Produktbild: Die Auster
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Yael Inokai

1. Die Auster

Die Auster

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108
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

2497

Gesprochen von

Barbara Stoll

Spieldauer

5 Stunden und 43 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

110

Verlag

DerDiwan Hörbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

4066004788999

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

2497

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Barbara Stoll

Spieldauer

5 Stunden und 43 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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110

Verlag

DerDiwan Hörbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

4066004788999

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  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    17.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Glanz und Elend auf allen Etagen

    Leonora Bloch arbeitet seit über 40 Jahren als Putzfrau, man könnte also sagen, sie weiß, was sie tut. Die meiste Zeit davon war sie in einem bekannten Berliner Kaufhaus beschäftigt, seit sie dort gegen ihren Willen in die Rente geschickt wurde, putzt sie nur noch zweimal die Woche bei dessen Geschäftsführer Dr. Bronstett. Doch eines Morgens liegt der tot in seinem Wohnzimmer. Vielleicht aus Schock oder purer Gewohnheit putzt Leonora wie gewohnt das Haus und vernichtet dabei natürlich auch etliche potenzielle Spuren. Entsprechend wenig begeistert ist die ermittelnde Kommissarin von ihrer Gründlichkeit. Doch wer nun einen klassischen Kriminalroman erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden, denn Yael Inokai geht es eher um das Kaufhaus als Mikrokosmos der Gesellschaft. Auch das einst so glamouröse Kaufhaus ist im Zuge der kapitalistischen Entwicklungen immer mehr verblasst, die Exklusivität verliert an Bedeutung, ebenso wie die Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter*innen. Doch wer den einzelnen Menschen nicht erkennen kann, dem fehlt auch der Blick für Details. Und dann können ganz offensichtliche Dinge im Verborgenen bleiben. Leonora allerdings schaut hin, manchmal zu genau, und entdeckt so einiges, das vielleicht besser im Dunkeln geblieben wäre. Geheimnisse hat hier so ziemlich jede*r, ganz wie im echten Leben, Leonora selbst bildet da keine Ausnahme. *r, ganz wie im echten Leben, Leonora selbst bildet da keine Ausnahme.Die Autorin schreibt gleichzeitig distanziert und doch mit einem liebevollen Blick auf ihre Figuren, der Text wirkt wie ein zartes Gespinst, das man erst gegen das Licht halten muss, um es deutlich zu erkennen. Der Roman hat mich berührt und gut unterhalten.. Ein unerwartetes Highlight! Es geht um Klassismus, prekäre Arbeitsverhältnisse, die Nachwirkungen der Aids-Epidemie in den Achtziger- und Neunzigerjahren und noch so einiges mehr. Ein unerwartetes Highlight, dem ich noch viele Leser*innen wünsche!

  • Bewertung

    aus Suhl

    5/5

    16.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Perle in der eigenen kleinen Welt

    Die Auster von Yael Inokai (Hanser Berlin) Dieser stille Roman, der so viel zu sagen hat, hat mich einfach gepackt! Skurril und auf den Punkt gebracht! Direkt, nüchtern, intensiv und gleichzeitig berührend schleicht sich die Autorin mit ihrem besonderen Schreibstil und den markanten Figuren an den Leser heran. Die Autorin beobachtet die Facetten unserer Gesellschaft, Luxus, Sehnsucht und Verlust, den nostalgische Hang der Vergangenheit sowie das Fortschreiten in die Andersartigkeit der Moderne durch die Augen ihrer 73-jährigen Protagonistin Leonora Bloch. In Gesprächen und feinsinnigen Beobachtungen schwelgt die Reinigungskraft in ihren Gedanken. Dabei zeigen sich Schicksalsschläge, Chancen und verpasste Momente, die das Leben bereit halten kann. Neben diesen Alltäglichkeiten findet sich Leonora mit einer absurden Situation konfrontiert, der sie nur ihren Reinlichkeitsdrang entgegensetzen kann. Ein Toter mit abgetrennten Händen in einer Blutlache, der Geschäftsführer eines renomierten Kaufhauses, Dr. Bronstett. Somit ist er Leonoras Ex-Arbeitgeber und wir lernen ihn, auf den ersten Seiten, als Leiche kennen. Jahrelang putzte sie seine privaten Räumlichkeiten und kennt jede Faser seiner Einrichtung, seine Angewohnheiten und vielleicht auch die Geheimnisse seines Lebens. Darauf hofft zumindest die Polizei, die bei ihrer Ermittlungsarbeit auf diese Beziehung setzt. Doch Leonora weiß nicht alles und beginnt selbst zu recherchieren. Dabei hilft ihr Friedhelm Lösch seinerseits Kaufhausdedektiv. Im Laufe der Geschichte ist der Kriminalfall unterschwellig immer präsent und wandelt sich am Ende zu einer Lösung mit Überraschungseffekt. Fazit: Ich finde, diese Mischung funktioniert sehr gut. Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen. Ein kurzweiliges Portrait, eine feine Beobachtungsgabe, Worte die Treffen und nachhallen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    10.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick hinter die Fassaden...

