August 1975: Als Barbara eines Morgens nicht wie sonst in ihrer Koje im Sommercamp liegt, beginnt eine panische und groß angelegte Suche nach der 13-Jährigen. Das Verschwinden einer Jugendlichen im Naturreservat ist unter allen Umständen eine Katastrophe, aber Barbara ist keine gewöhnliche Camperin: Sie ist die Tochter der reichen Familie van Laar, der das Camp und das umliegende Land in den Wäldern gehört. Und sie ist die Schwester von Bear, dem Jungen, der seit 14 Jahren vermisst wird. Kann das Zufall sein? Was wissen die anderen Kinder im Camp, und was verheimlichen die Angestellten? Und welche Geheimnisse hütet die Familie selbst? Mit «Der Gott des Waldes» hat Liz Moore nicht nur einen brillanten Thriller, sondern auch einen fulminanten Gesellschaftsroman geschrieben, der an die Abgründe sozialer Ungleichheit, Wohlstandsverwahrlosung und Machtmissbrauch führt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
05.05.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Spannung pur
Dieser Thriller hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Besonders gefallen hat mir der ständige Wechsel zwischen den Charakteren und Zeitebenen, der für durchgehende Spannung sorgte. Bis zur letzten Seite blieb die Geschichte packend und unvorhersehbar.
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
19.10.2026
Buch (Taschenbuch)
4,5 Herzen für diese geheimnisvolle Geschichte
Eine spannende Geschichte über ein Sommerlager, zwei Geschwister, die im Abstand von Jahren verschwinden und die Menschen, die sie suchen, vermissen oder eben auch nicht.
Ich bin schnell in die Geschichte rein gekommen und wollte wissen, wie es weitergeht. Die Personen sind lebendig beschrieben und machen neugierig.
Eine Empfehlung für alle, die gerne Geheimnisse lüften.
Bewertung
5/5
08.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Zurecht gehyped
Ein richtig gutes Buch. Konnte es gar nicht zur Seite legen es ist auch sehr sehr vielen Perspektiven geschrieben, was am Anfang etwas verwirrend ist, aber man kommt schnell rein.
Große Empfehlung!
Bewertung
5/5
16.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Toxische Konstrukte offengelegt
Sommer 1975 im Naturreservat der Adirondack Mountains: An diesem abgelegenen Ort verschwindet im alljährlichen Sommercamp ein Mädchen. Brisant: Sie ist die Tochter der Eigentümer des Lagers, eine einflussreiche New Yorker Bankiersfamilie, die hier ihren luxuriösen Zweitwohnsitz hat. Noch auffallender ist aber, dass vor einigen Jahren der Sohn dieser Familie ebenfalls spurlos verschwunden ist. Auf mehreren Zeitebenen blickt man auf diese Familie und ihr Umfeld. Es zeigen sich grosse Spannungen, Abgründe und patriarchale Muster. Den Ermittlern wird schnell klar, dass hinter der stilvollen Fassade aus altem Geld und grossem Einfluss jeder der Beteiligten etwas zu verbergen hat. Als auch noch ein verurteilter sadistischer Mehrfachmörder aus einem Gefängnis in der Region flüchtet, wird die Lage noch dringlicher.
Dieses Buch ist eine einnehmende Kombination aus psychologischem Drama und atemlosem Thriller. Mit viel Gespür für ihre Figuren lässt die Autorin ein Netz aus verlorenen Träumen, Lebenslügen und Machtmissbrauch entstehen. Sie zeigt auf erschreckende Weise, dass dysfunktionale Beziehungen auf jeder Ebene entstehen können und welche Auswirkungen Manipulation und Narzissmus haben. Ein Plus war für mich die Timeline am Anfang jedes Kapitels, damit konnte ich die Zeitsprünge problemlos bewältigen. Es hat mich berührt, dass die Autorin das ganz unterschiedliche Leid der einzelnen Protagonisten nie aneinander gemessen oder gewertet hat, weil jede toxische Beziehungskonstellation für sich schmerzhaft und eine zuviel ist.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
05.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Meisterhaftes Puzzle
„Der Gott des Waldes“ lässt sich keiner Kategorie zuordnen. Auf den ersten Blick handelt es sich um einen klassischen Vermisstenfall. Im Sommer 1975 verschwindet die dreizehnjährige Barbara Van Laar aus einem exklusiven Feriencamp in den Adirondacks. Der Fall erhält zusätzliche Brisanz, weil vierzehn Jahre zuvor bereits ihr jüngerer Bruder Bear in denselben Wäldern spurlos verschwand. Doch was zunächst wie ein atmosphärischer Thriller beginnt, entwickelt sich zu einem vielschichtigen Familienroman und einer präzisen Studie über Macht, Herkunft und die zerstörerische Kraft verdrängter Wahrheiten.
