+++Ein Jahrhundertbuch+++ Immer wieder schön, gerade auch in der Vorweihnachtszeit: Die »Buddenbrooks« sind ohne Zweifel das Meisterstück Thomas Manns. Er gewann damit die endgültige literarische Anerkennung seiner Zeit und 28 Jahre nach der Veröffentlichung auch den Literaturnobelpreis. Seine Betrachtung des Verfalls einer Lübecker Kaufmannsfamilie galt und gilt immer noch als repräsentative »Seelengeschichte des deutschen Bürgertums, von der nicht nur dieses selbst, sondern auch das europäische Bürgertum überhaupt sich angesprochen fühlen konnte« (Thomas Mann). Gert Westphal, der »König der Vorleser«, führt durch das Jahrhundertepos und bringt als »des Dichters oberster Mund« (Katja Mann) die Lübecker Familien-Saga zur Vollendung. »Lange bevor das Hörbuch zum Leseersatz wurde, machte er den zu Gehör gebrachten Roman zu einer eigenen Gattung, die vor allem einen Namen hatte, den seinen (...) Von nun an schien es, als hätte Thomas Mann genau so geschrieben, wie Westphal ihn vorlas«. (Frankfurter Rundschau) »Mein Jahrhundertbuch! Man ist ergriffen und amüsiert und wehmütig, ganz so, als gehe man mit Personen von höchster Gegenwärtigkeit um.« (Siegfried Lenz).
Gutes Buch
Bewertung am 14.02.2025
Bewertungsnummer: 2412287
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Format ist klein aber fein. Natürlich geht es um die Geschichte selbst. Gefällt mir sehr gut. Lässt sich gut lesen. Kann den Klassiker in diesem Format nur weiterempfehlen. Man gewöhnt sich sehr schnell an die Ausdrucksweise. Zum Glück wurde die Original Version nicht verändert.!!
Meinung aus der Buchhandlung
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Familiengeschichten, die mehrere Generationen umspannen, sind nicht selten in der Literatur. Schon in der griechischen Mythologie gibt es diese Dynastien, und im Grunde sind auch Serien wie "Dallas" und "Downton Abbey" aus dem gleichen Holz geschrieben. Nur ist Thomas Buddenbrook eine reichhaltigere Figur als J.R. Ewing.
Klar, Thomas Mann ist ein ausgiebiger Beschreiben von Schauplätzen - hier noch nicht so symbolisch überfrachtet wie etwa bei "Tod in Venedig" - aber es sind seine Figuren, die besonders magnetisch sind. Natürlich, es gibt Randerscheinungen wie Klothilde und Clara, aber Thomas! Toni! Tonis Ehemänner! Christian! Hanno! Holden Caulfield mochte ich, als wir "Catcher in the Rye" im Englisch-Unterricht lasen, aber Hanno Buddenbrook war sicherlich meine Lieblingsfigur aus all meinen Schullektüren!
Als Thomas Mann den Literatur-Nobelpreis erhielt, wurde explizit dieses Werk genannt - mit Recht!
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Der Niedergang einer Familie, verfasst als herausragender Roman.
Man lernt die junge Generation als Kinder in der Sommerfrische am Meer kennen, das Junge, Hoffnungsfrohe, das noch an die eigenen Möglichkeiten glaubt.
Jede Lebensentscheidung ist jedoch dem Diktat der Familie unterworfen.
Man tut, was vernünftig ist, sinnvoll erscheint, dem gesellschaftlichen Stand und Fortkommen dienlich ist.
Die Personen im Roman werden nicht mit Namen genannt, sondern mit ihren gesellschaftlichen Titeln, in denen sie erstarren und zugrunde gehen.
Am Ende blicken Protagonisten und Leser auf zerstörte Leben, in Konventionen erstickt, sinnlos dem gesellschaftlichen Aufstieg geopfert.
Thomas Mann: Meister der Sprache und stiller Beobachter seiner Zeit.
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