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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.01.2020

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/2,2 cm

Gewicht

263 g

Farbe

Weiß

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Faux départ

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

EAN

2710002855673

Beschreibung

Rezension

„‚Fehlstart‘ ist ein wütender Aufschrei, der zum Glück nun auch bei uns Gehör findet.“ Dina Netz, WDR3 Mosaik, 02.03.2020
„Schon auf den ersten Seiten fasziniert der nur vordergründig sachliche, pointierte Ton von Marion Messina. … ‚Fehlstart‘ ist ein in seiner Hellsichtigkeit erstaunliches und herzzerreißendes Buch - an dessen Ende zumindest beim Leser aus der Frustration Wut erwächst." Katja Weise, NDR Kultur, 13.02.2020
„Marion Messina besticht durch überraschende Beobachtungen und ungewohnte Biografien – bis hin zu ihren liebevoll gnadenlosen Eltern-Porträts. Hier schreibt eine Autorin, die auf die immer ungemütlicheren französischen Alltags-Realitäten mit tabulosem Witz und verbaler Schlagkraft reagiert.“ Christoph Vormweg, Deutschlandfunk Büchermarkt, 12.02.2020
„Der neue Stern am französischen Schriftstellerinnenhimmel. Sie gibt vor allem den vielen jungen Menschen eine literarische Stimme, die genau wie ihre Protagonistin Aurelie weiterkommen wollen im Leben, aber durch das aktuelle politische System ständig ausgebremst werden." ZDF aspekte, 31.01.20
„‚Houellebecqs Erbin‘ ist Marion Messina in Frankreich genannt worden. Das stimmt einerseits, denn Messina schreibt wie Houellebecq pointiert und gnadenlos. … Andererseits schreibt Messina nicht so kalt wie Houellebecq. Sie leidet spürbar mit ihren Figuren, die für ihr Scheitern wenig können, sondern sich schlicht an der französischen Wirklichkeit aufreiben. … Marion Messina beschreibt in gestochen scharfen Bildern eine Generation, der die Hoffnung fehlt.“ Dinia Netz, WDR 5, 31.01.20
„Marion Messina hat mit ‚Fehlstart‘ eine fulminante Coming-of-Age-Geschichte weiblicher Sexualität geschrieben – dringlich und vehement. ... [Sie] verfügt über den selbstsicheren Sound einer mit soziologischem Röntgenblick ausgestatteten Schriftstellerin.“ Meike Feßmann, Deutschlandfunk Kultur, 30.01.2020

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.01.2020

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/2,2 cm

Gewicht

263 g

Farbe

Weiß

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Faux départ

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

EAN

2710002855673

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    21.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Spiegel der Gegenwart

    Dieses Buch hat es in sich! Aurelie kommt aus einer mittelständischen Familie und ist die erste, die die Chance hat zu studieren und etwas aus ihrem Leben zu machen. Voller Euphorie seht sie sich nach ihrem ersten Tag an der Uni, aber schnell wird ihr klar, dass studieren nichts für sie ist. Gelangweilt und ohne Perspektive, zieht sie aus ihrem Elternhaus aus und nach Paris um. Dort stürzt sie sich in ihren Job und damit gleichzeitig in die Unzufriedenheit... Mit ihrer ganzt eigenen Erzählstruktur schafft die Autorin die Stimmung der Geschichte und der Protagonistin zu skizzieren: Blanker Gesellschaftlicher Hass gepaart mit viel Ironie und einer immer weiter schwindenen Hoffnung, zeigt wie es vielen jungen Leuten geht. Für mich ein starkes Stück Gegenwartsliteratur!

  • Bewertung

    5/5

    21.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ... studieren in Frankreich

    Studieren in Frankreich ist für viele Franzosen und Nicht-Franzosen einfach kein Leichtes. Auch die Suche nach sozialen Kontakten ist eine Herausforderung. Und wenn dann noch dazu das Geld zu knapp ist, wird der Alltag hart und fast unerträglich. Marion Messina gewährt uns einen Einblick in diese Welt und mir persönlich einen Einblick in das Leben einer anderen Generation - das Buch beeindruckt und entsetzt zugleich.

  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    06.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Harte Sprache, harte Realität

    Das Buch ist eine Wucht. Mit harter Sprache formuliert Messina die Widerstände, die einer jungen Frau entgegenschlagen, wenn man sich in einer stark vom Klassendenken geprägten französischen Gesellschaft von unten nach oben kämpfen will. Frustration und Resignation lassen sie scheitern. Das Buch erinnert an Rückkehr nach Reims von Eribon, ist aber eingängiger und klarer verständlich geschrieben. Es richtet sich an Jung und Alt und zeigt auf, dass wir immer Teil der Umstände sind.

