Produktbild: Eine Frau

Eine Frau Nobelpreis für Literatur 2022

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12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

38294

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.05.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

88

Maße (L/B/H)

18,7/11,6/1 cm

Gewicht

100 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

5

Originaltitel

Une femme

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47138-8

Beschreibung

Rezension

»Keine kann die biografische Analyse so sensibel wie Annie Ernaux.« ("Berliner Zeitung")
»Es ist schwer zu sagen, weshalb Annie Ernaux' kahle Sprache so unter die Haut geht. Eine Frau , ihre autobiografische Annäherung an die Mutter, entwickelt in ihrer trockenen Faktizität einen eigentümlichen Sog. Jedes Wort in diesem Bericht über das Leben der 1987 verstorbenen Madame Ernaux hat eine unabweisbare Wucht.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Man glaubt also nach der Lektüre dieses klugen, genauen Buches ein Gefühl dafür zu haben, wen und welches Milieu Ernaux beschreibt, und ist abgesehen davon als privilegierte Leserin viel damit befasst, sich der Selbstverständlichkeiten bewusst zu werden, mit denen man so den ganzen Tag umherläuft.« ("DIE ZEIT")
»[Ernaux's Werk] ist kein weit ausgreifendes Panorama, wie in den großen Romanen der Literaturgeschichte, sondern ein sehr detailliertes Bild, in dem alles sichtbar miteinander in Verbindung steht. Diese Verbindungen hängen sich im Prozess der Lektüre an weitere Anknüpfungspunkte, denn auch der Leser ist Teil eines sozialen Gefüges. Das Ich, das Sie, Er und Wir der Annie Ernaux finden ihre Entsprechungen. Ihre Wirkung erreichen diese Bücher auch durch ihr Echo im Leser selbst.« ("Frankfurter Rundschau")
»[Es] zeichnet [ Eine Frau ] wie den Vorgänger über den Vater eine große Intensität aus, sind die Kürze und die Kargheit der Sätze sehr eindringlich. Annie Ernaux kommt der Mutter sehr nah, ihrer Herkunft sowieso, aber auch ihrem Charakter, den Stärken und Schwächen. Aber mehr und mehr widmet sich die französische Schriftstellerin dem Verhältnis der beiden Frauen zueinander ... [ Eine Frau ] ist ... nicht zuletzt ein feministisches Denkmal.« ("Der Tagesspiegel")
»Auch das neue Buch ist fast nüchtern im Ton, schnörkellos und dabei frappierend intensiv. Kein Wort zu viel, keine überflüssigen Details, das literarische Extrakt einer Mutter-Tochter-Beziehung.« ("DER SPIEGEL")
»Es ist diese unbedingte Ehrlichkeit, dieser Wille, sich der Schuld zu stellen, die den Büchern von Annie Ernaux ihre ungewöhnliche Stärke verleihen.« ("The New York Times")
»... ein Mosaik feiner Beobachtungen, in denen die ganze Welt aufscheint.« ("Brigitte Woman")
»Kein Wort ist in dieser Prosa zu viel, jeden überflüssigen Satzfetzen löst Ernaux ab, bis der Text wie ein blank poliertes Meisterstück vor uns liegt. Annie Ernaux erzählt von sich, nicht aber um sich zu exponieren, sondern, ob gewollt oder nicht, um gesellschaftliche und menschliche Diagnosen anzustellen. Wie immer, wenn sie von sich selbst erzählt, denkt sie die anderen mit, erzählt en passant auch ihre Geschichten.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Der Stil des Buches ist knapp, schnörkellos und dennoch voller Zärtlichkeit« ("MDR Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

38294

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.05.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

88

Maße (L/B/H)

18,7/11,6/1 cm

Gewicht

100 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

5

Originaltitel

Une femme

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47138-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    25.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    abgebrochene Brücke

