Eine Frau
Bibliothek Suhrkamp Band 1512

Eine Frau

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Beschreibung


Dreizehn Tage nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1986 schreibt Annie Ernaux ein kurzes, schmerzhaftes Requiem. Und lässt die Mutter als Repräsentantin einer Zeit und eines Milieus auferstehen, das auch das ihre war .

Das Leben ihrer Mutter: geboren um die Jahrhundertwende in der Normandie, Arbeiterin, dann Ladenbesitzerin, Ehefrau, zweifache Mutter, lebenslustig und offen, Körper und Geist werden später langsam durch Alzheimer zerstört. Das Ende war für die Tochter vorauszusehen, die Wirklichkeit des Todes scheint indessen kaum erträglich.

Zeit ihres Lebens kämpfte die Mutter darum, ihren sozialen Status zu erhalten, ihn vielleicht sogar zu überwinden. Erst der Tochter wird dies gelingen, eine Distanz zwischen den beiden entsteht. Auch darauf blickt Annie Ernaux zurück, voller Zärtlichkeit und Abscheu und Schuldgefühl. Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Bücher sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden..
Sonja Finck, geboren 1978 in Moers, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Inzwischen lebt sie als literarische Übersetzerin in Berlin und Gatineau (Kanada).

Details

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    27.10.2019

  • Verlag Suhrkamp
  • Seitenzahl

    88

  • Maße (L/B/H)

    22,2/14,1/1,7 cm

  • Gewicht

    243 g

Beschreibung

Details

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    27.10.2019

  • Verlag Suhrkamp
  • Seitenzahl

    88

  • Maße (L/B/H)

    22,2/14,1/1,7 cm

  • Gewicht

    243 g

  • Auflage

    2. Auflage

  • Originaltitel Une femme
  • Übersetzer

    Sonja Finck

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-518-22512-7

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Ruhiges, gutes Buch. Regt an, die eigene Beziehung zur Mutter zu reflektieren

BiblioJess am 02.03.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Wie viel weiß man eigentlich wirklich über seine eigenen Eltern? In welchen Verhältnissen sie aufgewachsen sind, wie sich die auf sie ausgewirkt haben. Oder wie sie als Kinder und Jugendliche so drauf waren. Was war typisch für sie und wovon haben sie geträumt? In „Eine Frau“ versucht Annie Ernaux dem Leben ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Dabei blickt sie nicht nur auf die Mutter selbst, als Person, sondern auch auf die Umstände, unter denen sie gelebt hat. Ausgangspunkt ist der Tod von Ernauxs Mutter. Ein gelungenes Portrait einer Frau, bzw. einer Familie, vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Position. Es ist ein spannender Versuch, die eigene Mutter komplett zu reflektieren. Und meiner Meinung nach schafft die Autorin es, ein stimmiges und nachvollziehbares Bild ihrer Mutter darzustellen. Wir lernen sie nicht nur als Mutter kennen, sondern als ganze Person. Die Autorin bringt zum einen gut die ambivalenten Gefühle rüber, die man seiner Mutter gegenüber haben kann. Zum anderen erfährt man in dem Buch nicht nur was über die Mutter der Autorin, sondern auch über das große Ganze, über die Art und Weise wie Menschen ihrer sozialen Position entsprechend handeln und denken. Ernaux wird dabei nie überschwänglich emotional und hält sich oft an Fakten und eine eher objektive Reflexion. Aber gerade die häufig auftauchenden Momentaufnahmen berühren einen doch sehr beim Lesen. Diese Momentaufnahmen spiegeln sich auch im Sprachstil wieder, weil die Autorin oft nicht in ganzen Sätzen, sondern in Eindrücken erzählt. Und immer wieder klingt durch, wie sehr sie ihre Mutter geliebt hat, auch wenn sie sich zeitweise entfremdet haben. Besonders da hat mich das Buch angesprochen, weil ich unweigerlich an meine Beziehung zu meiner Mutter denken musste. Durch diese Parallele konnte ich gut mit der Autorin und ihrem Schmerz über den Verlust mitfühlen. Und ich kann ungefähr nachvollziehen, wieso es ihr so wichtig ist, ihrer Mutter im Schreiben noch nahe zu bleiben.

