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Thomas Mann Ein Leben | Nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2026 | »Lest dieses Buch!« Daniel Kehlmann

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Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Heiko Grauel + weitere

Spieldauer

15 Stunden und 30 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

01.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

53

Verlag

dtv

Sprache

Deutsch

EAN

9783423390187

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Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

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15 Stunden und 30 Minuten

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Erscheinungsdatum

01.07.2026

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9783423390187

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Der Leidende

Bewertung aus Buchen am 02.05.2026

Bewertungsnummer: 3126149

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt schon viele Thomas Mann-Biographien. Doch Tilmann Lahmes Buch zeichnet sich durch dessen guten Stil aus. Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen. Als zentrales Element dient Lahme die Homosexualität von Thomas Mann und wie diese Unterdrückung sein Leben bestimmte. Besonders die Beschreibungen seiner Schulzeit bis zum jungen Mann wirkt sehr lebendig. Dabei dient als Vergleich sein Schulfreund Otto Grautoff. Tilmann Lahme zeichnet deren Freundschaft durch Analyse von einen unveröffentlichten Briefwechsel nach. Auch um die schwierige Beziehung zum großen Bruder Heinrich Mann geht es. Schließlich folgen die Katia-Kapitel. Besonders gelungen sind die Abschnitte über die Romane, wobei Lahme die Verbindung zwischen Text und Leben aufzeigt. Zahlreiche Fotos und Abbildungen durchziehen das Buch. Das Buch ist für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert. Der Preis wäre eine gute Entscheidung.

Der Leidende

Bewertung aus Buchen am 02.05.2026
Bewertungsnummer: 3126149
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt schon viele Thomas Mann-Biographien. Doch Tilmann Lahmes Buch zeichnet sich durch dessen guten Stil aus. Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen. Als zentrales Element dient Lahme die Homosexualität von Thomas Mann und wie diese Unterdrückung sein Leben bestimmte. Besonders die Beschreibungen seiner Schulzeit bis zum jungen Mann wirkt sehr lebendig. Dabei dient als Vergleich sein Schulfreund Otto Grautoff. Tilmann Lahme zeichnet deren Freundschaft durch Analyse von einen unveröffentlichten Briefwechsel nach. Auch um die schwierige Beziehung zum großen Bruder Heinrich Mann geht es. Schließlich folgen die Katia-Kapitel. Besonders gelungen sind die Abschnitte über die Romane, wobei Lahme die Verbindung zwischen Text und Leben aufzeigt. Zahlreiche Fotos und Abbildungen durchziehen das Buch. Das Buch ist für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert. Der Preis wäre eine gute Entscheidung.

Zwischen Genie und Abgrund – ein Leben auf der Rasierklinge

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 21.07.2025

Bewertungsnummer: 2545130

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich dachte ja, ich wüsste schon einiges über Thomas Mann – Buddenbrooks, Zauberberg, Schnauzer, Krawatte, bürgerliche Würde deluxe. Tja. Denkste. Tilmann Lahme hat mit dieser Biografie das literarische Porzellanservice einmal komplett vom Tisch gefegt und durch ein sehr viel spannenderes, menschlicheres ersetzt. Ich hab das Buch regelrecht gefressen – und zwar mit Wonne! Hier geht’s nicht nur um den Literaturgott, sondern auch um den Mann hinter der Maske: einer, der mit sich selbst mehr Ringen veranstaltet hat als jeder griechische Halbgott in der Antike. Lahme serviert keine trockene Kost, sondern ein prall gefülltes Buffet aus privaten Abgründen, schrägen Familienkonstellationen und einer inneren Zerrissenheit, die fast schon romantisch ist – wenn sie nicht so weh tun würde. Ich meine: Mann liebt Männer, aber darf nicht. Mann heiratet Katia, hat sechs Kinder (sechs!!), schreibt Weltliteratur im Halbschlaf, flüchtet vor Hitler, wird im Weißen Haus empfangen – und ist trotzdem nie wirklich angekommen. Diese Mischung aus Genie und tragischem Held liest sich wie ein Roman, nur dass alles wahr ist. Und Lahme kriegt das Kunststück hin, das alles weder anbiedernd noch akademisch trocken zu erzählen. Stattdessen haut er einem mit feiner Klinge die Wahrheit um die Ohren. Besonders cool fand ich die Einblicke in die unveröffentlichten Briefe und Tagebuchstellen – da geht's wirklich ans Eingemachte. Und dann noch Susan Sontag aus dem Off – das ist wie Bonusmaterial bei einem richtig guten Film. Was bleibt? Ich hab Thomas Mann nach diesem Buch mehr verstanden, mehr bewundert und auch mehr bemitleidet. Ein Mensch aus Widersprüchen, Sehnsüchten, Anstand und Schmerz. Fazit: Diese Biografie ist wie Thomas Manns literarisches Innenleben auf Speed – klug, schräg, herzzerreißend und mit einem überraschend hohen Unterhaltungswert. Lahme hat nicht nur recherchiert, er hat gegraben. Und gefunden. Ich bin begeistert. Fünf Sterne – ohne Wenn und Aber.

