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Hervé Le Tellier

1. Der Name an der Wand

Der Name an der Wand

Gesprochen von
4
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Robert Laber

Spieldauer

4 Stunden und 2 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

10.11.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Speech Studio Schweiz

Sprache

Deutsch

EAN

9783039682126

Beschreibung

Rezension

«Ein Geschenk der Literatur an die Geschichtswissenschaft»

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Robert Laber

Spieldauer

4 Stunden und 2 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

10.11.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Speech Studio Schweiz

Sprache

Deutsch

EAN

9783039682126

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Spurensuche

drawe aus Landau am 31.05.2025

Bewertungsnummer: 2504315

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Autor kauft ein Haus in Südfrankreich und sieht einen in den Putz eingeritzten Namen: André Chaix. In einer Ausstellung über die Résistance stößt er wieder auf diesen Namen, und nun will er es wissen: Wer ist dieser André Chaix? Er macht sich auf Spurensuche in die Zeit vor 80 Jahren, und André Chaix wird für ihn zu einem „Senkblei“, mit dem er sich in eine Epoche versenkt, „in der Großherzigkeit und Mut mit Egoismus und Niedertracht eng beieinanderlagen.“ Die Quellenlage ist dürftig, und das, was Le Tellier findet, breitet er vor seinem Leser aus: einige Fotos, einige Briefe, dazu kommen Erzählungen der Familie, er besucht Archive, er stößt auf Zeitgenossen, vertieft sich in die politische und militärische Lage der Zeit, immer im Versuch, dem jungen André Konturen geben zu können. Le Tellier will keinen Roman schreiben, und er verbietet sich jeden romanhaften Effekt aus Respekt vor dem Toten. Er will sich ihm auch nicht anbiedern, indem er ihn direkt anspricht und in einen fiktiven Dialog mit ihm tritt. Das hält Le Tellier für „anstößig“, sagt er, er hält sich zurück. Aber er weitet seinen Blick in die Zeit und stellt seinem Leser die überaus komplizierten Verhältnisse im Vichy-Frankreich vor. Dabei interessieren ihn natürlich besonders die Maquisards, denen sich André Chaix angeschlossen hatte. Er ist beeindruckt von ihrem Mut, von ihrem entbehrungsreichen und gefährlichen Agieren unter „Kälte, Hunger und Angst“ im Kampf gegen die Deutschen. Sie sind miserabel ausgestattet und erhalten keine offizielle Unterstützung, weil sie Kommunisten sind. Le Tellier nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die Verstrickungen der Franzosen in den Nationalsozialismus bloßlegt und aufzeigt, wie die französischen Altnazis sich heute in der Front National wieder zusammenfinden. Oder wenn er auf die Biografie Wernher von Brauns eingeht, eines strammen Nazis, der dennoch seine Karriere in den USA fortsetzen konnte: ein Beispiel für Korrumpierbarkeit. Diesen Bogen in die Gegenwart schlägt er immer wieder, vor allem, wenn er sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt. Welchen Sinn hatte es, dass Andrè Chaix sein Leben mit 20 Jahren verliert? Welchen Sinn hat sein eigenes Leben, das des Autors?

Spurensuche

drawe aus Landau am 31.05.2025
Bewertungsnummer: 2504315
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Autor kauft ein Haus in Südfrankreich und sieht einen in den Putz eingeritzten Namen: André Chaix. In einer Ausstellung über die Résistance stößt er wieder auf diesen Namen, und nun will er es wissen: Wer ist dieser André Chaix? Er macht sich auf Spurensuche in die Zeit vor 80 Jahren, und André Chaix wird für ihn zu einem „Senkblei“, mit dem er sich in eine Epoche versenkt, „in der Großherzigkeit und Mut mit Egoismus und Niedertracht eng beieinanderlagen.“ Die Quellenlage ist dürftig, und das, was Le Tellier findet, breitet er vor seinem Leser aus: einige Fotos, einige Briefe, dazu kommen Erzählungen der Familie, er besucht Archive, er stößt auf Zeitgenossen, vertieft sich in die politische und militärische Lage der Zeit, immer im Versuch, dem jungen André Konturen geben zu können. Le Tellier will keinen Roman schreiben, und er verbietet sich jeden romanhaften Effekt aus Respekt vor dem Toten. Er will sich ihm auch nicht anbiedern, indem er ihn direkt anspricht und in einen fiktiven Dialog mit ihm tritt. Das hält Le Tellier für „anstößig“, sagt er, er hält sich zurück. Aber er weitet seinen Blick in die Zeit und stellt seinem Leser die überaus komplizierten Verhältnisse im Vichy-Frankreich vor. Dabei interessieren ihn natürlich besonders die Maquisards, denen sich André Chaix angeschlossen hatte. Er ist beeindruckt von ihrem Mut, von ihrem entbehrungsreichen und gefährlichen Agieren unter „Kälte, Hunger und Angst“ im Kampf gegen die Deutschen. Sie sind miserabel ausgestattet und erhalten keine offizielle Unterstützung, weil sie Kommunisten sind. Le Tellier nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die Verstrickungen der Franzosen in den Nationalsozialismus bloßlegt und aufzeigt, wie die französischen Altnazis sich heute in der Front National wieder zusammenfinden. Oder wenn er auf die Biografie Wernher von Brauns eingeht, eines strammen Nazis, der dennoch seine Karriere in den USA fortsetzen konnte: ein Beispiel für Korrumpierbarkeit. Diesen Bogen in die Gegenwart schlägt er immer wieder, vor allem, wenn er sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt. Welchen Sinn hatte es, dass Andrè Chaix sein Leben mit 20 Jahren verliert? Welchen Sinn hat sein eigenes Leben, das des Autors?

