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Auf der Straße heißen wir anders Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

127470

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2022

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21/13,2/2,2 cm

Gewicht

344 g

Auflage

2.Druckaufl. 2022

Sprache

Deutsch

EAN

2710002273101

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Laura Cwiertnia erzählt berührend von einer Reise von Vater und Tochter nach Erewan und vom Überleben einer Familie. Eine etwas andere Migrationsgeschichte.« Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 03. April 2022 ("NZZ am Sonntag")
»Eine ergreifende Familiengeschichte zwischen Armenien und Deutschland. […] [E]in Buch voller nachdenklicher Sätze und ungewohnter Bilder, die einer diffizilen Lebensrealität nachspüren. […] Fünfzigtausend Armenierinnen und Armenier leben in Deutschland. Deswegen ist es so wichtig, Geschichten wie diese zu erzählen. Wenn man es auch noch so feinfühlig tut wie Laura Cwiertnia, ist das ein wertvolles literarisches Geschenk.« Friedrich Conradi, Berliner Zeitung, 29. März 2022 ("Berliner Zeitung")
»Was an diesem gelungenen Roman so überzeugt, ist der feine, hellsichtige Ton, die genaue Beobachtung von Situationen, die mühelosen Übergänge zwischen den Zeitebenen. Man versteht die Charaktere, sieht sie vor sich, mit ihrer beredeten Körpersprache und in ihrem tiefen Schweigen.« Peter Helling, NDR Kultur, 15. Februar 2022 ("NDR")
»Eindrücklich zeigt die Autorin, wie schon wenige Worte oder Gesten genügen, um Fragen nach der Vergangenheit im Keim zu ersticken. Indem Laura Cwiertnia dieses Phänomen beschreibt und zu erklären versucht, bricht sie selbst dieses Schweigen. Schon allein deshalb ist der Roman ein wichtiges Werk. Aber auch erzählerisch ist er eine Entdeckung. Mit feinen Beobachtungen, ohne kitschig oder anklagend zu werden« Tigran Petrosyan, TAZ, 08. August 2022 ("taz")
»[B]eindruckend klar und klug erzählt.« Elke Heidenreich, Kölner Stadt-Anzeiger, 30./31. Juli 2022 ("Kölner Stadt-Anzeiger")
»Wie Cwiertnia Menschen beschreibt, die ihre Existenz, Heimat und Liebe suchen, ist aufrichtig« Achim Lettmann, TZ Hamm, 12. Juli 2022 ("TZ Hamm")
»Das ist ein sehr interessanter Stoff, den Laura Cwiertnia auch mit einer ganz klaren und gut lesbaren Sprache ausbreitet.« Felix Müller, Berliner Morgenpost, 06. Juni 2022 ("Berliner Morgenpost")
»Dieses Buch ist wichtig, weil es diejenigen würdigt, die selbst kein Buch schreiben konnten.« Caren Miesenberger, Missy Magazine, Juni/Juli 2022 ("Missy Magazine")
»Ein wunderbares Buch über eine Suche nach Geheimnissen der Vergangenheit, aus denen sich Gegenwärtiges erhellt!« Oliver Fründt, Frankfurter Büchergilde-Buchhandlung, April 2022 ("Frankfurter Büchergilde")
»Laura Cwiertnia [zeichnet] in ihrem Debütroman ‚Auf der Straße heißen wir anders‘ warmherzig, virtuos und mit humorvollem Unterton die verzweigten Pfade einer armenischen Familie auf, deren traumatische Erfahrungen so tiefgreifend sind, dass sie über vier Generationen hinweg bis in die Gegenwart nachhallen. Bewegend und eindrücklich rückt sie dabei in den Vordergrund, wie es ist, am Rand einer Gesellschaft zu stehen – und wie es sich anfühlt, keine Wurzeln mehr zu haben, die man mit anderen teilen kann.« Matthias Eichardt, Tam.tam. – das Stadtmagazin, April 2022 ("tam.tam Stadtmagazin")

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Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

127470

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2022

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21/13,2/2,2 cm

Gewicht

344 g

Auflage

2.Druckaufl. 2022

Sprache

Deutsch

EAN

2710002273101

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    aus Beucha

    5/5

    22.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ausgrenzung muss nicht sein. Wir sind alle die Rasse Mensch.

