Das große historische Epos – ein einzigartiger Roman
England im Jahr 1845: Unter dem Kommando von Sir John Franklin brechen die modernsten Schiffe ihrer Zeit – die „Terror“ und die „Erebus“ – auf, um die legendäre Nord-West-Passage zu finden: den Weg durch das ewige Eis der Arktis in den Pazifik. 130 Männer nehmen an der Expedition teil. Keiner von ihnen wird je zurückkehren. Dies ist ihre Geschichte. Mit „Terror“ lässt Bestsellerautor Dan Simmons eine der geheimnisumwobensten Entdeckerfahrten der Menschheitsgeschichte lebendig werden: John Franklins Suche nach der Nord-West-Passage. Warum ist diese Expedition gescheitert? Wie konnten 130 Männer und zwei Schiffe verschwinden, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen? Welchem Schrecken, welchem Terror sind sie im ewigen Eis begegnet? Aus diesen bis heute ungeklärten Fragen formt Dan Simmons eine atemberaubend spannende Geschichte, einen Roman, der Sie auf eines der größten Abenteuer mitnimmt, das es je gegeben hat …
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Die große Arktis-Expedition von Sir John Franklin liegt im wahrsten Sinne auf Eis. Die beiden Schiffe, die Erebus und die Terror, sind von Eis eingeschlossen und können weder vor noch zurück. Und das nicht erst seit einigen Tagen, sondern über mehrere Jahre. Zudem ist Franklin selbst bereits tot und das Ziel der Reise, die legendäre Nord-West-Passage scheint in so weite Ferne gerückt wie noch nie.
Schwindende Vorräte, eine unzufriedene Crew und ein Wesen auf dem Eis zwingen die beiden Kapitäne, die Schiffe aufzugeben und ihr Glück auf dem Eis der Arktis zu versuchen. Doch wie weit kommt man ohne Nahrung, wenn einem ein Monster im Nacken sitzt?
Die Suche nach der Nord-West-Passage war im 19. Jahrhundert eines der Abenteuer, denen sich Abenteurer und Offiziere immer wieder stellten. Für die königliche Navy war es ein Prestige-Objekt, weswegen man Sir John Franklin sogar aus dem Ruhestand wieder in den Dienst rief, hatte er doch bereits an mehreren Arktis-Expeditionen teilgenommen. Die unglückliche Expedition gibt bis heute Rätsel auf und lädt zu Spekulationen ein. 130 Männer zogen in den hohen Norden – und nicht ein einziger kehrte zurück.
Simmons ist kein Unbekannter, und er hat sich offensichtlich eingehend mit der Materie für diesen Roman beschäftigt. Persönlich wäre mir am Ende des Buches eine Namensliste willkommen gewesen, denn auch wenn einige Namen der Besatzung dem Nebel der Zeit stand gehalten haben, die Mehrzahl tat es nicht.
Ob die Geschehnisse, die Simmons hier beschreibt, sich tatsächlich so abgespielt haben werden wir vermutlich nie erfahren. Es dauerte Jahrzehnte, bis man das erste der beiden verschwundenen Schiffe fand und nur eine Handvoll Tote wurden bis heute geborgen. Das Gros der Männer ist für immer verschwunden, was bis heute Rätsel aufgibt.
Was belegt ist, beschreibt Simmons. Meines Wissens wurden beide Logbücher geborgen und die meisten Geschehnisse in diesem Roman haben sich laut ihnen auch so abgespielt. Einige andere Dinge wurden dazu gedichtet, was aber nicht schlimm ist, denn sie ergeben Sinn in der trostlosen Lage, in der die Mannschaften sich befanden.
Wir können uns jetzt darüber streiten, ob das „Monster“ tatsächlich das war, was Simmons in seinem Buch beschreibt – eine Art Semigottheit, oder ob es dieses Monster tatsächlich gegeben hat. Tatsache ist, dass wohl ein Teil der Männer jagenden Eisbären zum Opfer fielen. Eisbären sind die einzigen Säugetiere, die aktiv Jagd auf Menschen machen, eine Tatsache, die auch im Roman mehrfach betont wird und der Wahrheit entspricht meines Wissens.
Was ebenfalls eine Tatsache ist ist der beschriebene Kannibalismus, dem zumindest einige Männer der Crews frönten gegen Ende. Ob sie aktiv Besatzungsmitglieder getötet haben, um diese anschließend zu schlachten wie sehr eindringlich beschrieben, ist meines Wissens unklar. Angesichts anderer Fälle von Kannibalismus ist aber wohl eher davon auszugehen, dass die besagten Männer tote Kameraden konsumierten.
Wenn es um die Konserven geht, die beide Schiffe im großen Rahmen mit sich führten, so wurden an gefundenen, noch verschlossenen Dosen Tests durchgeführt, die darauf schließen lassen, dass der Inhalt entweder bereits vor Verzehr verdorben war oder durch die Art der Aufbewahrung, sprich der Konserven selbst, langsam vergiftet wurden. Meines Wissens wurden in einigen der gefundenen Leichen sehr hohe Bleiwerte festgestellt.
