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Profilbild von Beatrice Plümer Beatrice Plümer Buchhandlung: Thalia Oberhausen - CentrO
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Meine letzte Rezension Die Familie von Naomi Krupitsky
Familie, Substantiv “aus einem Elternpaar oder einem Elternteil und mindestens einem Kind bestehende (Lebens-)Gemeinschaft” “Gruppe aller miteinander (bluts-)verwandten Personen, Sippe” Von lateinisch familia “Gesinde”, “Gesamtheit der Dienerschaft” Soweit die Bedeutung. 1928 Brooklyn, New York. Noch ist die Erinnerung an die sonnige, italienische Heimat jenseits des Atlantiks sehr lebendig in den Köpfen der Immigranten. Doch das Leben, in das die beiden Mädchen Sofia und Antonia geboren werden, ist grauer, kälter, vielleicht feindlich und vor allem fremd. Nur einander sind sie nicht fremd, wachsen heran Tür an Tür, Töchter befreundeter Mütter und beschützt durch den Kokon der Familie, der Mafia, für die ihre Väter arbeiten. Dieser verbindet, macht sie anders, besonders. Er umhüllt sie aber auch mit einer immerwährenden Angst, die alles färbt. Denn verletzt man den Kokon, wird alles zerstört. Genau das passiert, als Antonias Vater ein Leben außerhalb dieser alles beherrschenden Angst plant und verschwindet. Und während die bedachtsame, vernünftige Antonia und der lebenshungrige Wirbelwind Sofia, jede auf ihre Weise ihre Bewegungsmöglichkeiten in dieser Welt ausloten, lernen sie auch, daß “die Familie” nicht nur Macht bedeutet, sondern vor allem “Dienen” und dass man den Sünden der Väter nur schwer entkommen kann. Naomi Krupitsky hat in Ihrem Debüt einen Roman geschaffen, der den rauhen Zeitgeist des frühen New Yorks einfängt, Spannung bietet - fast wie ein Krimi – und trotzdem durch die Poesie seiner Sprache eine Zartheit besitzt, die den kindlichen Blick und die hoffnungsvolle, angstzerfressene Naivität der neuen Generation lebendig werden lässt. Ein wenig ist man erinnert an Delia Owens “Gesang der Flußkrebse”, doch Naomi Krupitskys Wildnis heißt New York!
ab 22,00 €
Die Familie
5/5
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Die Familie

Familie, Substantiv “aus einem Elternpaar oder einem Elternteil und mindestens einem Kind bestehende (Lebens-)Gemeinschaft” “Gruppe aller miteinander (bluts-)verwandten Personen, Sippe” Von lateinisch familia “Gesinde”, “Gesamtheit der Dienerschaft” Soweit die Bedeutung. 1928 Brooklyn, New York. Noch ist die Erinnerung an die sonnige, italienische Heimat jenseits des Atlantiks sehr lebendig in den Köpfen der Immigranten. Doch das Leben, in das die beiden Mädchen Sofia und Antonia geboren werden, ist grauer, kälter, vielleicht feindlich und vor allem fremd. Nur einander sind sie nicht fremd, wachsen heran Tür an Tür, Töchter befreundeter Mütter und beschützt durch den Kokon der Familie, der Mafia, für die ihre Väter arbeiten. Dieser verbindet, macht sie anders, besonders. Er umhüllt sie aber auch mit einer immerwährenden Angst, die alles färbt. Denn verletzt man den Kokon, wird alles zerstört. Genau das passiert, als Antonias Vater ein Leben außerhalb dieser alles beherrschenden Angst plant und verschwindet. Und während die bedachtsame, vernünftige Antonia und der lebenshungrige Wirbelwind Sofia, jede auf ihre Weise ihre Bewegungsmöglichkeiten in dieser Welt ausloten, lernen sie auch, daß “die Familie” nicht nur Macht bedeutet, sondern vor allem “Dienen” und dass man den Sünden der Väter nur schwer entkommen kann. Naomi Krupitsky hat in Ihrem Debüt einen Roman geschaffen, der den rauhen Zeitgeist des frühen New Yorks einfängt, Spannung bietet - fast wie ein Krimi – und trotzdem durch die Poesie seiner Sprache eine Zartheit besitzt, die den kindlichen Blick und die hoffnungsvolle, angstzerfressene Naivität der neuen Generation lebendig werden lässt. Ein wenig ist man erinnert an Delia Owens “Gesang der Flußkrebse”, doch Naomi Krupitskys Wildnis heißt New York!