    Der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird ermordet aufgefunden. Doch bis die Polizei am Tatort eintrifft, hat Leonora Bloch alle Spuren beseitigt, so diskret und gründlich, wie sie schon seit 45 Jahren als Reinigungskraft bei Dr. Bronstett jeder Form von Unordnung begegnet. Als die Ermittlungen in die Austernbar in der fünften Etage führen, ist man schon mittendrin im Mikrokosmos dieses Kaufhauses, das von der paradoxen Sehnsucht nach vergangener Pracht und erschwinglichem Luxus lebt. Und niemand scheint sich in dieser Welt, wo Glanz und Elend, Armut und Reichtum so entwaffnend aufeinandertreffen, besser auszukennen als die 73-jährige Leonora. Doch kennt sie wirklich alle Geheimnisse und welche hütet sie selbst? (Verlagsbeschreibung) Was macht eine 73-jährige Reinigungskraft, wenn sie ihren langjährigen Arbeitgeber ermordet auffindet? Sie putzt erst einmal. Leonora Bloch beseitigt akribisch das Blut, bringt Ordnung in das Chaos und ruft erst danach die Polizei. Allein diese Szene sagt bereits viel über ihre Figur aus: Leonora handelt überlegt, pragmatisch und mit einer Selbstverständlichkeit, die gleichzeitig irritiert und neugierig macht. Dieser ebenso absurde wie konsequente Einstieg macht schnell klar, dass dies kein gewöhnlicher Kriminalroman ist. Der Mord an Dr. Bronstett bildet zwar den Ausgangspunkt der Geschichte, doch der eigentliche Mittelpunkt ist Leonora selbst. Seit 45 Jahren arbeitet sie für den Kaufhausbesitzer und kennt dessen Welt besser, als man zunächst vermuten würde. Sie ist eine Frau, die gelernt hat, sich unsichtbar zu machen. Sie beobachtet viel, spricht wenig und bewahrt ihre Gedanken und Erinnerungen sorgfältig für sich. Gerade diese Verschlossenheit macht sie so interessant. Leonora ist weder die klassische Ermittlerin noch die typische sympathische Hauptfigur. Sie bleibt sperrig, manchmal eigenwillig und auf Distanz – doch gerade dadurch wirkt sie glaubwürdig. Besonders spannend fand ich, wie sich nach und nach ihr eigenes Leben hinter dieser scheinbar unauffälligen Fassade zeigt. Ihre Erinnerungen an ihren verstorbenen Sohn Sebastian, ihre Einsamkeit, ihre langjährigen Beziehungen zu Menschen aus dem Kaufhaus, und ihre ganz eigene Sicht auf die Welt machen deutlich, dass hinter der "unsichtbaren“ Reinigungskraft eine Frau mit einer bewegten Vergangenheit steckt. Leonora weiß sehr viel über andere Menschen – und gleichzeitig gibt sie nur ungern etwas von sich selbst preis. Gemeinsam bilden die präsentierten Figuren ein feines Geflecht aus Beziehungen, Abhängigkeiten und unausgesprochenen Konflikten. Gedanken, Erinnerungen und Beobachtungen Leonoras fügen sich hier allmählich zu einem Bild zusammen. Das verlangt Aufmerksamkeit, belohnt aber genaues Lesen. Die Spannung entsteht deshalb weniger durch spektakuläre Wendungen oder klassische Ermittlungsarbeit, sondern durch die Frage, was hinter den Menschen und ihren Geschichten steckt. Ein langsamer Roman, der stückchenweise das Bild der Charaktere und ihrer Lebensumstände schärft, nebenbei Spuren des Mordfalls freigibt und Einblicke in eine Welt hinter den Kulissen des berühmten Berliner Kaufhauses gewährt: der frühere Glanz und der allmähliche Verfall. Gerade der Mikrokosmos des Kaufhauses bildet interessante Details ab: Oben die Austernbar und der erschwingliche Luxus, unten die Menschen, die dafür sorgen, dass dieser Luxus überhaupt funktioniert. Glanz und Armut, Macht und Abhängigkeit treffen hier unmittelbar aufeinander. Yael Inokai macht die sozialen Unterschiede sichtbar, ohne sie mit dem erhobenen Zeigefinger auszustellen. Dieser Gegensatz zwischen dem schönen Schein und dem, was dahinter verborgen liegt, zieht sich durch den kompletten Roman. Ich habe dieses schmale Buch wirklich gern gelesen. Inokais Sprache ist präzise, reduziert und gleichzeitig ausgesprochen atmosphärisch. Vieles wird nicht erklärt, sondern lediglich angedeutet. Sprachlich ausgefeilt haben mich manche Sätze richtig erfreut, der schwarze Humor traf bei mir genau ins Schwarze, dabei wird nichts ins Lächerliche gezogen. Die eigenwillige Mischung aus Melancholie (Einsamkeit), Pragmatismus und Humor hat mich jedenfalls sehr angesprochen. Wer einen temporeichen Krimi mit intensiver Polizeiarbeit und zahlreichen Wendungen erwartet, könnte hier enttäuscht sein. Für mich liegt gerade darin seine Stärke. Der Mord ist der rote Faden, doch eigentlich erzählt Yael Inokai von Menschen, die übersehen werden, von Einsamkeit und Zugehörigkeit, von Macht und Abhängigkeit und von den Geheimnissen, die jeder Mensch mit sich trägt. Dieser Roman ist leise, eigenwillig und manchmal skurril – aber gerade dadurch entwickelt er einen ganz eigenen Sog. Ein Roman, der hinter die Fassaden blickt - hinter die Fassaden seiner Charaktere, aber auch hinter die glänzende Fassade eines berühmten Berliner Kaufhauses - und dabei zeigt, dass die interessantesten Geschichten oft dort verborgen liegen, wo man zunächst nicht hinsieht. © Parden

