Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Magd Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ... Margaret Atwoods 'Report der Magd' ist ein beunruhigendes und vielschichtiges Meisterwerk, das längst zum Kultbuch avanciert ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
20.08.2026
eBook (ePUB)
Beklemmend und erschreckend aktuell
Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ ist ein eindringlicher und erschreckend realistischer Roman. Die düstere Welt von Gilead und das Schicksal von Desfred haben mich sehr nachdenklich gemacht. Besonders beeindruckend ist, wie eindringlich Atwood Themen wie Freiheit, Macht und die Unterdrückung von Frauen behandelt. Trotz des Alters des Romans wirkt die Geschichte erstaunlich aktuell und beunruhigend. Ein wichtiges Buch, das noch lange nach dem Lesen nachhallt und zum Nachdenken über die eigene Gesellschaft anregt.
Bewertung
5/5
02.08.2023
eBook (ePUB)
Leider immernoch hochaktuell
Margret Atwood ist eine Meisterin des Storytellings und rückt durch die Augen der namenlosen Protagonistin die Welt von Gilead langsam in den Fokus. Wir erfahren durch die Vergangenheit der Magd wie sich der totalitäre Staat überhaupt hatte bilden können. Auch interessant ist, dass Atwood nur echte Vorfälle aus der Geschichte in die Welt von Gilead einbaut. Vorfälle die sich auch jetzt wiederholen, denn der Report der Magd hält unserer Gesellschaft immer noch den Spiegel vor und spricht davon, welche Zukunft uns erwarten könnte wenn das Patriachat weiter wächst und Staat und Religion sich verbünden. Die aktuellen Geschehnisse im Iran und die Abtreibungsverbote in den USA erinnern uns daran, dass diese Zukunftsvision garnicht so weit von unserer Gegenwart entfernt ist.
Auch jetzt werden Frauen zu Geburtsmaschinen minimiert und in hochgeschlossene, "sittsame" Kleider gezwängt um den "sexgetriebenen" Mann nicht zur Sünde zu verleiten. Und während FeministInnen im Internet über das Patriachat aufklären bekommen auch die sogenannten Männerrechtler immer mehr Aufmerksamkeit für ihre traditionellen Wertvorstellungen. Die Ansichten zwischen Mann und Frau geraten ins Schwanken und mit der wachsenden, feministischen Revolution zieht gleichzeitig auch eine Welle von Sexismus und veralteten Werten auf, die versucht uns abzudrängen.
Dieses Buch ist Aufklärung und ein Aufruf weiter für unsere Rechte zu kämpfen.
Meggie
aus Mertesheim
5/5
28.03.2022
eBook (ePUB)
eine grausame Zukunft
Eine düstere Zukunft für Frauen - nachdem durch zu viel radioaktiver Verseuchung die Geburtenrate stark zurückgegangen ist, wird ein neues System eingeführt. Aufgrund der zunehmenden Sterilität der Menschen, werden diejenigen Frauen, die noch fruchtbar sind, dazu genötigt, in einem Haushalt als sog. "Magd" zu dienen. Dazu gehört, dass man keinerlei Rechte mehr hat und dem Hausvorstand dienlich sein muss, damit sie schwanger wird und dem Ehepaar, in dessen Haus sie lebt, ein Kind zu gebären.
Offred ist solch eine Magd und lebt im Hause des Kommandanten und dessen Frau Serena Joy. Offred erzählt ihre Geschichte, in dem sie in Rückblicken erklärt, wie es dazu kam, dass sie nun als Magd dienen muss und ausführt, wie das Leben sich nun gestaltet.
In einem erschütternd nüchternen Ton wird hier die Geschichte von June erzählt, die nunmehr Offred heißt und als Magd im Haushalt von Serena Joy und ihrem Mann, der nur als Kommandant bekannt ist, lebt.
