Produktbild: Die Auster

Die Auster Roman

108

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

1462

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1741 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446289819

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

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  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Verkaufsrang

1462

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1741 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446289819

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  • Bewertung

    aus Quickborn

    4/5

    26.07.2026

    eBook (ePUB)

    Leonora Blochs Geheimnisse

    Zuerst: mir hat der Roman, den der Hanser Verlag als Kriminalgeschichte ankündigt, sehr gefallen. Beim Lesen stellte sich ein Vergleich ein, ich erinnerte mich an George Simenons Kriminalromane, die still und leise, aber mit höchster Aufmerksamkeit, das Milieu und die Protagonisten charakterisieren und in ein mattes Licht tauchen. Das tut Yael Inokai auf eine ganz ungewohnt pragmatische Art auch. Sie lässt ihren Roman mit einem Mord beginnen und beginnt damit die Erzählung eine ganzen Lebensgeschichte. Was passiert? Leonora Bloch, 74, Rentnerin mit Miniputzjob, entdeckt ihren privaten Arbeitgeber Dr. Bronstett tot, ohne Hände, in einer riesigen Blutlache in seiner Küche. Ihr Job ist Putzen, also putzt sie. Der Schock kommt erst später. Auch der der Polizisten, die sich einem blitzblanken Tatort gegenübersehen. Aber, wie das so ist, irgendetwas bleibt immer übrig. Und seien es die Gedanken. Leonoras Arbeitgeber war der Tote auch schon zu früheren Zeiten, er war bis zu seinem gewaltsamen Tode Geschäftsführer des größten und schönsten Kaufhauses in Berlin am Tauentzien. Ja, es gibt dort nur eins, das berühmte KdW wird aber nie mit Namen genannt. Es war jedenfalls auch für viele Jahre die Arbeitsstätte von Leonora wie auch für Dr. Bronstett, sie kennt das Kaufhaus wie ihre Einkaufstasche, die Angestellten, so sie noch da sind, ebenso. Besonders gut kennt sie den Kaufhausdetektiv Friedhelm, beide sind eng befreundet, Friedhelm ist schwul, aber nicht besonders detektivisch veranlagt. Trotzdem kommt er im Laufe der Handlung auch an Insiderwissen, das zumindest Leonora hilft, sich einen Reim auf manches zu machen. Als eine der Hände in der Feinkostabteilung im Eis zwischen frischen Fischen gefunden wird, ist das Spektakel riesig, bringt aber die Polizei noch nicht so recht weiter. Auch die ehemaligen Kolleginnen sind bei der Mördersuche nicht sehr hilfreich, nur Leonoras liebste Freundin Ilcsi hat da ein paar Geheimnisse, die sie nicht gern preisgibt. Leonora indes denkt und denkt, erinnert sich an all die verflossenen Lebensjahre, an ihren toten Sohn, an ihren Ex-Liebhaber und Zahnarzt, an die Veränderungen der Verkaufskultur, an gute Zeiten und schlechte. Zwischendurch wird sie von der Tochter des Mordopfers zur Helferin in Beerdigungsfragen auserkoren, die kleinen Scharmützel, die ausgetragen werden, befeuerten meine Gehirnzellen beim Lesen ebenso, wie die Ausflüge ins ach so vertraute KdW, in die unvergleichliche „Fressetage“, beim Slalomlauf zwischen den Rolltreppen oder beim Gang vor die Tür für eine Zigarette. Ich ließ mich von Erinnerungen tragen und versuchte, wie Leonora, hinter das Geheimnis dieses abscheulichen Mordes zu kommen. Die Autorin formuliert so herrliche Sätze, einen möchte ich zitieren, er beschreibt perfekt die Tochter des Ermordeten: „Sie band sich die Schnürsenkel ihrer Stiefel, Öse um Öse, nicht tot hätte man sie mit einem Modell erwischt, das auf der Seite auch noch einen Reißverschluss hatte.“ So viel sei verraten, es wird sich alles aufklären, zumindest für Leonora und den Leser. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, kein Slapstick, kein Cosy Crime, sondern teils sehr berührende Momente, ich empfehle sehr, dieses Buch zu lesen. Für mich jedenfalls eine schöne Erinnerung an meine Heimat Berlin und ein Blick in ein Lebensumfeld, wie ich es trotzdem nicht kannte, obwohl ich nur fünf Minuten vom KdW entfernt jahrelang gearbeitet habe. Das Cover wird auf dem Ladentisch bestimmt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, der Blick in Luxuswelt des Kaufhauses, ein schönes Blau, schon nah am Himmel. Zum Schluss denkt Leonora an „ihre erste Auster, weil sich jeder an seine allererste Auster erinnerte.“ Die Auster könnte aber auch das Synonym für sie sein, die wie eine Auster ihre Perlen nicht freiwillig zeigt. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