Zwischen Genie und Abgrund – ein Leben auf der Rasierklinge

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 21.07.2025
Bewertungsnummer: 2545130
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich dachte ja, ich wüsste schon einiges über Thomas Mann – Buddenbrooks, Zauberberg, Schnauzer, Krawatte, bürgerliche Würde deluxe. Tja. Denkste. Tilmann Lahme hat mit dieser Biografie das literarische Porzellanservice einmal komplett vom Tisch gefegt und durch ein sehr viel spannenderes, menschlicheres ersetzt. Ich hab das Buch regelrecht gefressen – und zwar mit Wonne! Hier geht’s nicht nur um den Literaturgott, sondern auch um den Mann hinter der Maske: einer, der mit sich selbst mehr Ringen veranstaltet hat als jeder griechische Halbgott in der Antike. Lahme serviert keine trockene Kost, sondern ein prall gefülltes Buffet aus privaten Abgründen, schrägen Familienkonstellationen und einer inneren Zerrissenheit, die fast schon romantisch ist – wenn sie nicht so weh tun würde. Ich meine: Mann liebt Männer, aber darf nicht. Mann heiratet Katia, hat sechs Kinder (sechs!!), schreibt Weltliteratur im Halbschlaf, flüchtet vor Hitler, wird im Weißen Haus empfangen – und ist trotzdem nie wirklich angekommen. Diese Mischung aus Genie und tragischem Held liest sich wie ein Roman, nur dass alles wahr ist. Und Lahme kriegt das Kunststück hin, das alles weder anbiedernd noch akademisch trocken zu erzählen. Stattdessen haut er einem mit feiner Klinge die Wahrheit um die Ohren. Besonders cool fand ich die Einblicke in die unveröffentlichten Briefe und Tagebuchstellen – da geht's wirklich ans Eingemachte. Und dann noch Susan Sontag aus dem Off – das ist wie Bonusmaterial bei einem richtig guten Film. Was bleibt? Ich hab Thomas Mann nach diesem Buch mehr verstanden, mehr bewundert und auch mehr bemitleidet. Ein Mensch aus Widersprüchen, Sehnsüchten, Anstand und Schmerz. Fazit: Diese Biografie ist wie Thomas Manns literarisches Innenleben auf Speed – klug, schräg, herzzerreißend und mit einem überraschend hohen Unterhaltungswert. Lahme hat nicht nur recherchiert, er hat gegraben. Und gefunden. Ich bin begeistert. Fünf Sterne – ohne Wenn und Aber.

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Thomas Mann

von Tilmann Lahme

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H. Jürgens

Thalia Düsseldorf – Königsallee

Zum Portrait

5/5

Schlüsselwerk über Thomas Mann

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Elektriker wissen: Wo viel Licht ist, herrscht auch viel Schatten. Unter dieser Binse steht auch das Leben von Thomas Mann. Tilmann Lahme legt den Fokus erfrischenderweise auf das - in der Mann-Rezeption eher stiefmütterlich behandelte - Privatleben. Dabei soll Mann nicht von seinem Sockel gestürzt werden, sein Fundament gerät dabei dennoch beträchtlich ins Wanken. Entsprechend wird weniger Manns literarisches Werk beleuchtet, sondern hauptsächlich sein Privatleben in den Blick genommen. Dabei wertet der Autor unterschlagene Briefe und Tagebuchpassagen aus, die vorgeblich wegen sog. "allerprivatesten Rücksichten" ausgelassen worden sind. Ernüchtert oder leicht gehässig - je nach persönlichem Verhältnis zu Thomas Mann - stellt man fest, dass dieser ein Heuchler vor dem Herren war. Thomas Mann ist zweifelsohne das Opfer einer homophoben Gesellschaft geworden, verhält sich dabei aber dennoch feige. In seinen Büchern geriert er sich als ironisch-distanzierter Romancier, der privat schrecklichen Leidensdruck gehabt haben muss. Insofern ist Mann definitiv eine tragische Figur. Lahme schildert Thomas Mann mit viel Empathie ohne über sein Verhalten zu urteilen. Dabei wird das Leben Thomas Manns behutsam in den historischen Kontext eingebettet. Die gar nicht mal so sublimierte Homosexualität Manns wird hier näher & eingehender beleuchtet. Dies war längst überfällig und wurde lange Zeit von der Forschung geflissentlich "übersehen". Der Schreibstil von Lahme ist luzide & fesselnd zugleich. Mit seiner glänzend geschriebenen und detailliert recherchierten Biographie, hat der Autor ein neues Standardwerk geschaffen. Zurecht ist Lahmes Werk für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert. Es bleibt zu hoffen, dass es siegreich hervorgehen wird. Verdient wäre es allemal.
  • H. Jürgens
  • Buchhändler/-in

