Produktbild: Wildtriebe
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Wildtriebe Roman | Drei Frauen, ein alter Hof, drei Lebenswege: die literarische Entdeckung

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.07.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/3,2 cm

Gewicht

429 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003842047

Beschreibung

Rezension

Tradition, Rebellion, Rückbesinnung: An Bäuerin Lisbeth, Schwiegertocher Marlies und Enkelin Joanna zeigt Mank in ihrem Debüt den Wandel von Lebensentwürfen und Frauenbildern. Mitreißend. HÖRZU 20210906

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Sehr gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.07.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/3,2 cm

Gewicht

429 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003842047

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Tumblingerstr. 21
80337 München
Deutschland
Email: kundenservice@dtv.de
Url: www.dtv.de
Telephone: +49 89 381670

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  • Hoelzchen

    aus Bad Oldesloe

    5/5

    05.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Beziehungen einer Familie auf dem Bauernhof

    Wildtriebe ist der erste Roman von Ute Mank. Sie beschreibt darin das Leben der Bäuerin Lisbeth, ihrer Schwiegertochter Marlies und ihrer Enkelin Joanna. Beginnend Anfang der 1970er Jahre werden die Protagonisten über mehr als 20 Jahre begleitet. Lisbeth hat den Bauernhof geerbt, weil ihre älteren Brüder im zweiten Weltkrieg verstorben sind, ihr Mann Karl verzichtet auf das Hoferbe seiner Eltern und übergibt es an seinen jüngeren Bruder. Lisbeth ist eine starke, energische Frau die weiß was sie will. Lisbeth und Karl bekommen einen Sohn: Konrad. Dieser heiratet Marlies mit Anfang 20. Marlies ist gelernte Verkäuferin und das Leben auf dem Bauernhof ist ihr gänzlich fremd. Es kommt zu Spannungen zwischen Lisbeth und Marlies. Lisbeth möchte keine Veränderungen und Marlies will sich nicht unterordnen. Die beiden werden einfach nicht warm miteinander. Nach einigen Jahren der Ehe wird Marlies durch ein Versehen schwanger. Lisbeth ist glücklich, endlich ein Hoferbe, dass ist ihr wichtig. Auch kann sie nun mit den anderen Nachbarhöfen mithalten, denn über das Leben der anderen wird viel getuschelt und getratscht. Joanna wird geboren. Marlies zweifelt an ihrer Mutterrolle. Lisbeth hingegen blüht auf. Ihr Verhältnis zu Joanna ist innig und herzlich- Das bleibt auch Marlies nicht verborgen und die Konflikte häufen sich. Aber anstatt miteinander zu reden, fühlt sich jede von der anderen missverstanden. Ein inniges Miteinander gibt es in dieser Familie nicht, reden wird überbewertet. Auch Joanna bleibt diese Disharmonie nicht verborgen. Nach dem Abitur geht sie ein Jahr ins Ausland. Die ganze Familie wartet auf ihre Rückkehr. Joanna kommt verändert aus Afrika nach Hause. Wie zu erwarten, müssen alle wieder zueinander finden. Marlies geht es immer schlechter. Sie versteht Joanna immer weniger und kann deren Lebensentwürfe nicht akzeptieren. Lisbeth hingegen wird – nach Karls Tod- altersmilde. Ihr Verhältnis zu Joanna ist nach wie vor intakt. Es kommt zu massiven Veränderungen innerhalb der Familie. Der Schreibstil von Ute Mank ist einfach, verständlich und flüssig. Die kurzen Sätze wirken authentisch, schließlich geht es hier um ein Leben auf dem Bauernhof. Die Autorin greift politische und gesellschaftliche Aspekte auf. Zum Beispiel Mütter wollen trotz Familie berufstätig sein, Empfängnisverhütung. Aber auch die Milchquote und die daraus resultierenden Folgen für die Landwirtschaft werden angesprochen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist in wechselnden Perspektiven geschrieben, was ich als sehr angenehm empfand. Ich konnte mich gut in die Hauptakteure hineinversetzen und ich hatte abwechselnde Sympathien. Das Buch empfehle ich gerne weiter, wenn man sich für die Lebenssituation in den 1960er bis 1980er Jahre interessiert und keine heile Welt erwartet. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    01.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Generationen unter einem Dach

