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Sie kam aus Mariupol Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik 2017 und dem August-Graf-von-Platen-Preis 2017

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

123554

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.02.2017

Abbildungen

mit 7 schwarzweissen Fotos

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/3,1 cm

Gewicht

445 g

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004507686

Beschreibung

Rezension

Ein großer und wichtiger Text über das Vergessen. (…) Seinen Höhepunkt hat dieses hochspannende, glänzend geschriebene, den Rahmen einer Suche nach den eigenen Wurzeln weit überschreitende Buch in den Passagen, die das Leben der vierköpfigen Familie in den ersten zehn Jahren nach Kriegsende beschreiben. ("literaturkritik.de")
Natascha Wodin hat ein großartiges Buch gegen das Schweigen verfasst. Das ist lebendige, anschauliche, fragende, verzweifelte, rührende Geschichtsschreibung. Auch Trauerarbeit natürlich. Ein ergreifendes Buch, das persönlich gehaltene Dokument einer Spurensuche. ("Bayern 2")
Die Geschichte der Recherche selbst liest sich wie ein spannendes Abenteuer. Lakonisch, klar, nüchtern und vollkommen unpathetisch führt Natascha Wodin den Leser durch die Verästelungen ihrer Familienforschung. Sie macht keine großen Worte. Sie lässt die Dinge für sich selbst sprechen. Eine kühle Sprödigkeit, mit der Wodin jede Emotionalität zügelt, wird als Markenzeichen dieses außerordentlichen Prosa-Werks erkennbar. ("RBB Kulturradio")
Weil Wodin sich Raum nimmt für Momente, die schräg stehen zu allen historischen Ereignissen, die sonderbar wirken, weil Menschen selbst in den schrecklichsten Situationen manchmal etwas Schönes tun und erst diese Ungereimtheit ein tieferes Verständnis vermittelt, wie es ihnen ergangen sein muss, weil die Schriftstellerin diese Möglichkeit der Literatur voll ausschöpft, ist ihr ein großes Buch gelungen. ("LiteraturSPIEGEL")
Wodins Recherche ähnelt einem Thriller. Die ungeheure Spannung, die sich darin von der ersten bis zur letzten Zeile aufbaut, bringt einen innerlich zum Beben. Mit einer Sprachkraft, die häufig den Atem raubt, saugt die Autorin den Leser in die düstere Geschichte ihrer zerstörten Familie hinein. Die beklemmenden Bilder ihrer suggestiven Prosa sind einzigartig. ("Freie Presse")
Eine ganz unwahrscheinliche Entdeckungsreise (…) Immer erreicht Natascha Wodin eine große sprachliche Dichte.' ("taz")
So vieles ist bekannt über das schreckliche 20. Jahrhundert, über die Vernichtung der Juden, die Gräuel der Kriege, über Verrat, der Familien zerriss. Und es sind die Bücher von Imre Kertész und Primo Levi, von Daniil Granin und Anatoli Rybakow, Jürgen Fuchs und Erich Loest, die halfen, einzelne Kapitel nicht nur faktisch zu begreifen, sondern auch emotional zu verstehen. Nun kann man ein weiteres in diese Bibliothek einreihen. Natascha Wodin wirft einen Lichtstrahl auf das Leid ihrer Mutter und erhellt das Schicksal Hunderttausender. ("Frankfurter Rundschau")
Die Dimension der Zwangsarbeiterlager in Deutschland (…) diese Geschichte bringt Natascha Wodin uns nahe, ohne uns geschichtlich belehren zu wollen, (…) und das ist am Ende in jeder Hinsicht, auch in einer intellektuell-historischen, wirklich ergreifend. (…) das kann man als Resümee auch noch unter vielen anderen Verdiensten dieses Buches festhalten, dass es ein Licht auf etwas wirft, von dem wir viel zu wenig wissen. ("3Sat "Kulturzeit"")
Familiengeschichte als Jahrhundertpanorama: (...) ein außerordentliches Werk. ("Der Tagesspiegel")
Eine dramatischer kaum vorstellbare Familiengeschichte in Zeiten von Revolution, Hunger, Weltkrieg, Bürgerkrieg und Gulag. (...) Natascha Wodin könnte gelingen, was den Historikern nicht zu gelingen scheint: die Geschichte der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu verankern. ("Deutschlandfunk")

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Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

123554

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.02.2017

Abbildungen

mit 7 schwarzweissen Fotos

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/3,1 cm

Gewicht

445 g

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004507686

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
Deutschland
Email: info@rowohlt.de
Url: www.rowohlt.de
Telephone: +49 40 72720
Fax: +49 40 7272342

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  • Stephan Haux

    aus Speyer

    5/5

    19.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein tolles Buch in einer schwierigen Zeit

    mit diesem Buch hat Natascha Wodin einen beeindruckenden Roman über einen jungen Ukrainerin aus der Hafenstadt Mariupol geschrieben und deren Leben in ihrer neuen Heimat in Berlin. Das Buch ist an allen Stellen spannend zu lesen und die Autorin nimmt einen durch die vielfachen Höhen und Tiefen ihrer Protagonistin in der Spreemetropole mit, nicht ohne immer wieder spannende Retrospektiven der Protagonistin auf ihrer Heimat zu verschweigen.