Der Wald ist dabei weit mehr als bloße Kulisse. Er wird zu einem eigenständigen erzählerischen Raum, er bleibt geheimnisvoll, unberechenbar und voller blinder Flecken. Bereits der Titel verweist auf diese Ebene. Pan, der Gott des Waldes, steht seit der Antike für Verwirrung, Angst und den Verlust der Orientierung. Genau dieses Gefühl durchzieht den gesamten Roman. Nicht nur die Figuren verirren sich im Dickicht der Wälder, sondern ebenso in den Irrwegen ihrer Erinnerungen, ihrer Loyalitäten und ihrer Selbsttäuschungen.
Liz Moore erzählt auf mehreren Zeitebenen und aus einer Vielzahl von Perspektiven. Was anfangs beinahe überfordernd wirkt, erweist sich bald als ausgesprochen kluge Konstruktion. Jede neue Stimme erweitert den Blick auf das Geschehen, jedes Kapitel fügt dem Gesamtbild ein weiteres Mosaiksteinchen hinzu. Die Autorin vertraut darauf, dass ihre Leserinnen und Leser bereit sind, sich auf dieses erzählerische Puzzle einzulassen. Gerade darin liegt eine der großen Stärken des Romans. Er verweigert einfache Antworten und verlangt Aufmerksamkeit, belohnt diese jedoch mit einer bemerkenswert sorgfältig, fast kunstvoll komponierten Dramaturgie.
Besonders gelungen ist die Figurenzeichnung. Kaum eine Person bleibt auf eine einzige Rolle reduziert. Selbst vermeintliche Nebenfiguren gewinnen mit fortschreitender Handlung an Kontur und Bedeutung. Vor allem die weiblichen Charaktere tragen den Roman. Die Ermittlerin Judyta Luptack muss sich in einer von Männern dominierten Polizeiwelt behaupten, während Alice Van Laar unter den Zwängen einer wohlhabenden, aber emotional erstarrten Familie leidet. Auch Barbara entzieht sich bewusst jeder einfachen Einordnung. Sie ist unbequem, widersprüchlich und verletzlich zugleich.
Mit großer Sensibilität zeichnet Moore zugleich das gesellschaftliche Klima der 1950er- bis 1970er-Jahre nach. Hinter dem eigentlichen Kriminalfall entfaltet sich eine subtile Analyse sozialer Hierarchien. Die wohlhabende Familie Van Laar verfügt nicht nur über Land und Besitz, sondern auch über erheblichen Einfluss auf Polizei, Angestellte und das gesamte Umfeld. Geld schafft Abhängigkeiten, Schweigen und Loyalitäten, die sich über Generationen fortsetzen. Ebenso eindringlich beschreibt die Autorin die begrenzten Handlungsspielräume vieler Frauen jener Zeit, deren Lebensentwürfe häufig von familiären Erwartungen bestimmt werden.
Sprachlich überzeugt der Roman durch eine bemerkenswerte Ökonomie. Moore verzichtet auf überflüssige Ausschmückungen und erreicht gerade dadurch eine enorme atmosphärische Dichte. Kurze, prägnante Kapitelanfänge erzeugen eine latente Spannung, die sich weniger aus spektakulären Wendungen als aus dem konsequent dosierten Informationsfluss speist. Immer wieder enden Kapitel an entscheidenden Punkten, sodass der Roman einen kaum merklichen, aber stetigen Sog entwickelt.
Gewiss verlangt diese Erzählweise Geduld. Der Umfang des Buches, die Vielzahl der Figuren und Zeitsprünge machen das Lesen anspruchsvoll, und nicht jede erzählerische Schleife erscheint zwingend notwendig. Dennoch entsteht daraus keine Beliebigkeit, sondern ein bewusst verlangsamtes Erzählen, das den psychologischen und gesellschaftlichen Dimensionen des Stoffes den notwendigen Raum gibt.
