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Fuchs 8

Gewinner des Man Booker Prize

George Saunders

(48)
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  • Fuchs 8

    1 CD (2021)

    Erscheint demnächst (Neuerscheinung)

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Beschreibung

Fuchs 8 war immer schon neugierig und ein bisschen anders als die anderen Füchse seiner Gruppe. So hat er die menschliche Sprache gelernt, weil er sich gern in den Büschen vor den Häusern versteckte und zuhörte, wenn die Menschen ihren Kindern Gutenachtgeschichten vorlasen. Die Macht der Worte und Geschichten befeuert seine Neugier auf diese Wesen, bis Gefahr am Horizont auftaucht: Der Bau eines riesigen Einkaufszentrums zerstört den Wald, in dem die Füchse leben, und sie finden kaum noch Nahrung. Dem stets belächelten Tagträumer Fuchs 8 bleibt nur eines: Er beschließt, seine Fuchsfamilie zu retten, und macht sich auf den Weg zu den Menschen …



»Wenn Sie noch wenigstens ein bisschen Kind im Herzen haben, ist das das Allerallerschönste, was Sie sich, Ihren Lieben und überhaupt antun können.«

George Saunders wurde 1958 in Amarillo, Texas, geboren, lebt heute mit seiner Frau und zwei Töchtern in Oneonta, New York, und ist Dozent an der Syracuse University. Er hat mehrere Bände mit Kurzgeschichten veröffentlicht, erhielt u.a. 2013 den PEN/Malamud Award und 2014 den Folio Prize. Das Echo auf seinen ersten Roman »Lincoln im Bardo« war überwältigend: Man Booker Prize 2017, Shortlist für den Golden Man Booker Prize, Premio Gregor von Rezzori 2018, New York Times-Nr.1-Bestseller, SWR-Bestenliste Platz 1 und Spiegel-Bestseller.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 56
Erscheinungsdatum 28.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87620-7
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 19,4/13,4/1,5 cm
Gewicht 144 g
Originaltitel Fox 8: A Story
Abbildungen 26 farbige Abbildungen, 26 farbige Zeichnungen
Übersetzer Frank Heibert
Verkaufsrang 21748

Buchhändler-Empfehlungen

Florian Timm, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein wunderbares Buch, liebevoll illustriert und thematisch hochaktuell!

Die Worte des Fuchses sollte jeder Mensch verstehen

I. D., Thalia-Buchhandlung Mayersche Buchhandlung Essen

Fuchs 8 versteht menschisch. Beim abendlichen Vorlesen hat er den Sinn der Wörter erfasst und konnte sogar so nah an die Menschen herangehen, dass er die Buchstaben lesen konnte. Fuchs 8 dachte, dass alle Menschen so sein müssten wie die in dem Haus, in dem vorgelesen wurde. Bis eines Tages im Wald von Fuchs 8 und seiner großen Fuchsbande Bulldozer, Menschen und Beton auftauchen, die den Wald planierten, um dort ein Einkaufszentrum zu bauen. Fortan wurde das Leben für die Füchse schlechter. Sie fanden nichts mehr zu fressen, der Fluss führte kein sauberes Wasser mehr, und mehr von ihnen wurden krank und starben. Fuchs 8 hatte die wilde Idee sich im Einkaufszentrum mal umzuschauen auf der Suche nach Nahrung, schließlich muss die Menschen dort ja irgendwas hinziehen, wenn der Parkplatz immer so voll ist. Fuchs 8 bricht mit seinem Kollegen Fuchs 7 also ins Einkaufszentrum auf, wo sie künstliche Steine, künstliche Felsen, aber zum Glück kein künstliches sondern richtiges Essen finden und seit langem mal wieder satt werden. Ein wenig orientierungslos kommen sie an einem anderen Ende des Einkaufszentrums heraus und verlieren sich, nachdem sie von bösen Menschen angegriffen wurden. Fuchs 8 versucht daraufhin seine Fuchsgruppe wiederzufinden, jedoch vergeblich. Dafür gelangt er in eine neue Gruppe und wird dort herzlich aufgenommen. Fuchs 8, der zwar ein nettes Fuchsmädchen gefunden hat und bald Nachwuchs erwartet, kommt aber über den Verlust seines Zuhauses nicht gänzlich hinweg. Da er aber kein Miesepeterpapa für seine Jungen sein möchte, überlegt er sich wie er seine Melancholie überwinden kann. Also schreibt er. Er schreibt an die Menschen und fragt, warum sie eigentlich so böse sind. Warum wir denn nicht alle friedlich nebeneinander existieren können. Fuchs 8 schreibt dieses Buch in einer Rechtschreibung an die Menschen, die an Erstklässlerversuche erinnert. Ein wirklich cleveres Stilmittel, das nicht nur die unbeholfene Sprache des Fuchses als Tier, welches die Menschensprache erlernt hat, darstellen soll, sondern durch die ungewohnte (falsche) Schreibweise der Wörter die ganze Aufmerksamkeit des Lesers einfordert. Es ist nur ein kurzes Buch, aber mehr braucht es auch gar nicht. Es ist wirklich toll und macht mich neugierig auf den Autor. Vielleicht erkunde ich mehr von ihm.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
32
8
5
2
1

Traurig, anstrengend, enttäuschend
von Julie's Bookhismus aus Ebstorf am 06.09.2020

