Hurrikan Leo steuert mit vernichtender Gewalt auf Camino Island zu. Die Insel wird evakuiert, doch der Buchhändler Bruce Cable bleibt trotz der Gefahr vor Ort. Leos Folgen sind verheerend: Mehr als zehn Menschen sterben. Eines der Opfer ist Nelson Kerr, ein Thrillerautor und Freund von Bruce. Aber stammen Nelsons tödliche Kopfverletzungen wirklich vom Sturm? In Bruce keimt der Verdacht, dass die zwielichtigen Figuren in Nelsons neuem Roman realer sind, als er bisher annahm. Er beginnt zu ermitteln und entdeckt etwas, was weit grausamer ist als Nelsons Geschichten.
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Schon am ersten Teil dieser Reihe um den Buchhändler Bruce Cable hatte ich großen gefallen gefunden. Aber 'Das Manuskript' geht weit darüber hinaus. Es handelt sich nicht um eine thematische Fortsetzung von 'Das Original' - es kann durchaus als eigenständiger Roman gelesen werden. Aber auch dieses Buch unterscheidet sich von den klassischen Romanen Grishams. John Grishams Stil ist auch hier wieder unschlagbar, er hat mich mitgerissen und bewegt. Kriminalromanelemente sorgen für Spannung und alles in allem finde ich 'Das Manuskript' sehr unterhaltsam. Eine klare Kauf - und Leseempfehlung!
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Bewertung aus Offenbach am 27.11.2020
Bewertungsnummer: 1407518
Bewertet: eBook (ePUB)
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" Die Cops hier sind nicht gerade die Hellsten - Soll mich das etwa beruhigen? - Nein! "
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wie in jedem Jahr ein "neuer Grisham", eigentlich weiß man, was man da hat: Einen Anwalt, der sich den Allerwertesten beruflich aufgerissen hat, irgendwann begreift, dass das nicht sein Leben sein kann, 80 Stunden die Woche für eine Groß-Kanzlei zu arbeiten, dann den Job schmeisst, um sich als selbstständiger edler Jurist von nun an, chronisch unterbezahlt, den wirklich bösen Menschen und Mächten entgegen zu stellen....
Ab und an weicht der Bestseller-Autor von diesem Schema ein wenig ab, was seine Leserschaft überrascht, und, auch den Rezensenten, erfreut. So ein Roman war "Das Original", im Mittelpunkt eine herrlich unmoralische Betrugs-Story um Manuskripte von Scott F. Fitzgerald, einem Buchhändler auf "Camino Island", Bruce Cable, und dessen gelegentlich kreativer Buchhaltung beim Verkauf von Erstauflagen. Gelungene Geschichte, spannend, ironisch, beweisend, dass die Welt der Bücher nicht nur eine staubtrockene Materie ist...
Und "Das Manuskript"? Erneut Bruce Cable und Bay Books im Fokus, ein gewaltiger Sturm zerstört größere Teile der Insel, viel Holzhäuser, viele Einstürze, sintflutartiger Regen, Wasser überall da, wo man es so gar nicht gebrauchen kann, die "Perle des Tourismus" wird Jahre benötigen, um sich davon zu erholen. Mehrere Tote, darunter ein ehemaliger Anwalt, der hier seit einigen Jahren als Schriftsteller ansässig ist, recht erfolgreich, der von seinen Tantiemen und von dem Geld, dass ihm die Bundesbehörden gezahlt haben, als er sich als Kronzeuge für einen riesigen wirtschaftlichen Betrug zur Verfügung gestellt hat, lebt.
Sein Tod? Wohl ein Unfall, man sollte sich bei Tropenstürmen nicht unter Bäumen aufhalten! Nur einem Mitarbeiter Cables, der ein eingefleischter Krimi-Fan ist, fällt auf, dass die Kopfverletzungen des Verstorbenen nicht nur tödlich waren, sondern gar durch menschlichen Einfluss entstanden sein könnten. Die örtliche Polizei ist etwas überlastet, aber die gesamte "Literatur-Mafia" der Insel stürzt sich auf und in die Ermittlungen...
Das Ganze kommt eher unspektakulär und, leider, etwas zäh daher. John Grisham ist ein routinierter Autor, dem genau so ein Buch eigentlich nicht passieren dürfte - zu deutlich merkt die Leserschaft, dass er eine Idee für die Auflösung des Krimis hatte, und von da ausgehend, das Buch quasi rückwärts geschrieben hat. Und das langatmig und wenig fesselnd....
Ich bin ganz sicher: Sein nächster Roman wird wieder packend und stark! Aber diesen dürfen Sie auslassen, es sei denn, Sie neigen lesetechnisch zu einer gewissen Portion Masochismus :-)
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