  • Reader1965

    aus Hamburg

    4/5

    21.07.2026

    eBook (ePUB)

    Geheimnisvolle Leonora

    Zu "Die Auster" von Yael Inokai klang die Inhaltsangabe interessant: Der Geschäftsführer eines Luxuskaufhauses wird tot aufgefunden und die 73-jährige Reinigungskraft Leonora säubert den Tatort - bevor die Polizei eintrifft. Hier steht nicht der Kriminalfall im Vordergrund, sondern Leonora & das Kaufhaus. Yael Inokai hat einen angenehm lesbaren Schreibstil und erzählt ruhig & unaufgeregt. Ihr Focus liegt auf den Menschen, die im Leben im Hintergrund stehen, und ihren Sehnsüchten & Ängsten. So wie Leonora, die viel sieht, sich ihre Gedanken dazu macht, sich erinnert, aber auch Vermutungen anstellt & ihre Geheimnisse hütet. Mir hat gefallen, mit welch feinem Gespür aktuelle Themen angesprochen werden und wie der Kosmos "Kaufhaus" in die Handlung eingebunden ist. Eine Geschichte mit einem menschlichen Blick auf unsere Gesellschaft.

  • Bewertung

    4/5

    21.07.2026

    eBook (ePUB)

    Wirkungsvoll

    Schon die Ausgangssituation – ein ermordeter Geschäftsführer in einem traditionsreichen Kaufhaus – erzeugt eine spannende Atmosphäre, doch im Mittelpunkt steht für mich etwas anderes. Besonders interessant ist die Perspektive der Reinigungskraft Leonora Bloch. Durch ihre Augen erhält man Einblicke in eine Welt, die sonst oft im Verborgenen bleibt. Sie beobachtet seit Jahrzehnten das Leben der Kundinnen und Kunden sowie der Angestellten und weiß dabei mehr über sie, als diese vermutlich ahnen. Diese stille Beobachterrolle macht den Reiz des Romans aus. Gleichzeitig schildert das Buch sehr anschaulich, wie hart das Leben für Menschen ist, die körperlich arbeiten müssen und wirtschaftlich stark von ihren Jobs abhängig sind. Es wird deutlich, wie unsicher solche Arbeitsverhältnisse sein können und wie schnell Existenzen ins Wanken geraten. Die Kriminalgeschichte dient dabei eher als roter Faden, der die verschiedenen Figuren und Schicksale miteinander verbindet. Sie bleibt stellenweise im Hintergrund und wirkt fast wie ein Beiwerk – was aber nicht unbedingt negativ ist, sondern den Fokus stärker auf die gesellschaftlichen Themen lenkt. Insgesamt ist „Die Auster“ gut und flüssig geschrieben, mit einem feinen Gespür für Atmosphäre und zwischenmenschliche Dynamiken.

  • Lesemone

    3/5

    29.07.2026

    eBook (ePUB)

    Die Beobachterin

    Leonora Bloch putzt seit über 40 Jahren beim Geschäftsführer des hiesigen Kaufhauses Dr. Bronstett. Dieser wird ermordet aufgefunden, doch die Spuren wurden verwischt, denn Leonora ist eine gründliche Putzfrau. Sie kennt auch die Menschen im Kaufhaus sehr gut und hört sich dort um. Sie trifft dort auf unerwartete und nie ausgesprochene Dinge. Was verbirgt sie selbst? Ich hatte eher andere Erwartungen an die Geschichte. Der Roman hat nur einen kriminalistischen Hintergrund, beleuchtet jedoch eher die einzelnen Personen, auf die Leonora im Kaufhaus trifft. Von den Ermittlungen zum Tod des Geschäftsführers erfährt man kaum was. Am skurrilsten fand ich die Familie des Toten. Ich empfand sie als sehr emotionslos beschrieben und eher genervt, dass sie eine Beerdigung organisieren müssen. Aber auch da ist Leonora stets zur Stelle. Sprachlich hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich mag jedoch keine Bücher, bei denen so vieles zwischen den Zeilen steht. Die Handlung plätschert vor sich hin und es gibt keinerlei Spannung. Geschmäcker mögen unterschiedlich sein, mein Geschmack hat das Buch nicht so ganz getroffen.