Beatrice Plümer
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Die Familie von Naomi Krupitsky

Meine Lieblingswerke

  • Carnival von Philipp Winkler
    5/5

    Carnival

    Philipp Winklers "Carnival"ist ein großartiger Abgesang auf die Tage des "fahrenden Volks". In einer einmaligen Sprache führt er uns mit den "Kirmsern" auf ihre einsame Straße, in ihr Leben voller Entbehrungen und großer Qual, aber auch voll überquellender Freude und extatischer Gefühle, in eine Welt, die völlig frei von bürgerlichen Grenzen und moralischen Ketten ist und dennoch fast wie ein Gefängnis, abgeschottet vom restlichen Universum. Es ist eine Welt voller Traurigkeit und Glück, die einen abstößt und fesselt, die Angst macht und Hoffnung, und die wir leider verloren haben in unserer vernunftgesteuerten, digitalisierten und kommerzgeprägten schönen neuen Welt. Gern läßt man sich mitreißen vom Carnival, der seinem Untergang entgegenstrudelt. Und man fragt sich, vielleicht etwas Nostalgie-verblendet, ob man nicht auch gern ein wenig ein Kirmser gewesen wäre, oder vielleicht noch ist, tief drinnen auf der Suche nach der verlorenen Freude des "Lebens", die es wohl nie ohne Leid und Schmerz geben kann. Dieses schmale Buch ist ein wunderbares Kleinod, ein Glücksgriff, den man sich gönnen sollte!

    Beatrice Plümer
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    Carnival von Philipp Winkler
  • Shotgun Lovesongs von Nickolas Butler
    5/5

    Shotgun Lovesongs

    Shotgun Lovesongs ist die wundervolle, warmherzige Geschichte von Jugendfreunden aus einer Kleinstadt in der amerikanischen Provinz, die in ihrem Leben sehr unterschiedliche Wege gehen und sich und ihrer Heimat doch stets verbunden bleiben. In einer Sprache, die einen sofort in den ruhigen Rhythmus des Midwestern-Lifestyles eintauchen lässt, lernt man das Leben und die Philosophie dieser Menschen sehr schnell verstehen, in der es um die Schönheit und Kraft der Natur, um wahre Loyalität, immer wieder um Musik, und um die Suche nach einer Heimat geht. Skurrilerweise wählt Nickolas Butler für seine Handlung vier Hochzeiten und einen Todesfall - Eckpunkte, die die Beziehung der Freunde in Frage stellen, verwirren, neu verknüpfen und grundlegende Werte hervortreten lassen. Ein herausragender Roman über die Wichtigkeit von Gemeinschaft und den Glauben an die Kraft des Einzelnen.

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    Shotgun Lovesongs von Nickolas Butler
  • Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon
    5/5

    Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

    Christopher Boone ist 15 Jahre alt und leidet an einer autistischen Störung. Seine Welt ist die der Logik und der Zahlen. Aus ihr leitet er sein eigenes Verhalten und die Gestaltung seiner Tage ab. Völlig fremd ist ihm die Welt sozialer Interaktionen, emotionaler Gestik oder gar der Lüge. Ein schwieriger Ausgangspunkt, um das Rätsel um den Tod des Pudels Wellington und das Schicksal seiner Mutter zu lösen. Und doch genau der richtige, um die Doppelmoral und die Lebenslügen der Erwachsenen aufzudecken und zum Scheitern zu bringen. Gern begleitet man Christopher Boone auf seinem eigenwilligen Weg zur Wahrheit, lacht und bangt mit ihm, und fragt sich am Schluss ein wenig, wer eigentlich die wirklich behinderten sind.

    Beatrice Plümer
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    • Buchhändler*in Thalia Oberhausen - CentrO

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    Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon
    • Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone
    • Mark Haddon
    • ab 9,99 €
  • Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens
    5/5

    Der Gesang der Flusskrebse

    Das Marschmädchen sieht erst die Mutter gehen, dann die Geschwister. Der trunksüchtige Vater, als letztes Puzzleteil der Familie, kehrt irgendwann nur nicht zurück. Es bleibt die fremde und beängstigende Einsamkeit, die gewohnte Einsamkeit, die vertraute Einsamkeit, und schließlich die beruhigende und befreiende Einsamkeit. Sie befreit die eigene Kraft, die eigene Wahrnehmung und das eigene Denken. So wird das Mädchen in der Marsch eine beeindruckende und starke junge Frau. Sie weckt Bewunderung und Neugier, Liebe und Hass, Angst und Neid. Sie sucht Respekt und wird des Mordes angeklagt. Und sie wird zu einer Botschafterin für die Liebe zu der Natur, in der sie lebt. Ein erschreckendes und wunderbares Leben, genügsam und reich, und irgendwie vollkommen. Das alles erzählt in einer Sprache, die einen wünschen lässt, dass das Buch nie endet.

