»›Bruderherz‹ ist ein Roman, den man nicht so schnell vergisst.« Karin Slaughter
Nach zwölf Jahren hinter Gittern kehrt Arlo Hackett in seine australische Heimatstadt Yulara zurück – ein Ort, dessen Bewohner ihn einst verurteilten und verstießen. Damals wurde er der Beihilfe zu einem schweren Verbrechen beschuldigt, das sein Bruder Luke begangen haben soll. Doch Arlo hat nie an Lukes Schuld geglaubt und will nun herausfinden, was wirklich passiert ist. Aber die Menschen in Yulara begegnen ihm mit Misstrauen und Feindseligkeit. Wer lügt, wer verschweigt etwas – und wem kann Arlo überhaupt noch trauen? Während er sich seinen schmerzhaften Erinnerungen stellt und der Wahrheit immer näherkommt, gerät sein Leben erneut aus den Fugen. Zwischen Verrat und Schuld muss er sich die Frage stellen, ob Vergebung möglich ist – oder ob sie alles zerstört, was ihm noch geblieben ist.»Dieses Buch und seine Figuren werden mich für immer begleiten. Niemand wird jemals den vollkommenen Roman schreiben, aber ›Bruderherz‹ ist verdammt nah dran.« David Baldacci»Michael Robothams Meisterwerk.« Chris Brookmyre
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Es gibt Autoren, bei denen ich gar nicht erst den Klappentext lesen muss, weil ich einfach weiß, dass ich ihre Bücher lesen möchte. Michael Robotham gehört für mich definitiv dazu. Und auch mit "Bruderherz" hat er mich wieder einmal vollkommen begeistert.
Sein Schreib- und Erzählstil ist einfach fantastisch. Erinnerungen und Rückblicke wechseln sich mit der aktuellen Handlung ab, Vergangenheit und Gegenwart gehen dabei so nahtlos ineinander über, dass sich nach und nach ein immer klareres Bild der Ereignisse ergibt. Stück für Stück erfahren wir, was damals geschehen ist und wie sehr die Vergangenheit das Leben der Menschen bis heute prägt.
Das Ganze spielt in einer typischen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Oder zumindest glaubt, den anderen zu kennen.
Die Handlung verläuft über weite Strecken eher ruhig. Für einen Thriller sogar ungewöhnlich ruhig. Ich würde Bruderherz deshalb eher als Spannungsroman bezeichnen. Doch obwohl die große Spannung eines klassischen Thrillers lange ausbleibt, hat mich die Geschichte vollkommen gefesselt.
Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen.
Es sind vor allem die fein ausgearbeiteten, vielschichtigen Charaktere, die diese Geschichte tragen. Ihre Gefühle, ihre Schuld und die moralischen Konflikte machen sie so lebendig und nahbar. Im Mittelpunkt steht die Suche nach der Wahrheit. Aber auch die Frage, was passiert, wenn Menschen sich einmal auf eine vermeintliche Wahrheit festgelegt haben und nicht mehr bereit sind, diese infrage zu stellen.
Die Fehlentscheidungen und das brutale, menschenverachtende Vorgehen der Polizei haben Folgen, die weit über den vermeintlichen Täter hinausreichen. Sie verändern Lebenswege und hinterlassen tiefe Wunden. Eine ganze Familie wird dadurch geprägt und zerstört und selbst wenn irgendwann die Wahrheit ans Licht kommt, lässt sich längst nicht alles wieder gutmachen.
Genau das hat mich besonders berührt. Wie viel Unrecht anrichten kann. Wie sehr es das Leben von Menschen verändert, die eigentlich nur versuchen, mit dem Geschehenen irgendwie weiterzuleben. Und wie lange die Folgen einer einzigen falschen Entscheidung nachwirken können.
Ein großartiges, atmosphärisches Buch voller menschlicher Schicksale und moralischer Konflikte, das mich auf eine ganz leise Art in seinen Bann gezogen hat und noch lange nachwirken wird.
