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Produktbild: Die Lücken

Die Lücken Roman | Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2026

25

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

50

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Dateigröße

3796 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462311686

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
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  • ARIA-Rollen vorhanden
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  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

50

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Dateigröße

3796 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462311686

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  • Bewertung

    5/5

    22.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein absolut wichtiges und relevantes Buch!

    Über fast ein Jahrhundert spannt Shida Bazyar ihren Roman "Die Lücken". Er spielt im fiktiven Dorf Heimesbach im Hunsrück und ist an den Geburtsort der Autorin Hermeskeil angelehnt. Wir lesen die Geschichte von Johanna aus dem Jahr 1920, einer eifrigen Schülerin und ihrer besten Freundin Lore sowie ihrer Schwester Anni. Einst als Kinder eng verbunden, trennt sie die Rassenideologie der Nazis. Hat die jüdische Johanna den beiden Schwestern nicht schon immer Böses gewollt, hat sie Anni nicht den Ehemann ausgeredet? Die Freundin fehlt, aber das können die beiden nicht zugeben. Das was alle sagen, muss stimmen. Mit Juden gibt man sich nicht ab. Oder wie ist es mit Resi, die im jüdischen Kaufhaus Lichter gelernt hat und sich mit Friederike Lichter angefreundet hat. Sie wollte nicht mehr dort arbeiten, weil sie sich vor ihren Freunden schämte. Als Grund für ihre Kündigung hat sie ihre Eltern vorgeschoben. Und sie stand dabei, als ihre Freunde den Laden mit Steinen beworfen und geplündert haben. "Es sind drei Läden, in denen man wütend kann, man wünscht sich, es wären mehr. Die Einwohner versammeln sich und schauen den anderen Einwohnern zu, bevor sie mitmachen oder nachdem sie mitgemacht haben, manche machen auch nicht mit und schauen trotzdem zu, aus den Fenstern hört man die Schreie der Frauen." S. 282. Als ältere Frau zieht sie in den obersten Stock des neu aufgebauten Kaufhuses. Die Gedanken an ihren ehemaligen jüdischen Chef Ludwig wird sie nicht mehr los, lauter ungewollte Erinnerungen. Oder Peter Völker, einer, der anpackt. Früher ein NS-Profiteur, der Wind hat sich gedreht, jetzt hilft er Flüchtlingen. Schließlich hat er auch die Dorfchronik geschrieben und die NSDAP-Zeit und die Reichskristallnacht auf zwei Seiten aufgearbeitet. Durch Weglassen und Lügen war auch dieses Kapitel der Geschichte nicht so dramatisch. Und da sind noch zwei iranische Familien, die Sicherheit für sich und ihre Familien in Deutschland suchen und doch keine finden. Die Bilder von Hinrichtungen ihrer Verwandten im Heimatland gehen nicht aus ihrem Kopf. Die Sprache, die Menschen, die Traditionen in Deutschland sind fremd, sie vermissen ihre Eltern und die Heimat und wissen nicht, was die Heimesbacher von ihnen halten. Meinung: Shida Bazyar ist ein Jahrhundertwerk gelungen. Das Buch ist unbequem, fordernd und anstrengend. Und es ist unglaublich beeindruckend und relevant! Die Autorin springt in den Zeitebenen. Menschen aus den 1930ern, treffen wir in den 1990ern wieder. Dieses Buch und der fiktive Ort Heimesbach werden mich noch lange beschäftigen. Die Einzelschicksale der jüdischen Menschen gehen unter die Haut, die Grausamkeiten der Heimesbacher während der NS-Zeit erschüttern. Und der schmierige Pragmatismus, der ehemaligen NS-Vorderen, die einfach weiter machen und nach vorne schauen, wieder aufbauen, ohne dem alten Gedankengut abzuschwören. Der Wind dreht sich, sie drehen sich mit. Und was gewesen ist, ist vorbei. Das ist erschreckend, obwohl wir es doch wissen. Wir müssen nur hinsehen und die Lücken schließen, Heimesbach war und ist doch überall! Eine absolute Leseempfehlung für ein unglaublich wichtiges Buch!

