Buchhändler*innen im Portrait

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Profilbild von Laura Marquardt Laura Marquardt Buchhandlung: Mayersche Gütersloh
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Meine letzte Rezension Der Tod von Doctor Strange von Jed Mackay
Ich verehre ja die „Strange-Academy“-Bände. Um den dritten ganz zu verstehen, sollte man sich zuvor mit dem „Tod von Doctor Strange“ vertraut machen, hieß es – der einzige Grund, weshalb ich diesen Comic unbedingt lesen wollte. (Um erst gegen Ende des Academy-Bandes zu checken, dass mir zusätzlich das Wissen aus „Die Welt ohne Doctor Strange“ gefehlt hat... Die üblichen Bredouillen halt.) Jedenfalls hat diese großartige Story in mir Erinnerungen an alte Zeiten geweckt. An irgendwelche Defenders-Comics aus einer Bahnhofsbuchhandlung, die zugleich meine ersten Berührungspunkte mit Stephen Strange darstellten (ähem), der dann eine ganze Zeit lang meine allerliebste Lieblingsfigur blieb. Das Ganze ist unterhaltsam, man kann es ohne allzu viele Vorkenntnisse genießen, es war eine Katz-und-Maus-Achterbahn der Emotionen, ein moderates Zuckerwattenmassaker mit – Spoileralarm! – mindestens einem Toten.
ab 17,00 €
Der Tod von Doctor Strange
5/5
5/5

Der Tod von Doctor Strange

Ich verehre ja die „Strange-Academy“-Bände. Um den dritten ganz zu verstehen, sollte man sich zuvor mit dem „Tod von Doctor Strange“ vertraut machen, hieß es – der einzige Grund, weshalb ich diesen Comic unbedingt lesen wollte. (Um erst gegen Ende des Academy-Bandes zu checken, dass mir zusätzlich das Wissen aus „Die Welt ohne Doctor Strange“ gefehlt hat... Die üblichen Bredouillen halt.) Jedenfalls hat diese großartige Story in mir Erinnerungen an alte Zeiten geweckt. An irgendwelche Defenders-Comics aus einer Bahnhofsbuchhandlung, die zugleich meine ersten Berührungspunkte mit Stephen Strange darstellten (ähem), der dann eine ganze Zeit lang meine allerliebste Lieblingsfigur blieb. Das Ganze ist unterhaltsam, man kann es ohne allzu viele Vorkenntnisse genießen, es war eine Katz-und-Maus-Achterbahn der Emotionen, ein moderates Zuckerwattenmassaker mit – Spoileralarm! – mindestens einem Toten.

Laura Marquardt
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Der Tod von Doctor Strange von Jed Mackay

Meine Lieblingswerke

  • Midori – Das Kamelienmädchen von Suehiro Maruo
    5/5

    Midori – Das Kamelienmädchen

    Während ich in einem Zug sitze, der mich aus einer dunklen, nassen Wolke hinaus ins gleißend helle Sonnenlicht zieht, denke ich darüber nach, was zum Henker ich da gerade gelesen habe. Was hat Midori, ein junges Mädchen, die personifizierte Zartheit, inmitten einer Freakshow zu suchen, die höllischen Ursprungs scheint? Es war ein Fiebertraum, ein groteskes Märchen, und in seiner ganzen seltsamen Gruseligkeit, und obwohl man unendlich viele Triggerwarnungen voranstellen müsste, vor allem eines: wunderschön! Reprodukt beweist, betrachtet man die hochwertige Aufmachung des Manga, Liebe zum Detail und Zärtlichkeit gegenüber dem Medium. Vielen Dank für die Neuauflage!

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    Midori – Das Kamelienmädchen von Suehiro Maruo
    • Midori – Das Kamelienmädchen
    • Suehiro Maruo
    • ab 20,00 €
  • Asadora! 1 von Naoki Urasawa
    5/5

    Asadora! 1

    Mir schlägt das Herz bis zum Hals. „Asadora!“ ist, wie von Naoki Urasawa nicht anders erwartet, sowas von mehr als nur großartig. Meine Gefühlswelt ist eigentlich ein chaotisches Archiv mit einigen verstaubten sowie manch einer salzwasserdurchfluteten Ecke. Dieser Manga, obschon erst Band 1, hat Akten durchwühlt, zu denen normalerweise nur Ghibli-Filmen Zugriff gewährt wird. Zudem muss ich mein Gesicht beim Lesen zu einer ziemlich kuriosen Grimasse verzogen haben, während Betroffenheit, Erstaunen und Entzücken einen erbitterten Kampf ausfochten, den niemand gewann. Am Ende verließen sie zu dritt die Arena, zutiefst erschöpft, sich gegenseitig stützend, Arm in Arm in Arm – zufrieden lächelnd.