Und das Jagdgeheimnis der Perlenflorfliege werde ich wohl nie wieder vergessen.
Hochverdiente fünf von fünf Sternen!
Bewertung
aus Hohenau an der March
5/5
16.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Absolute Empfehlung
Eine neue Seite von M.Robotham, kein herkömmlicher Thriller und dennoch fesselnd von der ersten Zeile an. Eine sehr emotionaler und tiefgründiger Roman, mit absoluter Leseempfehlung.
„Bruderherz“ von Michael Robotham, erschienen bei Goldmann und übersetzt von Kristiane Lutze, hat mich sowohl vom Klappentext als auch vom Cover her magisch angezogen.
Eines möchte ich vorab sagen: Dieses Buch ist kein Thriller, auch wenn es unter diesem Genre vermarktet wird. Ich persönlich finde das sehr schade, denn damit gehen vielleicht viele Leserinnen und Leser mit der falschen Erwartung an diese Lektüre. Jedoch handelt es sich bei „Bruderherz“ eher um ein Familiendrama und einen Spannungsroman als um einen Thriller. Trotzdem hat mich die gefühlvolle, bewegende und dramatische Geschichte tief berührt. Meisterlich erzählt der Autor die Geschichte zweier ungleicher Brüder, eines grauenhaften Verbrechens und der Suche nach der Wahrheit.
Arlo Hackett, einer der Brüder, aus dessen Sicht der gesamte Roman erzählt wird, ist ein Held mit Fehlern, Ecken und Kanten, und nicht jede seiner Entscheidungen ist richtig. Doch trotzdem folgte ich ihm gebannt durch die Geschichte rund um Schuld, Sühne und die Suche nach Wahrheit. Schon mit der Eröffnungsszene zog mich Michael Robotham bildgewaltig in dieses Epos, das in einer bigotten australischen Kleinstadt angesiedelt ist. Einmal in den Bann der Geschichte gezogen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Geschickt wechselt der Autor zwischen den beiden Zeitebenen und so erfahre ich neben den aktuellen Ereignissen auch nach und nach, was damals vor zwölf Jahren Schicksalhaftes passiert ist.
Michael Robotham zeichnet dabei ein so dichtes Geflecht an menschlichen Gefühlen und Geheimnissen, dass ich Arlo, seiner Mutter, seinen Bruder Luke und all den anderen Protagonisten folgte und gebannt jedes Wort in mich aufsog. Ja, dieses Buch ist kein Thriller, doch es fesselte mich von der ersten Seite an. Atmosphärisch dicht, mit tief ausgearbeiteten Charakteren und einem sehr gut angelegten Spannungsbogen baut der Autor viele Wendungen ein, lässt mich mitfiebern und macht mich auch oft wütend auf die Engstirnigkeit der Kleinstadt Yulara.
Dieses Buch war eine ganz besondere Lektüre, die mich komplett fesselte und überzeugte. Auch wenn ich keinen Thriller bekam, war es ein 5-Sterne-Lesevergnügen der Superlative.
elenas_littlebookworld
5/5
24.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Meisterwerk
Eines vorweg, bei "Bruderherz" handelt es sich - entgegen dem, was auf dem Cover steht - nicht um einen Thriller, sondern um einen Roman. Eigentlich bin ich kein allzu großer Fan dieses Genres. Bei Michael Robotham machte ich aber gerne eine Ausnahme und zwar, weil er seit vielen Jahren zu meinen liebsten Autoren zählt und meiner Meinung nach ein fantastischer Geschichtenerzähler ist. Und das beweist er auch mit seinem neusten Buch.
"Bruderherz" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite berührt und gefesselt und das, obwohl der Thrill-Anteil wirklich sehr gering ist. Was diesen Roman besonders macht - mal ganz abgesehen von Michael Robothams einzigartigem Schreibstil, den ich so liebe - sind die Charaktere, allen voran Protagonist Arlo Hackett, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird. Er und auch die anderen Figuren sind wahrlich keine Helden - ganz im Gegenteil. Sie haben ihre Ecken und Kanten, viele von ihnen stecken noch dazu in der Vergangenheit fest. Doch das alles macht sie unglaublich menschlich und nahbar.
