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Die Dichterin Roman

8

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5045

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.07.2026

Verlag

Piper

Seitenzahl

224

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

342 g

Farbe

Terracotta

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07489-6

Beschreibung

Rezension

»Klug und zeitgeistig« ("DONNA")
»›Die Dichterin‹ ist klug, spannend und wunderschön erzählt – ein Roman, der unterhält und dabei Fragen aufwirft (...). Genau diese Verbindung hätte einen Platz auf der Longlist verdient.« ("Stuttgarter Zeitung - Online")
»›Die Dichterin‹ ist eine radikal ehrliche Geschichte über die Unehrlichkeit.« ("(A) Kleine Zeitung")
»Autorin Özge Inan entlarvt in ihrem zweiten Roman die Marktmechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie.« ("WDR - Westart")
»Dieses sehr klug beobachtete und wahrhaftig klingende Buch ist exzellent, vor allem aber vielschichtig.« ("NDR Kultur")
»Özge Inan ist ein großartiger Roman gelungen. Einer, der deshalb so viel Spaß beim Lesen macht, weil er fesselt und intelligente Fragen stellt und seiner Leserschaft bis zum Schluss unbequeme Einsichten eröffnet.« ("Müncher Merkur")

Produktdetails

Verkaufsrang

5045

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.07.2026

Verlag

Piper

Seitenzahl

224

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

342 g

Farbe

Terracotta

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07489-6

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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  • Adele

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    13.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte der Ungerechtigkeit

    Emma Rodenstock ist der aktuelle Shootingstar der Lyrik. Doch ihr Talent geht weit über die Lyrik hinaus, Emma ist schlagfertig, attraktiv und wird dafür von den Medien mindestens so geliebt, wie für ihre Gedichte. Ihre Geschichte scheint wie ein wahr gewordener Traum - zu gut, um wahr zu sein? Zumindest der jungen Journalistin Nazanin Esfahani kommen leise Zweifel angesichts der absoluten Perfektion. Nazanin ist Volontärin beim Hauptstadtjournal und kämpft verzweifelt um die Übernahme im Zuge der Umstrukturierung der Zeitung. Ein Porträt über die gehypete Emma Rodenstock soll eine ihrer letzten Arbeiten als Volontärin und ihr Ticket zur Festanstellung sein. Ihre Zweifel an deren Authentizität beginnen langsam, bis sie sich dem Strudel der Recherche und Ereignisse, fast ungläubig, nicht mehr entziehen kann. In alternierender Perspektive auf Emma und Nazanin entwickelt sich der Roman wie ein seltsamer Tanz mit nur kurzen Berührungen, bei dem beide Frauen sich trotzdem stetig näher kommen und ihr Leben so vermutlich nachhaltig prägen werden, jede auf ihre Art. Emma und Nazanin, zwei talentierte junge Frauen, die in ihrem je eigenen Milieu, um ihren Platz in der Welt kämpfen und um die Deutungshoheit einer Geschichte. Gut und Böse verschwimmen so vor dem Hintergrund der feinen Charakterstudien und gelungenen gesellschaftlichen Einbettung. Denn diese Geschichte ist weit mehr, als die eines potentiellen Betrugs. Gesellschaftskritisch leuchtet die Autorin unsere Gegenwart, die Medien und den Literaturbetrieb aus. Welche Aufgabe hat der Journalismus? Was ist richtig und falsch in einer Welt massiver sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit? Für mich war der Roman ein echtes Highlight! Unbedingt lesen!

  • Bewertung

    5/5

    31.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnder Roman

    „Die Dichterin“ ist spannend und auf hohem Niveau geschrieben; so, wie man es von Özge Inan kennt. Eine kluge Geschichte über Armut, Authentizität und soziale Konflikte im heutigen Berlin, die aktuelle Fragen aufgreift.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    31.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Darf man jemandem ungefragt eine Stimme geben?