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    Asadora! 1 von Naoki Urasawa
  • Batman: Das lange Halloween (Neuausgabe) von Jeph Loeb
    5/5

    Batman: Das lange Halloween (Neuausgabe)

    Endlich gelesen. An den Zeichenstil, vor allem an die Kolorierung, musste ich mich ungefähr drei Sekunden lang gewöhnen – ein Zeitraum, der gerade mal für einen spontanen Vergleich mit rudimentärem Microsoft Paint gereicht hat. Die Zeichnungen sind minimalistisch und plakativ, haben jedoch durch klug gesetzte Akzente eine mitreißende erzählerische Kraft, die perfekt zu der spannenden Crime-Noir-Geschichte passt. Manche Panels habe ich ewig angestarrt, fest davon überzeugt, ich könne mit meinen Maulwurfsaugen Hinweise erspähen. Und wenn dann mal Tage auf einem Kalenderblatt gefehlt haben, ging sofort das Quietschen der Zahnräder in meinem Kopf los, der in wirrsten Spekulationen ertränkt zu werden drohte. Zurecht ein Klassiker, den ich am liebsten direkt noch einmal lesen würde.

    Laura Marquardt
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    Batman: Das lange Halloween (Neuausgabe) von Jeph Loeb
    • Batman: Das lange Halloween (Neuausgabe)
    • Jeph Loeb
    • ab 35,00 €
  • Gute Nacht, Punpun 01 von Inio Asano
    5/5

    Gute Nacht, Punpun 01

    „Punpun“ trifft sowohl ins Herz als auch mit einem schmerzhaften Pieksen in die Kniekehlen. Also so, dass man am liebsten ganz dramatisch umknicken würde, was mit den Strichbeinen des Helden natürlich ein bisschen weniger effektvoll wäre. Je weiter es geht, desto genialer und zugleich bedrückender entwickelt sich die Story, wobei der Eindruck erweckt wird, die irre Metaphorik entblätterte sich allmählich vor einem – die Fragezeichen im Kopf werden jedoch bestenfalls aufgebläht. Aus Anonymität, Andersartigkeit und Distanz wird dann irritierende Nähe. Ich möchte unbedingt weiterlesen und fürchte mich zugleich ein wenig davor. (Der Zeichenstil ist asanomäßig sowieso von einer anderen Welt.)

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    Gute Nacht, Punpun 01 von Inio Asano
  • Schöne Welt, wo bist du von Sally Rooney
    5/5

    Schöne Welt, wo bist du

    Bei Rooney weiß ich nie, ob sie ihre Figuren ins Glück oder Verderben rennen lässt. Ich befürchte jedoch immer Letzteres, bis zum Schluss, und das macht mich regelrecht wahnsinnig. Süchtig und verrückt. Verblendet gar, weil ich jedes Mal denke: okay, das ist jetzt ihr bisher bestes Buch. Es geht um Freundschaft, Liebe, Literatur, Erotik, Erfolg und Erfolglosigkeit. Darum, plötzlich inmitten der Ödnis des Erwachsenendaseins zu stehen und unzufrieden zu sein, einsam, hilflos. Überfordert mit seinem Leben zu sein, obwohl man zugleich, mit einiger Arroganz, davon überzeugt ist, die Welt verstanden zu haben. Hin und wieder wird (in E-Mail-Form) so sehr geschwafelt, dass beinahe Langeweile aufkommt, aber nicht einmal das passiert so richtig. Ich kann mich auch nicht über die Charaktere aufregen, obwohl sie stur Selbstsabotage betreiben, weil ich sie mochte. Ich mochte alles.

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    Schöne Welt, wo bist du von Sally Rooney
  • My Broken Mariko von Waka Hirako
    5/5

    My Broken Mariko

    Aus dem krakeligen Artwork quillt so viel pure Verzweiflung, dass ich einen Kloß im Hals hatte, zwischendurch pausieren und aus dem Zugfenster schauen musste, durchatmen. Mir kamen die Tränen. Shiino hat gerade Mittagspause, als sie erfährt, dass ihre beste Freundin, die jahrelang von ihrem Vater missbraucht wurde, sich das Leben genommen hat. Kurzentschlossen macht sie sich auf, Marikos Asche zu stehlen – denen, die sich nie um sie gesorgt haben –, um sie an einen besseren Ort zu bringen. Ihre Trauer ist grenzenlos. Ihr Zorn ebenso. Es geht um Freundschaft, Schuld, Wut. Shiino ist eine wahnsinnig gut gelungene Figur. Sie ist glaubwürdig, echt, man kann sich mit ihr identifizieren. Überhaupt pulsiert die Geschichte, obwohl sie mit einem Tod beginnt, vor Leben.

