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Das Fürimmerhaus steht zwischen den Welten, am Ufer eines dunklen Ozeans. Es hat tausende Hallen und Säle, seine Korridore sind endlos. Und noch immer wächst es weiter und verändert sich.
Im Fürimmerhaus stranden junge Heldinnen und Helden, die ihre Welten vor dem Untergang bewahrt haben. Die Herrschenden fürchten ihre Macht und schicken sie hierher ins Exil. Doch Carter ist kein Held wie die anderen. Er besitzt keine Erinnerung, ist nur von einem überzeugt: Er hat niemals eine Welt gerettet. Und so begibt er sich auf die abenteuerliche Reise durch das Fürimmerhaus, auf der Suche nach seiner Bestimmung.
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„Fürimmerhaus“
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Herrlichste Fantasy, ich bin in den Ort eingetaucht wie gefühlt seit meiner Kindheit nicht mehr. Das Fürimmerhaus ist ein mysteriöser, beinahe unendlich großer Ort, an dem Helden ohne Erinnerung stranden, wenn sie in ihrer Geschichte ihre Welt gerettet haben.
Dadurch ist dieses Buch gefüllt mit liebevoll gestalteten ganz besonderen Charakteren (das gilt leider auch für die Bösewichte), die sich durch die Weiten des mysteriösen Fürimmerhauses bewegen - auf der Suche nach Sinn und Vergangenheit. Eine wirklich lesenswerte Geschichte ♥️
Es ist eine KUnst, eine Geschichte nur in einem Haus spielen zu lassen ohne Langeweile
phantastische_fluchten aus Walzbachtal am 17.03.2024
Bewertungsnummer: 2156187
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Unversehens landet Carter an einem ihm fremden Ort. Er verfügt über keinerlei Erinnerungen mehr, er weiß lediglich seinen Namen. Das Mädchen Emmeline nimmt ihn in Empfang und erklärt ihm, dass er im FÜRIMMERHAUS gelandet ist. Ein Ort, an den Helden oder Heldinnen geschickt werden, nachdem sie ihre heldenhafte Tat begangen haben.
Außer Emmeline befinden sich noch sechs weitere Personen in diesem Haus, die alle von unterschiedlichen Welten kommen. Hengis besitzt den Kopf eines Kaninchens und den Körper eines maskulinen Mannes. Hyazinthe ist eine junge Fraus aus Holz, eine Marionette, deren Fäden durchgeschnitten wurden, Emmeline leuchtet. Nur Diabondo und Ambra scheinen normale Menschen wie Carter zu sein. Alle haben keine Erinnerungen mehr an ihre Taten und ihr bisheriges Leben. Sie wurden von den Archonten in diese Welt eingeführt, von ihnen erhielten sie ihre Namen und einen Verhaltenskodex für das Haus.
Carter platzt mitten in die Vorbereitungen für eine Flucht und er schließt sich den anderen Bewohnern an, die versuchen einen Weg aus dem Haus zu finden, das ihnen wie ein Gefängnis erscheint.
Kommentar:
Ich hatte das Buch für eine Freundin gekauft, habe dann die erste Seite angelesen und war sofort von der Geschichte gefangen. Carter wird förmlich von einem Wasserstrudel in diese neue Welt ausgespuckt, nackt und ohne Erinnerung an sein vorheriges Leben. Von Anfang an ist klar, dass er anders ist als die anderen Personen, die im FÜRIMMERHAUS gestrandet sind. Er kann sich an seinen Namen erinnern und kein Archon erscheint, um ihn abzuholen.
Die leuchtende Emmeline ist es, die ihn abholt und zu den anderen führt. Diese reagieren sehr unterschiedlich auf den Neuankömmling.
Kai Meyer ist es gelungen, die Geschichte durchgehend spannend zu halten und immer wieder Überraschungen einzubauen. Obwohl die Handlung ausschließlich im FÜRIMMERHAUS spielt, baut sich kontinuierlich Spannung auf. Man weiß als Leser nicht, was man erwarten soll und kann.