    Distanziert, aber keineswegs kühl, obgleich nüchtern so doch nicht ganz trostlos blickt Annie Ernaux mit Respekt und Behutsamkeit auf das Leben ihrer Mutter - den Wurzelgrund, aus dem diese kommt - und sie zu jener machte, die sie war - mit allen Plus- und Minuspunkten - in der Verflechtung mit ihrem eigenen Leben als Tochter dieser Frau. Innerhalb weniger Monate reflektiert Ernaux das Leben ihrer Mutter, nachdem diese relativ unvermittelt, wenngleich nicht überraschend mit Alzheimer in einer Pflegeeinrichtung stirbt. Sie will das Sterben und die Lücke einordnen, im Reflektieren das eigene Leben ebenso sortieren, wie die Mutter verstehen und vielleicht auch das schwierige Verhältnis ein Stück weit heilen. Es ist ein stilles Büchlein, das immer wieder an Wunden rührt und doch auch Schönes herauf beschwört, das Fragen stellt und Antworten sucht - und einem so ein Türchen öffnet, das eigene Leben zu reflektieren. Denn der Tod hinterlässt nicht nur eine Lücke, sondern oft genug auch Fragen und mehr - wie Ernaux am Schluss selber schreibt: Sie, ihre Worte, ihre Hände, ihre Gesten, ihr Gang und ihre Art zu lachen waren es, die die Frau, die ich heute bin, mit dem Kind das ich gewesen bin, verbunden haben. Ich habe die letzte Brücke zu der Welt, aus der ich stamme, verloren.

  • Bewertung

    5/5

    23.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Menschen, Frau, Tochter, Mutter

    In diesem Buch spricht Ernaux über die Traurigkeit nach dem Tod ihrer Mutter. Aber vor allem erzählt sie über die Frau,die ihre Mutter war bevor sie ihre Mutter würde mit all ihren Stärken und Schwächen.

  • BiblioJess

    4/5

    02.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ruhiges, gutes Buch. Regt an, die eigene Beziehung zur Mutter zu reflektieren

    Wie viel weiß man eigentlich wirklich über seine eigenen Eltern? In welchen Verhältnissen sie aufgewachsen sind, wie sich die auf sie ausgewirkt haben. Oder wie sie als Kinder und Jugendliche so drauf waren. Was war typisch für sie und wovon haben sie geträumt? In „Eine Frau“ versucht Annie Ernaux dem Leben ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Dabei blickt sie nicht nur auf die Mutter selbst, als Person, sondern auch auf die Umstände, unter denen sie gelebt hat. Ausgangspunkt ist der Tod von Ernauxs Mutter. Ein gelungenes Portrait einer Frau, bzw. einer Familie, vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Position. Es ist ein spannender Versuch, die eigene Mutter komplett zu reflektieren. Und meiner Meinung nach schafft die Autorin es, ein stimmiges und nachvollziehbares Bild ihrer Mutter darzustellen. Wir lernen sie nicht nur als Mutter kennen, sondern als ganze Person. Die Autorin bringt zum einen gut die ambivalenten Gefühle rüber, die man seiner Mutter gegenüber haben kann. Zum anderen erfährt man in dem Buch nicht nur was über die Mutter der Autorin, sondern auch über das große Ganze, über die Art und Weise wie Menschen ihrer sozialen Position entsprechend handeln und denken. Ernaux wird dabei nie überschwänglich emotional und hält sich oft an Fakten und eine eher objektive Reflexion. Aber gerade die häufig auftauchenden Momentaufnahmen berühren einen doch sehr beim Lesen. Diese Momentaufnahmen spiegeln sich auch im Sprachstil wieder, weil die Autorin oft nicht in ganzen Sätzen, sondern in Eindrücken erzählt. Und immer wieder klingt durch, wie sehr sie ihre Mutter geliebt hat, auch wenn sie sich zeitweise entfremdet haben. Besonders da hat mich das Buch angesprochen, weil ich unweigerlich an meine Beziehung zu meiner Mutter denken musste. Durch diese Parallele konnte ich gut mit der Autorin und ihrem Schmerz über den Verlust mitfühlen. Und ich kann ungefähr nachvollziehen, wieso es ihr so wichtig ist, ihrer Mutter im Schreiben noch nahe zu bleiben.