  • Bewertung

    3/5

    06.07.2026

    eBook (ePUB)

    Wild und bunter Roman

    Leonora ist eine ältere Dame, die alles gesehen erlebt hat. Ihr Leben spielt sich im Hintergrund ab. Früher hat sie in einem Kaufhaus geputzt, später für dessen Geschäftsführer. Als dieser getötet wird, nimmt uns Leonora mit in ihr Leben und zeigt uns, wie sie um alles kümmert, zb. Die Beerdigung oder die Sauberkeit und gebraucht wird. Dieses Buch ist nicht so wie ich es mir vorgestellt habe, sondern trotz einer grauen Maus als Protagonistin, die nicht viel und nicht gerne von sich Preis gibt. Dennoch wirkt dieser Roman auf mich bunt und wild, vor allem vom sehr guten Schreibstil. Das liegt nicht wirklich an der Handlung, die sehr lahm ist, sondern für mich an den Charaktern und den Gesprächen. Da man dabei sehr mühsam und bröckchenhaft auf Infos- egal in welcher Hinsicht wartet (zum Tod, zu Leonoras Familie, zum Tötenden, zu Bruno und anderen Verhältnissen)- wurde es mir zu langweilig. Inhaltlich geht es stumpf gesagt um einen Toten, dessen Beerdigung organisiert werden muss und wenn man Glück hat, erfährt man etwas zu den Todesumständen. Es ist auf gar keinen Fall ein Krimi o.ä. , sondern ein Roman, den man sorgfältig lesen muss, um die Personen zu verstehen und ein wenig hinter den Zeilen zu lesen. Mir war das aber leider immer noch zu wenig. Wahrscheinlich einfach nicht für mich gemacht.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (108)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kerstin Hahne

    Kerstin Hahne

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klug, melancholisch, manchmal komisch und irgendwie besonders

    Was für ein wunderbarer doppeldeutiger Titel : die "Auster" in Yael Inokai`s kurzem (Berlin?-)Roman kann nämlich sowohl ganz profan eine tatsächliche, erste Auster sein, die Putzfrau Leonora Bloch in Gegenwart ihres Sohnes isst oder aber sich auf genau diese Protagonistin und Hauptfigur beziehen, die, verschlossen wie eine Auster, ihr Ding macht und sich von niemandem in die Karten schauen lässt. Das der Roman auch ein wenig eine ungewöhnliche Kriminalgeschichte ist, schadet nicht - wie weit wir der schweigsamen Leonora aber Glauben schenken dürfen, müssen wir selber sehen... Gelungen jedenfalls die Volte gegen Ende des Buches, die mir Spaß gemacht hat und mich die Figuren der Geschichte noch einmal anders betrachten ließ als zuvor. Chapeau, hat was !
  • Zum Bewerterprofil von Catrin Buchhauser

    Catrin Buchhauser

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnlich!

    Leonora Bloch ist Mitte Siebzig und hat sich nahezu ihr ganzes Leben mit kleinen Jobs über Wasser gehalten. Seit über 40 Jahren arbeitet sie für den Geschäftsführer eines Kaufhauses. Früher als Aushilfsverkäuferin und Reinigungskraft in dem Luxustempel, inzwischen putzt sie nur noch die Privatwohnung des Direktors. Und genau dort findet sie Ihren Arbeitgeber, tot, in einer Blutlache, beide Hände abgetrennt. Und was ist das Erste, was eine Reinigungskraft in dieser Situation macht? Genau, Putzmittel her und erst mal das Gröbste entfernen! Mit dieser grotesken Anfangsszene startet Yael Inokai in einen außergewöhnlichen Gesellschaftsroman. Obwohl Leonora Bloch Ihre Leserinnen und Leser auf Distanz hält, erfährt man ziemlich viel über oben und unten, über arm und reich, Mann und Frau, Eltern und Kinder. Ein ziemlich schräges, kluges Vergnügen!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    29.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grad in aller Munde

    Leonora Bloch putzt seit 45 Jahren gründlich und hingebungsvoll bei Dr. Bronstett, der Geschäftsführer eines Kaufhauses ist. Der Mord an ihm ruft sie auf den Plan, die Spuren am Tatort sind bis zum Eintreffen der Ermittler fast erledigt. Leonora hat Instruktionen für das Ableben von Dr. Bronstett erhalten. Seine Tochter taucht auf, es gab lange keinen Kontakt zum Vater. Polizei und Medien fühlen Leonora auf den Zahn, nicht alle wollen, dass sie redet. Was hat sie gesehen, was weiß sie wirklich? Fortan dehnt sie ihr Betätigungsfeld kurzfristig auf das Kaufhaus aus, ein Ort feiner Verflechtungen, geschaffen von Menschen aller Art und jeden Status. Eine sinnige Kriminalgeschichte, geschrieben in wohl gesetzten Worten, literarisch ansprechend, etwas nebulös zuweilen, was Freiräume für Deutung lässt.
  • Zum Bewerterprofil von Lou

    Lou

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    4/5

    17.08.2026

    eBook (ePUB)

    Im Leben der für unsichtbar gehaltenen Arbeiterschicht

    Nach dem Mord an ihrem Arbeitgeber begleiten wir Leonora Bloch in ihrem Leben als Reinigungskraft und eigentlich schon im Rentenalter. Das Buch erzählt auf sanfte, langsame Weise von Einsamkeit, Trauer, Arbeit, Prekarität und Freundschaft.

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