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Ruhiges, gutes Buch. Regt an, die eigene Beziehung zur Mutter zu reflektieren

BiblioJess am 02.03.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Wie viel weiß man eigentlich wirklich über seine eigenen Eltern? In welchen Verhältnissen sie aufgewachsen sind, wie sich die auf sie ausgewirkt haben. Oder wie sie als Kinder und Jugendliche so drauf waren. Was war typisch für sie und wovon haben sie geträumt? In „Eine Frau“ versucht Annie Ernaux dem Leben ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Dabei blickt sie nicht nur auf die Mutter selbst, als Person, sondern auch auf die Umstände, unter denen sie gelebt hat. Ausgangspunkt ist der Tod von Ernauxs Mutter. Ein gelungenes Portrait einer Frau, bzw. einer Familie, vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Position. Es ist ein spannender Versuch, die eigene Mutter komplett zu reflektieren. Und meiner Meinung nach schafft die Autorin es, ein stimmiges und nachvollziehbares Bild ihrer Mutter darzustellen. Wir lernen sie nicht nur als Mutter kennen, sondern als ganze Person. Die Autorin bringt zum einen gut die ambivalenten Gefühle rüber, die man seiner Mutter gegenüber haben kann. Zum anderen erfährt man in dem Buch nicht nur was über die Mutter der Autorin, sondern auch über das große Ganze, über die Art und Weise wie Menschen ihrer sozialen Position entsprechend handeln und denken. Ernaux wird dabei nie überschwänglich emotional und hält sich oft an Fakten und eine eher objektive Reflexion. Aber gerade die häufig auftauchenden Momentaufnahmen berühren einen doch sehr beim Lesen. Diese Momentaufnahmen spiegeln sich auch im Sprachstil wieder, weil die Autorin oft nicht in ganzen Sätzen, sondern in Eindrücken erzählt. Und immer wieder klingt durch, wie sehr sie ihre Mutter geliebt hat, auch wenn sie sich zeitweise entfremdet haben. Besonders da hat mich das Buch angesprochen, weil ich unweigerlich an meine Beziehung zu meiner Mutter denken musste. Durch diese Parallele konnte ich gut mit der Autorin und ihrem Schmerz über den Verlust mitfühlen. Und ich kann ungefähr nachvollziehen, wieso es ihr so wichtig ist, ihrer Mutter im Schreiben noch nahe zu bleiben.

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Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Das Buch beginnt mit dem Tod und der Beerdigung der Mutter. Drei Wochen danach versucht A. Ernaux über diese Frau zu schreiben. Sie ist auf der Suche nach einer Wahrheit über ihre Mutter, die nur durch Worte gefunden werden kann. In einer Mischung aus Biografie , Situationen und Momenten, die ihr in Erinnerung geblieben sind, erzählt sie das Leben der Mutter. Ein Buch über den Lauf der Dinge und was es bedeutet, wenn die Mutter plötzlich alt ist. Eigentlich unspektakulär, aber doch sehr berührend! Und das ist die große Kunst der Annie Ernaux!
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Ein beeindruckendes Psychogramm!

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Das Buch beginnt mit dem Tod und der Beerdigung der Mutter. Drei Wochen danach versucht A. Ernaux über diese Frau zu schreiben. Sie ist auf der Suche nach einer Wahrheit über ihre Mutter, die nur durch Worte gefunden werden kann. In einer Mischung aus Biografie , Situationen und Momenten, die ihr in Erinnerung geblieben sind, erzählt sie das Leben der Mutter. Ein Buch über den Lauf der Dinge und was es bedeutet, wenn die Mutter plötzlich alt ist. Eigentlich unspektakulär, aber doch sehr berührend! Und das ist die große Kunst der Annie Ernaux!

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Annie Ernaux erinnert sich in diesem schmalen, aber gewichtigen Bändchen an ihre vor kurzem verstorbene Mutter – völlig unsentimental, fast schon sachlich und doch voller Wärme und Zärtlichkeit. Ein Buch, das unter die Haut geht!
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Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Annie Ernaux erinnert sich in diesem schmalen, aber gewichtigen Bändchen an ihre vor kurzem verstorbene Mutter – völlig unsentimental, fast schon sachlich und doch voller Wärme und Zärtlichkeit. Ein Buch, das unter die Haut geht!

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