Merkwürdige Gestalten bevölkern diese Welt, die gegeneinander Krieg führen. Die Flüchtenden müssen durch diese bizarre Welt, verfolgt von einem Zeigermann und einer Eulenechse. Vieles erinnert an den Zauberer von Oz, eine Welt, die ebenfalls mit bizarren Wesen bevölkert ist. Hier ist es lediglich ein Haus aber:
"Das Haus lebt", sagte Hengis.
"Das Haus wächst", sagte Diabondo.
"Es verschiebt sich und verdreht sich", sagte Emmeline.
"Und es hat einen eigenen Willen", ergänzte Hyazinthe."
Es gibt keinen Tag und keine Nacht, es gibt keine geraden Wege und immer wieder stoßen die Freunde bei ihrer Flucht auf Famuli, die gegeneinander Krieg führen. Es gibt sogenannte Strandmenschen, Wesen aus Strandgut zusammengesetzt, die versuchen, in das innere des Hauses zu gelangen. Die Famuli sind skurrile Wesen, die eine Hand als Kopf besitzen und das sind nicht die einzigen Seltsamkeiten in diesem Haus. Während ihrer Flucht philosophieren die Freunde über das Haus, seine Existenz, seine Bewohner und über den Erbauer. Sie diskutieren darüber, ob es besser ist, eine zweite Chance zu bekommen und sich nicht an Vergangenes zu erinnern. Oder ob das Wissen um die Vergangenheit wichtig für die Zukunft ist.
Fazit:
Ich habe lange kein Buch mehr von Kai Meyer gelesen, das werde ich nach diesem Roman auf jeden Fall ändern. Eine beklemmende, düstere Geschichte mit einem Funken Hoffnung.
Meinung aus der Buchhandlung
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Kai Meyer ist ein Meister des Weltenbauens. Ich bekam das Gefühl, dass in diesem Buch alle fantastischen Geschichten des Autors zusammgeführt wurden. Das Ende einer fantastischen Ära.
Carter taucht ohne Erinnerungen an seine Vergangenheit im Fürimmerhaus auf. Dieser wundersame Ort, voller wundersamer Charakter soll also jetzt sein neues Zuhause sein?
Doch wer oder was hat dafür gesorgt, dass er im Fürimmerhaus landet? Und was hält die Zukunft für ihn bereit? Zusammen mit den unterschiedlichsten Wesen und Menschen begibt er sich auf die Suche nach Antworten. Doch bald schwebt jeder von ihnen in Lebensgefahr.
Obwohl der Handlungsort "nur" ein Haus ist (und was für eins), kann man auf jeder Buchseite etwas neues entdecken.
Doch es ist ganz eindeutig, dass die Charaktere die Geschichte tragen und so vielfältig, wie fantastisch sind.
Ich wollte dieses Buch nicht aus der Hand legen, weil es sich auch wie ein endgültiges Ende der fantastischen Jugendbücher von Kai Meyer anfühlte. Für mich war es ein perfekt ausgeklügeltes Buch, was mich einerseits unterhalten hat, aber andererseits melancholisch und traurig stimmte. Das Ende einer Ära - aber ein gebührendes Ende.
Wer eine besondere Geschichte sucht, die das Fantastik-Genre vereint, hat hier seinen heiligen Gral gefunden.
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Kai Meyer in „phantastischer“ Bestform. „Fürimmerhaus“ ist eine abenteuerliche Geschichte ganz im Stile von Walter Moers und Michael Ende. „Die unendliche Geschichte“ von Hildegunst von Mythenmetz erzählt. Kopfkino pur. Simon Jäger liest auch dieses Buch vom Autor erstklassig ein. Ein Kai Meyer Hörbuch ohne die Vertonung von Simon Jäger kann es einfach nicht geben.
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