Produktbild: Benjamin im Stroboskop

Benjamin im Stroboskop Roman

1

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Satyr

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

19,7/12,6/2,6 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910775-50-3

Beschreibung

Rezension

»Bernard Hoffmeister hat einen irre schnellen und witzigen Roman gebaut, der kaum fassbare Bilder findet für die Überforderung am eigenen Anspruch, ein interessantes Leben zu führen.« – Juan S. Guse
»Der Versuch, Walter Benjamin per Defibrillator zurück unter die Lebenden zu bringen, erzeugt hier ein literarisches Feuerwerk voller Witz und Verweisungsreichtum.« – Kaleb Erdmann

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Satyr

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

19,7/12,6/2,6 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910775-50-3

Herstelleradresse

Satyr Verlag
Auerstraße 23
10249 Berlin
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    3/5

    12.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur für Benjamin-Enthusiasten

    "Benjamin im Stroboskop" ist ein ungewöhnliches Buch mit einem ungewöhnlichen Titel. Was ein Stroboskop ist, musste ich erst einmal nachschauen: ein Gerät, das in regelmäßigen zeitlichen Abständen Lichtblitze abgibt, sagt Wikipedia. So ist auch das Buch gestaltet: nur, dass die Lichtblitze, mit denen wir Einblick in Benjamins Leben bekommen, keiner chronologischen Reihenfolge gehorchen und ständig in der Zeit nach vorne und wieder zurückspringen. Die Hauptfigur Benjamin, um die es hier geht, ist 29 Jahre alt, promoviert über den Philosophen Walter Benjamin und tritt außerdem bei Poetry-Slams auf. Es geht um Benjamins schlecht bezahlten Lehrauftrag auf der Universität, bei dem er sich ausrechnet, wie viele Pfandflaschen er zurückgeben müsste, um auf ein ähnliches Einkommen zu kommen wie die 30 Euro pro Stunde Lehren, Vor- und Nachbereitung wird nicht bezahlt. Es geht um seinen Kontakt mit seinem Doktorvater, der nicht wirklich hilfreich scheint, aber ihn doch unterstützt, ein Stipendium zu bekommen, aber ist das überhaupt Realität? Es geht um Benjamins Studentenleben, seine gesundheitlichen Probleme mit seinem Geschlechtsteil, Ausgehen und so einiges mehr. Es geht um viele philosophische Ideen, die man vielleicht versteht, wenn man sich mit Walter Benjamins Werk auseinandergesetzt hat, was ich nicht habe. Mir persönlich hat dieses Buch nicht viel gegeben und die Lektüre hat mir auch nicht viel Freude bereitet. Ob und was ich mir daraus mitnehme, ist mir auch nicht klar. Die Beschreibungen der ausbeuterischen Zustände an Universitäten waren für mich nichts Neues, auch orientierungslose und selbstzweifelnde junge Menschen wie Benjamin finden sich zuhauf in der Realität und in der Literatur. Möglicherweise liest man das Buch noch einmal ganz anders, wenn man die philosophischen Hintergründe kennt und einordnen kann, vielleicht zeigen sich da ganz neue Tiefen auf und es zeigt sich ein Insider-Humor, den man nur mit weiterführendem Wissen verstehen kann. Immerhin findet es sich auf der Hotlist für das Buch des Jahres der Unabhängigen Buchhandlungen, es liegen also vielleicht unerkannte Schätze darin und zumindest irgendwer hat irgendetwas Wertvolles in dem Buch erkennen können. Das kann ich leider nicht beurteilen, ebensowenig, ob ich das Buch einer philosophisch einschlägig vorgebildeten Leserschaft empfehlen könnte. Für die meisten an Büchern Interessierten ist es vermutlich ein eher wenig zufriedenstellendes Werk.

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    Björn Gögge

    Thalia Berlin – Tauentzienstraße

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    5/5

    12.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Millenial-Sinnkrise als literarischer Rausch

    Bernard Hoffmeister hat mit "Benjamin im Stroboskop" ein fragmentarisches, witziges Debüt geschrieben, das sich in seiner Erzählgeschwindigkeit und Komplexität genau richtig zwischen Insta-Reels und Habilitationsschrift einnistet. Im Mittelpunkt steht der eigentlich promovierende aber mit dem Leben überforderte Benjamin, der von Hoffmeister hervorragend eingefangen wird. Gängige Klischees werden hier nicht bedient, sondern elegant dekonstruiert. Das reicht von persönlichen Eskapaden bishin zu Ausuferungen im Kleinkunstbereich, die das Werk erden und dem ganzen eine Art roten Faden verleihen. Anhand der Auseinandersetzung mit dem Werk und Schaffen Walter Benjamins seziert Hoffmeister hier die Problematik des ständigen, erdrückenden Anspruchs an das Selbst, unbedingt ein bedeutungsvolles Leben führen zu müssen. Trotz der Orientierungslosigkeit des Protagonisten verliert das Buch nie seinen Weg und überfordert=beansprucht im genau richtigen Maße.

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