    Eine emotional wirkende und herzlich geschriebene Geschichte über das Ausgegrenztsein wegen einer Nationalität. Obwohl wir alle zur Rasse Mensch gehören und es so einfach wäre in Frieden zu leben, wenn es mehr Zusammengehörigkeitsgefühl und Akzeptanz des Anderen gäbe. Nur weil der eine Mensch denkt, er wäre etwas besseres, läuft in der Gesellschaft vieles falsch. Wir könnten soviel von den anderen Kulturen lernen und umgekehrt. Wenn die Menschenrechte wirklich umgesetzt werden würden, könnte jeder dort leben, wo und wie er es wöllte. Wenn jeder eine Arbeit hat und die nötige Bildung und auch die Verteilung gerechter wäre, wäre vieles einfacher und man würde zufriedener sein. Ich fand es interessant, das Leben der verschiedenen Generationen zu erfahren in den unterschiedlichen Ländern. Was sehr von Entbehrungen geprägt war. Detailliert wurde es beschrieben, genau wie die Kultur und das Miteinander. Armenien zeigt sich hier als ein sehr interessantes Land, was ich nach diesen Beschreibungen sehr gerne besuchen möchte, besonders mit dem Ararat als tolles Highlight. Ich habe erfahren wie das Buch zu seinem Titel kam. Ängste zu haben, nur weil man einen Namen trägt, der auf eine andere Nationalität schließt, kann ich nachempfinden. Das gibt es hier in Deutschland leider auch. Wobei doch ein Name nur ein Name ist. Ich kann auch Maryan verstehen, warum sie zum arbeiten nach Deutschland gekommen ist. Warum auch nicht. Ich hatte mir aber vorstellen können, dass sie die Kinder mitnimmt bzw. zu einem späteren Zeitpunkt nachholt. Die Heimat zu verlassen ist schon ein gewaltiger Schritt, weil man nicht weiß, was einen erwartet. Zum Buchcover wollte ich noch sagen, dass es mich sehr beeindruckt hat mit dem Berg im Hintergrund. Farblich und auch mit der Sicht auf eine bessere Zukunft würde ich es deuten.

  • Bewertung

    5/5

    06.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    lesenswert, tiefgründig, identitätssuchend und fesselnd

    Die Geschichte, welche die Autorin Laura Cwiertnia erzählt, handelt von Karla, die nach ihrer Identität und Heimat sucht. Je tiefer man in die Geschichte und in das Leben der Protagonistin einsteigt, desto mehr fühlt man mit, wie es sich anfühlt, seine Heimat zu verlieren bzw. in einem heimatlosen Raum zu sein. Obwohl eine tiefe Verwurzelung gegenwärtig erscheint, so hat man den Eindruck, dass Karla sich nur geduldet fühlt. In der Heimat angekommen, begibt sich Karla und ihr Vater auf eine Reise nach deren Wurzeln bzw. Identität und die Suche nach der Vergangenheit. Immer wieder stellt man sich die Frage: Wann kann man einen Ort als seine Heimat bezeichnen? Erfrischend finde ich, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird - so gibt man verschiedenen Generationen eine Stimme. Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt und man sich selbst mit seiner eigenen Identität und Heimat auseinanderzusetzen beginnt. „Auf der Straße heißen wir anders“ - der Debütroman von Laura Cwiertnia - lesenswert, tiefgründig, identitätssuchend und fesselnd.

  • Bewertung

    aus Köln

    5/5

    02.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindringlicher und bewegender Roman über Heimat, Wurzeln und Familie

    Dieser Roman hat mich sehr positiv überrascht. Ein sehr gut geschriebener und durch seinen Stil sehr eindringlicher Roman über eine armenische Familie in Deutschland, die sich mit Fragen zu Identität, Wurzeln und Heimat auseinandersetzt. Gleichzeitig tragisch und hoffnungsvoll, leise und doch prägnant. Der Roman besticht für mich vor allem durch seine Auslassungen, durch die Dinge, die nicht direkt, sondern indirekt erzählt werden. Dadurch entfaltete das Buch für mich mehr Kraft, als wenn Genozid, Ausgrenzung und Heimatverlust direkt angeprangert werden. Ich hatte vorher von Fatma Aydemir "Dschinns" gelesen, was ich als eine einzige Anklage gegen Rassismus, fehlende Integration und fehlende Anerkennung in der deutschen Gesellschaft empfunden habe. Laura Cwiertnia geht literarisch einen komplett anderen Weg. Sie erzählt leise und ruhig von den Menschen und auch vom Genozid. Oft indirekt und sehr subtil und manches wird auch nur angedeutet, die Auswirkungen auf das Leben der Menschen werden dadurch aber umso deutlicher. Ein sehr gelungenes und literarisch sehr geschickt geschriebener Roman, der multiperspektivisch geschrieben weit in die Vergangenheit zurückgeht und die Lebenswege von Vater, Großeltern, und Urgroßeltern erzählt. Zentrale Figur ist Klara, Tochter einer Deutschen und eines Armeniers, der in Istanbul aufgewachsen ist. Klara ist der tristen Siedlung in Bremen Nord entkommen, in der sie wiederum aufgewachsen ist. Durch Bildung. Zur Beerdigung ihrer Großmutter kehrt sie zurück und ist mehr als überrascht, dass es ein typisch armenisches Beerdigungsritual gibt. Und ein dezidiert aufgeschlüsseltes Vermächtnis. Dazu gehört ein goldener Armreif mit dem Namen einer Frau in Armenien. Klara überredet ihren Vater zu einer Reise nach Armenien. Und bei dieser Reise kommt Klara ihrem Vater viel näher als bisher. Und sie erfährt sehr viel über ihre Herkunftsfamilie, die zwar aus der Türkei als Gastarbeiter kamen, jedoch keine richtigen Türken, sondern Armenier waren. Und so merkt Klara auch, dass sie mit ihrer Entscheidung, sich Klara und nicht mehr Karlotta zu nennen unbewusst eine Familientradition fortgesetzt hat. Denn "Auf der Straße heißen wir anders". Der Roman erklärt. warum es so war.

