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Gebraucht Band 13

Die Villa «Einer der ganz Großen in der zeitgenössischen deutschen Literatur.» (Die Zeit)

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/2,5 cm

Gewicht

296 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004188113

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Hans Joachim Schädlich ist der Virtuose der sprechenden Dinglichkeit. Er erzählt nicht, er benennt. ("Die Welt")
Schädlich schildert den Alltag von Krieg und Nachkrieg im typischen Stil seiner grandiosen späten Bücher: szenisch, spröd, präzis. Damit vermeidet er jede Gefühligkeit. In seiner so austarierten wie existenziell dringlichen Prosa zeigt er sich als Meister der Andeutung und Aussparung. ("NZZ am Sonntag")
Ein bleibendes Meisterwerk seiner großen Kunst. ("Das Magazin")
Schädlichs Meisterschaft besteht darin, die Leerstellen mit Bedeutung aufzuladen. (...) Lauter kunstvoll gefügte Andeutungen addieren sich zu großer Kunst. ("Hessische Allgemeine")
Hans Joachim Schädlich beweist mit seiner Art des Schreibens, dass sich Literatur durchaus der Schlichtheit, dem (scheinbar) Einfachen verschreiben kann, um Grossartiges zu erzählen. ("literaturblatt.ch")
Eines seiner persönlichsten Bücher, weil Schädlich von der eigenen Geschichte erzählt, vom Leben und Überleben seiner Familie im Vogtländischen zwischen dem Ende der Weimarer Republik und der Gründung der DDR. Und auch wenn die geschilderten Ereignisse mehr als 70 Jahre zurückliegen, gewinnen die mit ihnen verbundenen Fragen eine bedrohliche Aktualität. ("SWR 2 "Lesenswert"")
"Die Villa" ist gerade darin ein unerbittliches Buch, dass es die Verwicklung des einzelnen in die Zeitläufte lediglich aufzeigt. ("Frankfurter Rundschau")
Das Ungekünstelte ist die grosse Kunst des Romans "Die Villa". ("NZZ Online")
Nicht selten hat man beim Lesen das Gefühl, die Wörter und Sätze seien wie in Töne gesetzt. Auch das macht den ungewöhnlichen Reiz seiner Bücher aus. ("Berliner Zeitung")
Die Kunst Schädlichs zeigt sich darin, dass sein Erzähler den Stoff so unterkühlt und scheinbar teilnahmslos vorträgt, dass sich der Leser empören muss. Als hätte er das Unerhörte nie gehört. ("Zeit Literaturbeilage")

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/2,5 cm

Gewicht

296 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004188113

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19|20099|Hamburg|DE
produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Manfred Fürst

    aus Kirchbichl

    4/5

    28.05.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von einem Unrechtsstaat in den nächsten.

    Im Prolog wird Die Villa beschrieben, wie es sich eignete als Untertitel für ein Video einer Immobilienagentur: Eine Gründerzeitvilla. Sie könnte die Geschichte der Familie Kramer von 1931 bis 1950 erzählen. Im Epilog ihr Ende 2007. Beispielhaft für vieles was den Unrechtsstaat DDR überlebt hat und danach plattgemacht wurde. Das Familienoberhaupt Hans Kramer muss wegen eines Herzklappenfehlers nicht zur Wehrmacht des NS-Unrechtsstaates. Er stirbt jung 1940, die folgenden 10 Jahre ist Elisabeth Kramer das Familienoberhaupt mit vier Kindern. Der autobiografische Hintergrund scheint offensichtlich, der Roman ist von einer Nüchternheit und besonderen Intimität, die ob der Ereignisse erschaudern lässt. Jedes einzelne Kapitel eignet sich für eine Zeitzeugenaustellung als Bildunterschrift. Sofort kommen Erinnerungen an die Film-Trilogie von Regisseur und Autor Edgar Reitz HEIMAT.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Matthias Kesper

    Matthias Kesper

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Die Villa, von einem breiten Rundweg umschlossen, ein Gründerzeitbau, 1890 errichtet."