    Beatrice Plümer
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    Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens
  • Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert von Joël Dicker
    5/5

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    33 Jahre nach dem Verschwinden der jungen Nora wird deren Leiche im Garten des preisgekrönten Schriftstellers Harry Quebert entdeckt. Dies ist der Auslöser für eine Suche nach vielem: Nicht nur nach dem Mörder. Es geht um verschiedene Arten von Liebe, um den Sinn von Literatur und das Wesen der Inspiration. Um die Frage, wer da wirklich ist, hinter dem offensichtlichen Bild, das unsere Gesellschaft trägt und toleriert. Und natürlich ist "Die Wahrheit über den Fall Quebert" auch ein spannender Krimi mit außergewöhnlichen Charakteren, die mit ihren Stärken und Schwächen leben, und einer Auflösung, die schließlich alle Gewissheiten auf den Kopf stellt.

    Beatrice Plümer
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    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert von Joël Dicker
    • Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
    • Joël Dicker
    • ab 14,00 €
  • Der Regler / Gabriel Tretjak Bd.1 von Max Landorff
    5/5

    Der Regler / Gabriel Tretjak Bd.1

    Ein charismatischer, hochintelligenter, bisher erfolgreicher Held - der auf einen ebenbürtigen Gegner trifft. Gabriel Tretjak korrigiert die Lebensbahnen seiner Klienten, ein lukratives Geschäft, bei dem er sich auf Wissenschaft, Wirtschaftsgesetze, psychologische Erkenntnisse und die Prämisse absoluter Amoralität stützt. Er kennt die Schalter und bedient sie. Ohne Skrupel. Bis jemand sein System bei ihm benutzt, er den Boden unter den eigenen Füßen verliert und sich plötzlich Fragen stellen: nach Schuld, nach persönlichen und menschlichen Folgen des eigenen Tuns. Dieser Thriller lenkt den Blick auf ein gesellschaftliches System, in dem wir alle schon sehr lange leben. Dieser Thriller spielt in Deutschland.

    Beatrice Plümer
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    Der Regler / Gabriel Tretjak Bd.1 von Max Landorff
    • Band 1
    • Der Regler / Gabriel Tretjak Bd.1
    • Max Landorff
    • ab 9,99 €
  • Stadt der Geheimnisse von Stewart O′Nan
    5/5

    Stadt der Geheimnisse

    Jossi Brand ist neu im neuen - eigentlich noch nicht bestehenden - Israel. Er ist Taxifahrer.Er ist nett. Er ist beliebt bei den Touristen, durch deren Trinkgeld er gut verdient. Er hat ein Auto, das er gut pflegt. Und er ist Mitglied der zionistischen Untergrundorganisation Hagana, von der er sein Auto hat, seine Papiere, sein neues Leben, in dem er Jossi ist, ein netter Kerl, der im Gegensatz zu seiner kompletten Familie den Holocaust überlebte. Doch wer ist der, der überlebt hat noch, wer will er sein, wer kann er noch sein? Während er immer tiefer in die Aktionen der Hagana verstrickt wird, beginnt er die Suche nach sich selbst. Ein melancholischer, subtiler und doch fast brutal realistischer Roman, voller Resignation und auch voller Hoffnung. Fein in der Charakterzeichnung und ruhig wie im Auge des Sturms...

    Beatrice Plümer
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    Stadt der Geheimnisse von Stewart O′Nan
  • Oksana, es reicht! von Maria Kuznetsova
    5/5

    Oksana, es reicht!

    "Genieße die Reise", das ist der Lebensrat, den die junge Oksana von ihrer lebensfrohen und unkonventionellen Großmutter erhält. Dafür und für vieles andere hasst sie sie. Und es dauert lange, bis sie entdeckt, daß dieser Haß auch Liebe ist. Als Kind zieht Oksana mit ihrer Familie von Kiew in die USA und damit beginnt ihr Spagat zwischen russischer Seele, russischer Melancholie und Lebensfreude und dem American Way of Life, der die Sehnsucht nach kommerziellem Erfolg, freie Liebe und eine stete Partykultur für sie bereithält. Hin- und hergerissen zwischen den Extremen, ihrer Liebe zu den russischen Klassikern und den Helden der amerikanischen Pop-Literatur, hasst sie alles Angepasste und Verlogene und sucht doch ihren Platz in einer sozialen Struktur. In kurzen Ausschnitten, Situationsaufnahmen, bekommen wir einen Eindruck von einem wilden, eigensinnigen, oft rücksichtslosen und unbarmherzig sehnsuchtsvollen Leben. Eine junge Frau, die kompromisslos auf der Suche nach ihrem wahren Ich ist, ausgestattet mit sehr viel Humor, Talent und sehr großem Mut. Oksana passt nicht; so wie das Leben nie passt, sondern wuchert, und wenn etwas reicht, dann nur dieses Leben in seinen grenzenlosen Möglichkeiten! Ein Roman wie Munchs "Schrei" gemalt von Andy Warhol. Ein entsetzlicher Lesespass!

    Beatrice Plümer
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    • Buchhändler*in Thalia Oberhausen - CentrO

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    Oksana, es reicht! von Maria Kuznetsova

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