  • kopfimbuch

    aus Braunschweig

    5/5

    26.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende Suche der eigenen Identität und Zugehörigkeit und der Geschichte einer armenischen Familie durch vier Generationen

    In ihrem literarischen Debut „Auf der Straße heißen wir anders“ schreibt Laura Cwiertnia von der Suche nach dem Begriff „Heimat“ und den eigenen Wurzeln, der Suche der eigenen Identität und Zugehörigkeit und der Geschichte einer armenischen Familie auf ihrem schwierigen Weg durch vier Generationen. Es geht darum, wie es ist als armenisch-deutsches Mädchen in Bremen-Nord aufzuwachsen, aber nirgendwo richtig dazu zu gehören. Es geht um Traumata und die schmerzliche Last einer Familie und die Schwierigkeiten, die mit der Verarbeitung verbunden sind. Die Handlung wird aus zwei zeitlichen Perspektiven betreten: Eine Perspektive beginnt nach dem Tod der Großmutter (einer ehemaligen armenischen Gastarbeiterin) und führt die Protagonistin Karla/Karlotta nach Armenien. Eine andere Perspektive findet in Form von Rückblenden von verschiedenen Personen der Familie statt, die sich über eine ganze Reihe von Generationen spannen. Schließlich ist aber alles miteinander verwoben und bildet das Gesamtbild einer Familie, die es zu keinem Zeitpunkt leicht hatte. Verpackt in eine Reise durch die Geschichte Armeniens, die mir vorher eine Lücke war. Das Buch hat mich sehr berührt und mich auch einiges gelehrt. Ich habe es wirklich gern gelesen und würde es definitiv weiterempfehlen!

  • Bewertung

    5/5

    22.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Karla hat eine deutsche Mutter,...

    Karla hat eine deutsche Mutter, der Vater ist aus Armenien. Als die Großmutter verstirbt, hat die Familie den Auftrag, einen goldenen Armreif nach Jerewan zu bringen. Eine Reise auf der Suche nach Familiengeheimnissen, bis zum Genozid an den Armeniern. Mein Lesetipp

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  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Irgendwo...

    Irgendwo zwischen der Tristesse Bremen Nords und der Unbegreiflichkeit Armeniens schwebt Karlas Biografie. Eine Deutsche Mutter, ein armenischer Vater und ein Brief, der den Beginn einer Reise markiert, von der weder sie noch ihr Vater dachten, sie je zu unternehmen. In dieser Mischung ließ Laura Cwiertnia einen Roman entstehen, der wundervoll und schön ist, der sich mit Heimat und Zugehörigkeit auseinandersetzt und sich nur schwer aus den Händen legen lässt. Danke an die Autorin für diese Geschichte.
  • Zum Bewerterprofil von S. Neisener

    S. Neisener

    Thalia Universitätsbuchhandlung

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was ist eigentlich Heimat?

    Laura Cwiertnias Debütroman konnte mich vollkommen fesseln und aufrichtig begeistern. Ihre Herkunft - in Bremen geboren, ein armenischer Vater und eine deutsche Mutter – tragen vielleicht ihren Teil dazu bei, dass die Geschichte von Cwiertnias Romanfigur Karla so real und glaubwürdig ist. Über vier Generationen wird uns nach und nach erzählt, was eigentlich Heimat bedeutet. Was es heißt, seine Herkunft – seine Wurzeln zu kennen. Und was es bedeutet, nicht dazuzugehören. Karla fühlt sich zum Beispiel immer wieder innerhalb ihrer armenischen Familie ausgeschlossen – mit deutschem Namen, deutscher Mutter und ohne Armenisch zu beherrschen. Ihr Vater Avi wiederum fühlt sich innerhalb der deutschen Gesellschaft oft skeptisch beäugt und ausgegrenzt. Durch diese unterschiedlichen Figuren, entsteht ein Gesamtbild, das nicht jeder Roman so frei von Rissen erzeugen kann. Die Autorin versteht es, mit Sprache umzugehen und Bilder zu zeichnen, die sich fest im Kopf des Lesers verankern. Seien es die Tristesse aus Karlas Jugend in Bremen-Nord oder die Umgebung einer späteren Reise, die sich dank der gekonnten Sprache angefühlt hat, als wäre ich selbst durch eine Kameralinse dabei gewesen. Ein Generationenroman, den ich wärmstens weiterempfehlen kann. Es war seit einer gefühlten Ewigkeit das erste Buch, das ruhig hundert Seiten mehr hätte haben können. Nicht weil mir etwas fehlte, viel mehr weil es einfach eine so runde Geschichte ist, dass das Lesen ganz viel Leichtigkeit und Begeisterung mit sich gebracht hat.
  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was wissen Kinder über ihre Eltern & Großeltern wirklich?