    Drei Generationen auf einem Bauernhof: Lisbeth ist die Erbin des hochangesehenen Bethches-Hofs in einem kleinen Fachwerk-Dorf in Hessen. Sie ist Patriarchin durch und durch, diszipliniert, organisiert und von früh bis spät arbeitend, immer darauf bedacht, was die Anderen, die Nachbarn, über sie sagen könnten. Wenn sie durchs Dorf geht, trägt sie ihre Nase hoch. Als Lisbeths Sohn heiratet und die moderne Marlies zu ihnen auf den Hof zieht, erhofft sie sich Unterstützung von der Schwiegertochter. Marlies jedoch möchte weder eine Kinderschar gebären, noch ihre Arbeit im Modehaus aufgeben. Es brodelt und der Konflikt nimmt seinen Lauf. Das keiner über Probleme und Gefühle in der Großfamilie spricht, macht es nicht einfacher. Als das langersehnte Enkelkind Joanna endlich geboren wird, nehmen die Unstimmigkeiten mit den unterschiedlichen Vorstellungen von Kindererziehung noch zu. Ute Mank lässt uns in ihrem Debütroman an dem Alltagsleben mit Traditionen in einer Bauernfamilie teilhaben. Sie beschreibt wunderbar wie sich der Hof mit jeder Generation verändert. Dadurch, dass Lisbeth und Marlies im Wechsel erzählen, hadert oder leidet man mit ihnen. Es ist einerseits ein Roman über einen Generationskonflikt und die fortschreitende Industrialisierung, als auch die Rollenveränderung der Frau, in ihrem Kampf um Selbstbestimmung, Anerkennung und Freiheit. Das Buch Wildtriebe von Ute Mank regt zum Nachdenken an. Eine Leseempfehlung von mir! 4½ Sterne

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    5/5

    29.08.2021

    Hörbuch (Audio)

    Die perfekte Sprecherin für diese Geschichte

    Klappentext: „Für die alte Großbäuerin Lisbeth gibt es nichts Wichtigeres als den Hof, nie hat sie ihre Pflichten hinterfragt. Doch dann kommt Schwiegertochter Marlies, die keineswegs klaglos das Leben einer Bäuerin führen will. Das Kaufhaus in der Stadt wird für Marlies zum Sehnsuchtsort im Wirtschaftswunderdeutschland, arbeiten möchte sie dort und einen Jagdschein machen. Die beiden Frauen tragen fortan stille Kämpfe aus, um Haushaltsführung und um Kindererziehung. Dabei werden viel größere Dinge verhandelt: Lebensmodelle, Vorstellungen vom Frau- und Muttersein.“ Mal wieder eine Geschichte wo ich das Buch und das Hörbuch genossen habe, beides unabhängig von einander versteht sich. Da das Buch ein absolutes Lesehighlight 2021 für mich war, will ich hier gar nicht viel zum Inhalt angeben, sondern die Leistung der Sprecherin Eva Mattes genauer beleuchten: Mattes ist seit ihrer Hörbuch-Einsprechung von Elena Ferrantes Erfolgshit „Meine geniale Freundin“ ein Garant für einfühlsame Erzählungen/Geschichten. Auch hier bei „Wildtriebe“ von Ute Mank gibt sie alles und verleiht jeder Figur die entsprechende Stimmlage und Wirkung. Es ist erstaunlich wie treffsicher sie betont und Gefühle und Regungen mit ihrer Stimme vor dem menschlichen Auge erwachen lässt. Die Figuren erwachen, die Stimmungen werden deutlich, der gewisse Unterton von Lisbeth bekommt seine Bissigkeit aber auch Marlies erhält die Stimme, die sie braucht, um den Dornen der Wildtriebe Herr zu werden. Es handelt sich hier, Gott sei Dank, um eine ungekürzte Fassung und das ist perfekt, denn wenn hier etwas gekürzt worden wäre, wäre die Geschichte einfach für die Katz und der Feinsinn wäre zerstört - kurzum: Eva Mattes hat auch hier wieder perfekte Arbeit geleistet und keine hätte diese Geschichte besser interpretieren können als sie - 5 von 5 Sterne!

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    26.07.2021

    eBook (ePUB 3)

    Drei Generationen von Frauen

    Die Schriftstellerin Ute Mank beschreibt in ihrem Roman „Wildtriebe“ das Verhältnis einer eingeheirateten Frau und ihrer Schwiegermutter und deren Tochter. Lisbeth und ihr Mann Karl sind Großbauern. Sie arbeitet für den Hof. Ihre Gedanken gehen in die Zeit, als sie geheiratet hat und das Dorf immer auf ihren Bauch gesehen haben, ob nicht bald ein Kind kommt. Als Marlies als Schwiegertochter auf den Hof kommt, wird es schwierig, denn Marlies hat als Verkäuferin gearbeitet. Sie fühlt sich nicht angenommen, denn es wird weiter alles so gemacht, wie Lisbeth es gewohnt ist. Als Joanna geboren wird will Lisbeth auch immer gute Ratschläge geben. Das erinnerte mich an meine Freundin, deren Mutter musste auch machen was die Oma wollte. Das ist nicht besonders schön. Dann wird Joannas Zeit wieder ganz anders, sie war der Liebling der Oma, so das Marlies wieder außen vor war. Diese Geschichte ist gut nach vollziehbar und echt. Die Autorin hat das mit ruhigem Ton wunderbar hinbekommen.