  • Bewertung

    5/5

    19.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    Bemerkenswert und lesenswert

    Shida Bazyar breitet ein Mosaik an Figuren mit ihren Motiven, Gedanken und Handlungen in einem Dorf rund um die NS-Zeit in Gegenwart und Vergangenheit aus. So schafft die eindrücklich und bemerkenswert wie vielseitig und vielschichtig Täter*innenschaft und Mitläufern*innenschaft sich bis in die Gegenwart ziehen.

  • Bewertung

    5/5

    28.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Hervorragende Gesellschaftsanalyse

    Was wir uns nicht eingestehen wollen und was wir vielleicht nicht verstehen und nicht richtig reflektieren... Das Buch ist ein Hammer und ein Aufmerksamkeits-Spot zugleich. Ich wünsche ihm den Deutschen Buchpreis.

  • zeilen_echo

    5/5

    01.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Deutsche Geschichte, die nicht einfach Vergangenheit wird

    „Die Lücken“ ist für mich ein sehr heißer Anwärter auf den Deutschen Buchpreis. Selten habe ich einen Roman gelesen, der sprachlich so präzise ist und gleichzeitig derart viele historische und gesellschaftliche Zusammenhänge miteinander verknüpft. Shida Bazyar schafft es, komplexe Sachverhalte in wenigen Sätzen auf ihre Essenz herunterzubrechen. Dabei erzählt sie nicht einfach von einem kleinen Ort im Hunsrück, sondern legt anhand dieses Ortes Strukturen frei, die weit über ihn hinausreichen. Mich hat beeindruckt, wie deutlich der Roman zeigt, dass die Zeit des Nationalsozialismus keineswegs abgeschlossen hinter uns liegt. Ihre Spuren sind überall vorhanden, manchmal sichtbar, viel häufiger jedoch so sehr in den Alltag integriert, dass sie kaum noch wahrgenommen werden. Ein ehemaliger jüdischer Friedhof wird zur unscheinbaren Wiese, irgendwo in einem alten Schrank hängt noch eine Wehrmachtsuniform und in den Köpfen leben Vorstellungen weiter, deren Herkunft kaum noch hinterfragt wird. Gerade diese vermeintlich kleinen Beobachtungen fand ich enorm wirkungsvoll. Bazyar macht deutlich, wie sich Denkweisen über Generationen fortsetzen und wie eng historische nationalsozialistische Vorstellungen mit Rassismus und Ausgrenzung in der Gegenwart verbunden sind. Sprachlich ist der Roman für mich herausragend - gleichzeitig aber auch alles andere als leicht zu lesen. Die Handlung verläuft nicht linear, es gibt zahlreiche Zeitsprünge und eine große Anzahl an Figuren. Immer wieder musste ich überlegen, ob mir ein Name bereits begegnet war und in welchem Zusammenhang. Eine Übersicht über die Familien und ihre Beziehungen hätte mir beim Lesen durchaus geholfen. Allerdings, fand ich, liegt genau darin auch eine der großen Stärken des Romans. Erst nach und nach erkennt man Verbindungen zwischen Figuren, deren Geschichten zunächst völlig unabhängig voneinander erscheinen. Manchmal genügt ein Nachname, der erst viel später genannt wird, und plötzlich fügen sich zwei zuvor getrennte Erzählstränge zusammen. Diese Momente haben mein Verständnis einzelner Figuren mehrfach vollkommen verändert. Das macht die Lektüre anspruchsvoll, aber gleichzeitig auch so unglaublich spannend. Interessanterweise blieben mir vor allem die Figuren im Gedächtnis, zu denen ich eine emotionale Verbindung aufbauen konnte. Viele der Menschen, die vom Nationalsozialismus profitierten, mitmachten oder später ihre eigene Rolle kleinredeten, verschwammen für mich dagegen zunehmend miteinander. Was für mich anfangs das Lesen und Verstehen schwierig machte, erschien mir im Laufe des Romans aber sogar sehr passend. Es waren ab einem bestimmten Zeitpunkt eben nicht mehr die Nachbarn XY, sondern ein einziger, wütender Mob in dem jede Individualität unerwünscht war. „Die Lücken“ ist kein Roman, den man nebenbei liest. Er fordert Konzentration und verlangt seinen Leser*innen einiges ab. Dafür bekommt man aber ein sprachlich beeindruckendes und gesellschaftlich relevantes Buch, das zeigt, wie Vergangenheit in Familien, Orten und Denkweisen weiterlebt. Gerade weil es dabei keine einfachen Antworten liefert, hat es mich nachhaltig beschäftigt. Meine Empfehlung geht an alle, die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur mögen und bereit sind, sich auf eine komplexe Erzählstruktur einzulassen. Für mich ist „Die Lücken“ ein außergewöhnlicher Roman, der deutsche Geschichte nicht als etwas Abgeschlossenes betrachtet, sondern danach fragt, wo sie bis heute weiterwirkt. Ein forderndes, kluges und für mich äußerst eindrucksvolles Buch.

