Die Menschen leben in winzigen sechseckigen Waben tief unter der Erde, genießen jedoch allen Komfort. Ihr Alltag ist durch die "Maschine" perfekt geregelt. Ohne das Bedürfnis nach persönlichen Begegnungen kommunizieren sie über elektronische Hilfsmittel, die maximal miteinander vernetzt sind. Das Handbuch der Maschine ist zu ihrer Bibel geworden, wer nicht maschinenkonform denkt und handelt, wird verstoßen. Als der rebellische Kuno entdeckt, dass die Maschine langsam versagt, wagt er einen folgenschweren Ausbruch. Die aufrüttelnde Hörspielproduktion zeigt eindrucksvoll, dass Forsters Dystopie längst in der Gegenwart angekommen ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
26.05.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Warnung vor technologischer Abhängigkeit: Die zeitlose Relevanz von "Die Maschine steht still"
"Die Maschine steht still" von E.M. Forster, das erstmals 1909 veröffentlicht wurde, präsentiert ein beklemmendes Szenario einer Gesellschaft, die vollständig von Technologie beherrscht wird. In dieser dystopischen Zukunft leben die Menschen isoliert in unterirdischen Kammern und kommunizieren ausschließlich über eine allumfassende Maschine, die als unfehlbare Gottheit verehrt wird.
Die Geschichte folgt den Figuren Vashti und ihrem Sohn Kuno, die unterschiedliche Ansichten zur technologischen Vorherrschaft vertreten. Während Vashti sich mit ihrem isolierten Leben arrangiert hat, strebt Kuno nach Freiheit und hinterfragt die Kontrolle der Maschine.
Forsters Schreibstil verstärkt die Atmosphäre der Isolation und Abhängigkeit, die diese maschinenbeherrschte Welt prägt. Die Erzählung bietet einen tiefen Einblick in die Entfremdung einer Gesellschaft, die ihre persönlichen Beziehungen verloren hat.
Die Lektüre ist unverzichtbar für alle, die sich mit den ethischen und sozialen Auswirkungen der Technologie auseinandersetzen möchten. "Die Maschine steht still" wirft einen kritischen Blick auf den Zustand unserer gegenwärtigen Realität im digitalen Zeitalter, die der Autor 1909 noch nicht einmal erahnen konnte. Vielleicht hielt Forster den Roman, der erst postum erschien, deshalb fast ein halbes Jahrhundert geheim.
Insgesamt ist das 80 Seiten starke Büchlein ein zeitloses Meisterwerk, dessen Bedeutung und Relevanz im Laufe der Jahre nicht nachgelassen haben. Das Buch bleibt ein Klassiker, der zum Nachdenken anregt und eine breitere Aufmerksamkeit verdient. Mit seiner kurzen, aber tiefgründigen Erzählung hinterlässt es einen bleibenden Eindruck. Uneingeschränkte Leseempfehlung!
Raumzeitreisender
aus Ahaus
5/5
14.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Edward Morgan Forster (1879 –…
Edward Morgan Forster (1879 – 1970) schrieb diese Dystopie im Jahre 1909. Die Erde ist unbewohnbar geworden und die Menschheit lebt unterirdisch in einzelnen elektronisch vernetzten Kabinen. Die zentrale Maschine, einst von den Vorfahren geschaffen, ist für die komplette Versorgung zuständig. Sie wird als unfehlbar wahrgenommen. Die Menschen haben keine persönlichen Kontakte mehr, sondern kommunizieren ausschließlich elektronisch über moderne Kommunikationsgeräte. Sie haben geradezu Angst vor persönlichen Kontakten, weil sie die nicht mehr kennen. Wenn in seltenen Fällen Reisen erforderlich werden, erfolgen diese mittels Luftschiff. Protagonisten dieser Kurzgeschichte sind Vashti, die der Maschine voll vertraut und ihr Sohn Kuno, der am anderen Ende der Erde wohnt und eine kritische Haltung zur Maschine hat. Er ist neugierig und auf der Suche nach weiteren Informationen. Um sich mit seiner Mutter auszutauschen, strebt er ein Treffen an. Es handelt sich um eine moderne Geschichte mit faszinierenden Visionen. Vor über hundert Jahren skizzierte Forster nicht nur unsere heutige Kommunikationstechnik, sondern auch deren gesellschaftliche Auswirkungen. Von den Reisen mittels Luftschiff abgesehen, ist die Geschichte in die heutige Zeit übertragbar. Der Autor war ein Visionär.