  • Bewertung

    aus Borken

    5/5

    04.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf der Suche nach einer…

    Auf der Suche nach einer Perspektive Als die 19-jährige Aurelie von ihrer ersten großen Liebe, dem kolumbianischen Studenten Alejandro, von einem Tag auf den anderen verlassen wird, beschließt sie, ihr bisher fremdbestimmtes Leben selber in die Hand zu nehmen. Sie zieht sich aus dem Einflusskreis ihrer Eltern heraus und will in Paris ein Jurastudium beginnen. Aber hier stößt sie mit ihren gesparten siebenhundert Euro auf eine wenig soziale und gnadenlose Welt. Anstatt das Studium anzutreten übernimmt sie einen Hostessjob um sich damit über Wasser zu halten. Die Illusion einer 180-Grad-Wende in ihrem Leben, scheint sich nicht zu erfüllen... Der Debüt-Roman der jungen französischen Autorin Marion Messina hat für viel Aufsehen gesorgt, so dass ich mit hohen Erwartungen in das Buch gestartet bin. Der außergewöhnliche und nicht immer leicht zu lesende Schreibstil verleiht dem Buch sicherlich schon einmal einen besonderen Charakter, die Handlung kann da aber aus meiner Sicht nicht ganz mitziehen. Natürlich nimmt Marion Messina in ihrem Roman die oberflächliche und egomanische Gesellschaft der heutigen Zeit aufs Korn. Ohne einen gewissen finanziellen Hintergrund besteht für einen jungen Menschen kaum die Möglichkeit aus seinem Sozialstatus zu entfliehen und sich selbst zu entfalten. Dies verleiht dem Buch aber auch eine sehr depressive Stimmung, die nicht immer leicht zu ertragen ist. Das Ganze wirkt dann zwar auch mit einem fehlenden Happy-End authentisch, konnte mich aber nicht vollends überzeugen. Nichts desto trotz halte ich den Roman "Fehlstart" für durchaus lesens-wert, in erster Linie aber aufgrund des außerordentlichen Erzähltalents der Autorin. Man wird sicherlich nach folgenden Werken von Marion Messina die Augen offen halten müssen und darf darauf gespannt sein. Ich bewerte das Buch mit vier von fünf Sternen.

  • Bewertung

    aus Hude

    5/5

    23.02.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brillant geschriebene Gesellschaftskritik

    Da hielt ich vor 2 Wochen mein erstes leserunden-Buch in der Hand und das sollte also Fehlstart heißen. Gott sei Dank sollte es aber genau das Gegenteil eines Fehlschlages sein. Die 19 jährige Aurélie macht genau das, was von ihr erwartet wird. Abitur in der Tasche, also steht für alle fest, das Kind muss studieren und dann natürlich Jura. Muss ja auch nach etwas aussehen. Doch schon bald wird ihr klar, dass Jura nichts für sie ist. Genauso wenig wie das Leben einer Studentin. Ohne Freunde, ausschließlich Wettbewerb und langweiligen Vorträgen. Wie gut, dass sie bei einem minijob einen jungen Mann kennenlernt, der ihr erste große Liebe sein soll. Doch was zunächst wundervoll wirkt, wird bald toxisch und zerstört mehr, als zu reparieren. Aurélie will nur noch flüchten und was wäre da besser als Paris? Die Stadt der Liebe, des Ruhms und Reichtums. Doch auch dieser Schein soll trügen. Mein Fazit: verrückt, wie ein so dünnes Büchlein einen so umhauen kann. Die Autorin greift aktuelle Thematiken auf. So z.b. Den Zwang unter dem Schulabsolventen stehen. Dem Zwang das beste Studium anzustreben. Nicht nach Gefühl und Wunsch zu gehen, sondern Ruhm und Reichtum. Zerstörerisch wirkt dieser Zwang auf die Protagonistin. Um diese Niederlage zu verkraften schmeißt sie sich dem erstbesten Mann in die Arme um Liebe zu finden. Dieser Kontrast passt sehr gut zu der Geschichte und gibt ihr den nötigen roten Faden. Wie findet jemand, der immer wieder Fehlschläge erleiden muss, seinen Platz unbedingt finden möchte, aber nicht kann, eben diesen? Was machen die gesellschaftlichen Zwänge mit den Menschen und wie kommen sie damit klar? Das Buch ist sehr trist aber fantastisch geschrieben. Es ist brutal ehrlich und tiefgründig. Ich war absolut begeistert. Nur, dass es ironisch bezeichnet wird, das passte nicht so wirklich. Alles in allem sehr zu empfehlen!

