Der kleinen Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel - das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote - und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
20.02.2018
Hörbuch-Download
Überragende Familiengeschichte
Ich habe das Hörbuch "Trümmerkind" mit großer Begeisterung gehört. Es gelingt der Sprecherin Vera Teltz mit ihrer ruhigen und vielfältigen Stimme ihre Hörer direkt in ihren Bann zu ziehen.
Erzählt wird die Geschichte dreier Familien, 2 spielen während der Kriegsjahre und eine 3. in den 90er Jahren. Ich habe mich über lange Teile des Hörbuchs gefragt, wie denn wohl alles zusammenhängen wird. Und genau das macht es so spannend.
Der Titel wird als Krimi deklariert. Für mich persönlich würde ich eher sagen, dass es sich um eine dramatische Familiengeschichte handelt, da die kriminalen Züge erst ganz zum Schluss von Bedeutung sind.
Bewertung
aus Niederneisen
5/5
30.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Trümmerkind
Ein sehr bewegender Roman, der die Verhältnisse und Gegebenheiten schildert in denen Menschen leben und überleben mussten. Nicht nur einmal musste ich schlucken, wieviel Leid und Elend hier doch überwunden wird und mit welcher Hoffnung und Zuversicht man über- und gelebt hat. Sehr empfehlenswert.
Bewertung
aus Brunn am Gebirge
5/5
11.06.2024
eBook (ePUB 3)
Eine sehr nette Zeitreise
Klappentext: "Hamburg 1946/47 - Steineklopfen, Altmetallsuchen, Schwarzhandel.
Der 14jährige Hanno Dietz kämpft mit seiner Familie im zerstörten Hamburg der Nachkriegsjahre ums Überleben. Viele Monate ist es bitterkalt, Deutschland erlebt den Jahrhundertwinter 1946/47.
Eines Tages entdeckt Hanno in den Trümmern eine nackte Tote - und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen. Der Kleine wächst bei den Dietzens in Hamburg auf. Monatelang spricht der Junge kein Wort. Und auch Hanno erzählt niemandem von seiner grauenhaften Entdeckung. Doch das Bild der toten Frau inmitten der Trümmer verfolgt ihn in seinen Träumen.
Erst viele Jahre später wird das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur kommen, das auf fatale Weise mit der Geschichte seiner Familie verknüpft ist …"
Bei diesem Buch hat mich am meisten die Überschrift angezogen. Hin und wieder neige ich dazu, Geschichten, aus dem oder nach dem 2. Weltkrieg zu lesen. Das Cover ist fantastisch, gespart an Farben, es war auch eine farblose Zeit, die Trümmern und das Kind.
Die Geschichte ist Anfangs in drei Teile unterteilt, zwei aus der Vergangenheit und ein Teil aus der Gegenwart. Am Ende ergibt alles ein Ganzes. Alle Hauptprotagonisten sind so realistisch erklärt, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, wen ich am meisten mochte. Die Schreibweise war sehr angenehm, führte mich sofort in eine fantastische Zeitreise. Eine Zeitreise, die so bildlich die Orte, Menschen, Ereignisse und Gefühl beschrieb, dass ich dachte ein Teil von dem Buch zu sein.
Die Geschichte las ich bewusst langsam, denn ich wollte sie genießen, jedes mal wenn ich hinein getaucht bin. Ich gebe zu, anfänglich war es verwirrend, drei Orten, drei verschiedene Familien und Handlungen zu folgen, aber langsam bekommt der Leser ein Gefühl wohin das Ganze führt.
Trotzdem, am Ende, obwohl sich der Leser einen Teil schon denken konnte, kamen überraschende und erschreckende Tatsachen ans Licht. Ja, da habe ich tatsächlich mit dem Buch "geschimpft, gestritten, gelitten". Mein Gefühlschaos war groß.
Es ist traurig zu wissen, dass diese Erzählung, auch eine Wahrheit, eine Vergangenheit von jemanden sein kann/könnte.
Ich weiß nicht, ob ich das Buch unbedingt als Krimi einstufen würde, aber ich würde es jedem empfehlen. Denn, meiner Meinung nach, ist es ein tolles Buch.
Von der Autorin werde ich sicher bald wieder etwas Neues lesen.
Bewertung
5/5
14.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Kopfkino eingeschaltet
Unaufgeregt aber eindringlich schildert die Autorin schreckliche Rahmenbedingungen, in denen Menschen überleben müssen. Sofort ist man gefesselt, lebt, leidet, hofft mit den Protagonisten, die in all ihrem Leid aktiv und menschlich agieren. Ganz klare und überzeugte Leseempfehlung.