Bewertung
aus Wien
5/5
01.02.2021
eBook (ePUB 3)
Die Maschine steht still
Unglaublich dass dieses Buch immer noch so aktuell ist. Eine sehr bedrückende Aussicht auf eine mögliche Zukunft, in der die Menschen alles nur noch über "die Maschine" regeln und keine Möglichkeit mehr haben, selbstbestimmt zu leben.
Bewertung
5/5
11.04.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Dystopie der besonderen Art.
Science Fiction im Stil des angehenden 20. Jahrhunderts!
Die Maschine steht still ist weitaus mehr als nur ein Klassiker.
Düster und höschst fortschrittlich erkennt der Autor E. M. Forster bereits 1909 die bevorstehende Entwicklung der Menschheit.
Zur Zeit der zunehmenden Technisierung/Maschinisierung allen ist dies wohl der nächste, logische Schritt.
Eine Dystopie, die es in sich hat.
Beim Lesen will man ständig den Sinn hinter den Worten verstehen, dabei hält das Buch uns doch lediglich einen Spiegel vor.
Ein wahrer Schatz der klassischen Science Fiction
kvel
3/5
29.10.2019
Hörbuch (CD)
Hörspiel - SciFi/Fantasy.
Inhalt, gemäß Verlagshomepage:
Platz 2 der hr2-Hörbuchbestenliste Oktober 2019.
E.M. Forsters »Die Maschine steht still« als Hörspiel mit Achim Buch, Susanne Sachsse, Rafael Stachowiak u. v. a.
Auf der Erde herrscht das Chaos, das menschliche Leben wurde unter die Erdoberfläche verlagert. Dort leben die Menschen in winzigen Waben, interagieren nur noch über telematische Verbindungen und lassen ihre Lebensfunktionen durch »Die Maschine« regulieren, die angebetet wird wie eine Gottheit. Was niemand zu bemerken scheint: Das Summen der Maschine scheint sich zu verflüchtigen …
Der Audio Verlag veröffentlicht das Hörspiel zu E. M. Forsters »Die Maschine steht still«, das bei den ARD-Hörspieltagen 2018 den Publikumspreis gewann: Von Felix Kubin fulminant inszeniert und musikalisiert und mit hochkarätiger Besetzung ist die NDR-Produktion ein Muss für Sci-Fi-Fans und Liebhaber aufwendig produzierter Hörspiele!
»#0048 – alles schläft, einsam wacht«
Bereits 1906 entwarf E.M. Forster eine erschreckende Dystopie, die heute als überspitzte Version unserer Realität erscheint: Reale Begegnungen gelten als unhygienisch, Sonnenlicht wird gefürchtet und alltägliche Bedürfnisse werden ausschließlich per Knopfdruck befriedigt. Von Daseinsängsten und unnötigen Gedanken befreit die »narkoleptische Pause«, eine täglich von der Maschine herbeigeführte künstliche Ohnmacht, die eine seelische Regeneration bewirken soll. Doch der maschinierten Welt steht eine Katastrophe bevor: Als der rebellische Kuno erkennt, dass die Maschine bald stillstehen wird, wagt er das Undenkbare.
Die NDR-Produktion mit Achim Buch, Susanne Sachsse, Rafael Stachowiak u. v. a.
Achim Buch, Susanne Sachsse, Rafael Stachowiak und viele andere erwecken E. M. Forsters erschütterndes Zukunftsszenario in der Produktion des NDR vor einer eindrucksvollen Soundkulisse von Felix Kubin zum Leben. Und machen deutlich, dass »Die Maschine« längst Einzug in unsere Gegenwart gefunden hat. Vom ersten Moment an tauchen die Hörer in eine Welt ein, die es zu verhindert gilt. Ein brillant inszenierter Denkanstoß.»Die Maschine steht still« ist bei DAV erhältlich und umfasst 1 CD.
Anmerkung:
Der CD ist ein Booklet beigelegt, welches man am besten bereits vor dem Hören lesen sollte.
Wichtig: Dieses enthält auch ein „Glossar zu den im Hörspiel genutzten Interjektionen (= Ausrufewort, Empfindungswort) in Maschinensprache“.
Meine Meinung:
Die Vorlage aus dem Jahre 1909 kenne ich nicht.
Es war eine dystopische Erzählung, welche erst im Jahre 1971 erschien ist und 2016 ins Deutsche übersetzt wurde.
Diese Adaptierung als Hörspiel finde ich mit einer Laufzeit von ca. 1 ¼ Stunden doch an der einen oder anderen Stelle als zu kurz gefasst.