    „Die Dichterin“ von Özge İnan hatte mich thematisch sehr angesprochen – und meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen!   Im Mittelpunkt steht Emma Rodenstock, eine schöne junge Frau aus sogenannten „sozial schwachen Verhältnissen“, die aktuell von Publikum und Presse für ihre Gedichte gefeiert wird.   „Applaus, dachte Emma, kann eine Lüge sein. Weil Lügen eine Fähigkeit ist wie jede andere, beherrschen manche sie gut, manche schlecht und die meisten gar nicht. Und trotzdem klatschten immer alle, die guten Lügner wie die schlechten. Emma hatte es oft gehört. Vor nicht allzu langer Zeit war die Bühne noch kleiner und ihre Angst größer gewesen, erdrückend groß, wenn das Handy ihren Fingerabdruck nicht erkannte oder die Notizen-App plötzlich vom Display verschwunden schien. Emma las, das Publikum eine Schattenwand hinter den Scheinwerfern, und fand die Wörter, die ihr zu Hause noch so präzise und originell vorgekommen waren, auf einmal banal und peinlich. Und dann plätscherte ein höflicher Beifall vor sich hin, und Emma wünschte sich, man würde Eier und Tomaten nach ihr werfen.  ‚Danke, dass du hier warst, liebe Emma. Kommen wir zu unserer nächsten Künstlerin …‘ Der Applaus ebbte ab. Aber dieses Mal war er echt. So viele gute Lügner konnte es in einem Publikum gar nicht geben.“   Mit ihrer charismatischen Ausstrahlung verleiht sie der aktuellen Debatte über soziale Ungleichheit und Herkunft ein Gesicht. Doch als die ehrgeizige Journalistin Nazanin Esfahani ein Porträt über Emma Rodenstock schreiben soll, findt sie Unstimmigkeiten in deren Geschichte. Sie recherchiert weiter und bald darauf meldet sich eine andere Frau auf, die behauptet, Emmas Texte geschrieben zu haben. Wenn das stimmen würde, wäre mit der Story der Weg zur großen Karriere geebnet – und die Literaturwelt stünde vor einem unfassbaren Skandal …   „Natürlich weißt du, was ich meine, hätte Emma gerne geantwortet. Und ja, natürlich tust du jetzt so, als verstündest du nichts, weil du dich sonst fragen müsstest, ob es nicht vielleicht doch okay war, was ich getan habe, eigentlich sogar gut, ob es nicht, wenn man radikal ehrlich ist, das Sinnvollste, was ich mit meinen Talenten hätte anfangen können. Aber das passt nicht in die Geschichte. Das passt nicht zu dem, was diese Journalistin erzählen wollte. Geh und frag Nazanin Esfahani, ob sie nichts Eigenes zu erzählen hatte, und schau, wie sie dir etwas von der Wahrheit vorstammelt. Als hättest du, als hätte ich, als hätte irgendeine unserer Wahrheiten noch eine Rolle gespielt, sobald ihre Version der Geschichte einmal fertig und der Text einmal geschrieben war.“   „Die Dichterin“ war für mich ein absolutes Lese-Highlight, das mich mit einem ausdrucksstarken Schreibstil sowie dem gelungenen Aufbau sofort in den Bann gezogen hat.   Mein erstes Buch von Özge İnan hat mir Lust auf mehr gemacht.: Ihren Vorgängerroman werde ich zeitnah auch lesen und behalte die Autorin für ihre zukünftigen Neuerscheinungen definitiv im Blick.   5 Sterne und eine ganz klare Empfehlung!   Vielen Dank an den Piper Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