Die Autorin hat sich eine düstere Zukunft für Frauen ausgedacht, in der radioaktive Verseuchung dazu führt, dass viele Frauen und Männer steril werden und somit die Geburtenrate in den USA drastisch zurückgeht. Es wird ein neuer Staat - Gilead - ausgerufen. Wer dort lebt, hat sich an bestimmte Regeln zu halten. Dazu gehört, dass eine Frau, die noch fruchtbar ist, so viele Kinder wie möglich austragen soll. Dabei wird sie einem Haushalt zugewiesen, der nicht in der Lage ist, Kinder zu zeugen. In einer unmenschlichen "Zeremonie" muss die Magd dem Hausherrn zu Diensten sein, in der Hoffnung, dass sie schnell schwanger wird und - vor allem - auch ein gesundes Kind zur Welt bringt.
Ich habe die Serie "The Handmaid's Tale" mit großen Interesse verfolgt und nun wollte ich auch lesen, wie die Autorin sich die Geschichte vorgestellt hat. Dabei muss ich sagen, dass die TV-Serie sich sehr nah an das Buch gehalten hat, zumindest, was die Grundgeschichte angeht.
Die Serie hat mich schon erschüttert, aber das Buch spiegelt diese Erschütterung nochmals wider, in dem mit einer Nüchternheit von Offred erzählt wird, wie es zu all dem überhaupt kam.
Die Autorin hat sich eine düstere Zukunft einfallen lassen. Die Frauen sind herabgestuft und den Männern Untertan. Nur wenige Rechte werden ihnen eingeräumt, je nach Status.
Hochinteressant ist jedoch, wie Offred anfängt, sich etwas gegen das System zu wehren, mit den wenigen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen. Sie bekommt Bruchstücke mit, die sich langsam zu einem großen Bild zusammenfügen.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da bei der wörtlichen Rede keine Zeichensetzung benutzt wurde bzw. nur selten die wörtliche Rede in Anführungszeichen gesetzt wird. Man gewöhnt sich zwar daran, allerdings wird auch nicht erklärt, warum dies so gehandhabt wurde.
Am Ende erwartet einem eine Podiumsdiskussion. in der Jahre später erzählt wird, dass der "Report der Magd" gefunden und analysiert wurde.
Meggies Fussnote:
Eine grausame Dystopie.
Giselas Lesehimmel
aus Landshut
5/5
23.04.2021
eBook (ePUB)
Ein totalitärer Staat, bei dem Frauen die größten Opfer sind.
Ich würde gerne unwissend sein. Dann wüsste ich nicht, wie unwissend ich bin. (Seite 300 auf dem Reader)
Vor vielen Jahren habe ich die gebundene Ausgabe ungelesen verschenkt. Ich konnte mit der Geschichte nichts anfangen. Jahre später habe ich es nochmal mit dem eBook versucht. Viele schwärmen ja von dieser Dystopie. Wieder habe ich die Geschichte abgebrochen. Irgendwie bin ich in das Buch nicht hineingekommen. Nun habe ich mir die komplette Serie angesehen. Da ich von der Verfilmung sehr begeistert bin, habe ich nun gleich im Anschluss das eBook gesuchtet. Bingo! Das ist eine Premiere für mich. Noch nie zuvor habe ich erst den Film geschaut und dann das Buch gelesen. Ich hatte nun beim Lesen ein besseres Verständnis für diese Dystopie.
Der Sprachstil ist verträumt, intensiv und sehr speziell. Die Gedankengänge von Desfred werden sehr ausführlich beschrieben. Abwechselnd begleitet man die Magd Desfred in der Gegenwart und Vergangenheit. Ohne Vorkenntnisse wäre das für mich sehr schwierig gewesen. Die Welt, in denen Frauen nichts weiter sind als Gebärmaschinen sind , wird von religiösen Fanatikern regiert. Bevorzugt werden Ehebrecherinnen und Frauen, die in ihrem vorherigen Leben nicht richtig Fuß gefasst haben. Die in einer Zweitehe gelebt lebten und einer anderen Frau den Mann weggenommen haben. So eine Frau wie Desfred. Sie hat mit ihren Luke eine gemeinsame Tochter. Für Luke ist es die zweite Ehe. Für Desfred wird diese Ehe zum Verhängnis!