Prinzipiell finde ich dies ein sehr gut gesprochenes Hörbuch.
Jedoch fragte ich mich, warum kann ein Hörspiel nicht einfach ein Hörspiel sein.
Warum muss darin unbedingt ein Chor vorkommen?!
Mir hatte dieses Hörspiel somit eher den Eindruck eines modernen Theaters vermittelt.
Was meiner Meinung nach, der Sache nicht gut getan hat. Also ich hätte jedenfalls gut darauf verzichten können.
Bezeichnung gemäß dem Booklet als „Arien einer retrofuturistischen Steampunk-Pop-Oper“.
Auszug aus dem Booklet:
„Gänzlich anders als E.M. Forster lässt Kubin die Maschine nicht nur summen, er verleiht ihr sogar Stimmen und lässt sie eine Antwort auf ihre Konstrukteure, die Menschen, formulieren: 'Die Maschine als technologische Mutter muss an einem bestimmten Punkt ihre Parasiten abwerfen, um sie wieder in einen erwachsenen Zustand zu versetzten, sie zurück 'in die Welt' zu werfen.' - so Kubin. Seine mit kühler Vernunft handelnde Maschine stellt in einem ihrer Monologe fest, dass die Wabenbewohner an ihren unkontrolliert wuchernden Archiven und der zunehmenden Regungslosigkeit ihrer Kultur scheitern. Trotz der Leistungsfähigkeit der Technologie verstopfen die Systeme an der Seichtigkeit und Masse der Informationen, die Menschheit degeneriert sozial. Neben dieser systemkritischen Betrachtung ist Kubins entschiedenstes Text-Update eine Neuformatierung des Endes: Die Bewohner der unterirdischen Welt werden im Hörspiel nicht in einem zerstörerischen Blutbad ertränkt, sondern von der Maschine in einen endlosen Schlaf versetzt.“
Fazit: Thematisch gut, aber man muss nicht alles Alte auf Modern aufarbeiten.
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5/5
15.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Klassiker!
Es ist kaum vorstellbar, dass diese Geschichte schon 1909 erschien. In seiner Weitsicht und Aktualität steht das Werk einem “1984” von Orwell in Nichts nach und überzeugt in seiner Kompaktheit. Für mich ein Klassiker unter den Dystopien und auch optisch ein Hingucker.
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5/5
02.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein schmales Buch im Umfang aber...
Ein schmales Buch im Umfang aber groß in der Story. Was wenn die Menschheit sich nur noch von Maschinen versorgen lässt und alles unbekannte Angst auslöst? Und was, wenn die Maschine versagt? Ein wieder entdeckter Klassiker mit aktueller Brisanz.
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5/5
08.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Klassiker so aktuell wie nie!...
Ein Klassiker so aktuell wie nie! Die Menschheit lebt unter der Erdoberfläche, da es oberirdisch nicht mehr möglich ist. So steht es zumindest im Handbuch der Maschine. Der neuen Bibel.
Für all jene empfehlenswert, die technikaffin sind und der digitalen Welt zugewandt.
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5/5
22.01.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Erschreckende Aktualität
Nichts geht mehr ohne technische oder elektronische Hilfsmittel. Der Mensch hat sich abhängig gemacht...
Diese Dystopie aus dem Jahre 1909 (!) hält uns heute tatsächlich einen Spiegel vor das Gesicht und es ist ziemlich erschreckend, wie realitätsnahe E.M. Forster für uns heute ist!
Ein kleines, schmales Schätzchen - nicht nur für Männer!
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5/5
15.12.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Genialer Klassiker
"Die Maschine steht still" ist eine faszinierende Zukunftsdystopie des Autors E.M.Forster, der vor allem wegen seiner Romane "Howards End", " Zimmer mit Aussicht" und "Maurice" bekannt ist.
Eine abenteuerliche futuristische Vision über die technische Abhängigkeit, den Verzicht auf Individualität und eigene Erfahrungen. Man bedenke, dass der 30 jährige Autor diese Geschichte bereits 1909 in England veröffentlicht hat! Handys gab es damals noch nicht, trotzdem ahnte er schon, dass in der Zukunft "zwischenmenschliche Beziehungen" gefährdet sein würden.
Mit diesem Buch haben Sie ein ganz individuelles schönes Geschenk, nicht nur für Technik begeisterte Ehemänner und Schwiegersöhne! Gehört in jede gut sortierte Bibliothek!
Meine Empfehlung bei 'Lesegenuss nach Ladenschluss' im November 2016!
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