Eine Geschichte von Verlust, Mut und der ungebrochenen Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten."Manchmal fühle ich mich wie der einsamste Palästinenser auf der Welt."Hamza Abu Howidy erzählt uns vom Aufwachsen im Gaza der 2000er-Jahre, von seiner Familie, besonders seinem Vater, der ihm beim Muschelsammeln die großen Lektionen des Lebens beigebracht hat, aber auch von den blutigen Kämpfen zwischen Fatah und Hamas, direkt vor seiner Haustür, und wie sehr das Leben in Gaza von Terror geprägt war. Jahre später protestiert er gegen die Hamas und wird festgenommen, gefoltert und muss fliehen. Heute zählt er zu den wichtigsten politischen Stimmen aus der palästinensischen Exilgemeinde, dabei lässt er sich weder von pro-israelischer noch pro-palästinensischer Seite vereinnahmen.Ein sehr persönliches Hörbuch, das Hoffnung und Plädoyer zugleich für eine demokratische und friedliche Lösung des Nahostkonflikts ist.Mitautorin: Judith Popp.Das Hörbuch wird gelesen von Camill Jammal.
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theagri_liest
5/5
29.04.2026
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Eine Stimme für den Frieden
"Manche Menschen versteckten sich hinter der Religion um ihre Macht zu rechtfertigen."
In Anbetracht der ständigen Unruhen im nahen Osten, hat mich dieses Thema interessiert. Ich wollte etwas darüber hören, was die Menschen im Gaza Streifen erleben, wie sie die Kriege verkraften.
Zunächst wird mit dem geschichtlichen Zusammenhang an die Kriege 2007 erinnert. Der Ich-Erzähler berichtet, wie er als 10jähriger diesen Krieg erlebte, was er sah und fühlte. Er lebt im schönsten Teil, an der Küste in Gaza. Hier fanden die schönsten Feste statt. Doch jetzt erlebt er echte Schüsse und sieht Grausamkeiten der Hamas, sieht, was nie ein Kind sehen sollte. Ein Massaker auf offener Straße. Er versucht zu verstehen und dem Zuhörer zu erklären, was da politisch und menschlich geschah.
Heute ist er erwachsen und lebt geduldet in Deutschland. Hier ist er als Friedensaktivist tätig. Er kritisiert die Hamas und israelische Regierung und steht für den Frieden ein. Weiterhin erzählt er uns, wie es dazu kam. Er erzählt von Kindheit, Schule und Studium, von seiner Suche nach religiösen Antworten, die er nicht findet. Er erzählt von seinen Fragen und der Hoffnung, dass Andersdenkende in Palästina akzeptiert werden. Er wird Teil der Protestdemonstrationen und erlebt schlimmes durch die Hamas, bis er fliehen kann und in Deutschland Asyl findet.
Voll Mitgefühl und Spannung bin ich den Ereignissen im Leben des Autors gefolgt. Es hat mir viele Zusammenhänge aufgezeigt, über die ich bisher nichts wusste und nicht nachdachte. Den Einsatz für den Frieden und den Mut mit seinen Worten darauf aufmerksam zu machen, gebührt alle Anerkennung. Möge Hamza Abu Howidy mit seinem Buch viele erreichen, mutig weiter für den Frieden sprechen und in Frieden leben. Und möge es bald Frieden werden - überall auf der Welt.
Ein Buch, das Hoffnung aufscheinen lässt. Das zeigt, dass es sich lohnt für das Menschsein zu kämpfen. "Menschenleben ist wichtiger als Konflikt."
Ein sehr gutes, informatives Buch, flüssig und empathisch von Camill Jammal gelesen. HÖRENSWERT
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aus Münster
5/5
26.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Beeindruckende und wichtige Stimme, emphathisch und menschlich
'Für die Opfer des 7. Oktober und des Krieges in Gaza.'