  • Bewertung

    5/5

    03.09.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Ein wunderbares und v. a. sehr wichtiges Buch

    Eine Schriftstellerin auf der Spurensuche, v. a. ihrer Mutter aus der Ukraine. Zuerst wird (etwas zu ausführlich?) der Stammbaum mit seinen ganz besonderen Ästen und Wurzeln ausgerollt. Danach wird das Leben der früh verheirateten Mutter und ihres Mannes als Fremdarbeiterpaar im Krieg unter unmenschlichen Verhältnissen in Nazideutschland (eine weitgehend vergessene Situation!) geschildert. Schliesslich werden die frühen Nachkriegsjahre zusammen mit ihren zwei Töchtern literarisch sehr gut ausgeführt – bis zum traurigen Suizid der Mutter.

  • Bewertung

    aus Straßwalchen

    5/5

    22.04.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Irgendwo in diesem Dunkel

    Ein spannendes und zugleich wunderbar geschriebenes Buch , das ich jedem empfehlen kann der außergewöhnliches Lesen möchte !! Eine geniale und mitreißende Schreibweise zeichnet dieses Buch und seine Autorin aus . Auch die Geschichte an sich ist außerordentlich berührend!!

  • Aischa

    aus Kissing

    2/5

    31.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Zu viel Ballast

    "Mein Leben lang hatte ich mich benachteiligt gefühlt, weil ich keine Familie hatte, aber das war nur deshalb so gewesen, weil ich nicht gewusst hatte, dass ich ein glücklicher Mensch war ohne diesen ganzen Ballast." So lautet eine Selbsterkenntnis der Autorin in ihrem neuesten Werk. Natascha Wodin, 1945 in Fürth als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter geboren, erzählt in „Sie kam aus Mariupol“ die bewegende und tragische Geschichte ihrer Familie. Das Buch ist eine Mischung aus autobiografischem Roman und detaillierter genealogischer Recherche. Trotz des bedeutsamen Themas hinterlässt die Lektüre jedoch einen insgesamt enttäuschenden Eindruck, auch für die Leserschaft ist reichlich Ballast zwischen den beiden Buchdeckeln enthalten. Der erste Teil des Buches widmet sich minutiös der Ahnenforschung der Autorin. Diese Abschnitte sind oft langweilig und verwirrend, insbesondere aufgrund der zahlreichen russischen Namen. Ein Stammbaum hätte hier wesentlich zur Orientierung beigetragen und geholfen, die komplexen familiären Verbindungen besser zu verstehen. Die detaillierte, immer wieder sprunghaft erzählte Familiengeschichte bremst den Lesefluss und erschwert das Eintauchen in die Erzählung. Der zweite Teil des Buches befasst sich mit der Geschichte Russlands und der Sowjetunion, einschließlich der Revolution, dem Ende des Zarenreichs, Enteignungen, Zwangsarbeit und Umsiedlungen. Auch hier bleibt die Erzählung oft schwer verständlich, insbesondere ohne umfangreiches historisches Hintergrundwissen. Die Vielzahl an Ereignissen und Personen tragen zur Komplexität bei und machen es schwierig, der Geschichte gut folgen zu können. Im dritten Teil wird die Story persönlicher und fokussiert sich auf Wodins Kindheit und Jugend in Deutschland sowie auf den frühen Selbstmord ihrer Mutter, als die Autorin erst elf Jahre alt war. Diese Passagen sind emotionaler und bieten einen tieferen Einblick in die persönlichen Tragödien der Familie. Doch auch hier bleibt die Lektüre herausfordernd. Die Autorin beschreibt detailliert Familienfotos, die nur teilweise und oft an völlig anderer Stelle im Text abgebildet sind, was es schwer macht, sich zurecht zu finden. Zudem sind viele Passagen von Vermutungen geprägt und in einem langatmigen, anklagenden Ton gehalten, was das Lesen für mich zusätzlich erschwert hat. Die Geschichte von Natascha Wodins Familie ist zweifellos erschütternd und bedauernswert. Sie wurde sowohl durch die Weltpolitik als auch durch persönliche Umstände schwer gezeichnet. Doch die literarische Umsetzung dieses harten Schicksals in eine gut lesbare und fesselnde Erzählung ist nur teilweise gelungen. Das Buch fordert von Leserinnen und Lesern viel Geduld und Ausdauer, und trotz der bedeutenden Thematik bleibt der Gesamteindruck zwiespältig. Fazit: „Sie kam aus Mariupol“ bietet einen wichtigen und bewegenden Einblick in die Geschichte einer Familie, die durch die politischen und sozialen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts tief geprägt wurde. Leider leidet die Lektüre unter einer übermäßigen Detailverliebtheit und einer komplexen Erzählweise, die es schwierig machen, sich in die Geschichte hineinzufinden. Die literarische Umsetzung, dieses harte Los in gute Literatur zu fassen ist nur teils gelungen.

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    Elke Meißner

    Thalia Leipzig

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    5/5

    15.09.2017

    Hörbuch (CD)

    fremd und heimatlos

    Ich kann Ihnen nur empfehlen, dieses Buch zu lesen oder eben diesem von Dagmar Manzel so beeindruckend eingelesenem Hörbuch zu lauschen. Vielleicht ganz still sitzend und manchmal den Kopf schüttelnd - aber nichts ist erfunden, alles wurde erlebt... So holt Natascha Wodin ihre viel zu früh verstorbene Mutter zurück, und lässt uns als Hörer oder Leser an ihrer unfassbaren Geschichte teilhaben - großartige Literatur.

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