Die Handlung springt zwischen der Gegenwart und den tragischen Ereignissen vor 12 Jahren hin und her. Die Erzählweise ist dabei so lebendig und bildhaft, ich hatte das Gefühl, an Arlos Seite in Yulara zu sein. Die Atmosphäre ist wie bei allen Büchern des Autors gewohnt dicht, doch die Spannung ist diesmal eine komplett andere. Es ist nicht so, als würde ein Plottwist den nächsten jagen. Es ist das Gefühl, die ganze Geschichte kennen zu wollen. Was geschah mit der jungen Saxon, die damals für einige Zeit bei Arlo, seinem Bruder Luke und deren Mutter lebte?
"Bruderherz" ist ein wahnsinnig tiefgründiger Roman mit facettenreichen Charakteren, deren Geschichte einen so schnell nicht loslässt. Ein Meisterwerk und definitiv eines meiner liebsten Michael Robotham Bücher!
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5/5
21.10.2026
eBook (ePUB)
Gerechtigkeit
Robotham hat mich noch nie enttäuscht! In diesem Spannungsroman erzählt er von Arlo, der nach langer Gefangenschaft trotz aller früheren Vorkommnisse in seinen Heimatort zurückkehrt, sich dem Hass der Dorfgemeinschaft stellt und herausfinden will, was damals wirklich geschehen ist. Angeblich hat sein jüngerer Bruder den Mord an dem quirligen Mädchen Saxton gestanden, das in der Familie Unterschlupf gefunden hatte. Kurz nach seiner Festnahme kommt der Bruder zu Tode, hat aber offensichtlich den Mord gestanden. Arlo wird wegen Beihilfe zu vielen Jahren Gefängnis verurteilt. Er jedoch glaubt nicht daran, dass sein Bruder den Mord begangen hat. Was ist damals wirklich geschehen?
Robotham ist ein Könner, was die Beschreibung der einzelnen Charaktere angeht. Die Geschichte entwickelt sich langsam und breitet sich immer weiter aus. Diesen tiefgründigen Spannungsroman habe ich wieder mit Begeisterung gelesen!
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5/5
05.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Unwiderstehlich guter Thriller!
Nach 12 Jahren hinter Gittern kehrt Arlo in seine australische Heimatstadt zurück. Was ist vor 12 Jahren wirklich geschehen? Und was für eine Schuld trägt Arlo? Robotham versteht es meisterhaft, seine Leserschaft auf die Folter zu spannen. Und zeichnet ein bedrückendes Porträt dieser spießigen Kleinstadt. Dieses Buch ist wie ein langsam anrollender Zug, der zum Ende hin alles niederwalzt. Unwiderstehlich gut!
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5/5
03.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Anders...
Leise im Ton, eindringlich in der Wirkung... Saxton hatte vor ihrem gewaltsamen Tod eine Weile bei den Hacketts gewohnt und in ihnen eine Art Ersatzfamilie gefunden. Arlo Hackett und sein jüngerer Bruder werden in die Geschehnisse verwickelt, Arlo verbüßt dafür eine mehrjährige Haftstrafe. Nach seiner Freilassung kehrt er in sein Elternhaus zurück und will ergründen, was damals tatsächlich geschah. Die australische Kleinstadt und die Menschen, mit denen Arlo zu tun bekommt, werden dabei greifbar. Der Autor entwickelt die Handlung sorgfältig, die gemeinsame Vergangenheit von Saxton, Arlo und seinem Bruder und Arlos Gegenwart, in der er versucht, wieder Fuß zu fassen. Das Ende hat mich noch einmal voll erwischt, ein emotionaler Moment. Und wer dem Nachwort Aufmerksamkeit schenkt, erfährt noch etwas Interessantes über dieses Buch. Kein gewohnter Robotham, aber einer, der gefällt.
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