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Produktbild: Wo die Toten sprechen

Wo die Toten sprechen Roman - Nach 'Winterbergs letzte Reise' der neue große Roman des Kultschriftstellers.

1

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

6835

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3139 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641304607

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

6835

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3139 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641304607

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  • MarieOn

    4/5

    22.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Magischer Realismus

    Caspar schaute dem Zug nach, in dem Hanah saß. Sie wollten ein paar gemeinsame Tage in Venedig verbringen. Warum er nie etwas sage, wollte Hanah wissen, bevor sie endgültig im Zug verschwand. Darauf sagte er nichts. Er ging zurück ins Hotel am Canale Grande, checkte aus, nahm den Zug, stieg nach drei Bahnhöfen wieder aus, wechselte das Gleis und nahm den Zug zurück. Er checkte am Canale Grande wieder ein, betrat sein Zimmer, zog die Vorhänge zu, sich aus und legte sich in die Badewanne. Miss Detroit hatte ihren Vater beerdigt. In eine kleine Urne war er entschwunden, wie es sein Wunsch gewesen war. Jetzt steht sie in seiner Werkstatt direkt neben dem Friedhof, sie wird eine Fahrt mit dem weißen Saab, dem Sarg machen müssen. Sie wird einige Friedhöfe anfahren, dort übernachten und mit den Toten sprechen. Miss Detroit bindet ihre langen schwarzen Haare zu einem Zopf, kontrolliert ihre schwarz lackierten Fingernägel, zieht ihr weites schwarzes Kleid über und schlüpft in die schwarzen Doc Martens. Sie legt eine der Kassetten ihres Vaters ein, lauscht The Cures „Its Friday I´m in Love“ und braust los. Lorenzo ist klein, sein kompakter Körper mit Buchstaben übersät. Seit seinem Literaturstudium hat er sich zur Aufgabe gemacht, die Bücher all der toten Dichter zu lesen und dann aufzufressen. Ein Akt wider das Vergessen und eine Ehrenrettung vor den Kreuzspinnen, die dazu neigen, Bücher zu verbrennen. Fast das ganze Jahr über besucht er die toten Dichter, nächtigt auf deren Gräbern und unterhält sich mit ihnen und wenn er traurig oder freudig erregt ist, dann heult er wie ein Wolf. Wie im wirklichen Leben sind ihm einige Schreiber sympathischer als andere. Fazit: Der Schriftsteller, Dramatiker und Musiker Jaroslav Rudiš erzählt die Geschichte von drei (depressiven?) Persönlichkeiten, die sich zufällig auf einem Friedhof treffen und sich unvermeidlich zueinander hingezogen fühlen. In Miss Detroits Saab fahren sie durch Europa, hören die Indipendent-Kassetten von Miss Detroits Vater und philosophieren. Caspar betrauert seine Ehe, Miss Detroit ihren toten Vater und Lorenzo den Verlust seiner Oma, die im Böhmischen Paradies geblieben ist. Die Geschichte ist, durch die Stilrichtung magische Realität, einigermaßen verwirrend. Der Autor bringt verschiedene Themen ein. Die Dichter, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen, als wichtiges kulturelles Gut, ein paar Neonazis, ein bisschen Theresienstadt und drei überdurchschnittlich verrückte Hauptdarsteller. Und das ist auch schon mein Problem. Mein autistisches Gehirn versteht keinen magischen Realismus. Hier ist alles erlaubt, kann aus dem Hut gezaubert und durcheinandergerüttelt werden. Ich kann mich an nichts orientieren, was Struktur, Stringenz oder Wahrheitsgehalt angeht, da kann aber der Autor nichts dafür. Wenn ich einen roten Faden gefunden habe, dann beschreibt Jaroslav Rudiš am ehesten das Thema Freundschaft. Für alle, die Saša Stanišic lieben.

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    Alex Husnik

    Thalia Mayersche Lüdinghausen

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    4/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roadtrip auf Tschechisch

    Jaroslav Rudiš ist für mich einer der wichtigsten Autoren der Gegenwart, er verbindet auf einzigartige Weise moderne Erzählkunst mit der literarischen Tradition großer tschechischer Schriftsteller wie Hašek oder Hrabal. Auch „Wo die Toten sprechen“ hat all das, was mir an seinen vorigen Büchern von so gut gefiel: Schräge Figuren, magischer Realismus, europäische Geschichte, Morbidität, Witz und viel Bier. Wie in „Winterbergs letzte Reise“ fahren die Hauptfiguren durch Europa, hier allerdings besuchen sie Friedhöfe und übernachten an den Gräbern großer Literaten. So wird der Roman nebenbei zu einer kleinen Literaturgeschichte Mitteleuropas, was mir gut gefiel. Im Unterschied zu „Winterbergs letzte Reise“ erzählt Rudiš sehr reduziert und mithilfe vieler literarischer Stilmittel, was ich erst gewöhnungsbedürftig fand, weil ich wohl ein „Winterberg 2“ erwartet habe. Der Text gewinnt aber dadurch und wird durch seine frischen und schrägen Bilder zu einem literarischen Schmuckstück. Ich bin zwar ein Fan der kurzen Form, dennoch hätte ich mir hier manchmal mehr Fleisch in der sehr wohlschmeckenden Suppe gewünscht, was wohl auch daran liegt, dass ich von Rudiš’ Schreibkunst einfach nicht genug bekommen kann.

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