Die Widmung, die Hamza Abu Howidy seinen Erinnerungen voranstellt, ist für mich die Essenz dessen, was dieses Buch und sein Autor im Kern vereint: die Gemeinsamkeit des Leids aller im Nahostkonflikt, kein Richtig und Falsch. Und, versteckt, der Wunsch, die Hoffnung auf eine friedliche Lösung.
Hamza wird in Gaza geboren. Seine Kindheit und Jugend ist geprägt von ständigen Konflikten und Angst, von außen aber auch früh schon in seinem Inneren. Da ist der über Generationen getragene Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, die Indoktrination in der Schule, die allgegenwärtige Macht der Hamas. Und da ist ein Jugendlicher, der Religion, Fanatismus und den Terror der Hamas gegen das eigene Volk in Frage stellt. Seine Teilnahme an den 'Wir-wollen-leben'-Protesten ist es dann auch, die ihn in die Foltergefängnisse der Hamas führt, denn 'Die Hamas verstand sehr gut, dass Ideen gefährlicher sein können als Waffen.'
Er entkommt der Folter, seine innere Haltung bleibt. Und so gibt es für ihn nur einen Ausweg: die Flucht nach Europa. Wo er heute, in Deutschland, als wichtige Stimme hin zu einer friedlichen Lösung im Nahost-Konflikt gilt.
Hamza Abu Howidys Erinnerungen sind eindringlich, authentisch, reflektiert. Hier spricht ein Mensch, der verstehen will und sich gleichzeitig an Erklärungen versucht. Der Einfluss vergangener Vertreibungen und Kriege auf die Menschen und ihr politisches Denken. Das Terrorregime der Hamas, das der Politik und Zivilbevölkerung mit wahlweise Korruption, Reichtum oder Druck und weitaus Schlimmerem drohte. Die Antworten Israels auf Terrorakte durch die Hamas.
Schon früh sucht Hamza den Dialog, will zuhören und verstehen, auch wenn dies in Gaza seinen Tod bedeuten könnte. 'Zum ersten Mal hörte ich, wie ein Israeli die Geschichte meiner Familie bestätigte und gleichzeitig seine Sichtweise erklärte.' (…) 'Denn damit gab er mir das Gefühl, in unserem Dialog wirklich respektiert zu werden.'
Und diese bewusste Auseinandersetzung auf einer gemeinsamen Ebene, versöhnlich, friedlich, das Leid aller anerkennend, das ist es, was den Autor bis heute prägt, damals in Gaza ebenso wie auf seiner Flucht nach Europa und seinem Ankommen in Deutschland. Mehr noch und ganz besonders seit dem 7. Oktober. Und in genau diesem Kontext lässt sich auch sein Buch lesen: als ein Dialog zwischen Autor und Lesenden, der einem komplexen und schier unlösbaren Konflikt mit kleinen Schritten von Einsicht, Perspektivwechsel und, ja, Empathie begegnet.
'es ist schwierig, zu differenzieren, wenn man so direkt leidet. Doch ich lernte die andere Seite kennen. Und damit veränderte sich vieles bei mir.'
Dieses Buch ist weit mehr als eine einfache Biographie. Es lässt dich Teilhaben an den Folgen von Folter und Unterdrückung; an der Angst, die Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat führt; an den inneren Konflikten, die in diesem Kontext toben. Es ist ein Buch, ein Plädoyer, für Verständnis und Dialog, für Menschlichkeit und Empathie und ein wichtiger Appel, dass Lösungen nie in einem schwarz-weiß-Denken zu finden sind.
Bewertung
5/5
14.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unbedingt lesen
Ein äusserst gut geschriebenes Buch, informativ und ausgeglichen im Urteil. Manchmal schwer erträglich. Persönlich und politisch im besten Sinn. Rührend und tragisch. Grosse Leistung des jungen Autors HAMSA ABU HOWDY.
Bewertung
5/5
26.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine wichtige Stimme
Ein sehr gutes, informatives Buch. Hamza Abu Howidy ist eine der authentischsten Stimmen für Frieden im Nahost-Konflikt. Ich hoffe viele Leute, die sich von diesem Thema emotionalisieren lassen, ohne wirklich die historischen und politischen Fakten der Region kennen, greifen nach diesem Buch.