Was ich persönlich von diesem Roman halte? Ich denke, er wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen, denn teilweise ging er mir persönlich sehr nahe. Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten, in die Handlung einzufinden – ich erinnere, mein persönliches Problem mit Geschichten, die in der Präsenz geschrieben sind -, doch dieses Problem löste sich bald durch die unterschiedlichen Erzählwinkel und -personen.
Simmons erschafft hier Menschen, keine Heroen. Er beschreibt Menschen mit ihren Stärken und Schwächen und lässt sie wachsen – oder auch nicht. Er beschreibt Schicksale, die anrühren, weil man als Leser mit den Personen hinter den Namen mitfühlt. Man ist entsetzt, wenn eine der Figuren ermordet wird oder zum Sterben ins Eis wandert und sich irgendwo niederlässt. Man möchte schreien, sucht nach Gerechtigkeit, die es nicht gibt und fühlt die Verzweiflung dieser Männer, die nur eines wollen: lebendig wieder nach Hause zu ihren Familien zurückkehren. Das ist die große Stärke dieses Romans. Simmons konzentriert sich nicht auf den bekannten Namen, sondern gibt dem Steward oder dem Maat einen Charakter, haucht einem bloßen Namen Leben ein, gibt ihm eine Geschichte.
Was den übersinnlichen Anteil des Romans ausmacht, so ist dieser nicht sonderlich hoch. Das Monster bleibt über sehr lange Zeit ein einziges Fragezeichen, und die letztendliche Erklärung könnte noch immer auf einen einfach zu großen Eisbären hindeuten. Sicher, gegen Ende des Romans entfaltet sich die Handlung etwas … esoterisch und phantastisch. Aber warum nicht? Es gab eine gute Gelegenheit, zumindest einen Überlebenden der Expedition zu haben. Noch dazu einen Charakter, dessen Leidensgang man als Leser von der ersten Seite an mitverfolgt hatte. Zumindest ich gönnte ihm dieses Schicksal und diese Entscheidung.
Was bleibt also zu sagen? Terror ist ein Roman, der unter die Haut geht. Das liegt aber zum großen Teil schon allein an der Thematik. Die Franklin-Expedition ist bis heute eines der großen ungelösten Rätsel und eine riesige Tragödie. Beidem wird dieser Roman gerecht. Für mich eine Hommage an all die gescheiterten Abenteurer und Expeditionen dort draußen, all die Tragödien, die nie ein echtes und zufriedenstellendes Ende gefunden haben.
Selina Ci
aus Nürnberg
5/5
12.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Der Weg ist das Ziel
Rundum gelungenes Buch. Mich haben die 900+ Seiten erstmal abgeschreckt, mit der Befürchtung langweilige und unnötig in die Länge gezogene Passagen vor mir zu haben. Dem war nicht so. Es war durchweg spannend und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Das Ende hat mich sehr positiv überrascht und die Auflösung war unfassbar interessant. Ich bin begeistert
Sue
aus Uelzen
5/5
28.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Großartiger Roman zwischen Wahrheit und Fiktion!
"Der Tod durch Verhungern ist grausam, Goodsir. Glauben Sie mir. Ich habe ihn in London gesehen, und ich habe ihn bei Schiffbrüchigen gesehen. Doch der Tod durch Scorbut ist noch schlimmer. Es wäre besser, wenn uns dieses Wesen alle noch heute holen würde."
In seinem historischen Roman "Terror" erzählt Dan Simmons uns die Geschichte der geheimnisumwobenen und letzten Expedition des britischen Polarforschers Sir John Franklin. Im Mai 1845 machte er sich mit der "HMS Terror" und ihrem Schwesterschiff "HMS Erebus", beides Schiffe der Royal Navy, auf den Weg, um erstmals die Nordwestpassage, durch das arktische Eis in den Pazifik vollständig zu durchsegeln, diesen Weg kartografisch zu erfassen und damit den kürzesten Seeweg von Europa nach Asien zu finden. Diese Expedition endete jedoch in einer Katastrophe. Und erst 2014 - also mehr als 160 Jahre später! - wurde das Wrack der "HMS Erebus" und erst 2016 die Überreste der "HMS Terror" gefunden. Es ranken sich viele Theorien um diese Expedition und es war für mich sehr spannend dieses Buch, das eine Mischung aus Wahrheit und Fiktion ist, zu lesen.
(Aus dem Amerikanischen von Friedrich Mader.)
"Aber Crozier empfand keine Verzweiflung dieser Art. Noch nicht. Viel wichtiger für ihn in diesem Augenblick war die blaue Flamme der Entschlossenheit, die immer noch in seiner Brust brannte: Ich will leben."
Was für eine Geschichte! Sehr atmosphärisch erzählt uns Simmons über das Los der Schiffe und ihrer Männer und kreirt einen Roman, der uns erbarmungslos mit sich ins kalte Eis reißt. Der uns spürbar frieren und uns bibbernd vor dem eisigen Wind und der Bestie aus dem Eis Schutz suchen lässt. Eine Geschichte die viele Schrecken und die tiefsten Abgründe der Menschheit offenbart, uns Hunger leiden lässt und uns die unerbittliche Grausamkeit dieser entbehrungsreichen Region aufzeigt.