  • MarieOn

    5/5

    31.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Temporeich und klug

    Emma Rodenstock kommt von ganz unten. Sie erinnert sich gut an die Zeit, als sie an der Tafel anstand und ihrer Mutter ein paar geschenkte Lebensmittel in die Tasche schob. Jetzt hat sie geschafft, was kaum einer ihresgleichen erreicht hat. Sie ist ganz oben angekommen, tingelt durch die deutschen Talkshows und verkündet ihre Agenda über Armut, Chancenungleichheit, Klassismus und Privilegien. Sie beklagt das Sozialsystem, das sie für demokratiefeindlich hält. Ihr Angriff auf die wohlstandsverwöhnte Gesellschaft ist das, was gerade ankommt. Emma hat einen Gedichtband geschrieben und sie hat Charisma. Wenn sie über ihre Spandauer Kindheit spricht: In der Geburtslotterie hatte ich also zeitlich und räumlich null richtige. S. 18 kann sie sich einiger Lacher gewiss sein. Die Leute brauchen die Auflockerung, bevor es ernst wird: Die Erziehung meiner Mutter lässt sich auf zwei Ziele herunterbrechen: Den Vater von den Kindern und die Kinder von den Drogen fernhalten. S. 18 Räuspern, Schlucken, betretenes Schweigen. Sie kennt ihr Publikum. Nazanin träumt von einer Zukunft im Wirtschaftsressort. Sie ist Praktikantin in der großen Hauptstadtredaktion und volontiert im Kulturressort. Dann flüstert Tarek ihr zu, dass in diesem Jahr wegen Sparmaßnahmen keine Volontäre übernommen würden. Nazanin sieht ihren Traum platzen, sich wieder zu ihren Eltern nach Heidelberg ziehen. Sie braucht eine zündende Idee. Roya kündigt sich an, ihre Tochter am Wochenende zu besuchen. Nazanin geht mit ihr Sushi essen und danach zum Friseur. Während die Hairstylistin Roya eine undefinierbare Mischung auf den Ansatz streicht, blättert Roya in der neuen Brigitte: „Schau, da ist der neue Stern am Himmel, die Lyrikerin Emma Rodenstock.“ Nazanin liest den Artikel und schüttelt den Kopf. Zehn Minuten später fängt sie Feuer. Fazit: Die Journalistin, Juristin und Autorin Özge Inan („Natürlich kann man hier nicht leben“) verhandelt in ihrem zweiten Roman, den Aufstieg einer vermeintlich armen Lyrikerin aus der Unterschicht und einer ehrgeizigen angehenden Journalistin, die die große Story wittert. Als die Kontrahentinnen aufeinandertreffen, verfällt Nazanin Emmas Charme ebenso wie ihre Berufskollegen. Für eine Exklusivreportage führt sie Emma an die Orte ihrer Kindheit und Jugend und bemerkt einige Ungereimtheiten. Als sich dann eine junge Frau meldet, die die Gedichte tatsächlich geschrieben haben will, startet Nazanin eine Hexenjagd. Die Geschichte ist temporeich und intensiv. Irgendwann wird klar, dass die echte Lyrikerin ohne Ausstrahlung nie in den Genuss einer Veröffentlichung kommen konnte und die Fakelyrikerin aus gutem Hause nichts Brauchbares zu erzählen hatte. Im Grunde verleiht die Charismatische der Unscheinbaren eine Stimme und hält die Aufmerksamkeitsökonomie am Laufen, aber sie hat ein Tabu gebrochen und sich fremdes Gedankengut angeeignet. Die Konsequenz ist der öffentliche Aufschrei bis zum Canzeln des Verlags. Doch es bleibt spannend bis zum Ende. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Zwei privilegierte Frauen, die beide großes erreichen wollen, um ihr Ego zu streicheln. Eine temporeiche und kluge Veranstaltung, die mich bis zur letzten Seite gefesselt hat.

  • Bewertung

    5/5

    31.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolute Leseempfehlung

    Der Autorin ist eine fesselnde Geschichte gelungen. Die Protagonistinnen und ihre Konflikte tragen diese toll geschriebene Geschichte über große gesellschaftliche Probleme und ganz alltägliche Sorgen. Diese Themen verbindet die Autorin mühelos zu einem grandiosen Gesamtkunstwerk. Es gilt eine absolute Leseempfehlung!

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von L. Fritzsche

    L. Fritzsche

    Thalia Dresden – Schillerplatz

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Was für eine gigantische, kollektive Dummheit es ist, dass wir alle nach Berlin ziehen.“

    Özge İnan kann wunderbar mit Sprache umgehen! Der Roman beschäftigt sich mit großen Themen wie Herkunft, Armut und Identität. Ist es moralisch vertretbar jemandem eine Stimme zu geben, auch wenn diese Person gar nicht darum gebeten hat? Wie ist mit den Konsequenzen umzugehen? Doch auch die kleinen und großen Probleme des Alltags finden hier einen Platz. Die beiden Hauptprotagonistinnen sind so greifbar ausgearbeitet, dass es mir leicht fiel mich in diese hineinzuversetzen, zu begreifen aus welchem Antrieb heraus gehandelt wurde. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende begeistert.
  • Zum Bewerterprofil von Sophia

    Sophia

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    5/5

    12.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Unbedingt lesen!

    Özge Inan enttäuscht nie: Ihre scharfen Analysen sind nicht nur auf politischer Journalismus-Ebene relevant, sondern blitzen auch in ihren Romanen immer wieder auf. Die Metaebene, die nicht ausgesprochenen Dinge, die in der Stille verklingenden Dialoge sind das, was die eigentliche Wucht überbringt - und was Özge Inan zu einer brillanten Autorin macht. Unbedingt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Lou

    Lou

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    5/5

    13.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Klug, präzise und leicht erzählt über das Streben nach Wirksamkeit im Kulturbetrieb

    Özge Inan schreibt präzise und klug über den Kulturbetrieb, über Klasse. Aber sie lässt es nicht das Hauptthema sein, sondern Teil ihrer Erzählung, wodurch die Strukturen noch kräftiger hervortreten. Ich finde es auch überaus gelungen wie sie mit Sympathien spielt, wer gut und wer böse ist und wer am Ende als Gewinner*in aus der Handlung herausgeht. Tolle Geschichte über das Schreiben und Wirken mit dem Schreiben.

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