Bewertung
aus Linz
5/5
25.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr lesenswert
Hamza Abu Howidy beschreibt seine Kindheit und Jugend in Gaza unter der diktatorischen Regierung der islamistischen Terrororganisation Hamas, seine Flucht und seinen Neubeginn in Deutschland. Reflektiert, intelligent und mit einer großen Friedenssehnsucht im Herzen erzählt er über das Finden seines persönlichen Weges. Selten habe ich ein Buch gelesen, das derart am Puls der Zeit ist. Ich bin sehr beeindruckt!
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5/5
22.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was es bedeutet in Gaza aufzuwachsen
Abu Howidy nimmt uns mit in sein Aufwachsen im Gaza der 2000er Jahre – in die alltägliche Angst, die Kämpfe zwischen Fatah und Hamas, die Festnahme und Folter, die Flucht. Aber er tut das ohne Sentimentalität. Seine Sprache ist präzise, manchmal zart, manchmal wütend, immer ehrlich. Im Kern steht die Frage: Wie bewahrt man Menschlichkeit und Hoffnung in einer Welt, die beides zu zerstören versucht?
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5/5
07.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der beste Platz liegt zwischen den Stühlen.
Dass der beste Platz manchmal genau zwischen den Stühlen liegt, weiß Hamza Abu Howidy. Geflohen ist er vor dem Terror der Hamas, entkommen ist er dem Krieg und der Zerstörung, die das israelische Militär über Gaza brachte. Und trotzdem hat er eines nie verloren: den Glauben daran, dass Frieden möglich ist. In diesem Glauben entstand ein bewegendes und hartes Buch über das Aufwachsen in Gaza - und das Weggehen von dort. Eine große Empfehlung für all jene, die keine einseitigen Schuldzuweisungen suchen.
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5/5
21.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine unglaublich tragische und erschütternde Lebensgeschichte.
Hamza hat sehr berührend sein Leben aufgeschrieben. Er erzählt vom aufwachsen in Gaza, der Radikalisierung durch die Hamas, vom Glauben des Islams, von seinem Bildungsweg. Hamza erklärt wie es für ihn war als Palästinenser Israel zu verstehen zu versuchen und die Hamas zu kritisieren. Wir erfahren von geheimen Tunneln under Gaza, Folter durch die Polizei und wir er schlussendlich flüchtete und alles was er liebte zurücklassen musste. Ein wichtiger Zeugenbericht. über den Palästina/Isreal Krieg und was er den Menschen die ihn erleben kostet.
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5/5
17.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
So einfach ist es nicht
Auf dieses Buch bin ich durch ein Interview mit Hamsa Abu-Howidy gestoßen. Er wuchs in Gaza auf und berichtet hier aus eigenem Erleben. Krieg kennt er seit 2007, damals noch als Kind. Weil er wegen seiner Haltung in ernsthafte Schwierigkeiten geriet und um sein Leben bangen musste, hat er seine Heimat kurz vor dem 7. Oktober 2023 verlassen. Heute lebt er in Deutschland mit geduldetem Status. In "Muscheln am Strand von Gaza“ schreibt er über seine Familie, seinen Weg und auch darüber, dass er sich vom islamischen Glauben abgewandt hat. Er wurde verhaftet und von Hamas-Schergen gefoltert - das liest sich nicht nebenbei. Mich hat vor allem beschäftigt, wie klar er beschreibt, was es bedeutet, sich gegen Erwartungen und das eigene Umfeld zu stellen und was das konkret nach sich zieht. Was bei mir hängen geblieben ist: Er versucht nicht, es sich oder anderen leicht zu machen und benennt die Dinge sachlich. Beim Lesen habe ich mehr als einmal gemerkt, wie schnell man selbst zu oberflächlicher Betrachtung neigt. Das funktioniert hier nicht. Das Buch ist informativ und bewegend, aber vor allem lässt es einen mit Fragen zurück, auf die es keine einfachen Antworten gibt.
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