    Wieviel wissen Kinder von der Vergangenheit ihrer Eltern? Was weiß die Enkelgeneration über die Erlebnisse der Großeltern? Oftmals wissen wir nicht, was Menschen die Teil unserer Familie sind, wirklich erlebt haben. Gehüllt in einen Mantel des Schweigens, ist die eigene Vergangenheit kein Thema. Der Schutz des Ichs steht im Vordergrund. Und der Menschen die wir lieben. Karla, die eigentlich Karlotta heiß und im Nord-Bremer „Problembezirk“ Vegesack aufgewachsen ist, muss genau das erleben, als ihre Großmutter Maryam stirbt. Sie denkt ihre Oma zu kennen, sie glaubt alles über ihren Vater zu wissen. Doch das stimmt nicht, denn in der Biografie der beiden gibt es Geheimnisse, welche zurückgehalten werden sollen. Doch als Karla mit ihrem Vater Avi nach Armenien reist und die Wurzeln der Familie sucht, kommen dunkle Geschehnisse ans Tageslicht – und offenbaren Karla, warum ihre Großmutter nach Deutschland fliehen musste und ihr Vater in Istanbul unter falschem Namen aufwuchs. Laura Cwiertnias Roman »Auf der Straße heissen wir anders« ist ein feinfühliger Generationenroman, der die großen Themen Herkunft, Heimat und Identität(en) in eine Reise in die Vergangenheit packt. Eine Vergangenheit die geprägt ist vom Genozid an den christlichen Armenier:innen in der Türkei, welcher Karlas Familie auf ewig begleiten wird. »Auf der Straße heissen wir anders« ist ein fabelhaft erzählter, multiperspektivischer Roman auf mehreren Zeitebenen. Eine außergewöhnliche Migrationsgeschichte über eine junge Frau zwischen den Welten, die über ein Erbstück zu ihrem Vater findet. Laura Cwiertnia ist ein eindrucksvolles Debüt gelungen, über welches die Leser:innen lange nachdenken werden. Definitiv ein Highlight des Literaturfrühjahrs 2022 – absolut lesenswert!
  • Zum Bewerterprofil von Sabine Schmidt

    Sabine Schmidt

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wieviel Heimat tragen wir in uns, ohne es zu wissen?

    Als Karlas geliebte Großmutter Maryam stirbt, stellt sie die Familie posthum vor eine Herausforderung: Sie vermacht einen goldenen Armreif einer Frau in Jerewan, deren Namen niemand in der Familie je gehört hat. Überhaupt hat Maryam, die als armenische Gastarbeiterin nach Deutschland kam, nie von ihrer Vergangenheit oder ihren Wurzeln erzählt. Auch Avi, Karlas Vater, schweigt über seine Kindheit in Istanbul und Jerusalem. Von dem Völkermord an den Armeniern erfährt Karla dann so auch eher durch Zufall in der Schule. Erst als sie ihren Vater überreden kann mit ihr nach Jerewan zu fliegen, um die Frau zu finden, die ihrer Großmutter so am Herzen lag, öffnet sich Avi und es beginnt eine Spurensuche, die nicht nur Vater und Tochter einander näherbringt sondern beide eine Heimat entdecken lässt, die ihnen bislang unbekannt war. Laura Cwiertnia erzählt diese wunderbare, berührende Familiengeschichte mit großer Leichtigkeit und viel Humor und zeigt dennoch die Traumata, über die in so vielen Familien geschwiegen wird. Ein Romandebüt das mich zutiefst beeindruckt hat.
  • Zum Bewerterprofil von Brunhilde Pelzer

    Brunhilde Pelzer

    Thalia Jülich

    Buchhändler*in

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    4/5

    27.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein melancholischer Roman über...

    Ein melancholischer Roman über die schrecklichen Geschehnisse seinerzeit an die armenische Bevölkerung. Karla, die armenische Wurzeln hat begibt sich mit ihrem Vater auf eine Reise in die Vergangenheit. Eine Stück Geschichte - Völkermord - wird sichtbar gemacht.

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