Desfred träumt von ihrem kleinen Mädchen, das man ihr auf der Flucht weggenommen hat. Sie weiß nicht, ob ihr Mann noch lebt. In dem neuen Staat Gilead gibt es die Marthas, die die Haushalte führen. Die Tanten, die die Mägde ausbilden. Die Mägde sollen für kinderlose Paare schwanger werden. Frauen besitzen in dem totalitären Staat keinerlei Rechte mehr. Sie dürfen ihre Berufe nicht mehr ausführen. Besitzen kein Geld mehr. Ihre Kinder hat man ihnen weggenommen und kinderlosen Paaren geschenkt!
Ich konnte nicht fassen, was man mit den Frauen gemacht hat. Im Beisein der Ehefrauen mussten die Mägde mit deren Männern (Kommandanten) den Beischlaf vollziehen. Angebliche Fehltritte wurden sehr schwer bestraft. Ihre Bekleidung bestand aus aus einer roten, unförmigen Kutte. Ihre weißen Flügel auf dem Kopf sorgten dafür, dass sie nicht sehen- und gesehen werden können.
Einen besonders üblen Charakter stellt Tante Lydia dar. Ihre Aufgabe betrachtet sie als Opfer. Ihre Brutalität kennt keine Grenzen. Dabei spricht sie die Mägde mit Liebes an.
Unter deinem Auge ist einer von vielen Sprüchen, mit denen sich die Menschen im Staat Gilead begrüßen. Alles ist sehr religiös. Alles ist sehr frauenfeindlich. Der Wille der Frauen wird gebrochen. Auch bei Desfred spürt man die Zeichen der Resignation. Ihr altes Leben rutscht immer weiter in die Ferne. Vieles scheint für sie normal zu werden. Ganz so, wie es Tante Lydia prophezeit hat.
Es gibt die Unfrauen und die Unbabys! Die Mägde müssen gesunde Babys auf die Welt bringen. Wenn ihnen das nicht gelingt, sieht ihre Zukunft noch düsterer aus, als sie es ohnehin schon ist. Über die der Babys möchte ich mir keinen weiteren Kopf machen. Ja, man stößt beim Lesen an seine Grenzen.
Frauen haben von jeher für ihre Rechte gekämpft und viel erreicht. Unfruchtbarkeit, aufgrund einer atomaren Verseuchung, hat all diese Errungenschaften zunichte gemacht!
Diese erschreckende Dystopie, die in den 80ern geschrieben wurde, halte ich leider für möglich. Es waren schon immer Frauen, die diskriminiert wurden. In diesem Drama haben es aber auch nicht alle Männer leicht.
Wer mit dem Buch bisher nicht warm wurde, dem empfehle ich vorher die Serie anzuschauen. Bei mir hat es zu einem besseren Verständnis beim Lesen geführt. Die Thematik ist hochaktuell. (Meiner Meinung nach) Der intensive Schreibstil spiegelt das Geschehen in der Zukunft wider. Transportiert die Ängste der Frauen im neuen Staat Gilead.
Danke Margaret Atwood. Bei dritten Anlauf habe ich das Buch dann doch gerne gelesen.
Bewertung
aus Wien
5/5
26.01.2021
eBook (ePUB)
Der Report der Magd
Ein großartiges, beklemmendes Werk. Der Roman beschreibt auf spannende Weise ein System der Unterdrückung und Frauenverachtung. Eine Dystopie, die Orwells "1984" um nichts nachsteht.