    Eine Villa als Hauptfigur eines Romans? Natürlich nicht, oder, eigentlich, doch: Entlang der Geschichte des Hauses lässt Hans Joachim Schädlich, einer der feinsten Erzähler unserer Zeit, eindrucksvoll die Zeit vom Ende der Weimarer Republik bis zur Gründung der DDR aufleben. Im Mittelpunkt die Familie Kramer, geprägt noch von der Kaiserzeit und dem Ersten Weltkrieg. Vier Kinder, bescheidener Wohlstand, Handelsunternehmer in Sachen Wolle, Anfang der 30er Jahre tritt der Vater in "Die Partei" ein, obwohl eigentlich politisch nicht sonderlich interessiert. Die scheinbare wirtschaftliche Gesundung Deutschlands wird, verständlicherweise goutiert, dass der einzige jüdische Bewohner des kleinen Ortes irgendwann nicht mehr da ist? Er soll verkauft haben und "nach Auswärts" gezogen sein. Der sich abzeichnende Krieg, der "Anschluss" Österreichs? "Die haben für mich immer zu Deutschland gehört! Wie Bayern..." Vor allem Paul, der jüngste Sohn, dient dem Autor als Spiegelbild der Zeit - so ist das Buch zugleich Zeitgeschichte und ein, neudeutsch ausgedrückt, "Coming-of-Age-Roman", ... In kürzesten Abschnitten und Bildern, auf den Punkt genau formuliert, kann man diesem Spätwerk Schädlichs vor allem eines bescheinigen: Es ist einfach perfekt! Ein Buch, von dem man sich nach dem ersten Lesen, bei dem es sicherlich nicht bleiben wird, zwei Dinge wünscht: Eine große Leserschaft, und dass es Schullektüre werden möge - es verbindet Lesbarkeit mit Geschichtsvermittlung, es ist, scheinbar, mit leichter Feder verfasst, und es ist spannend. Wenn der Rezensent an seine nun doch schon einige Jahre zurück liegende Schulzeit denkt: Solche Bücher hätten wir verschlungen....
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Kaiser

    Ulrike Kaiser

    Thalia Mülheim – Rhein-Ruhr-Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie schafft man es die Geschichte...

    Wie schafft man es die Geschichte einer Familie und die politischen Geschehnisse in Deutschland zwischen 1931 und 1950 auf 189 Seiten zu erzählen?Schädlich verknappt und verdichtet grandios,kommentiert nichts und schafft gerade durch diese Aussparungen einen großartigen Roman!
  • Zum Bewerterprofil von Silke Walther

    Silke Walther

    Thalia Radebeul

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Haus, eine Familie und der Krieg

    Hans Joachim Schädlich wurde im Vogtland/Sachsen geboren. Hier siedelt er auch seinen Roman an. Mit viel Liebe zu Detail beschreibt er das prachtvolle Gebäude, in dem die Menschen über Jahrzehnte leben, lieben und leiden. Die Villa als Festung in unterschiedlichen Zeiten und der kleine Mensch als nettes "Beiwerk", was für eine grandiose Metapher... Die unterschiedlichen Stilmittel lassen dieses Buch sehr eindringlich wirken. Dieser Sog durfte meinerseits keinesfalls durch eine Pause unterbrochen werden.
  • Zum Bewerterprofil von Elke Meißner

    Elke Meißner

    Thalia Leipzig

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nüchtern

    Lakonisch, fast empathielos, kühl, in knapper Sprache verdichtend, schildert der Autor die Geschichte des Hauses. Momente des Familienalltags werden episodenhaft erzählt, diese sind eingebettet in die deutsche Geschichte der dreißiger bis fünfziger Jahre. Schweigen, Wegsehen, Fanatismus, unbedingter Gehorsam werden durch die reduzierte Sprache eindrucksvoll deutlich. Dieser Roman, dieser Autor ist für mich eine Entdeckung.
  • Zum Bewerterprofil von Haike Zimmer

    Haike Zimmer

    Thalia Dresden – Elbe Park

    Buchhändler*in

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    3/5

    23.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ja, auch so kann man über eine...

    Ja, auch so kann man über eine Familie, eingebettet in ihre Zeit schreiben, geradeheraus , stringend, fast schon dokumentarisch. Mir persönlich ist der Roman zu wenig erzählerisch. Ich blieb als Leser Zaungast.

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