  • Bewertung

    4/5

    28.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    Spannende Zeitreise

    Shida Bazyar schreibt sehr einfühlsam und nimmt einem mit auf eine Zeitreise. Ihre Erzählung verwebt verschiedene Zeiträume und Charaktere in einander. Spannend zu lesen und in die Geschichte einzutauchen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (25)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Elisa Danisch

    Elisa Danisch

    Mayersche Aachen

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    Deutsche Geschichte im kleinsten gemeinsamen Nenner

    Eine unbenannte Erzählstimme führt durch knapp 100 Jahre Dorfgeschichte des unscheinbaren Ortes Heimesbach. Dabei werden Themen wie Gastarbeiter, Migration, Anderssein und das Leben im Nazi-Deutschland aufgegriffen und anhand der Dorfbewohner*innen aufgezeigt. So folgen wir den Schulfreundinnen Johanna und Lore in den 1920ern, als sich die NSDAP in Deutschland ausbreitet, Parvaneh und ihrer Familie in den 90ern, die sich Mühe geben, sich an das neue Land anzupassen, zwei Entrümpelern, die ständig auf Überbleibsel des zweiten Weltkriegs stoßen, drei jüdischen Männern, die eine Gedenktafel für die Vertriebenen errichten lassen... Ein wahnsinnig faszinierendes Buch, das vignettenhaft die Geschichten zahlreicher Menschen erzählt, deren Leben auf verschiedenste Weisen miteinander verwoben und verbunden sind. Dabei tritt auch das Dorf selbst als eigene Figur in den Vordergrund. Eine eher langsame Leseerfahrung, weil man zwischendurch innehalten und den Emotionen nachspüren möchte, die Shida Bazyar in poetischem, flüssigem Schreibstil aufs Papier gebracht hat. Ein ruhiges und doch machtvolles Buch.
  • Zum Bewerterprofil von V. Schreiner

    V. Schreiner

    Thalia Darmstadt – Boulevard

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hallo Lu, ...