  • Juti

    aus HD

    4/5

    12.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    leichte Spätsommerlektüre Ich…

    leichte Spätsommerlektüre Ich mag kurze Bücher, da die langweiligen Stellen fehlen. Annie Ernaux wurde so zu einer meiner Lieblingsautoren. Ihr unaufgeregter Erzählstil bezaubert auch dieses Buch. Nachdem sie in „Der Platz“ über die Geschichte ihres Vaters geschrieben hatte, folgt nun die Geschichte ihrer Mutter. Bei ihrem Vater stand der Konflikt des Arbeiter mit der studierenden Tochter im Mittelpunkt. Das klingt auch hier an, aber da die Mutter ihre Tochter bei der höheren Bildung unterstützt, liegt der Schwerpunkt dieses Buches auf den sozialen Aufstieg, den die Mutter dank ihrer Arbeit im eigenen Laden geschafft hat. Dass sie deswegen nicht immer Zeit für ihre Tochter hatte war der Preis. Beeindruckend auch, wie sie die Alzheimer-Krankheit ihrer Mutter am Ende des Buches beschreibt. Ich will dennoch dem Buch nur 4 Sterne geben, weil dem Leser der vorigen Bücher ein wenig das wirklich Neue fehlt.

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Unsere Meinungen

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    Jolina Merkle

    Thalia Sankt Augustin

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    5/5

    04.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ,,Ich habe die letzte Brücke zu der Welt, aus der ich stamme verloren”

    Wie schon nach dem Tod des Vaters, widmet Annie Ernaux ihrer Mutter nach deren Tod ein Buch und beschreibt ihren Lebensweg. Sie schreibt objektiv über das Kind, die Arbeiterin, den Aufstieg zur Ladenbesitzerin, immer mit dem Ehrgeiz der Tochter etwas bieten zu können, damit ‘sie es mal besser hat’. Und über die Frau, die später zuerst ihren Lebensinhalt verliert und dann ihr Gedächtnis.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

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    5/5

    22.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Mutterbuch

    Mutter - Tochter - Beziehungen können innig sein, aber eben auch konfliktreich, wie die Leserschaft hier erleben darf. Ehrlich, sanft, respektvoll mit Zuneigung, reflektiert die Autorin die Beziehung zu ihrer im Jahr 1986 an Demenz verstorbenen Mutter. Sie war eine Frau ihrer Zeit und letztendlich eine Gefangene ihres Milieus, das schuf Distanz. Verarbeitungsprozess, schmerzlich-schön.
  • Zum Bewerterprofil von Claudia Engelmann

    Claudia Engelmann

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Annie Ernaux erinnert sich in...

    Annie Ernaux erinnert sich in diesem schmalen, aber gewichtigen Bändchen an ihre vor kurzem verstorbene Mutter – völlig unsentimental, fast schon sachlich und doch voller Wärme und Zärtlichkeit. Ein Buch, das unter die Haut geht!
  • Zum Bewerterprofil von Rafael Ulbrich

    Rafael Ulbrich

    Thalia Augsburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein beeindruckendes Psychogramm!

    Das Buch beginnt mit dem Tod und der Beerdigung der Mutter. Drei Wochen danach versucht A. Ernaux über diese Frau zu schreiben. Sie ist auf der Suche nach einer Wahrheit über ihre Mutter, die nur durch Worte gefunden werden kann. In einer Mischung aus Biografie , Situationen und Momenten, die ihr in Erinnerung geblieben sind, erzählt sie das Leben der Mutter. Ein Buch über den Lauf der Dinge und was es bedeutet, wenn die Mutter plötzlich alt ist. Eigentlich unspektakulär, aber doch sehr berührend! Und das ist die große Kunst der Annie Ernaux!
  • Zum Bewerterprofil von Verena Flor

    Verena Flor

    Thalia Hagen

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    4/5

    02.04.2020

    eBook (ePUB)

    Das Ende des Zyklus

    Es rundet sich hier Ernauxs Zyklus über die existenzielle Frage des Seins ab. Sie schreibt über ihre Mutter, entmystifiziert sie, betrachtet das Leben dieser. Nur um dann die Sicht aus der Tochter hineinzuversetzen. Eigentlich schafft sie ein Bild von Mutter-Tochter-Beziehungen. Sprachlich möchte ich hier die besondere Leistung der Übersetzerin loben, die es geschafft hat, Redensarten exakt und atmosphärisch in den Kontext zu übertragen.

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