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5/5
04.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Nolite te bastardes carborundorum.“
Desfred lebt in Gilead – einer Gesellschaft, in der Frauen nahezu sämtliche Rechte genommen wurden und ihr Wert vor allem davon abhängt, welche Funktion ihnen zugewiesen wird. Als Magd soll Desfred dem Kommandanten ein Kind gebären. Doch sie erinnert sich an ein Leben davor, in dem sie frei war und selbst über ihr Leben bestimmen konnte. Grauenhaft, bedrückend und doch erschreckend gut! Diese Geschichte hat eine enorme Sogwirkung entwickelt und mich gleichzeitig immer wieder dazu gezwungen, beim Lesen kurz innezuhalten. Manche Szenen musste ich erst einmal sacken lassen, weil sie so beklemmend und beängstigend sind – besonders mit dem Gedanken daran, dass die Unterdrückung von Frauen keineswegs nur in einer fiktiven Dystopie existiert. Die Graphic Novel war für mich dabei ein unglaublich guter Zugang zur Geschichte. Die Illustrationen transportieren die bedrückende Atmosphäre von Gilead so eindringlich, dass man dem Geschehen problemlos folgen kann und vieles noch einmal intensiver wirkt. Gerade die Einschränkung von Freiheit und Selbstbestimmung hat mich dabei immer wieder schlucken lassen. Und dann dieses offene Ende! Es lässt unglaublich viel Raum für eigene Gedanken und hat dafür gesorgt, dass die Geschichte auch nach der letzten Seite noch in meinem Kopf weiterging. Eine Dystopie, die erschreckend realitätsnah wirkt und noch lange nachhallt. Für mich definitiv ein Buch, mit dem man sich auch heute noch auseinandersetzen sollte.
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5/5
19.09.2026
eBook (ePUB)
Eine Dystopie, die nicht kalt lässt
Ich muss gestehen, dass ich zuerst die Serie geschaut habe und dann erst das Buch gelesen habe. Dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch sehr gefesselt hat. Die Welt, die Atwood geschaffen hat, fühlt sich an wie eine Warnung. Obwohl das Buch eine Dystopie ist, ist genau dieses Thema für einige Frauen immer noch das alltägliche Leben.
Durch die Augen von Desfred erfahren wir, wie der Alltag in Gilead für die Mägde ausschaut und merken, wie Frauen in dieser Welt unterdrückt und zu Gebärmaschinen gemacht werden.
Ein sehr erschreckendes Buch, welches einen nicht kalt lässt.
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5/5
01.09.2026
Buch (Taschenbuch)
erschreckend
Diese Dystopie ist so aktuell wie noch nie. Sie setzt sich mit einer Welt auseinander, in welcher Frauen keinerlei Rechte haben. Sie werden in Mägde, Ehefrauen und Marthas unterteilt.
Der Schreibstiel ist ruhig, was im Gegensatz zu dem steht was der Protagonistin wiederfährt.
Dieses Buch sollte wirklich jeder gelesen haben, ich konnte es nicht aus der Hand legen!
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5/5
28.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine Warnung, die sich anfühlt wie Gegenwart
Margaret Atwoods »Der Report der Magd« ist ein Meisterwerk, das vier Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung nichts an Kraft und Aktualität verloren hat. Atwood erschafft mit Gilead eine dystopische Welt, die verstört und fasziniert zugleich – eine Warnung, die sich anfühlt wie Gegenwart.
Das Genie des Romans liegt in seiner Erzählweise: Durch die Augen von Desfred erleben wir die subtile, alltägliche Unterdrückung von Frauen, die systematisch ihrer Rechte beraubt und zu Gebärmaschinen degradiert werden. Atwoods Sprache ist bildgewaltig und eindringlich, sie schafft es, das Grauen nicht durch Lautstärke, sondern durch stille Hoffnung erträglich zu machen. Desfred besitzt etwas, das der totalitäre Staat nicht kontrollieren kann: ihre innere Freiheit.
Was dieses Buch so wichtig macht, ist seine unbequeme Aktualität. Es stellt Fragen zur Selbstbestimmung von Frauen, zur Macht und zur Menschenwürde – Fragen, die heute lauter sind denn je. Die Serie mit Elisabeth Moss hat dem Roman zu neuer Aufmerksamkeit verholfen, doch das Buch selbst bleibt das stärkere Medium.
Ein absolut notwendiger Roman für unsere Zeit. Verstörendes, Nachdenkliches, Großartiges in einem - absolut zu empfehlen!
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5/5
12.08.2026
eBook (ePUB)
Aus gutem Grund ein Klassiker
Schon lange hatte ich diesen Titel auf meiner Leseliste und endlich habe ich es auch geschafft.
Auch wenn über dieses großartige Werk schon so ziemlich alle möglichen Worte gefallen sind, möchte ich kurz und knapp sagen: großartig, bewegend, bildgewaltig und leider viel zu realitätsnah.
Deshalb umso wichtiger in der heutigen Zeit.
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