stellen müssen. Natürlich schaffen sie es, aber der Weg bis dahin ist gefährlich und sehr hart. Es gibt überraschende Wendungen, die nicht nur mich rätseln lassen. Im beruflichen Bereich gibt es für alle reichlich Aufregung. Die Drei benötigen Hilfe, wobei es hier auch Entwicklungen und Situationen gibt, mit denen niemand gerechnet hat. Zumal es sogar lebensgefährlich wird und nicht jeder gut aus der Sache rauskommt. Der Autor hat sich wirklich einiges einfallen lassen, im Grunde sind es reichlich Fälle, die aufgeklärt werden müssen. Hinzu kommen noch private Begebenheiten, die ihnen auch zu schaffen machen. Ich bin dabei und begleite jeden einzelnen. Sehr gut hat mir gefallen, dass der Psychiater Sigmund Freud in dieser Folge eine wichtige Rolle erhalten hat. Es passte bestens ins damalige Geschehen. Fazit: Dem Autor ist es ein weiteres Mal hervorragend gelungen, Familien- und Alltagsleben mit beruflichem zu verknüpfen und auch einen Eindruck zu vermitteln, wie die damalige Meinung vieler Personen war und es ist noch nicht vorbei. Über fünfhundert Seiten fesselnde Unterhaltung und Spannung. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

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    Simone Page

    Thalia Kaufbeuren

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    5/5

    19.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Bestialische Morde und Rituale in Wien

    Ein verschwundener Kommissar, der undercover ermittelte und bestialisch zugerichtete Opfer lassen Leo Herzfeldt und seine Kollegen ermitteln. Nachdem beim ersten Mord, der mutmaßliche Täter in die Irrenanstalt eingeliefert wird, zieht Leo den jungen, aufstrebenden Arzt Sigmund Freud zu Rate. Geschickt gelingt es dem Autoren , historische Personen und verbürgte Ereignisse mit der Erzählung zu verbinden. Man taucht in das Wien von 1896 ein und stellt unweigerlich auch Ähnlichkeiten mit der heutigen Zeit fest. Das Buch endet mit einem rasanten Showdown und man darf auf den nächsten Fall für Leo Herzfeldt gespannt sein.

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