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    My Broken Mariko von Waka Hirako
  • Boys Run the Riot 01 von Keito Gaku
    5/5

    Boys Run the Riot 01

    Eine Gruppe Außenseiter, wie sollte es auch anders sein, hat mein Herz erobert. Ich musste die ganze Zeit grinsen, auch bei den ernsten Stellen, weil die Zeichnungen so schön sind und die Figuren so liebenswert. Hier geht es um Selbstvertrauen, Selbstverwirklichung, Freundschaft. Ryo fühlt sich nur dann wohl, wenn er seinen Mädchenkörper in der Kleidung verstecken kann, die er liebt. Jin, der neu in Ryos Klasse gekommen ist und mit seinem Stil direkt aneckt, ist stattdessen der Überzeugung, dass man mit Mode der Welt zeigen kann, wer man wirklich ist. Die beiden tun sich zusammen, um ihre eigene Modelinie zu entwickeln, und werden Freunde. Es zeichnet sich bereits ab, dass weitere Figuren hinzukommen werden, die ebenso mit fehlender Akzeptanz zu kämpfen haben, jede auf ihre Art. Wenn die auch so sympathisch und glaubwürdig werden, ziehe ich meinen unsichtbaren Hut, von dem ich beschlossen habe, dass es eine Melone ist.

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    Boys Run the Riot 01 von Keito Gaku
  • Strange Academy von Skottie Young
    5/5

    Strange Academy

    Ich bin die Wahnsinnige, die Comics in Zügen liest und Mitreisende mit gelegentlichen Gefühlsausbrüchen erschreckt. Davon gab es beim ersten Band von „Strange Academy“ schon einige - ich wiederhole: beim ersten Band! Es passiert so unglaublich viel, dass ich beinahe überfordert war, aber auf die bestmögliche Art. Es ist „Harry Potter und der Stein der Weisen“, als die Nachwuchsmagierin Emily Bright abgeholt wird, nur ohne die nervigen Dursleys, mit einem viel attraktiveren Direktor, einer cooleren Protagonistin und mit einer Winkelgasse, die einfach New Orleans ist. Emily trifft früh auf ihre Mitschüler, einen Haufen, der bunter und besser nicht sein könnte, wir lernen ein paar der Schulfächer kennen, deren Beschreibungen witzig sind und es werden immer mal wieder Infoblätter eingestreut, die zu lesen mir fast am meisten Spaß gemacht haben. Und doch ist nicht alles quietschbunt und fröhlich. Obwohl ich mit dem Ende nicht einverstanden bin, verspricht die Reihe ein schönes Maß an Düsternis und Ernsthaftigkeit zum Ausgleich für den wundervoll gezeichneten Zuckerschock. Das ist jetzt meine Leseempfehlung für die nächsten dreihundert Jahre. Für Marvel-Newbies, für -Veteranen, für Kinder, Erwachsene, für die ältere Dame im Supermarkt, die die Gemüsebrühe nicht finden kann.

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    Strange Academy von Skottie Young
  • Utsubora von Asumiko Nakamura
    5/5

    Utsubora

    Ein gefeierter Autor, dem die mysteriöse Aura eines eventuellen Plagiatsvorwurfs und Mordverdachts anhaftet, der Tod einer wunderschönen Frau, die seinen intimsten Gedanken entsprungen zu sein schien, ein verschwindend geringer Anteil Liebe, stattdessen: Abhängigkeit mit all ihren Armen und Auswüchsen. Darum geht es in diesem dicken, in sich abgeschlossenen Manga, den ich nur wegen des Covers gekauft habe. Manchmal funktioniert das halt ganz gut. Ich empfand die Story gleichermaßen als bedrückend, spannend und – wegen des besonders cleanen, minimalistischen Zeichenstils – auch irgendwie als beruhigend. Allerdings musste ich mich erst an die ganz eigene Art des Erzählens, die mir anfangs wirr und substanzlos vorkam, gewöhnen. Sie lässt vielmehr Raum für eigene Interpretationen und Theorien.

    Laura Marquardt
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    • Buchhändler*in Mayersche Gütersloh

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    Utsubora von Asumiko Nakamura

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