Eine Frage, die mich sehr beschäftigt hat, die ich aber definitiv nicht beantworten kann, ist: Würde ich in dieser Situation Menschenfleich essen?
"Wenn es eine Hölle gibt - woran ich nicht mehr zu glauben vermag, da das Leben auf dieser Erde Hölle genug für ein ganzes Universum ist -, dann muss ich in den tiefsten Kreis des Infernos geworfen werden."
Fabienne F
aus Köngen
5/5
20.12.2022
Buch (Taschenbuch)
Klare Leseempfehlung!
Die Handlung wird packend und mit viel Atmosphäre erzählt. Besonders gelungen finde ich die Balance zwischen Fiktion und dem, was über die Expedition bekannt ist. Ganz viele kleine Details werden in den Roman (und übrigens auch die Serie, die ebenfalls sehr zu empfehlen ist!) eingebunden. Mein Lieblingsbeispiel: Die Männer der Expedition haben auf Beechey Island tatsächlich einen Eisbären angeschossen, eine der Suchexpeditionen hat die Kugel der Franklin Expedition in einem der Bären gefunden (vgl. Beattie: Der eisige Schlaf). Habe schon lange kein Buch mehr so verschlungen.
Bewertung
aus Rodersdorf
5/5
15.11.2021
Buch (Taschenbuch)
Eiseskälte von der ersten bis letzten Seite
Spannende Geschichte, die auf einer wahren Gegebenheit basiert. Fasziniert wartet man darauf, wie es wohl zu Ende geht. Trotz 950 Seiten sehr spannend bis zum Schluss.
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5/5
01.08.2025
eBook (ePUB)
Gänsehaut pur
Dan Simmons schafft einen atemberaubenden Mix aus wahrer Begebenheit mit leicht fantastischen Elementen, in dem er sich die berühmte Franklin-Expedition von 1845 zur Entdeckung der Nordwest-Passage zur Brust nimmt. Und dabei herausgekommen ist ein gelungener Histo-Roman mit angehauchten Krimitouch. "Terror" war mein erster Roman des Autors und hat mich seit langem einmal wieder richtig gefesselt, sodass ich das Buch kaumaus der Hand legen konnte.
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5/5
06.10.2021
Buch (Taschenbuch)
"Terror" von Dan Simmons basiert auf den bekannten Fakten zur verschollenen Franklin Expedition von 1845. Die Schiffe Erebos und Terror sollen unter der Leitung der Kapitäne Crozier und Franklin die Nord-West-Passage entdecken und durchqueren. Mit dem Einfrieren der Schiffe nimmt das Grauen in Form von tödlicher Kälte, Hunger und einem Monstrum, welches Jagd auf die Seeleute macht, seinen Lauf. Beklemmend!
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5/5
27.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Basierend auf der realen Tragödie...
Basierend auf der realen Tragödie um das Verschwinden der Franklin-Expedition hat Simmons einen eindrucksvollen, düster-schaurigen Phantistory-Roman geschrieben, der so spannend ist, dass man ihn kaum aus der Hand legen kann.
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5/5
01.06.2018
Buch (Taschenbuch)
Dramatischer Kampf ums Überleben
Auf dieses höchstspannende, bereits 2006 erschienene Buch bin ich durch die aktuelle Serie gestoßen - und wie gewohnt ist das Buch nicht nur besser, sondern übertrifft meine Erwartungen bei weitem! Die tragische Expedition zur Entdeckung der Nordwest-Passage, die Sir John Franklin eigentlich Ruhm und Ehre hätte bescheren sollen, gerät zum verzweifelten Überlebenskampf, als die zwei Schiffe "Terror" und "Erebus" im Eis eingeschlossen werden. Dan Simmons schreibt historisch so detailgetreu, dass sich die Fernsehserie eigentlich schon im Kopf abspielt und so absolut fesselnd, dass man sich fast mit Gewalt losreißen muss, wozu die Perspektivwechsel zwischen den Captains Franklin und Crozier, sowie dem Schiffsarzt Goodsir, das ihrige beitragen. Dabei fließen historische Tatsachen mit mythischem Grauen zusammen und bilden einen Sog, den man sich selbst dann nicht entziehen kann, wenn man weiß, welchen desaströsen Ausgang die Expedition damals genommen hat. Erst 2014 konnte zumindest ein Teil des Rätsels gelöst werden. Ein Buch, das für Gänsehaut und schlaflose Nächte sorgt!
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5/5
23.04.2018
Buch (Taschenbuch)
Simmons begibt sich mit seinem...
Simmons begibt sich mit seinem Roman auf Spannungsfahrt der Superlative. Er nimmt historische Fakten, belebt sie mit menschlichen Schicksalen und mit einem Schuss Horror. SUPER
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