So erweist sich „Der Gott des Waldes“ letztlich als weit mehr als ein spannender Vermisstenfall. Liz Moore verbindet Elemente des Kriminalromans mit einem Familienepos und einem Gesellschaftsroman von bemerkenswerter Tiefe. Im Mittelpunkt stehen nicht allein die Fragen nach Täter und Opfer, sondern die Mechanismen von Macht, Schuld, Erinnerung und sozialer Ungleichheit. Gerade diese Vielschichtigkeit macht den Roman so eindrucksvoll.
„Der Gott des Waldes“ ist kein Pageturner im konventionellen Sinn. Seine Spannung entsteht aus der geduldigen Entfaltung seiner Figuren, aus den feinen Verschiebungen der Perspektiven und aus der Gewissheit, dass jede Wahrheit ihre Vorgeschichte besitzt. Liz Moore ist damit ein außergewöhnlich dichtes, klug komponiertes Buch gelungen.
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5/5
26.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolute 10/10
Der Gott des Waldes hat so ziemlich alles was man sich von einem Krimi erwünscht und schafft es aber gleichzeitig einen so spannenden Roman zu gestalten, dass ich diesen nicht mehr weglegen konnte. Einen spannenden Fall der gelöst werden muss, eine reiche, mysteriöse (und unglaublich unsympathische) Familie und ein Kinder Feriencamp im Zentrum der Geschichte. Normalerweise bin ich kein Fan von vielen verschiedenen POVs, aber hier wurde das so clever und gut umgesetzt, dass ich unbedingt auch jeden Charakter verfolgen wollte. Ich bin absolut begeistert!
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5/5
21.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannung auf mehreren Zeitebenen – unvorhersehbar bis zum Ende
Manche sagen, es sei tragisch, was der Familie Van Laar widerfahren ist. Andere behaupten sogar, sie hätten es verdient. Vierzehn Jahre nachdem ihr Sohn Bear spurlos in den Adirondack Mountains verschwunden ist, verschwindet nun auch ihre Tochter Barbara – ausgerechnet im selben Sommerlager mitten in der Wildnis. Für viele stellt sich sofort die Frage: Zufall oder steckt mehr dahinter?
Liz Moore erzählt in „Der Gott des Waldes“ einen spannenden Thriller, der auf mehreren Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven aufgebaut ist. Genau das macht das Buch besonders fesselnd: Die Kapitel wechseln zwischen Figuren und Zeiten, bleiben dabei aber immer verständlich und gut nachvollziehbar. Oft enden die Kapitel mit kleinen Cliffhangern, sodass man automatisch weiterlesen möchte.
Besonders beeindruckend ist, wie die Autorin Spannung mit gesellschaftlichen Themen verbindet. Es geht nicht nur um das Verschwinden zweier Kinder, sondern auch um soziale Ungleichheit, Machtstrukturen und familiäre Geheimnisse. Gleichzeitig stehen starke weibliche Figuren im Mittelpunkt, die der Geschichte zusätzliche Tiefe geben.
Ich fand das Buch durchgehend spannend und habe es sehr schnell gelesen, weil man ständig wissen möchte, wie alles zusammenhängt. Besonders gelungen ist, dass das Ende nicht vorhersehbar ist und viele Fragen bis zuletzt offen bleiben.
Absolute Leseempfehlung!
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5/5
20.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mehr als ein Krimi!
Es darf mehr als nur ein Krimi sein?
"Der Gott des Waldes" von Liz Moore ist teils Kriminalgeschichte, aber vor allem ist es ein stimmungsvolles, tiefgründiges Gesellschaftsportrait, das jeden in seinen Bann zieht!
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5/5
17.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Extrem cooler Mix aus Krimi und Roman
Der Gott des Waldes hat mich vor allem durch sein cooles Setting überzeugt, mit einem klassischem Camp in den Bergen. Die Mischung aus Roman und Krimi fand ich richtig gut, weil es nie langweilig wurde. Es war extrem spannend, da ich selbst nie genau wusste, wem ich jetzt trauen kann und wem nicht. Ich kann es definitiv empfehlen.
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5/5
08.03.2026
eBook (ePUB)
Spannend wie ein Krimi
Liz Moore hat einen fesselnden Schreibstil. Auch wenn die Zeitebenen und Personen wechseln kann man der Geschichte sehr gut folgen, ganz im Gegenteil hält es den Spannungsbogen die ganze Zeit hoch. Die Geschichte ist bemerkenswert und auch taurig, zeigt es einmal mehr, dass Geld nicht alles ist.
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