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von L. Pawletko

    L. Pawletko

    Thalia Hamburg – Tibarg-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie es aussieht, wenn man sein Studium selbst finanzieren muss

    Wir begleiten die junge Aurélie auf ihrem Weg nach Paris, mit dem Ziel ihr Studium abzuschließen und als erste Akademikerin in die Geschichte ihrer Familie einzugehen. Sie lässt sich auf eine Affäre mit einem stupiden Pariser ein, muss sich auf dem Jobmarkt gegen unqualifizierte aber skrupellose Konkurrentinnen behaupten und versteht vor lauter Geldnot nicht mehr, wie sie so ihr Studium meistern kann. Bissig und realistisch erzählt, kommt man nicht umhin beim Lesen wütend zu werden. Aurélies harte Versuche sich in Paris über Wasser zu halten, kann heute auf jede europäische Großstadt übertragen werden. Das Problem: Ihre Eltern sind nicht arm genug, dass Aurélie staatliche Studienunterstützung erhält. Aber eben nicht wohlhabend, um sie zu unterstützen. Das trifft ins Mark, denn so sieht die Realität dieser Generation aus. Wenn man sich gerne mal über die Gesellschaft aufregen möchte, dann ist das ihr Buch. Sehr gelungen und toll geschrieben. Super Geschenk von jung bis alt.
  • Zum Bewerterprofil von Florian Timm

    Florian Timm

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.05.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spiegel der Gesellschaft

    "Fehlstart" ist eine gnadenlose Bestandsaufnahme über das leben unserer derzeitigen Generationen. Konflikte von sozialer Ungleichheit, Resignation im Berufsleben bis zu Alltagssexismus oder Rassismus werden ungeschönt mit klarer, stellenweise passend Vulgärer Sprache eindrucksvoll in einer packenden Geschichte verpackt. Die Protagonisten landet nach Ihrem Fehlstart dort, wo sie nie sein wollte.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.02.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hochaktuell

    Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, stellvertretend für einen großen Teil der jungen Generation in Europa. Dieser Generation steht die Welt offen, sie hat alle Möglichkeiten - trotzdem ist sie überfordert, Haltlosigkeit ist weit verbreitet. Die Erwartungen gehen nicht konform mit den Realitäten. Verantwortung wird weder erkannt noch angenommen. Eine Generation, die die Welt nur durch sich selbst wahrnimmt. Aurélie hat die Möglichkeit, nach dem Abitur an der Universität von Grenoble Jura zu studieren. Jedoch empfindet sie die Vorlesungen als fade, unnütz und endlos. Sie findet keine sozialen Kontakte, ist einsam und langweilt sich zu Tode. Die Liebe zu Alejandro, einem Studenten aus Kolumbien, lässt sie nicht erwachsen werden. Sie bricht ihr Studium ab und geht nach Paris. Immer auf der Suche nach einem friedlichen Leben, für das sie keine Grundlage schaffen kann. Sie ist gescheitert - gescheitert auf ganzer Linie. Ein ausgezeichnetes Debut aus Frankreich. Hier liegt der Finger wirklich in der Wunde.
  • Zum Bewerterprofil von Christina Andraschke

    Christina Andraschke

    Thalia Erlangen – Erlangen Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.02.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schnörkellos erzählt.

    Welch ein gelungenes Debüt - eine junge Frau kommt voller Pläne und Hoffnung nach Paris und wird von der harten Wirklichkeit in der französischen Metropole eingeholt. Gnadenlos realistisch und erschreckend. Fantastique!
  • Zum Bewerterprofil von Henrike Irmscher

    Henrike Irmscher

    Thalia Halle

    Buchhändler*in

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    4/5

    26.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von der Desillusionierung einer Großstadt

    Aurélie ist am Anfang des Romans eine hoffnungsvolle, durchschnittliche junge Frau, die nach einem gescheiterten Studium und einer ebenso gescheiterten ersten Liebe von ihrer Heimatstadt nach Paris flüchtet, um dort irgendetwas zu finden (denn ganz egal was, es wird mehr sein als alles, was ihr im provinziellen Grenoble jemals widerfahren kann). Doch schon bald darauf hängt sie in einem Job fest, den sie hasst und bei welchem sie stets so tun muss, als wäre sie beschäftigt und dabei gut aussehen. Und die wenige Freizeit, die ihr bleibt, opfert sie (erfolglos) für die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung. In „Fehlstart“ ist Paris nicht nobel, romantisch und charmant, sondern schmutzig, trist und abstoßend. Der Roman beschreibt die Frustration und Perspektivlosigkeit junger Leute, die zum Mittelmaß gehören und für die das Leben deshalb auch nichts Außergewöhnliches oder Großes bereit hält. Er übt Kritik an der Klassengesellschaft Frankreichs, in welcher der Durchschnittsbürger kaum Aufstiegschancen hat und erzählt von einem Leben, in dem das Glück keinen richtigen Platz zu finden scheint. 'Fehlstart' ist sehr sachlich und schnörkellos geschrieben, liest sich fast wie ein Bericht, eine Dokumentation der Lage. Messinas Debütroman macht nachdenklich und bohrt sich ein bisschen ins Herz, weil man Aurélie irgendwann nur noch in den Arm nehmen und „es wird schon alles gut werden“ murmeln will. Eine vernichtende Kritik an Frankreich – gut beobachtet und klug formuliert.

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