Igelmanu66
aus Mülheim
5/5
07.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Berührend und intensiv
»Agnes nannte er ganz selbstverständlich „Mama“, so wie Hanno und Wiebke es taten, und als habe es nie eine andere gegeben. Und sie war froh darüber. Irgendwann, wenn er alt genug war, würde sie ihm alles erzählen.«
Hamburg, im Januar 1947. Die Welt der Familie Dietz liegt im wahrsten Sinne des Wortes in Trümmern. Der Ehemann und Vater kehrte von der Front nicht zurück, gilt als vermisst. Die Mutter überlebte mit ihren beiden Kindern den Feuersturm, verlor dabei aber ihre ganze Habe. Und nun versucht die kleine Familie im eiskalten Hungerwinter irgendwie zu überleben. Trotzdem gibt es kein Zögern, als der 14jährige Hanno in den Trümmern eine nackte Frauenleiche und nicht weit davon entfernt einen einsamen kleinen Jungen findet, offensichtlich stark traumatisiert und stumm. Die Dietzens nehmen ihn auf, er wird zu ihrem Sohn und Bruder. Hanno jedoch kann das Bild der toten Frau nicht vergessen und Jahrzehnte später wird er gezwungen, sich neu damit auseinanderzusetzen…
Es gibt Bücher, die wirken nach dem Lesen noch lange nach. Dieses hier ist so eins. Es ist so intensiv geschrieben, dass ich es nicht aus der Hand legen mochte und es mich zutiefst berührte.
Die Handlung verläuft in mehreren Zeitebenen. Einmal verfolgt man die Geschehnisse ab diesem Januar 1947, dazwischen geht es aber auch zurück in die letzten Wochen des Kriegs. Neben der Familie Dietz steht auch eine andere Familie im Mittelpunkt, die Zusammenhänge werden erst gegen Ende klar. Und dann gibt es noch eine Handlung im Jahr 1992, in der eine junge Frau den Spuren ihrer Familie folgen will. All diese Schilderungen sind absolut fesselnd, früh fing ich an, nach Verbindungen zu suchen und obwohl ich mit meiner Ahnung richtig lag, schockierte mich die Auflösung. Der einzige Trost bei so viel Furchtbarem ist, dass es gleichzeitig Menschen gab und gibt, die mutig tatkräftige Nächstenliebe leben.
Die Handlung ist fiktiv, spielt aber vor dem Hintergrund der Hamburger Trümmermorde. Diese wurden bis heute nie aufgeklärt, eine Auflösung wie die im Buch könnte ich mir durchaus vorstellen.
Fazit: Definitiv kein Wohlfühlbuch, aber ungemein berührend und intensiv. Zudem ist es sehr spannend zu verfolgen, wie die einzelnen Handlungen zusammenlaufen.
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5/5
12.08.2023
Hörbuch (CD)
Absolute Empfehlung
Wieder ein Buch von Mechthild Borrmann, das mich restlos begeistert hat!
Die Erzählstränge, die zunächst wenig miteinander gemein haben, werden im Laufe der Geschichte unheimlich spannend und dicht miteinander verwoben. Doch bis zum Schluss darf man gespannt sein, wie alles miteinandern zusammenhängt. Wir begleiten Familie Dietz und Familie Anquist in den 40er-Jahren und Anna in den 90er-Jahren, die das gut gehütete Familiengeheimnis um ihre Mutter zu lüften versucht. Sprachlich wieder einmal hevorragend und, ich wiederhole mich, großartig von Vera Teltz gesprochen.
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5/5
22.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Mehr als bloße Wirren der Nachkriegszeit
Romane über den Zweiten Weltkrieg gibt es zahlreiche. Aber dass mit dem Ende des Krieges nicht alles gut war, gerät oft in den Hintergrund. Armut, Hunger, Misstrauen und Gewalt beherrschten weiter den Alltag der Menschen.
Genau diese Nachkriegsjahre hat Mechtild Borrmann zum Thema ihres Romans "Trümmerkind" gemacht und mich damit sehr bewegt und beeindruckt. Sie verknüpft das historische Zeitgeschehen mit einer berührenden Familiengeschichte, die einem Krimi gleicht. Und das alles in einer Sprache, die mich hineingezogen hat in die Geschichte und bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat und mit Charakteren, die so detailliert und vielschichtig gezeichnet sind, dass man sie voll Neugier begleitet hat.
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5/5
13.04.2020
eBook (ePUB 3)
Nichts ist wie es scheint
Obwohl ich bereits viel über dieses Buch gehört hatte, habe ich mich irgendwie nie herangetraut. Doch jetzt, nachdem ich es gelesen habe, frage ich mich: Warum habe ich es nicht schon früher begonnen? Die Autorin hat aus einer Romanerzählung gleichzeitig einen Krimi gemacht und mich in die Nachkriegszeit 1946 mitgenommen. Ich fühlte, fror, hungerte mit den Hauptpersonen mit und konnte nach beenden des eBooks kein Auge zutun. Das war definitiv nicht das letzte Buch von Mechtild Borrmann....
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5/5
28.03.2020
Buch (Taschenbuch)
Packende Familiengeschichte und Kriminalroman mit historischem Hintergrund
„Trümmerkind“ verbindet Kriminalroman und Familiendrama.
Der Roman liefert Einblicke in die Stimmung zu Kriegsende und in die Nachkriegszeit.
Hintergrund der Geschichte sind die Trümmermorde in Hamburg im Jahr 1947.
Hervorragend recherchiert und sehr spannend geschrieben.
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5/5
15.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Spannende Familiengeschichte die...
Spannende Familiengeschichte die in drei verschiedenen Zeiten spielt. Ein Stück Zeitgeschichte sehr bewegend und einfühlsam erzählt. Ganz klare Leseempfehlung!
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