• Produktbild: Heinrich von Ofterdingen (Großdruck)
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Heinrich von Ofterdingen (Großdruck)

14,80 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.04.2019

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

188

Maße (L/B/H)

29,7/21/1,4 cm

Gewicht

563 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8478-3492-2

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.04.2019

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

188

Maße (L/B/H)

29,7/21/1,4 cm

Gewicht

563 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8478-3492-2

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Jérôme Wiedenhaupt

Thalia Hildesheim

Zum Portrait

5/5

"Wo gehen wir hin ? ; Immer nach Hause"

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Durch das Zeitalter der Aufklärung sensibilisiert, wollten die Romantiker jenen Zustand wieder revitalisieren, in dem der Mensch und die Natur eine Einheit bildeten. Eine Einheit, die sich einer zunehmenden Entfremdung ausgesetzt sah, da kapitalistische Bewegungen, Erkenntnisse der Naturwissenschaften und eine zunehmende Säkularisierung, den Zeitgeist immer mehr anstelle des Geheimnisvollen und Wunderbaren, beeinflussten. Es galt den Menschen über die Poesie zur ersehnten Einheit zurückzubringen und den Weg für das goldene Zeitalter, zu öffnen. Novalis, von der kantischen Transzendentalphilosophie beeinflusst, nahm dessen Weg auf, transformierte aber seinen Ansatz, um den Fokus anstatt auf das Finden allgemeiner Gestzmäßigkeiten, vielmehr auf die Selbstbeobachtung im Einzelnen zu legen. Wenn Kant sich nicht der Besonderheit einer bestimmten Erfahrung widmete, so reichen Novalis gerade bestimmte Einzelzüge, " nur wenige Zeichen im Sand ", um das Ganze abzubilden. Das innere Seelenleben als Quelle der Welterfahrung, wo sich der Sinn des wirren Schauspiels offenbart, oder wie es Goethe formulierte, " ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt " Genau diese innere Welt heißt es bei Heinrich von Ofterdingen aufzuschließen, um die " verborgene Herrlichkeit der sichtbaren Welt " erkennen zu können. Es beginnt mit einem Traum von einer blauen Blume, einem Erweckungserlebnis, welches einen Prozess, als Reise zum schöpferischen Ich auslöste. Es geht um das bekannte Motiv des Hinabsteigens in die eigene Seele, wo der Protagonist seinem eigentlichen Selbst begegnet und dieses auf wunderliche Weise, später in Form eines geschriebenen Buches in einer Höhle vorfindet. Auf seiner Reise nach Augsburg, lernt er das Märchenhafte, Romantische und Poetische kennen und weiß zunehmend sein bisheriges kindliches Gefühl in eine künstlerische, verbale Form zu verpacken. Sein Potential zum Dichter kristallisiert sich zunehmend heraus und auch der Ton des Buches wird zunehmend allegorischer und märchenhafter. Erklärungen über die Kunst des Dichtertums verwandeln sich kontinuierlich in etwas intuitiv zugängliches, wodurch die Metaphorik weniger durch das Verstandesdenken, als vielmehr dem Gefühl erfahrbar wird. Ein wunderschöner, bildgewaltiger, aber auch gefühlvoller und träumerischer Roman von Novalis, der leider kurze Zeit später schon verstarb.
  • Jérôme Wiedenhaupt
  • Buchhändler/-in

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5/5

"Wo gehen wir hin ? ; Immer nach Hause"

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Durch das Zeitalter der Aufklärung sensibilisiert, wollten die Romantiker jenen Zustand wieder revitalisieren, in dem der Mensch und die Natur eine Einheit bildeten. Eine Einheit, die sich einer zunehmenden Entfremdung ausgesetzt sah, da kapitalistische Bewegungen, Erkenntnisse der Naturwissenschaften und eine zunehmende Säkularisierung, den Zeitgeist immer mehr anstelle des Geheimnisvollen und Wunderbaren, beeinflussten. Es galt den Menschen über die Poesie zur ersehnten Einheit zurückzubringen und den Weg für das goldene Zeitalter, zu öffnen. Novalis, von der kantischen Transzendentalphilosophie beeinflusst, nahm dessen Weg auf, transformierte aber seinen Ansatz, um den Fokus anstatt auf das Finden allgemeiner Gestzmäßigkeiten, vielmehr auf die Selbstbeobachtung im Einzelnen zu legen. Wenn Kant sich nicht der Besonderheit einer bestimmten Erfahrung widmete, so reichen Novalis gerade bestimmte Einzelzüge, " nur wenige Zeichen im Sand ", um das Ganze abzubilden. Das innere Seelenleben als Quelle der Welterfahrung, wo sich der Sinn des wirren Schauspiels offenbart, oder wie es Goethe formulierte, " ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt " Genau diese innere Welt heißt es bei Heinrich von Ofterdingen aufzuschließen, um die " verborgene Herrlichkeit der sichtbaren Welt " erkennen zu können. Es beginnt mit einem Traum von einer blauen Blume, einem Erweckungserlebnis, welches einen Prozess, als Reise zum schöpferischen Ich auslöste. Es geht um das bekannte Motiv des Hinabsteigens in die eigene Seele, wo der Protagonist seinem eigentlichen Selbst begegnet und dieses auf wunderliche Weise, später in Form eines geschriebenen Buches in einer Höhle vorfindet. Auf seiner Reise nach Augsburg, lernt er das Märchenhafte, Romantische und Poetische kennen und weiß zunehmend sein bisheriges kindliches Gefühl in eine künstlerische, verbale Form zu verpacken. Sein Potential zum Dichter kristallisiert sich zunehmend heraus und auch der Ton des Buches wird zunehmend allegorischer und märchenhafter. Erklärungen über die Kunst des Dichtertums verwandeln sich kontinuierlich in etwas intuitiv zugängliches, wodurch die Metaphorik weniger durch das Verstandesdenken, als vielmehr dem Gefühl erfahrbar wird. Ein wunderschöner, bildgewaltiger, aber auch gefühlvoller und träumerischer Roman von Novalis, der leider kurze Zeit später schon verstarb.

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Heinrich von Ofterdingen

von Novalis

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