  • Bewertung

    5/5

    09.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein tolles Buch!

    Wenn das mal kein schönes Cover ist! Eine blau-gelbe Kaufhaus Szenerie, vielleicht ist es aber auch ein Kaffeehaus, im besten Sinne impressionistisch, mit kräftig gelbem Titel, dem Namen der Schriftstellerin in Hager Blau und dann noch passend in hellem Mauve das Wort Roman. Perfekt, besser hätte kein Cover zu dem Inhalt des Buches gepasst. Eigentlich passiert nicht viel, aber in kräftigen Worten, detaillierten Beschreibungen wird ein Mord, ein Berliner Kaufhaus und die darin verwickelten Personen beschrieben. Die 73-jährige Reinigungskraft Leonora, ihr Chef Dr. Bronstett, die Leiche ohne Hände- und das alles in einem Berliner Luxuskaufhaus. Es ist extrem lustig zu lesen, wie - ohne die Polizei zu involvieren, Spuren beseitigt werden und das Kaufhaus als Welt in sich einfach weiter funktioiniert, mit Darstellern, die wie auf einer Bühne agieren.

  • ninzi-jh

    aus Bayern

    5/5

    08.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannung mit literarischem Tiefgang

    »Die Auster« von Yael Inokai fand ich wirklich begeisternd. Selten habe ich einen Kriminalroman gelesen, der so leise erzählt ist und mich trotzdem so gefesselt hat. Wer hier einen klassischen Krimi mit vielen spektakulären Plot-Twists erwartet, wird überrascht werden, denn dieses Buch spielt ein ganz anderes Spiel: Eigentlich liegt alles offen vor den Augen der Leserinnen und Leser. Die wichtigen Hinweise sind da, die Lösung versteckt sich die ganze Zeit zwischen den Zeilen. Trotzdem hat mich die Auflösung völlig überrascht. Im Nachhinein ergibt alles Sinn, während des Lesens wäre ich aber nie darauf gekommen. Auch die Hauptfigur hat mich »irgendwie überrascht«. Sie ist keine klassische Ermittlerin, sondern beobachtet einfach aufmerksam ihre Umgebung und die Menschen um sich herum. Sie nimmt die kleinsten Details wahr und erkennt Zusammenhänge, lange bevor sie selbst bewusst versteht, was sie da entdeckt hat. Dadurch entsteht eine ganz eigene, leise Spannung, die mich bis zum Schluss nicht losgelassen hat. Die Sprache ist ebenfalls eine Stärke des Buches. Immer wieder beschreibt Yael Inokai kleine Beobachtungen aus dem Alltag, die so unscheinbar sind und sich trotzdem unglaublich wahr anfühlen. Mehr als einmal musste ich beim Lesen innehalten und dachte: Genau so ist es. Gerade diese feinen Momente machen das Buch für mich zu etwas Besonderem. Für mich ist »Die Auster« weit mehr als ein Kriminalroman. Die Geschichte verbindet Spannung mit feinen Beobachtungen, schöner Sprache und einer ganz besonderen Atmosphäre. Ein ruhiges, kluges Buch, das mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt hat.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (108)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kerstin Hahne