Fuchs 8 ist ein Fuchs, der es liebt den Menschen zuzuhören, wie sie ihren Jungen Gute-Nacht-Geschichten erzählen. Dabei lernt er ihre Sprache und kann sogar ein paar Worte in „menschisch“ von sich geben. Das finden die anderen Füchse anfangs noch ganz toll. Bis die Mall gebaut wird und ihr Wald zerstört wird. Fuchs 8 schlägt vor... Fuchs 8 ist ein Fuchs, der es liebt den Menschen zuzuhören, wie sie ihren Jungen Gute-Nacht-Geschichten erzählen. Dabei lernt er ihre Sprache und kann sogar ein paar Worte in „menschisch“ von sich geben. Das finden die anderen Füchse anfangs noch ganz toll. Bis die Mall gebaut wird und ihr Wald zerstört wird. Fuchs 8 schlägt vor dorthin zu gehen und die „Fressmeile“ zu besuchen, wird aber abgelehnt. Auch sein Vorschlag ein neues Zuhause zu suchen und wegzugehen, stößt auf Granit. Und so macht er sich alleine auf den Weg und dabei erfährt er Nettigkeit, jedoch auch sehr große Grausamkeit. Fuchs 8 möchte uns zeigen, dass wir nicht allein auf der Welt sind und uns vielleicht auch mal umsehen sollten, dass nicht nur wir versorgt sind, sondern auch die Tiere. Denn diese sterben, weil wir ihre Lebensräume zerstören und sie somit keine Nahrungsquellen mehr haben. Die Grausamkeit des Menschen kennt auch hier keine Grenzen… Prinzipiell keine schlechte Idee, aber das Lesen ist mega anstrengend und irgendwie ist es auch enttäuschend, wenn man bedenkt, wie viel dieses Buch kostet und nur 56 Seiten hat, die fast zur Hälfte mit Illustrationen gefüllt sind und in füchsisch geschrieben wurde. Andererseits regt es wiederum zum Nachdenken an und ich hoffe irgendwie, dass dieses Buch Gehör findet.

Besonders
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 03.08.2020

Fuchs 8 bewundert die Menschen und sucht ihre Nähe. Er hat sogar ihre Sprache gelernt. Doch eines Tages beginnt der Bau eines großen Einkaufszentrums, dem der Wald, in dem die Füchse leben, weichen muss. Lebensraum und Nahrung der Füchse werden knapp. So beschließt Fuchs 8 seine Freunde zu retten, in dem er zu den Menschen geht.... Fuchs 8 bewundert die Menschen und sucht ihre Nähe. Er hat sogar ihre Sprache gelernt. Doch eines Tages beginnt der Bau eines großen Einkaufszentrums, dem der Wald, in dem die Füchse leben, weichen muss. Lebensraum und Nahrung der Füchse werden knapp. So beschließt Fuchs 8 seine Freunde zu retten, in dem er zu den Menschen geht. Durch diese Entscheidung lernt er die Menschen von einer anderen Seite kennen. Ein wunderbares, kleines Buch mit herrlichen Illustrationen von Chelsea Cardinal. Das Ende der Geschichte lässt einen nachdenklich zurück, denn Fuchs 8 stellt in seinem kindlichen Schreibstil eine existentielle Frage, die jeder für sich beantworten sollte. Lesenswert.

Ein Buch, das mich enttäuscht hat
von Astrid Wergen am 16.06.2020

In Fuchs 8 begegnen wir einem Fuchsrudel, das ein beschauliches Leben am Waldrand führt. Fuchs 8’s besonderes Talent ist, dass er sich die Sprache der Menschen angeeignet hat. Als im Revier der Füchse ein Einkaufszentrum gebaut wird, ändert sich für die Füchse vor allem eins: sie müssen an anderer Stelle ihre Nahrung beschaffen.... In Fuchs 8 begegnen wir einem Fuchsrudel, das ein beschauliches Leben am Waldrand führt. Fuchs 8’s besonderes Talent ist, dass er sich die Sprache der Menschen angeeignet hat. Als im Revier der Füchse ein Einkaufszentrum gebaut wird, ändert sich für die Füchse vor allem eins: sie müssen an anderer Stelle ihre Nahrung beschaffen. Und so macht sich der vom Rudel oft belächelte Fuchs 8 auf den Weg zum Einkaufszentrum, um Nahrung zu beschaffen. Dies geht leider anders aus als erhofft, und Fuchs 8 flüchtet in den Wald. Dort trifft er auf ein anderes Rudel, die ihn herzlich willkommen heißen. Fuchs 8 ist eine Geschichte, die in der Menschheitsgeschichte oft genug vorgekommen ist. Der Mensch verdrängt die Natur, verleibt sich immer mehr Natur ein, und verdrängt Flora und Fauna ohne Rücksicht auf Verluste. So wundert es nicht, dass viele Wildtiere sich einen Platz in der Stadt suchen. Fuchs 8 führt dem Leser diese Situation wieder vor Augen. Auch wenn ich die Grundidee des Buches sehr wichtig empfinde, gruselt es mich vor der Umsetzung. Aus Sicht des Fuchses geschrieben, der sich zwar die Sprache des Menschen angeeignet hat, aber so schreibt, wie er spricht, lässt sich das Buch alles andre als leicht lesen. Der Autor hat als Stilmittel „geschrieben wie gesprochen“ gewählt, und so strotzt dieses Buch vor Rechtschreibfehlern. Sicherlich ist dies ein bewusst gewähltes Stilmittel, aber mein innerer Rechtschreibmonk hat hier seine Probleme. So nett ich diese Geschichte fand und den Gedankenansatz, so schwer fiel es mir, dieses kleine Büchlein zu lesen. Es benötigte meine volle Konzentration, um das Buch halbwegs flüssig zu lesen. Dies verdarb mir den Spaß am Buch, auch wenn dieses wundervoll gestaltet ist. Der ernste Gedankenanstoß und die Gestaltung des Buches haben für mich das Buch noch etwas retten können, aber der Schreibstil gibt definitiv Punktabzug. Für jemand, der Probleme beim Lesen hat, ist dieses Buch nicht leicht zu lesen bzw. nicht zu empfehlen.


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