    "Die Lücken" hat mich sprachlos zurückgelassen. Heimesbach im Hunsrück ist ein Ort wie jeder andere auch. Man hätte hier wirklich jede x-beliebige Kleinstadt benennen können, das Ende wäre vermutlich gleich geblieben. Sprachlich wie inhaltlich ist dieses Buch eine Wucht. Shida Bazyar holt einen von der ersten Seite an ab und lässt einem keine andere Möglichkeit, als dieses Buch zu verschlingen. Am Ende der Geschichte fragt man sich: "Wie viele Dörfer/Städte/Gemeinschaften soll Heimesbach denn eigentlich repräsentieren?" Und das Erschreckende daran ist: Es sind viele. Ich denke, dass "die Lücken" zurecht Buch des Jahres geworden ist. Denn leider ist es so, dass die Vergangenheit dieses Landes trotz allem oft nicht ernst genommen oder in Vergessenheit gerückt wird. Und gerade Literatur wie diese zeigt uns, wie wichtig es ist, immer und immer wieder aufzuklären.
  • Zum Bewerterprofil von A. Gerbaulet

    A. Gerbaulet

    Thalia Frankfurt

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was bedeutet Heimat?

    Nachdem Shida Bazyar 2021 schon einmal "nur" auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand, war sie bei der Lesung und Signierstunde in der Wiesbadener Villa Clementine am Vorabend zur Bekanntgabe der Shortlist 2026 verhalten. Ihr außerordentliches Talent nutzt sie für ein multiperspektivisches Mosaik dreier Handlungsstränge, die alle in dem fiktiven Dorf Heimesbach spielen: es geht um die Vertreibung und das Auslöschen der jüdischen Bevölkerung während des Nationalsozialismus, die Ankunft von Vertriebenen in der Nachkriegszeit sowie zwei Flüchtlingsfamilien aus dem Iran. Als verbindendes Element tritt wiederholt ein personal erzählender "Geist" auf. Nicht nur wegen der bewegenden Schicksale der Romanfiguren, sondern aufgrund der literarischen Qualität empfiehlt sich das Buch für erfahrene Leserinnen und Leser. Shida Bazyar fand den Anstoß für dieses Buch dank des Hobbyhistorikers Heinz Ganz-Ohlig und eines SRF Interviews mit Heinz Kahn, dem einzigen jüdischen Überlebenden aus Bazyars Heimatdorf Hermeskeil, der später einen maßgeblichen Beitrag für den Wiederaufbau der jüdischen Gemeinden in Trier und Koblenz leistete. Heimat sei für sie ein problematischer Begriff, aber gemäß ihrer Defintion als Ort, für den man bereit ist Verantwortung zu übernehmen, leistet sie einen wertvollen Beitrag zur Erinnerungskultur.
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    Geschichte und Gegenwart verschmelzen

    Eine verstorbene Seele nimmt den Leser an die Hand und zeigt ihm, durch fast ein Jahrhundert hindurch, das Leben der Bewohner in der Kleinstadt Heimesbach im Hunsrück (es könnte jede deutsche Kleinstadt sein). Es ist eine Zeitreise hin und her zwischen den Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Man schaut in das Leben von Menschen, einsamen, glücklichen, misstrauischen, angstvollen Menschen. Menschen, die plötzlich nicht mehr erwünscht sind und Hals über Kopf ihr Haus verlassen müssen, Menschen, die hoffen, nach langer Flucht in Heimesbach ein neues, friedliches Zuhause zu finden. Bazyar findet für dieses Flechtwerk, dieses zeitliche und menschliche Mosaik eine Sprache, in die man sich, zugegeben, erst einlesen muss, die den Leser aber dann ganz tief eintauchen lässt, ganz nah an die von ihr geschilderten Personen im Guten wie im Schlechten heranlässt, keinen Abstand mehr spüren läßt. Das geht unter die Haut und hallt lange nach. Keine leichte Kost aber ein Roman, der es absolut wert ist, sich auf ihn einzulassen!
  • Zum Bewerterprofil von A. Scheve

    A. Scheve

    Thalia Poertgen-Herder

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unbedingt lesen!

    Shida Bazyar schreibt mit einer unglaublichen Erzählkraft und hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Reise der Erzählerin durch die Zeit und ihre Beobachtungen haben mich tief berührt. Ganz zu Recht ist dieser Roman mit dem Deutschen Buchpreis geehrt worden!

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