    Kerstin Hahne

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klug, melancholisch, manchmal komisch und irgendwie besonders

    Was für ein wunderbarer doppeldeutiger Titel : die "Auster" in Yael Inokai`s kurzem (Berlin?-)Roman kann nämlich sowohl ganz profan eine tatsächliche, erste Auster sein, die Putzfrau Leonora Bloch in Gegenwart ihres Sohnes isst oder aber sich auf genau diese Protagonistin und Hauptfigur beziehen, die, verschlossen wie eine Auster, ihr Ding macht und sich von niemandem in die Karten schauen lässt. Das der Roman auch ein wenig eine ungewöhnliche Kriminalgeschichte ist, schadet nicht - wie weit wir der schweigsamen Leonora aber Glauben schenken dürfen, müssen wir selber sehen... Gelungen jedenfalls die Volte gegen Ende des Buches, die mir Spaß gemacht hat und mich die Figuren der Geschichte noch einmal anders betrachten ließ als zuvor. Chapeau, hat was !
  • Zum Bewerterprofil von Catrin Buchhauser

    Catrin Buchhauser

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnlich!

    Leonora Bloch ist Mitte Siebzig und hat sich nahezu ihr ganzes Leben mit kleinen Jobs über Wasser gehalten. Seit über 40 Jahren arbeitet sie für den Geschäftsführer eines Kaufhauses. Früher als Aushilfsverkäuferin und Reinigungskraft in dem Luxustempel, inzwischen putzt sie nur noch die Privatwohnung des Direktors. Und genau dort findet sie Ihren Arbeitgeber, tot, in einer Blutlache, beide Hände abgetrennt. Und was ist das Erste, was eine Reinigungskraft in dieser Situation macht? Genau, Putzmittel her und erst mal das Gröbste entfernen! Mit dieser grotesken Anfangsszene startet Yael Inokai in einen außergewöhnlichen Gesellschaftsroman. Obwohl Leonora Bloch Ihre Leserinnen und Leser auf Distanz hält, erfährt man ziemlich viel über oben und unten, über arm und reich, Mann und Frau, Eltern und Kinder. Ein ziemlich schräges, kluges Vergnügen!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    29.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grad in aller Munde

    Leonora Bloch putzt seit 45 Jahren gründlich und hingebungsvoll bei Dr. Bronstett, der Geschäftsführer eines Kaufhauses ist. Der Mord an ihm ruft sie auf den Plan, die Spuren am Tatort sind bis zum Eintreffen der Ermittler fast erledigt. Leonora hat Instruktionen für das Ableben von Dr. Bronstett erhalten. Seine Tochter taucht auf, es gab lange keinen Kontakt zum Vater. Polizei und Medien fühlen Leonora auf den Zahn, nicht alle wollen, dass sie redet. Was hat sie gesehen, was weiß sie wirklich? Fortan dehnt sie ihr Betätigungsfeld kurzfristig auf das Kaufhaus aus, ein Ort feiner Verflechtungen, geschaffen von Menschen aller Art und jeden Status. Eine sinnige Kriminalgeschichte, geschrieben in wohl gesetzten Worten, literarisch ansprechend, etwas nebulös zuweilen, was Freiräume für Deutung lässt.
  • Zum Bewerterprofil von Lou

    Lou

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    4/5

    17.08.2026

    eBook (ePUB)

    Im Leben der für unsichtbar gehaltenen Arbeiterschicht

    Nach dem Mord an ihrem Arbeitgeber begleiten wir Leonora Bloch in ihrem Leben als Reinigungskraft und eigentlich schon im Rentenalter. Das Buch erzählt auf sanfte, langsame Weise von Einsamkeit, Trauer, Arbeit, Prekarität und Freundschaft.

Unsere Meinungen

Bewertungen (4)

  • Produktbild: Die Auster