  • Nele T.

    aus Münster

    4/5

    19.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Sprachlosigkeit in zwei Frauenleben

    Marlies Tochter, frisch das Abitur gemacht, geht für ein Jahr nach Afrika. Ausgerechnet nach Afrika! Marlies macht sich nicht nur Sorgen, was alles in der Ferne passieren kann. Vor allem möchte sie nicht allein gelassen werden auf diesem Hof, der nie ihr Traum war und auf dem sich ihr Mann und sie mit den Jahren auseinandergelebt haben und die strenge Schwiegermutter ihr das Leben schwer macht... Lisbeths Enkeltochter, frisch das Abitur gemacht, geht für ein Jahr nach Afrika. Ausgerechnet nach Afrika! Lisbeth findet schon Zucchini im Essen exotisch. In einem Flugzeug zu sitzen könnte sie sich niemals auch nur in ihren kühnsten Träumen vorstellen. Wieso will ihre Enkelin auf einer Farm in Afrika arbeiten, wenn sie doch genau das auch hier haben könnte? Lisbeth versteht die Welt nicht mehr... Beide Frauen bleiben zurück auf dem Hof und erinnern sich an ihr Leben und die unterschiedlichen Umstände, die sie an diese Stelle geführt haben. Dabei kristallisieren sich ganz klar unterschiedliche Einstellungen und Beweggründe heraus. Beide sind jedoch unfähig, miteinander zu reden - und erst, als die Tochter bzw. Enkelin Joanna zurück ist, wird beiden klar, was sie eigentlich im Leben noch möchten und erreichen können. Das Buch beschreibt die Innenwelten der beiden Frauen eindrücklich, und ich habe manche Träne vergossen. Der Schreibstil passend, die Sprachlosigkeit teils durch unvollständige Sätze deutlich gemacht, jedoch ohne dass es aufgesetzt wirkt oder den Lesefluss stört. Beide Frauen sind im Grunde sympathisch, aber ebenso möchte man beide manchmal schütteln und auffordern, endlich mal aus ihren teils selbst auferlegten Rollen auszubrechen. Eine große Handlung hat das Buch eigentlich nicht, dennoch habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt und kann das Buch durchaus weiterempfehlen.

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  • Zum Bewerterprofil von Annegrit Fehringer

    Annegrit Fehringer

    Thalia Kassel

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    5/5

    16.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Eine wunderbare Entdeckung!

    Einheiraten in einen hessischen Bauernhof. Dies zu lesen ist durchaus interessant. Das reale Leben aber mit drei Generationen auszuhalten, birgt viele Konflikte. Spannend erzählt uns das die Autorin aus Marburg. Sehr lesenswert!
  • Zum Bewerterprofil von Claudia Heine

    Claudia Heine

    Thalia Celle

    Buchhändler*in

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    3/5

    10.10.2021

    eBook (ePUB 3)

    Bäuerliches Leben im Wandel der Zeit...

    Drei Frauengenerationen auf einem Bauernhof im dörflichen Hausen. Der Wandel der Zeit, gerade was das bäuerliche Leben mit Landwirtschaft und Viehzucht anbelangt, wird von der Autorin sehr gut beleuchtet. Doch die Frauen des Hofes, die Hauptfiguren dieser Geschichte, bleiben mir zu farblos und teilweise zu oberflächlich. Die schlichte und schnörkellose Sprache, die oft halbfertigen Sätze, sind gewählte Stilmittel welche bewirken, dass ich mit den Figuren nicht richtig warm geworden bin. Ich habe mir gewünscht mehr noch von ihren inneren Gefühlen zu erfahren. Die verschiedenen Generationen hingegen mit ihren Ängsten, Sehnsüchten und ihrer Zerissenheit sind für mich sehr erlebbar ausgearbeitet und auch die Erwartungen die an sie gestellt werden -sei es durch Nachbarn oder Familienmitglieder. Ein leises Buch, welches mich nicht ganz erreicht und dennoch für angenehme Lesestunde gesorgt hat.

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