Bewegend und bildend; Der…

Hornita aus Augsburg am 15.04.2025

Bewertungsnummer: 3014343

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bewegend und bildend; Der Autor erzählt, wie er beim Kauf einer Immobilie auf einen Namen an der Wand gestoßen ist und das Rätsel dieses Namens ergründet. Es gelingt ihm, über 80 Jahre nach dem Tod dieses jungen Mannes, überraschenderweise noch einige Informationen und Fotos zu bekommen. Diese fand ich sehr hilfreich, um der Person des André Chaix näher zu kommen. Trotz allem sind die Informationen nicht ausreichend, um ein ganzes Buch zu füllen, so dass der Autor seinen Blick auf die räumliche Umgebung, die politische Situation, den Widerstand, die Besatzer, das Kinoprogramm, usw. wandern lässt und dadurch ein gelungenes Portrait der Zeit zeichnet. Der Schreibstil ist sehr schön und gut zu lesen, er ist nicht übertrieben poetisch, sondern passt zum Thema. Trotzdem hat mir etwas gefehlt, die Familie wird nur angerissen und ich hätte mir noch mehr Recherche und Details von Zeitzeugen erhofft. Das Buch ist lesenswert und trotz der großen zeitlichen Distanz bewegend und instruktiv.

Bewegend und bildend; Der…

Hornita aus Augsburg am 15.04.2025
Bewertungsnummer: 3014343
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bewegend und bildend; Der Autor erzählt, wie er beim Kauf einer Immobilie auf einen Namen an der Wand gestoßen ist und das Rätsel dieses Namens ergründet. Es gelingt ihm, über 80 Jahre nach dem Tod dieses jungen Mannes, überraschenderweise noch einige Informationen und Fotos zu bekommen. Diese fand ich sehr hilfreich, um der Person des André Chaix näher zu kommen. Trotz allem sind die Informationen nicht ausreichend, um ein ganzes Buch zu füllen, so dass der Autor seinen Blick auf die räumliche Umgebung, die politische Situation, den Widerstand, die Besatzer, das Kinoprogramm, usw. wandern lässt und dadurch ein gelungenes Portrait der Zeit zeichnet. Der Schreibstil ist sehr schön und gut zu lesen, er ist nicht übertrieben poetisch, sondern passt zum Thema. Trotzdem hat mir etwas gefehlt, die Familie wird nur angerissen und ich hätte mir noch mehr Recherche und Details von Zeitzeugen erhofft. Das Buch ist lesenswert und trotz der großen zeitlichen Distanz bewegend und instruktiv.

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Der Name an der Wand

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Katja Kobold

Thalia Hamburg – Europapassage

Zum Portrait

5/5

Leben und Sterben eines Widerstandskämpfers in Frankreich

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mit viel Detailgenauigkeit und sehr liebevoll rekonstruiert Herve Le Tellier das Leben eines französischen Widerstandskämpfers. Dabei fließen auch die eigenen Wahrnehmungen des Autors mit ein und geben einen tiefen Einblick in das Leben zu jener Zeit und lassen sie lebendig werden. Dies ist keine Romanbiografie, eher ein Bericht, der sehr private und alltägliche Aspekte miteinbezieht.
  • Katja Kobold
  • Buchhändler/-in

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Leben und Sterben eines Widerstandskämpfers in Frankreich

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mit viel Detailgenauigkeit und sehr liebevoll rekonstruiert Herve Le Tellier das Leben eines französischen Widerstandskämpfers. Dabei fließen auch die eigenen Wahrnehmungen des Autors mit ein und geben einen tiefen Einblick in das Leben zu jener Zeit und lassen sie lebendig werden. Dies ist keine Romanbiografie, eher ein Bericht, der sehr private und alltägliche Aspekte miteinbezieht.

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Catrin Buchhauser

Thalia Nürnberg

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5/5

Ein zu kurzes Leben

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Herve LeTellier kauft sich ein Haus in Südfrankreich, als an der Fassade Kacheln entfernt werden, entdeckt er an der Fassade einen Namen: André Chaix, ein Mitglied der Résistance, der 1944 in einen Hinterhalt geriet und erschossen wurde. Obwohl Herve LeTellier außer einer Schachtel mit Fotos nur wenige Anhaltspunkte hat, zeichnet er ein eindrückliches Portrait des jungen Mannes und seiner Zeit. Was hat ihn berührt, welche Filme hat er gesehen, welche Musik gehört? André Chaix, im Alter von 20 Jahren viel zu früh gestorben ist plötzlich greifbar, lebendig. Ein schmales Bändchen, doch ein würdiges Denkmal!
  • Catrin Buchhauser
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein zu kurzes Leben

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Herve LeTellier kauft sich ein Haus in Südfrankreich, als an der Fassade Kacheln entfernt werden, entdeckt er an der Fassade einen Namen: André Chaix, ein Mitglied der Résistance, der 1944 in einen Hinterhalt geriet und erschossen wurde. Obwohl Herve LeTellier außer einer Schachtel mit Fotos nur wenige Anhaltspunkte hat, zeichnet er ein eindrückliches Portrait des jungen Mannes und seiner Zeit. Was hat ihn berührt, welche Filme hat er gesehen, welche Musik gehört? André Chaix, im Alter von 20 Jahren viel zu früh gestorben ist plötzlich greifbar, lebendig. Ein schmales Bändchen, doch ein würdiges Denkmal!

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