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5/5

Schlüsselwerk über Thomas Mann

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Elektriker wissen: Wo viel Licht ist, herrscht auch viel Schatten. Unter dieser Binse steht auch das Leben von Thomas Mann. Tilmann Lahme legt den Fokus erfrischenderweise auf das - in der Mann-Rezeption eher stiefmütterlich behandelte - Privatleben. Dabei soll Mann nicht von seinem Sockel gestürzt werden, sein Fundament gerät dabei dennoch beträchtlich ins Wanken. Entsprechend wird weniger Manns literarisches Werk beleuchtet, sondern hauptsächlich sein Privatleben in den Blick genommen. Dabei wertet der Autor unterschlagene Briefe und Tagebuchpassagen aus, die vorgeblich wegen sog. "allerprivatesten Rücksichten" ausgelassen worden sind. Ernüchtert oder leicht gehässig - je nach persönlichem Verhältnis zu Thomas Mann - stellt man fest, dass dieser ein Heuchler vor dem Herren war. Thomas Mann ist zweifelsohne das Opfer einer homophoben Gesellschaft geworden, verhält sich dabei aber dennoch feige. In seinen Büchern geriert er sich als ironisch-distanzierter Romancier, der privat schrecklichen Leidensdruck gehabt haben muss. Insofern ist Mann definitiv eine tragische Figur. Lahme schildert Thomas Mann mit viel Empathie ohne über sein Verhalten zu urteilen. Dabei wird das Leben Thomas Manns behutsam in den historischen Kontext eingebettet. Die gar nicht mal so sublimierte Homosexualität Manns wird hier näher & eingehender beleuchtet. Dies war längst überfällig und wurde lange Zeit von der Forschung geflissentlich "übersehen". Der Schreibstil von Lahme ist luzide & fesselnd zugleich. Mit seiner glänzend geschriebenen und detailliert recherchierten Biographie, hat der Autor ein neues Standardwerk geschaffen. Zurecht ist Lahmes Werk für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert. Es bleibt zu hoffen, dass es siegreich hervorgehen wird. Verdient wäre es allemal.

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Annika Bade

Thalia Münster – Münster-Arkaden

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5/5

Tolle Erzählkunst!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie soll man sich im großen Aufgebot an jüngst erschienenen Romanen und Biografien über Thomas Mann zurecht finden? Zum 150. Geburtstag erscheint einiges, so auch diese detaillierte und toll recherchierte Biografie von Tilmann Lahme. Er setzt den Fokus auf die versteckt gehaltene Homosexualität Manns und zieht dafür umfangreiches Recherchematerial zu Rate, insbesondere die privaten Briefwechsel zum Freund Otto Grautoff. Lahmes sehr unterhaltsamer Erzählstil schafft es, dass trotz der Detailfülle ein einprägsames Bild Manns und seiner ständigen inneren Zerissenheit entsteht. Ein Mann, der Zeit seines Lebens versucht, durch Disziplin und Kunst sein verstecktes Liebesleben in einem gesellschaftstauglichen Rahmen zu halten. Eine tolle Biografie vor allem für jene, die sich bisher weniger mit Thomas Mann beschäftigt haben und einen lebendigen und toll erzählten Einstieg schaffen möchten.
  • Annika Bade
  • Buchhändler/-in

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5/5

Tolle Erzählkunst!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie soll man sich im großen Aufgebot an jüngst erschienenen Romanen und Biografien über Thomas Mann zurecht finden? Zum 150. Geburtstag erscheint einiges, so auch diese detaillierte und toll recherchierte Biografie von Tilmann Lahme. Er setzt den Fokus auf die versteckt gehaltene Homosexualität Manns und zieht dafür umfangreiches Recherchematerial zu Rate, insbesondere die privaten Briefwechsel zum Freund Otto Grautoff. Lahmes sehr unterhaltsamer Erzählstil schafft es, dass trotz der Detailfülle ein einprägsames Bild Manns und seiner ständigen inneren Zerissenheit entsteht. Ein Mann, der Zeit seines Lebens versucht, durch Disziplin und Kunst sein verstecktes Liebesleben in einem gesellschaftstauglichen Rahmen zu halten. Eine tolle Biografie vor allem für jene, die sich bisher weniger mit Thomas Mann beschäftigt haben und einen lebendigen und toll erzählten Einstieg schaffen möchten.

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Thomas Mann

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